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Die besten Reiseziele 2024: Unsere 24 Favoriten für das kommende Jahr

Mit besonderen Veranstaltungen ziehen etliche Städte im Jahr 2024 neue Besucher:innen an. Unterschätzte Länder wie Südkorea oder Oman locken derweil Reisende mit atemberaubenden Landschaften.

Text Milena Härich
Datum 01.12.2023

Ob deutsche Städte, europäische Länder oder Metropolregionen in den USA: Zahlreiche Reiseziele stecken voller Innovation und erfinden sich 2024 komplett neu. Doch auch wahre Geheimtipps und Destinationen, die den Tourismus gerade erst richtig für sich entdecken, haben es in unsere Liste der Top-Reiseziele geschafft. Diese Orte versprühen einen besonderen Flair, bringen Überraschendes mit sich oder entwickeln sich zu einem Zufluchtsort. Unsere 24 Top-Reiseziele für das kommende Jahr.

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Aruba: Karibikinsel mit Charme

Flamingos auf der Karibikinsel Aruba © iStock/mphillips007
Auf der Karibikinsel Aruba begegnen Reisende des Öfteren Flamingos am Strand.

Zugegeben, Aruba ist nicht unbedingt ein Geheimtipp. Von Reisenden wird die Insel in Suchmaschinen viel öfter gesucht als etwa Bonaire oder Barbados. Das Eiland vor der Küste von Venezuela ist aber noch lange nicht so überlaufen wie ihre karibischen Schwestern Jamaika oder die Dominikanische Republik. 

Aruba verzaubert mit weißen Traumstränden – an einigen davon können sogar freilebende Flamingos bestaunt werden – sowie zerklüfteten Küsten im Norden der Insel. Besonders sehenswert ist der Arikok-Nationalpark im Nordosten Arubas. Die Karibikinsel gehört aufgrund ihrer Kolonialgeschichte noch immer zu den Niederländischen Antillen, was unter anderem am Namen ihrer Hauptstadt, Oranjestad, deutlich wird.

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Glück als Staatsziel: Bhutan

Taktshang-Kloster in Bhutan © iStock/narvikk
In Bhutan werden Reisende mit dem reichen kulturellen Erbe des Landes konfrontiert.

Overtourism gibt es in diesem buddhistischen Königreich östlich von Nepal und südlich des Himalaya-Gebirges nicht. In Bhutan zahlen Reisende rund 200 US-Dollar Touristenabgabe pro Nacht – eine kostspielige Angelegenheit also. Doch es lohnt: Weil in diesem Land der Naturschutz als eine der obersten Prioritäten in der Verfassung geregelt ist, ist die Natur hier so ursprünglich wie kaum woanders. Urlauber:innen staunen über alle Maßen über die gigantischen Ausläufer des Himalaya-Gebirges, die sattgrünen Wälder und die einzigartige Artenvielfalt. 

Gleichzeitig findet sich in Bhutan ein reiches kulturelles Erbe; Teil davon sind unter anderem die buddhistischen Klosteranlagen Taktshang und Punakha-Dzong. Kein Wunder also, dass man in Bhutan viel öfter vom Bruttonationalglück spricht als vom Bruttoinlandsprodukt: Das Glück der Bewohner:innen ist hier als Staatsziel in der Verfassung festgeschrieben. 

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Perfekt für einen Städtetrip: Maastricht

Maastricht in den Niederlanden © iStock/BalkansCat
Die Universitätsstadt Maastricht strahlt ein besonderes, lässiges Flair aus.

Nicht so hoch frequentiert wie Amsterdam, aber mindestens genauso charmant ist die Stadt Maastricht im Süden der Niederlande. Die 122.000-Einwohner-Stadt bietet meistens genügend Rückzugsorte und ausreichend Sitzplätze in den Cafés, um zur Ruhe zu kommen. Außer zur Zeit der TEFAF: Jeden Frühling findet in Maastricht die „European Fine Art Foundation“ statt, eine der wichtigsten Messen weltweit, bei der Kunstschaffende aus aller Welt anreisen. Vom 9. bis 14. März 2024 ist die Stadt daher voller als gewöhnlich – denn es werden rund 70.000 Tourist:innen erwartet. 

Ein Besuch lohnt sich aber zu jeder Jahreszeit: Mittelalterliche Architektur, malerische Gassen und der Blick auf die Maas machen einen Städtetrip nach Maastricht perfekt. In der malerischen Stadt leben viele Studierende, weshalb die Kulturszene hier sehr vielfältig ist. 

