Vanuatu

Wissenswertes über Vanuatu

Natur und Klima:

Die 82 zumeist gebirgigen und von Riffen gesäumten Inseln sind fast ausnahmslos vulkanischen Ursprungs. Die größte, Espiritu Santo, ragt bis 1879 Metern aus dem Meer empor. Gelegentlich kommt es in Vanuatu noch zu leichten Vulkanausbrüchen. Das Klima der taifungefährdeten Inseln ist tropisch mit Niederschlägen zwischen 2000 mm auf den südlichen und 3800 mm auf den nördlichen Inseln, die von tropischem Regenwald bedeckt sind.

Bevölkerung:

Häufig noch dem traditionellen Stammesverband verhaftet, ist das Leben der mehrheitlich melanesischen Bevölkerung überwiegend ländlich geprägt. Eine besondere Rolle in der kulturellen Tradition spielen Männerbünde.

Staat und Politik:

Gemäß der inzwischen geänderten Verfassung von 1980 ist Vanuatu eine parlamentarisch Republik im Commonwealth. Der auf fünf Jahre indirekt gewählte Präsident hat vor allem repäsentative Aufgaben. Der Premierminister führt die Regierung. Das Einkammerparlament hat 52 auf vier Jahre gewählte Abgeordnete. Zurzeit stellt die anglophone Vanua'aku Pati (VP) den Premierminister. Weitere Parteien sind die sozialdemokratische National United Party (NUP) und die frankophone Union des Partis Modérés (UPM).

Wirtschaft:

Die meisten Menschen leben vom Fischfang oder betreiben kleine Agrarbetriebe zur Selbstversorgung. Aus den Regenwäldern werden wertvolle Edelhölzer gewonnen. Die wichtigsten Einnahmequellen sind jedoch der Tourismus und Offshore-Bankgeschäfte; Vanuatu hat sich zu einem der führenden Finanzplätze im pazifischen Raum entwickelt.

Geschichte:

Der Portugiese Pedro Fernández de Quirós sichtete 1606 als erster Europäer den Archipel. 1774 unternahm der Brite James Cook eine genauere Erforschung der von ihm Neue Hebriden genannten Inseln. 1887 einigten sich Frankreich und Großbritannien auf eine gemeinsame Verwaltung, seit 1906 als Kondominium. Auf wachsenden Druck hin gewährten die Kolonialmächte 1978 innere Autonomie.

1980 wurden die Inseln als Vanuatu unabhängig. Der erste Premierminister Walter H. Lini (VP) regierte bis 1991 und verfolgte einen sozialistischen Kurs. Danach war die Innenpolitik durch häufige Regierungswechsel gekennzeichnet. Staatspräsident ist seit 2004 Kalkot Mataskelekele (NUP), Premierminister ist seit 2008 Edward Natapei (VP).

 


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