Kanada Special

Kanada

Unsere besten Reisetipps für Kanada. Darunter schöne Nationalparks wie Banff und Jasper und pulsierende Städte wie Vancouver und Montreal. Wir verraten, wo der Indian Summer am eindrucksvollsten ist und wo Sie wilde Tiere wie Eisbären und Elche aus der Nähe beobachten können.

Wissenswertes über Kanada

GEOGRAPHIE UND KLIMA

Kanada, ein nordamerikanischer Staat, ist das zweitgrößte Land der Erde. Es baut sich zur Hälfte aus dem Rumpf des Kanadischen Schildes auf, der halbkreisförmig die Hudson Bay umschließt und auch die Halbinsel Labrador im Osten umfasst. Im Norden löst sich das Festland im Polarmeer in die zahlreichen Inseln des kanadisch-arktischen Archipels auf. Die größte Insel? Die Baffininsel.

Den Westen Kanadas beherrschen die etwa 3000 bis 4000 Meter hohen Rocky Mountains. Das Gebirge ist mit dichten Nadelwäldern bedeckt und in den Gipfellagen vergletschert.

Die Klimazonen reichen vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima. In über der Hälfte des Landes liegen die Temperaturen im Jahresdurchschnitt unterhalb des Gefrierpunktes, im Sommer steigen sie im Norden auf 15 und im Süden auf 26 Grad.

EINREISE / VISA

Wer einen europäischen Pass besitzt, braucht KEIN Visum für die Kanada-Einreise zu beantragen. Wichtig sind ein gültiger Reisepass, die Tickets und genügend finanzielle Mittel. HINWEIS: Nicht visapflichtige ausländische Staatsangehörige mit Ausnahme von US-Bürgern müssen vor ihrem Flug eine eTA (Electronic Travel Authorization) beantragen. Ausnahme: Bei der Einreise auf dem Land- oder Seeweg ist keine eTA nötig. Die Genehmigung ist elektronisch mit Ihrem Reisepass verlinkt. Die eTA ist für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren oder bis zum Ablaufdatum Ihres Reisepasses gültig.

ZEITZONEN

In Kanada gibt es sechs Zeitzonen (weltweit sind es 24 Zeitzonen). Wenn es bei uns in Deutschland 12 Uhr mittags ist, zeigt die Uhr in Toronto sechs Uhr morgens an. In Montreal ist es um diese Zeit fünf Uhr, in Vancouver drei Uhr und in Victoria zwei Uhr. Neufundland liegt 5 1/2 Stunden vor Vancouver. Im Zeitraum vom ersten Aprilsonntag bis zum letzten Oktobersonntag werden die Uhren in den meisten kanadischen Provinzen um eine Stunde vorgestellt. Ausnahme: Saskatchewan.

GELD/WÄHRUNG

Wie in den USA, in Australien und Neuseeland gibt es in Kanada Dollar ($) und Cent (¢). Die 1-Dollar-Münze wird als "Loonie" bezeichnet, die 2-Dollar-Münze als "Toonie". Auf der Suche nach dem aktuellsten Wechselkurs? Fragen Sie am besten vor Reiseantritt bei Ihrer Bank an. Scheine gibt es im Wert von $5, $10, $20, $50, $100, $500 und $1000. 

Trinkgeld: Der Service ist in kanadischen Gastronomiebetrieben meist nicht im Rechnungsbetrag enthalten. Es ist allgemein üblich, in Restaurants 10 bis 15 Prozent des Nettobetrags als Trinkgeld zu veranschlagen.  

BEVÖLKERUNG

In Kanada leben etwa 35 Millionen Menschen. Erstaunlich: Die Bevölkerungsdichte ist mit 3,6 Einwohnern pro Quadratkilometer eine der geringsten weltweit. Weite Teile des Nordens sind nahezu unbesiedelt. Fast vier Fünftel der Kanadier leben in Städten, die meisten in den Millionenmetropolen Toronto, Montreal, Vancouver und Ottawa. Kanada ist ein Einwanderungsland mit einer multikulturellen Bevölkerungsstruktur – die Amtssprachen sind Englisch und Französisch.

In Kanada leben noch rund 780.000 Indianer, verteilt auf den gesamten Süden und die bewaldeten Gebiete im Norden, sowie 50.000 Inuit an den nördlichen Küsten und auf den arktischen Inseln.

BILDUNG

Im föderalistischen Kanada gibt es kein einheitlich nationales Bildungssystem. Für das Schulwesen sind die Provinzen und Territorien zuständig. Der Schulbesuch ist kostenfrei, an den Hochschulen werden Studiengebühren unterschiedlicher Höhe fällig. Die größten Universitäten Kanadas befinden sich in Toronto und Montreal.

STAAT UND POLITIK

Nach der Verfassung von 1982 ist Kanada eine bundesstaatliche, parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Recht und Rechtsprechung sind nach englischem Vorbild aufgebaut, nur Quebec orientiert sich am französischen Grundsatz.

Die Provinzen haben eigene Parlamente und Regierungen und genießen weitgehende Selbstverwaltung.

WIRTSCHAFT

Obwohl nur acht Prozent der Staatsfläche landwirtschaftlich genutzt werden, gehört das Land zu den größten Getreideexporteuren der Welt.

Am Atlantik wachsen Obst- und Gemüsekulturen, zudem liefert die Vieh- und Milchwirtschaft etwa die Hälfte aller Agrarerträge. Auch der Fischerei- und Forstwirtschaft kommt eine wichtige Stellung zu. Kanada ist außerdem der neuntgrößte Erdölförderer der Welt.

VERKEHR

Der Süden hat ein dichtes Eisenbahn- und Straßennetz, im Norden ist das Verkehrsnetz allerdings wesentlich weitmaschiger - dort spielt der Luftverkehr die wichtigste Rolle. Zwei große kanadische Eisenbahnlinien und eine Autobahn durchqueren das Land von der West- zur Ostküste. Große Bedeutung kommt der Schifffahrt auf den großen Seen Kanadas und auf dem Sankt-Lorenz-Strom zu.

KANADISCHE GESCHICHTE

Französische und britische Kolonialzeit:

John Cabot erreichte 1497 die kanadische Küste und nahm das Land für England in Besitz. Im Jahr 1534/35 kamen die Franzosen nach Kanada, besiedelten einen Teil des Landes und gründeten Quebec – die erste kanadische Siedlung.

Zunächst lebten die Kolonisten relativ friedlich nebeneinander, doch nach zunehmenden kriegerischen Auseinandersetzungen trat Frankreich 1763 alle nordamerikanischen Festlandsbesitzungen an Großbritannien ab. Um in der französischen Bevölkerung keine Proteste auszulösen, gestand man Quebec die Weiterführung des Zivilrechts Frankreichs zu, sowie Religionsfreiheit und Expansion.

Das moderne Kanada (ab 1945):

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Kanada Gründungsmitglied der UNO und der NATO, leistete den USA Unterstützung im Korea-Krieg von 1950 bis 1953 und stellte auch Stationierungsstreitkräfte für die Bundesrepublik Deutschland.

Zu einem schwerwiegenden innenpolitischen Problem entwickelte sich das Bestreben der Frankokanadier, sich aus dem kanadischen Staatsverband zu lösen - die von Quebec geforderte Verfassungsreform wurde 1992 abgelehnt.

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 engagierte sich das Land im Kampf gegen den globalen Terrorismus.