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Berlin: Hotspot von Deutschland 2024

Sonnenuntergang über den Dächern von Berlin © Unsplash/Daniel Brosch
In Berlin werden 2024 Top-Veranstaltungen ausgetragen.

Berlin als Reiseempfehlung – das ist nun wirklich nichts Neues. Im Jahr 2024 werden in der deutschen Hauptstadt aber so viele Top-Veranstaltungen ausgetragen, dass sich eine Reise noch mehr als sonst lohnt. So finden beispielsweise das Finale sowie fünf weitere Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Sommer in Berlin statt. Etwa 1,5 Millionen Fans werden insgesamt an den Spieltagen in Berlin erwartet. 

Im Herbst wird außerdem das 25-jährige Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung gefeiert – mit zahlreichen Events rund um das Thema Deutsche Einheit. Wer sich für Kunst und Fotografie interessiert, sollte 2024 unbedingt die neu eröffnete „Fotografiska“ im Kunsthaus Tacheles am Oranienburger Tor besuchen. Oder Sie schauen sich eine der großen Caspar-David-Friedrich-Schauen zum 250. Geburtstag des Malers an, ausgestellt in der Alten Nationalgalerie. 

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Stockholm und sein Schärengarten: Unberührte Natur vor den Stadttoren

© iStock/Stefan Dinse
Rund 30.000 Inseln – belebte und unbewohnte – umfasst der Stockholmer Schärengarten.

Die von Wasser umrundete schwedische Hauptstadt mit ihren bunten, charmanten Häusern ist einer der schönsten Orte des Landes. Wer hier Urlaub macht, sollte unbedingt einen Ausflug in den Stockholmer Schärengarten planen, der rund 30.000 Inseln umfasst. Viele davon sind unbewohnt und verzaubern mit ursprünglicher Natur. Doch auch die bewohnten Inseln sind ein beliebtes Ausflugsziel für diejenigen geworden, die dem Trubel der Großstadt Stockholm entfliehen wollen – nicht umsonst ist auf den vielen Schären die schwedische A-Prominenz zuhause. 

Der Skärgården, wie Schwed:innen ihn nennen, lässt sich am besten mit der Fähre erkunden, einige der Inseln ragen weit in die Ostsee hinein. Auf den Schären rund um Stockholm wartet ein breites kulinarisches Angebot, von Fine Dining bis zu hyggeligen Restaurants mit schwedischen Spezialitäten. Insbesondere die Inseln Värmdö und Utö bieten eine große Vielfalt an Bistros und Cafés.

6

World Design Capital 2024: Die Metropolregion San Diego & Tijuana

Tijuana, Stadt in Mexiko © Unsplash/Barabara Zandoval
Tijuana könnte 2024 seinen Ruf als Partystadt aufpolieren.

Eine Premiere: Zum ersten Mal teilen sich zwei Nachbarstädte den Titel „World Design Capital“, der zweijährlich von der World Design Organization an Destinationen mit herausragender Architektur verliehen wird. In diesem Fall ist das sogar umso besonderer, weil sich die Metropolregion San Diego & Tijuana über zwei Länder – Mexiko und die USA – erstreckt. Anlässlich dieser Auszeichnung werden im kommenden Jahr etliche Events in beiden Städten stattfinden – die wichtigsten sind das Design Street Festival und die Design Experience. 

Das kalifornische San Diego ist bislang insbesondere für seine Vielzahl an Brauereien und den gigantischen Zoo bekannt, Tijuana als gefährliche Partystadt. Das sollten Reisende bei einem Besuch der Metropolregion auch nicht unterschätzen: Die Kriminalität ist sehr hoch in Tijuana, Vorsicht ist geboten. Trotzdem lohnen beide Städte einen Besuch – Tijuanas Culinary Art School ist zum Beispiel nur eines der Beispiele, weshalb die Stadt den Titel verdient hat.

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Traumhafte Blumeninsel: Madeira

Madeira, Badebucht und Häuser von oben © Unsplash/Reinaldo Photography
Madeira ist für die Kombination aus üppiger Vegetation und schroffen Küstenstreifen bekannt.

