Fotografie World Press Photo Award 2014

Die internationale Jury des 57. World Press Photo Award hat die besten Pressefotos des Jahres 2013 gekürt. Dieses Jahr ging der erste Platz an den Amerikaner John Stanmeyer. Er fotografierte im Mondschein afrikanische Migranten, die versuchten mit dem schwachen Handyempfang ihre Angehörigen zu erreichen.

Die Jury urteilte: "Es ist ein Foto, das vielen anderen Geschichten verbunden ist, es öffnet Diskussionen über Technologie, Globalisierung, Migration, Armut, Verzweiflung, Entfremdung, die Menschheit. Es ist ein sehr anspruchsvolles, kraftvolles und nuanciertes Bild. Es ist so subtil, so poetisch, aber mit Sinn eingeflößt." Das Bild gewann ebenfalls den ersten Preis in der Kategorie "Contemporary Issues". Es wurde für National Geographic geschossen.

Die Gewinnerbilder gehen um die Welt: Sie werden künftig in 45 Ländern ausgestellt. Die Besucher erwartet ein emotionaler Gang durch unvergessliche Momente: Überlebende des Taifuns Haiya, eine Familie, die sich in einer Mall in Nairobi bei einem terroristischen Überfall verstecken muss, Geschwisterliebe ganz nah, die Klamotten einer verschwundenen Frau und ein Mann, der seine Frau vor den Augen der Tochter verprügelt. Die Ausstellung zeigt, in welcher Welt wir leben. Vieles kennt man aus eigenen Erfahrungen, vieles aber ist neu, berührend und verstörend.

Der World Press Photo Award ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation mit Sitz in Amsterdam, die im Jahre 1955 gegründet wurde. Weitere Informationen zum Wettbewerb: www.worldpressphoto.org

Autor

Alena Zielinski