Promotion Chile bietet noch so viel mehr!

Das Land ist doppelt so groß wie Deutschland und verfügt im Norden über extreme Wüsten und im Süden über imposante Gletscher.

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Der September läutet in Chile den Frühling ein. Aber viel wichtiger als die Jahreszeit ist für die stolzen Bewohner des lateinamerikanischen Landes in diesem Monat der Nationalfeiertag. Denn seit 1810 wird jedes Jahr am 18. September die Unabhängigkeit von den spanischen Besatzern gefeiert. Die „Fiestas Patrias“ sind für die chilenische Identität ein wichtiges Fest. Auch wenn die politischen Ansichten durch zahlreiche Differenzen weit auseinander gehen. An diesem Tag leuchten die Straßen und Gebäude im ganzen Land in den Nationalfarben Rot, Weiß und Blau. In Festzelten wird getanzt und getrunken. Shows, Rodeos und der Nationaltanz Cueca sind ebenfalls in den „Ramadas“, den Lokalen der Innenstädte, zu finden.

Von den Osterinsel bis Patagonien

Auf der Karte findet man Chile in Südamerika. Der lange schmale Streifen Land, der durch variierende Landschaften und höchst unterschiedliche Klimaverhältnisse geprägt ist, ist nicht zu übersehen. Im Südwesten des südamerikanischen Kontinents gelegen wird Chile von Argentinien, Bolivien, Peru und dem Pazifik umgeben. Chile ist ungefähr doppelt so groß wie Deutschland, aber nur rund 16 Millionen Menschen leben in dem noch wenig bekannten „Reiseland“. Gott sei Dank muss man sagen, ist hier der Tourismus noch nicht angekommen und hatte Gelegenheit seine Spuren zu hinterlassen. Santiago de Chile ist die Hauptstadt der Republik Chile und liegt in der Region Metropolitana im südlichen Teil des Landes. Die Diktatur von Augusto Pinochet in den 1970er und 80er Jahren ist noch bis heute Grundstein der Verfassung. Jedoch wurden im Zuge der Verfassungsreform 2005 die letzten Überreste der Diktatur entfernt. Der derzeitige Präsident der Präsidialrepublik heißt Sebastián Piñera und gehört der rechts-konservativen Koalition “Chile Vamos“ an. Er ist Staatsoberhaupt und Regierungschef der Republik Chile in einer Person und wird vom Volk für jeweils 4 Jahre gewählt. Es ist bereits seine zweite Amtszeit und damit kann er laut der Verfassung nicht noch einmal gewählt werden.

Chilenischer Kämpfer
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Portrait eines Kämpfers der Osterinseln in traditioneller Rapa Nui Kleidung.  


Im Norden zeigt sich das interessante Land sehr karg und mit extremen Wüsten. In Zentralchile können Besucher eine reiche Flora entdecken, die typisch für die Mittelmeerregion ist. Zitrusfrüchte, Honigpalmen und Bougainvilleas reihen sich dicht gewachsen nebeneinander. Der Süden wird von gemischten Wäldern dominiert, die von dem häufigen Niederschlag profitieren. Noch weiter in der südlichen Spitze wird es zunehmend karger. Die Steppenlandschaft geht schließlich bis zu Gletschern über. Die Osterinsel befinden sich zwar rund 3000 km entfernt, gehören geografisch aber genau wie eine weitere Handvoll außergewöhnlicher Inseln zu Chile. Für einen Besuch des außergewöhnlichen Landes sollten Sie den Zeitraum zwischen Ende Oktober bis Anfang März vorziehen. Einige Regionen variieren jedoch in ihrer idealen Reisezeit, da sie vom „Bolivianischen Winter“ geprägt sind. Diese Erscheinung tritt vor allem in der Atacama-Wüste in der Zeit von Dezember bis Februar auf und beschert Wolken und Schauer mitten im kalendarischen Sommer.