Vor der Westküste von Marokko, mitten im Atlantik, liegt die portugiesische Insel Madeira. Hier verschmelzen sattgrüne, üppige Vegetation und farbenfrohe Blütenpracht mit einigen kargen, von Lavasand geformten Badebuchten. Mit dieser Landschaft erinnert das Eiland an die Kanarischen Inseln oder auch an Hawaii – Madeira wird aber in Deutschland deutlich öfter im Netz gesucht als die südlich davon gelegenen Inseln Teneriffa, Lanzarote und Co. 

Auf einer Fläche von rund 741 Quadratkilometern leben auf Madeira rund 250.000 Menschen. Der Tourismus ist in den letzten Jahren nochmal deutlich angestiegen, etwa in der Hauptstadt Funchal finden sich zahlreiche Restaurants und Anbieter für Ausflüge. Besonders beliebt ist die Insel aber bei Wandernden – und wird es aller Voraussicht nach auch 2024 sein. 

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Basel: Die Kunststadt am Rhein

Blick auf Basel am Rhein © iStock/carmengabriela
Eine Reise nach Basel lohnt eigentlich immer – aber vor allem für Kunstliebhaber:innen.

Der perfekte Städtetrip für Kunstliebhaber:innen: In Basel finden 2024 neben der berühmten „Art Basel“ zwei ganz besondere Ausstellungen statt. Die „Fondation Beyeler“ stellt nacheinander Werke von Fotokünstler Jeff Wall (Januar bis April 2024) und Maler Henri Matisse (September 2024 bis Januar 2025) aus. In der Retrospektive zu Matisse werden rund 80 Hauptwerke gezeigt; es ist die erste Matisse-Ausstellung im deutschsprachigen Raum seit beinahe zwei Jahrzehnten und für Liebhaber:innen der Klassischen Moderne ein absolutes Muss. 

Ein Städtetrip nach Basel lohnt aber auch abseits dieser Schauen: Die mittelalterliche Altstadt ist ebenso sehenswert wie die grünen Plätze am Rhein, die zum Spazieren und Picknicken einladen. Die Schweizer Stadt gilt als eine der lebenswertesten Städte weltweit und ist besonders sauber und aufgeräumt. 

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Top-Reiseziel 2024: Paris erfindet sich neu

Paris,  Bistros und Häuser © Unsplash/John Towner
Die französische Hauptstadt schafft es gerade – entgegen jeglicher Vermutungen –, sich selbst neu zu erfinden.

Wäre Paris noch immer die Stadt, die sie vor 15 Jahren war – wunderschön, aber irgendwie auch nicht besonders originell –, verdiente sie hier keine Erwähnung. Ist sie aber nicht: Die französische Hauptstadt hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Natürlich zieht sie weiterhin Liebhaber:innen des luxuriösen Lebensstils an, die über die Champs-Èlysées schlendern, sowie Kunstkenner:innen, die etwa im Musée d’Orsay über bedeutende Werke fachsimpeln. 

Zugleich wird Paris aber gerade zur Fahrradstadt: Es gibt immer mehr Radwege und verkehrsberuhigte Bereiche, auch in der Innenstadt. Bis 2026 soll Paris bereits den Namen „Fahrradstadt“ tragen dürfen. Außerdem finden in der Weltmetropole 2024 die 33. Olympischen Sommerspiele statt; hierzu wird extra das Grand Palais ausgebaut. 

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Valencia: Die Grüne Hauptstadt von Europa 2024

Plaza del Ayuntamiento, Valencia © iStock/Pawel Gaul
Die Stadt Valencia möchte bis 2030 klimaneutral sein und lässt sich dies einiges kosten.

Die spanische Stadt Valencia heimst eine Auszeichnung nach der anderen ein: 2022 durfte sie sich bereits über den Titel „Design-Hauptstadt“ freuen, für 2024 wurde sie von der EU-Kommission als „Grüne Hauptstadt Europas“ auserkoren. 

Nicht verwunderlich, schließlich ist die Lebens- und Luftqualität in Valencia – trotz ihrer schieren Größe und beinahe 800.000 Einwohner:innen – sehr gut. Die vielen Grünflächen, auch mitten in der Stadt, tragen dazu bei. Aber auch zahlreiche gut ausgebaute Fahrradwege und viele weitere Bemühungen der Stadt, die bis 2030 klimaneutral sein möchte. Nächstes Jahr werden in Valencia verschiedene Events aufgrund ihrer Auszeichnung gefeiert. Die Kunst-, Architektur- und Food-Szene der Stadt ist außerdem enorm vielseitig und bietet etwas für jeden Geschmack. 

