... wo das Gute liegt so nah. Wer umweltbewusst reist, fliegt nicht in ferne Länder, sondern nutzt zur Erholung die heimischen Urlaubsgebiete. Wie etwa Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge.
Experten schätzen, dass drei Viertel aller CO2-Emissionen im Tourismus-Bereich aus dem Verkehr kommen und 20 Prozent dem Beherbergungssektor zuzuschreiben sind. Daher kommt es besonders auf die Wahl des Verkehrsmittels an, wenn man vorhat, nachhaltig zu urlauben. Einige Fluggesellschaften bieten an, das schlechte Gewissen durch eine Ausgleichszahlung für die entstandenen Flugemissionen zu beruhigen. Mit diesem Geld können dann Klimaschutzprojekte finanziert werden.
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Der Haupttrend im nachhaltigen Tourismus heißt deshalb, Fernreisen zu meiden und die nahen Ziele wiederzuentdecken. Allerdings ist es nicht damit getan, dass man sich statt für Mallorca für den Schwarzwald entscheidet: Für einen "sanften Tourismus" kommt es auch auf das Verhalten der Reisenden am Urlaubsort an, darauf, der Natur und den Menschen vor Ort Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen. Konkret bedeutet dies, dass man bei einem Urlaub im Schwarzwald auf die Pizza verzichten und stattdessen lieber "Metzelsupp" mit Sauerkraut bestellen sollte. Durch den Genuss regionaler Produkte wird die Landwirtschaft der Gegend gestärkt. Der Reisende wird um viele neue Erfahrungen und Eindrücke reicher und entdeckt Dinge, die er sonst nie wahrgenommen hätte. Nachhaltig urlauben bedeutet daher nicht Verzicht, sondern Zugewinn - für Gast wie Gastgeber.
Der Urlauber sollte also in seinem eigenen Interesse versuchen, sich an sein Reiseziel anzupassen, die fremde Kultur kennenzulernen - ja, die gibt es auch im eigenen Land - und an ihr teilzuhaben. Am besten wird man mit Land und Leuten vertraut, indem man öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn benutzt, daneben bieten sich Wander- und Radtouren für den sanften Tourismus an. Im Schwarzwald hat sich diese Form des Urlaubens bereits gut etabliert. Zum Beispiel fahren alle Schwarzwald-Touristen während ihres Aufenthalts mit der KONUS-Gästekarte im gesamten Schwarzwald gratis mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn. Dazu gibt es freien Eintritt in die Freibäder, die Freizeitanlage, den Schwarzwaldzoo und die Museen des Zweitälerlandes. Davon profitieren sowohl die Urlauber als auch die Umwelt.
Das Förderprogramm ECOfit hilft Betrieben, auch in der Reisebranche, sich auf die neuen Zeiten einzustellen, mit Aufklärung, genauer Betriebsanalyse und konkreten Vorschlägen, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kosten senken. Wer die Kriterien erfüllt, bekommt eine Plakette. Wer sich für einen nachhaltigen Urlaub entscheidet, hat mit dem "CSR-Tourism-Certified"-Siegel eine verlässliche Orientierungshilfe. CSR bedeutet Corporate Social Responsibility und beschreibt den Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Im Tourismusbereich steht das Siegel weltweit für umweltfreundliches und sozialverträgliches Reisen.
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