Lachs, Meeresfrüchte, Kupfer und der blaue Lapislazuli

Wer an Chile denkt, muss wahrscheinlich unweigerlich an den tiefblauen Edelstein, - den Lapislazuli, denken. Neben Chile findet er sich nur noch in Afghanistan und Teilen Russlands. Verarbeitet wird er traditionell mit Gold und Silber zu wunderschönen Schmuckstücken. Auch in der Kunst und der Malerei ist das Gestein bekannt. In Chile findet man aber vor allem die wirtschaftlich bedeutende Fischindustrie, von der die Bevölkerung lebt. Lachs und Meeresfrüchte werden aus Chile in die ganze Welt exportiert. Aktuell tut das kein anderes Land in so großen Mengen wie der kleine Staat im Südwesten von Südamerika. An einem der wichtigsten Häfen des Landes, dem Valparaíso, finden sich neben internationalen Frachtschiffen auch häufig Container mit der Aufschrift „Hamburg-Süd“. Die landeseigene Wirtschaft profitiert aber nicht nur von der starken Nachfrage nach fangfrischer Ware. Auch die hohen Kupfervorkommen sorgen für bedeutenden Aufschwung. Die größte Kupfermine der Welt, die „Minera Escondida“, befindet sich im Norden von Chile.

Dem Land geht es im Großen und Ganzen gesehen überdurchschnittlich gut. Der chilenische Lebensstandard gilt als einer der höchsten im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern. Aktivurlauber zieht es vor allem in den Süden Chiles und sorgen auch hier für steigende Preise. Es gibt die Regel: Desto weiter weg von der Hauptstadt, umso teurer wird das Leben. Kein Wunder also, dass die Bevölkerungsdichte in der Zentralzone die höchste des Landes ist. Während in vielen Landstrichen weiter weg nicht mal ein einziges Haus zu finden ist. 

Die chilenische 100$ - Münze und deutscher Strudel

Wer sich mit der Geschichte des Landes beschäftigen will, kommt nicht an seinen Ureinwohner, den Mapuche, vorbei. Die Mapuche haben eine einzigartige Geschichte, die sie von allen anderen Ureinwohnern Amerikas unterscheidet. Sie wurden als autonome Nation anerkannt und erhielten nach der erfolgreichen Hinderung der Spanien ins Land einzumarschieren, eigene Gebiete im Süden von Chile. 

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Weiter Informationen zu Chile finden Sie hier.

1845 wurden mit Hilfe des Kolonisten Gesetz erste Pläne konkretisiert, europäische Einwanderer gezielt für die Übersiedlung nach Chile anzuwerben. Das Land war von einer gescheiterten Revolution, Missernten und einer wirtschaftlichen Krise stark gebeutelt, als der deutsche Forscher und Seemann Bernhard Philipi in Südchile dünn besiedelte und wirtschaftlich kaum genutzte Gebiete entdeckte. Mit Zeitungsannoncen und der verlockenden Unterstützung durch den Staat in Form von Startkapital, Land und Gütern gelang der tollkühne Plan tatsächlich. Auch wenn zunächst nur 34 Personen in der Region Valdivia ankamen. Es folgten bald 32 Protestanten und bis Mai 1851 hatten fast 600 deutsche Auswanderer den Süden Chiles erreicht. Die meisten von ihnen waren wie gewünscht Handwerker oder Bauern. Nur bei der religiösen Ausrichtung ging der Plan nicht ganz auf. So waren die wenigsten Einwanderer katholisch. Die heute älteste Deutsche Schule Südamerikas wurde bald darauf gegründet und bis heute existiert in dem Gebiet um die Stadt Osorno die einzige geschlossene deutsche Sprachsiedlung Chiles. Insgesamt sprechen noch immer rund 35.000 Einwohner Chiles die deutsche Sprache. Der Einfluss der deutschen Sprache wird jedoch immer geringer. Es gibt aber noch viele Hinweise auf die Einflüsse aus Deutschland. Dazu gehören Wörter wie „Strudel“, „kaputt“, „Kuchen“ und „Kinder“. Aber auch der deutsche Optiker "óptico alemán" und vor allem die vielen deutschen Schulen und Institute zeugen von dem Einfluss der deutschen Sprache bis heute.