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München: Besondere Retrospektive 2024

München, Marienplatz im Frühling © Unsplash/Matthias Schroder
Auch die bayerische Landeshauptstadt gehört zu unseren Favoriten für 2024.

München ist eigentlich immer einen Besuch wert. Wer es ruhiger mag, sollte jedoch nicht zur Zeit des Oktoberfests oder an den Adventswochenenden anreisen. Für 2024 empfehlen wir die bayerische Landeshauptstadt aufgrund einer beeindruckenden Retrospektive: Ab Ende Februar ist in der Kunsthalle die Schau „Viktor&Rolf. Fashion Statements“ zu sehen. Im Fokus: Überraschende und einzigartige Mode von den niederländischen Designern Viktor Horsting und Rolf Snoeren. Noch nie wurde das Werk der beiden in Deutschland so umfassend gezeigt – daher ist die Ausstellung ein absolutes Muss für Modeliebhaber:innen. 

Doch München rückt auch im Sommer 2024 nochmals in den Fokus: Dann findet hier, am 14. Juni, das Eröffnungsspiel der Fußball-EM statt. 

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Las Vegas: Mehr als Lichtshows und Glücksspiel

Blick auf Las Vegas bei Nacht © Unsplash/Ameer Basheer
Las Vegas möchte mehr sein als die bekannte Glücksspiel-Metropole.

Auch Las Vegas, die berühmt-berüchtigte Stadt in Nevada, erfindet sich gerade neu. Sie möchte künftig nicht nur Menschen locken, die an Partys, grandiosen Konzerten und Glücksspiel interessiert sind – sondern vor allem auch diejenigen, die Sportveranstaltungen lieben. Den Auftakt machte bereits im November 2023 ein Formel-1-Rennen auf der nagelneuen Strecke rund um das Pit-Gebäude, das eigens hierfür aus dem Boden gestampft wurde. 

Im Februar 2024 folgt dann das nächste Highlight: Las Vegas ist Gastgeber des Superbowls. Das riesige Sport-Event wird aller Voraussicht nach für Besucherströme und enorme Aufmerksamkeit sorgen und findet am 11. Februar im Allegiant Stadium statt. 

Im September 2023 eröffnete in Las Vegas „The Sphere“ – ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass die Spiel- und Party-Oase der USA sich weiterentwickelt, aber dennoch opulent wie gewohnt bleibt. Die gigantische Mehrzweckhalle in Form einer Kugel wird Austragungsort verschiedener Sport- und Kulturveranstaltungen sein; ihre Fassade ist Projektionsfläche für Tausende von Bildschirmen und kann je nach Event passend bestrahlt werden. Etwa 20.000 Besucher:innen finden in der futuristischen Kugel Platz, deren Bau mehr als zwei Milliarden Euro gekostet haben soll.

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Reiseziel im hohen Norden: Die Lofoten

Svolvær auf den Lofoten © Unsplash/John O’Nolan
Die Lofoten sind ein geeigneter Rückzugsort und bieten eine hohe Chance, Polarlichter zu erhaschen.

Viel ruhiger und weniger dekadent geht es auf den Lofoten zu, einer Inselgruppe im Norden Norwegens. Etwa 80 Inseln zählt der Archipel, alle befinden sich zwischen 100 und 300 Kilometern nördlich vom Polarkreis. Entsprechend kalt wird es auf den Lofoten, doch es lohnt sich auszuhalten: Die Inselgruppe ist einer der besten Orte, um Polarlichter zu bestaunen. Außerdem ist sie ein Hotspot für Surfer:innen und Wandernde. 

Die Natur ist unbeschreiblich schön: Sagenhafte Wasserfälle und beeindruckende Fjorde formen die Inselgruppe ebenso wie Gletscherspalten und schöne Strände. Der Trollfjord ist nur eine der bekannten Sehenswürdigkeiten auf den Lofoten. Auf allen Inseln leben nur etwa 24.000 Menschen, was viele Teile des Archipels zu einem Ort der Ruhe und Einkehr macht. Ein Besuch lässt sich auch bestens mit einer Kreuzfahrt im hohen Norden verbinden, etwa mit den Postschiffen der Hurtigruten.

