Italien Die 5 schönsten Orte am Lago Maggiore

Mehr Palmen gibt es nirgendwo sonst in der Schweiz als am Lago Maggiore

Wer sich nicht zwischen einem Städtetrip, einem Wander- oder einem Strandurlaub entscheiden kann, sollte an den Lago Maggiore fahren. Hier kann man Kleinode wie das pittoreske Städtchen Cannobio entdecken, durch das dichte Grün des Nationalparks Val Grande wandern oder sich einfach nur kopfüber in das azurblaue Wasser des Lagos stürzen.

Cannobio lockt mit Charme und schöner Uferpromenade

 

Cannobio am Lago Maggiore
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Cannobio am Lago Maggiore

 

Die Westseite des 66 Kilometer langen Lago Maggiores gilt als besonders privilegiert. Dank des milden Klimas gedeihen hier neben Palmen, Mimosen und Kamelien auch Feigen-, Oliven- oder Zitrusbäume prächtig. Palmen säumen daher die Uferpromenade des wunderschönen kleinen Städtchens Cannobio. Sie gilt als eine der schönsten Promenaden des gesamten Sees. Der hiesige als Lido bezeichnete Badestrand liegt direkt nebenan. Doch auch das mittelalterliche Zentrum mit seinen verwinkelten Gassen, dem groben Kopfsteinpflaster, den blumenverzierten Balkonen und dem Stimmengewirr der zahlreichen Bars und Restaurants lädt zu Erkundungstouren ein. Im hügeligen Hinterland wartet mit Carmine Superiore noch ein weiteres Kleinod. Das Dorf mittelalterlichen Ursprungs ist nur fußläufig zu erreichen und bietet eine spektakuläre Aussicht auf den See und die sich dahinter auftürmenden Berge der Lombardei.

 

Brissago Insel
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Brissago Insel

 

Wie ein Kurztrip in die Tropen: eine Fahrt zu den Brissago Inseln

Weiter Richtung Norden, vor der Schweizer Seite des Langensees, liegt eines der bezauberndsten Ausflugsziele der Tessin-Region. Hier wartet mit den Brissago Inseln ein kleines, subtropisches Paradies auf seine Besucher. Während die kleinere der beiden Inseln für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, gibt es auf der größeren Insel San Pancrazio einen einzigartigen Botanischen Garten zu bewundern. Hier wachsen über 1600 verschieden Pflanzensorten, viele davon aus subtropischen Ländern. Ihre Existenz verdanken die exotischen Gewächse der russischen Baronin Antoinette de Saint Léger, die  die Insel 1895 kaufte und zu ihrem Wohnsitz machte. Die Brissago Inseln, deren Besitz 1949 wieder in öffentliche Hand zurück ging, können von den Orten Porto Ronco, Brissago oder Ascona mit dem Shuttle-Boot erreicht werden.

In Luino Jugendstilperlen entdecken

Auf der anderen Seite des Sees, in südlicher Richtung liegt Luino. Das Ostufer des Langensees wird von vielen auch manchmal etwas abfällig als "Sponda magra" bzw. das magere Ufer bezeichnet. Das kommt vor allem daher, dass auf der gegenüberliegenden Seite mit ihren Inseln, Locarno oder Stresa, die berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Lago Maggiores liegen. Aber auch die gemächlichere, nicht so überlaufene lombardische Seite des Lagos hat ihre Reize. So ist beispielsweise Luino nicht nur für seinen großen Markt (immer Mittwochs), sondern auch seine imposanten Jugendstilbauten bekannt. Außerdem schaut die Westseite zum Sonnenuntergang neidvoll auf ihr Gegenüber. Dort hat man einfach den schönsten Blick auf die hinter den Bergen untergehende Sonne.

Premeno gilt als schönstes Bergdorf des Lago Maggiore

Premeno liegt auf der Westseite des Sees. Die fehlende Sicht auf den Sonnenuntergang macht das kleine Bergdorf allerdings mit märchenhaftem Panorama und imposanter Bergwelt wieder wett. Der Ort, der schon 1373 erstmalig Erwähnung in den Geschichtsbüchern fand, liegt etwas 800 Meter über dem Meeresspiegel und ist das perfekte Wanderziel.

„Into the wild“: Der Nationalpark Val Grande

Wer die Natur am See in ihrer vollen Pracht erkunden möchte, für den ist der 1992 gegründete Nationalpark Val Grande das ideale Ziel. Mit einer Fläche von mehr als 15.000 Hektar und seinen üppigen Kastanien- und Buchenwäldern, ist der Park das größte Wildnisschutzgebiet der gesamten Alpenregion. Ungeübten Wanderern bieten mit Lehrtafeln ausgestattete Wanderwege Orientierung. Fortgeschrittene können (in Begleitung eines Wanderführers) auch größere Touren machen und in einer von der Parkverwaltung hergerichteten Berghütten (Bivacchi) übernachten. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.parcovalgrande.it.

Isola Bella, Lago Maggiore
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Isola Bella, Lago Maggiore

Der Lago Maggiore und sein Umland bieten also alle Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Urlaub. Und wer von all den Entdeckungstouren, den traumhaften Örtchen und der imposanten Natur mal eine kleine Pause braucht, kann auch ganz entspannt bei „Spritz“ oder „Cappuccino“ dem „dolce fare niente“ – dem süßen Nichtstun frönen.

 

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Autor:
Franziska Grammes