Australien Sydneys schönste Strände

Sydney, bekanntermaßen eine der schönsten Städte der Welt, kann sich vor Stränden nicht retten. Die rund 40 Sandkästen, am offenen Meer und am ruhigen Sydney Harbour gelegen, sind so etwas wie die Wohnzimmer der Einheimischen. Babies lernen am Rande des Wassers zu krabbeln, Kinder machen in den Rockpools, den umfriedeten Felsenbecken, ihre ersten Kraulzüge. Doch zu finden sind die Sydneysider eher nicht in Manly, Bondi oder Coogee Beach, wohin es die meisten Touristen verschlägt. An den schönsten Flecken bleiben die Australier unter sich.

Bigola Beach - Paradiesisch unter Palmen

Ein Küstenstreifen wie gemalt, im Norden der Stadt, nur ein paar Abzweigungen vor dem berühmten Palm Beach. Bilgola liegt eingebettet in einem 400 Meter breiten Tal; linkerhand erhebt sich der 60 Meter hohe Bilgola Head. Außer einem kleinen Kiosk gibt es hier nichts außer Sand und Meer. Downtown Sydney scheint Zeitzonen entfernt und ist doch in nicht mal einer Stunde mit dem Auto zu erreichen. Beeindruckend groß in Bilgola ist der Rockpool, der von der Brandung des Meeres gespeist wird. Ein paar glückliche Einheimische besitzen direkt am Beach ein Haus hinter Palmen. Paradiesisch!

Freshwater Beach - Preiswertes Spektakel

Zum langen Manly Beach fahren fast alle Touristen, weil schon die Fährfahrt herüber von Circular Quay ein preiswertes Spektakel ist. Doch wer kennt Freshwater Beach? Dabei ist es nur ein kleiner, steiler Fußmarsch die Küste hinauf, vorbei am (für den Mango-Smoothie dort lohnt sich eine Pause). Vom Hügel öffnet sich der Blick auf den sichelförmigen Strand. Im Gebäude der Lifesaver kann man sich das Salz von der Haut spülen.

Little Manly Cove - Für den Sonnenuntergang

Unser Tipp für den Sonnenuntergang. Dieser klitzekleine Sandfleck ist bei den Sydneysidern sehr beliebt, hier treffen sie sich zum Feierabendbier oder am Wochenende zum Barbecue. In der kleinen genießt man den Blick über Segelboote und Motoryachten Richtung Innenstadt. Zur Little Manly Cove geht man vom Fähranleger Manly Wharf nach rechts, nach rund einem Kilometer ist man da. Keine Brandung, weicher Sand, ein abgezäuntes Becken - ideal für kleine Kinder!

Clontarf Beach - Nicht einfach zu finden

Clontarf Beach im Middle Harbour ist nicht einfach zu finden und das ist auch gut so. In diesen Stadtteil verlaufen sich wenig Touristen. Wer vom Zentrum mit dem Auto Richtung Norden fährt, überquert die Spit Bridge und biegt östlich der Brücke ab zu diesem wunderbaren Sandband. Clontarf ist kein Ozean-Strand, erinnert eher an eine Lagune, in der Boote ankern, und schmiegt sich wie ein Fragezeichen an die Küste. Abends verwandelt die untergehende Sonne das Wasser in einen glitzernden Teppich. Man kann auf dem Holzsteg der kleinen sitzen und einfach nur - gucken.

Tamarama Beach - Models und Möchtegerns

Tamarama Beach, von den Einheimischen wegen der Dichte an Models und Möchtegerns nur "Tamara Beach" genannt, zählt aufgrund der Strömung und Brandung zu den gefährlichsten der Stadt, dafür ist er landschaftlich sehr beeindruckend. Nur 80 Meter breit, wird er von hohen Felswänden umgeben. Hier in der Abendstimmung einen stubby (eine kleine, bauchige Bierflasche, am besten: Victoria Bitter) trinken, den wenigen waghalsigen Surfern zuschauen und einfach träumen… Tamarama Beach liegt im Südosten der Stadt - wer den sechs Kilometer langen Bondi-to-Coogee-Coastal-Walk entlangwandert, wird an diesem Strand mit Sicherheit eine lange Pause einlegen. Es lohnt sich!

Bronte Beach - Frühstück in der Sonne

Kleiner, feiner Strand, nur ein paar Meter von Tamarama nach Süden. Das Wasser hier wird schnell tief, die Wellen sind oft sehr stark - für Kinder ist ein Bad im offenen Meer nicht geeignet. Trotzdem pilgern viele Familien hierher, weil es einen Spielplatz gibt und einen Salzwasser-Pool. Dahinter locken ein großer Park mit Elektrogrills und viel Platz zum Tollen. Statt selbst Steaks zu wenden, kann man hinauf zur Bronte Road schlendern - dort gibt es viele Cafés und kleine Restaurants. Wer am Morgen einen Platz ergattert, ist ein wahrer Glückspilz. Die Sydneysider lieben es hier in der Sonne zu frühstücken.

Maroubra Beach - Anspruchsvoller Surfspot

Maroubra, "wie Donner", so nannten die Aborigines diesen Strand, und das verwundert nicht. Die Brandung ist ein Traum für Fans hoher Wellen, der Strand gehört zu den anspruchsvollsten Surfspots der Stadt. Er ist etwa einen Kilometer lang und wegen des nahen Militärgebiets nahezu unverbaut. Unglaublich schön liegt der , ein Restaurant mit großen Glasfenstern, der Blick schweift frei über die Tasmanische See. Wem Bondi zu hip ist und Manly zu voll, der wird den wilden Maroubra Beach lieben.

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Autor:
Petra Barth