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Kolumbien: Unterschätztes Land in Südamerika

Santuario de Las Lajas im Süden von Kolumbien © iStock/Sophie Dover
Wunderschön: die Kirche Santuario de Las Lajas im Süden von Kolumbien.

Kolumbien wird viel zu oft unterschätzt – ganz im Gegensatz zu seinen Nachbarländern Peru und Brasilien. Dabei findet sich hier eine gigantische Artenvielfalt, die man in kaum einem anderen Land der Welt bestaunen kann. Die Mischung aus Mangrovenwäldern, die an den Pazifik angrenzen, Traumstränden mit türkisblauem Wasser am Karibischen Meer und kargen Vulkan- sowie Wüstenlandschaften macht das Land zu einem überaus vielseitigen Reiseziel. 

Die Hauptstadt Bogotá ist das kulturelle Zentrum des Landes, in dem sich Besucher:innen mit einer enormen gastronomischen Vielfalt konfrontiert sehen. Auch Cartagena ist einen Ausflug wert: Die Festung aus dem 16. Jahrhundert sowie die Altstadt, die in vielerlei Hinsicht auf die Kolonialgeschichte des Landes hinweist, sind sehr sehenswert. 

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Oman: Das Traumziel für 2024

Sultan-Qabus-Moschee in Maskat, Oman © iStock/Gopal Sutar
Hier zu sehen: die Sultan-Qabus-Moschee in der Hauptstadt Maskat.

Wüsten, Strände am Persischen Golf, prächtige Städte mit opulenten Moscheen und Berge, so weit das Auge reicht: Willkommen im Oman! Das wunderschöne Land auf der Arabischen Halbinsel ist seit geraumer Zeit in aller Munde – und das nicht nur aufgrund der Tatsache, dass es im Gegensatz zu Jordanien oder Saudi-Arabien kein direktes Nachbarland von Israel ist und die politische Lage hier nicht genauso brenzlig ist. 

Der Oman hat sich in den letzten Jahren als kulturell inspirierendes und landschaftlich vielseitiges Reiseziel erwiesen, das lange nicht auf der Agenda von deutschen Reisenden stand. Sollte es aber: Die Hauptstadt Maskat mit der Sultan-Qabus-Moschee, dem traditionellen Souk und dem wunderschönen Hafen ist atemberaubend. Zugleich gibt es hier noch keine Touristenmassen, die sich durch die Gassen schieben – im Oman ist es noch vergleichsweise ruhig. Auch empfehlenswert: Die verlassenen Bergdörfer im Jebel-Al-Akhdar-Gebirge oder der Naturpool von Wadi Shab. 

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Bulgarien: Raue Natur, charmante Städte

Bulgarien, Blick auf die Stadt Plovdiv © Unsplash/Anton Atanasov
In Bulgarien wartet die perfekte Mischung aus ursprünglicher Natur und hübschen Städten.

Mindestens genauso schön ist das osteuropäische Bulgarien, das Besucher:innen mit Naturlandschaften wie dem Rila-Nationalpark und dem Vitosha-Gebirge in seinen Bann zieht. Besonders eindrucksvoll ist eine Wanderung im Rila-Gebirge, auf einer Höhe ab 2.100 Metern geht es rund um die sieben Rila-Seen. Je nach Witterungsbedingungen sind nur einige davon – oder sogar alle – sichtbar. 

Ein Highlight ist auch die Hauptstadt Sofia. Obwohl sie die größte Stadt des Landes ist, müssen Reisende hier nicht mit Menschenmassen und Gedränge rechnen. Das Ambiente ist locker, die Preise für Essen und andere Bedarfe – wie im Balkan üblich – mehr als gerecht. In Sofia warten altehrwürdige Bauten, aber auch viele Grünflächen und besonders viel Street Art. Schön ist auch Plovdiv, die zweitgrößte Stadt in Bulgarien, die auf eine mehr als 7.000 Jahre alte Geschichte zurückschaut und vor einigen Jahren bereits Kulturhauptstadt war. 

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Sachsen: Bezaubernde Naturlandschaften in Deutschland

Bastei, Elbsandsteingebirge (Sachsen) © Unsplash/Daniel J. Schwarz
Sachsens Naturlandschaften ziehen regelmäßig Besucher:innen in ihren Bann.

Wunderschöne Natur gibt es auch direkt vor der Haustür in Deutschland – etwa im Zittauer Gebirge oder im Elbsandsteingebirge in Sachsen. Neben der Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die 2024 in Dresden stattfindet und den berühmten Maler der Romantik zu seinem 250. Geburtstag ehrt, ist auch ein Ausflug in die Natur Sachsens gewissermaßen eine Hommage an den Künstler. Hier war er unterwegs und holte sich Inspiration für berühmte Gemälde und Zeichnungen. 

Davon zeugt noch heute der beliebte Caspar-David-Friedrich-Weg, eine Wanderroute, die in Bad Schandau beginnt und auf 15 Kilometern durch Teile des Elbsandsteingebirges führt. Zahlreiche weitere Wanderwege erstrecken sich durch die unberührte Natur Sachsens und machen dieses Bundesland zu einem unserer Naturfavoriten in Deutschland. 

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Die schönsten Reiseziele 2024: Der Zauber von Taiwan

Wanderweg in Taiwan © iStock/Mao-Tung Hsu
In Taiwan lässt es sich bestens wandern – grandiose Ausblicke inklusive.

Wieso wir Taiwan empfehlen? Weil dieser Inselstaat als touristisches Ziel noch viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält – zu Unrecht, finden wir. Futuristisch angehauchte Städte, aber auch magische Landschaften mit hoch aufragenden Gipfeln und verwunschenen Thermalquellen machen Taiwan zu einem einzigartigen Reiseziel. 

Der Taroko-Nationalpark ist ein besonders schönes Fleckchen Erde. Aufgrund der Vergangenheit des Inselstaats mit dem Nachbarland China finden sich auch an vielen Ecken chinesische Tempel. Die Hauptstadt Taipeh beeindruckt mit großartiger Küche, dem pulsierenden Nachtmarkt und dem riesigen Wolkenkratzer Taipei 100 mit Aussicht über die ganze Stadt. Auch wenn die außenpolitische Lage aufgrund der Situation mit China angespannt ist: Die innenpolitische Lage in Taiwan ist stabil, so das Auswärtige Amt, und die Kriminalitätsrate gering. 

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Salzkammergut und Bad Ischl: Die Kulturhauptstadt von Europa

Blick auf Bad Ischl, Stadt im Salzkammergut © iStock/saiko3p
Bad Ischl ist eine von drei Kulturhauptstädten in Europa 2024.

Bad Ischl ist eine der drei Kulturhauptstädte von Europa im Jahr 2024. Die charmante Stadt im österreichischen Salzkammergut ist bekannt als Kur- und Kulturstadt. Die österreichischen Alpen und die Alpenseen ringsum machen Bad Ischl außerdem zu einem perfekten Startpunkt für Wanderungen durchs Salzkammergut. 

2024 feiert die Stadt ihre Auszeichnung als Kulturhauptstadt mit rund 300 Veranstaltungen. Eine davon ist die Ausstellung „Die Reise der Bilder“ in Kooperation mit dem Lentos Kunstmuseum in Linz, bei der das Thema Kunstraub zur Zeit des Nationalsozialismus im Fokus steht. Viele weitere Schauen und Feiern komplettieren das Angebot. 

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Genf: Lässige Stadt mit hohem Genussfaktor

Luftaufnahme vom Genf © iStock/Pawel Gaul
Genf ist die perfekte Stadt für Gourmets und Luxusliebhaber:innen.

Auch Genf ist nicht gerade ein Underdog unter den europäischen Städten. Weil die Stadt aber so viel Lebensqualität bietet und eine perfekte Destination für Gourmets und Luxusliebhaber:innen ist, gehört auch sie nächstes Jahr zu unseren Favoriten. An der Südseite des Genfer Sees gelegen, bietet die Stadt in der Schweiz bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick auf den Mont Blanc, der sich direkt hinter der französischen Grenze erhebt. 

Die Nähe zu Frankreich spiegelt sich auch in den Restaurants wider, die in ihren Gerichten die Einflüsse aus der gehobenen französische Küche einbringen. Das Stadtgebiet wird gesäumt von zahlreichen Weinbergen, deren Weine ebenfalls ihren Weg in die Bistros von Genf finden. Sehr sehenswert ist auch das Künstlerviertel namens Carouge. 

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Istrien: Die Traum-Region in Kroatien

Leuchtturm in Istrien, Adria © iStock/den-belitsky
Istrien ist einer der schönsten Orte der Erde – ein Besuch ist besonders im Herbst zu empfehlen.

Zugegebenermaßen ist Istrien nicht gerade der ruhigste Fleck Erde – sehr viele Tourist:innen kommen im Sommer in die wunderschöne kroatische Region und besuchen die hübschen Städte, etwa Pula. Wie wäre es aber mit einer Reise im Herbst? Dann ist die Halbinsel an der Adria noch mindestens genauso schön, aber weniger überlaufen.

Außerdem kommen Sie dann rechtzeitig zur Trüffelzeit, die ab Ende September bis Anfang November stattfindet und mit den „Trüffeltagen“ gefeiert wird. Zu dieser Veranstaltung reisen Gourmets und Weinkenner:innen aus ganz Europa an. Neben hervorragendem Wein und erlesenen Trüffel bietet Istrien auch einige der bezauberndsten Natursehenswürdigkeiten des Landes. Der Brijuni-Nationalpark ist unbeschreiblich schön, und das Naturschutzgebiet Kap Kamenjak am südlichen Ende der Region wirkt manchmal wie das Ende der Welt.

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Auf Safari in Sambia

Natur in Sambia © iStock/Andre Erlich
Sambia ist längst nicht so viel besucht wie Südafrika, Kenia oder Tansania.

Wenn von Safaris gesprochen wird, denken die meisten an Kenia, Namibia, Tansania oder Südafrika. Dabei ist Sambia, die unbekannte Schwester dieser Länder, mindestens genauso schön – und viel leerer. Das afrikanische Land ist das perfekte Reiseziel für naturnahes Camping und Safaris. 

Im Kafue-Nationalpark, aber auch im Lower-Zambezi-Nationalpark oder im South Luangwa, finden Reisende eine besonders große Artenvielfalt vor. Im Kafue-Park leben zum Beispiel sehr viele Löwen. Der South-Luangwa-Park lässt sich statt mit Jeeps sogar am besten zu Fuß erkunden. Naturnahe Resorts laden dazu ein, die Umgebung aufzusaugen. Außerdem bietet sich ein Ausflug zu den Victoria Falls an, die an der Grenze von Sambia zum Nachbarland Simbabwe liegen.

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Südkorea: Das Trendland für 2024

Seoul in Südkorea © iStock/GoranQ
Seoul ist derzeit – und voraussichtlich auch 2024 – die Top-Trendstadt in Asien.

Südkorea ist im Trend, das lässt sich nicht bestreiten. Und das zurecht: Im asiatischen Land vereinen sich atemberaubende Naturlandschaften und Inseln mit pulsierenden Metropolen. Traumhaft schön ist die subtropische Vulkaninsel Jeju-do, aber auch das Eiland Nami und das Gebirge um den Seoraksan sind perfekte Beispiele für die schöne Natur des Landes. 

Auch Seoul, die Hauptstadt, ist im Kommen: Futuristische Gebäudekomplexe und Wolkenkratzer, kulinarische Hotspots und Trendgeber sowie der Einblick in eine völlig andere Kultur machen die Stadt zu einem neuen Favorit europäischer Reisender. Besonders imposant ist der 555 Meter hohe Lotte World Tower mit Aussichtsplattform – ein grandioser Blick über Seoul ergibt sich hier. 

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Die Kapverdischen Inseln: Traumziel vor der Küste von Mauretanien

Kapverdische Inseln, Fischerboote auf der Insel Sal © iStock/MILANTE
Fischerboote auf dem Eiland Sal, einer traumhaften Insel der Kapverden.

Die Kapverdischen Inseln liegen vor der Küste von Mauretanien und Senegal im Atlantischen Ozean. Aufgrund ihrer Lage finden Reisende hier immer ein sehr mildes Klima vor. Trotzdem sind die Kapverdischen Inseln gerade erst im Kommen und noch nicht zu überfüllt. 

Der Archipel ist vulkanischen Ursprungs und umfasst 14 Inseln; neun davon sind bewohnt. Die Inselgruppe ist enorm vielfältig: Sandstrände und sattgrüne Gebirgshänge, Vulkankrater, moderne Städte und Salzpfannen prägen das Bild. Besonders schön ist Praia, die Hauptstadt des Inselstaats Kap Verde. Sie liegt auf der größten Insel des Archipels, Santiago. Auch die ursprüngliche Natur auf den anderen Inseln lässt das Herz höher schlagen: Besonders Wassersportler:innen sehen die Kapverden als Paradies.