Dominica

Wissenswertes über Dominica

Natur und Klima:

Die Karibikinsel ist vulkanischen Ursprungs, wovon noch heute zahlreiche Solfataren, Thermalquellen und ein brodelnder Kratersee (Boiling Lake) zeugen. Das bis auf über 1400 Meter ansteigende, gebirgige und von zahlreichen Wasserläufen durchzogene Landesinnere wird von einem unwegsamen Regenwald bedeckt.

Der Nordostpassat versorgt die windexponierten Berghänge mit bis zu 6000 mm Jahresniederschlag, an der Westküste fallen dagegen nur etwa 1800 mm jährlich. Die konstant hohen Temperaturen liegen zwischen 23 und 30 Grad.

Bevölkerung:

Die Hauptstadt Roseau ist die einzige Stadt der ansonsten dörflich geprägten und nur im Küstenbereich besiedelten Insel. Die Bewohner sind Nachkommen der als Sklaven auf die Insel verschleppten Afrikaner. Die Zahl der Inselkariben wird auf rund 1700 geschätzt. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit verlassen viele Dominicaner ihre Heimat in Richtung USA und Kanada.

Wirtschaft:

Dominica gehört zu den ärmeren Ländern der Region und ist auf Entwicklungshilfe angewiesen. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Bananenanbau. Der kleine Binnenmarkt erschwert den Aufbau einer eigenen Industrie. Der Tourismus ist nur schwach entwickelt.

Geschichte:

Die Karibikinsel wurde 1493 von Kolumbus an einem Sonntag (daher der Name Dominica) entdeckt. Die ersten Siedlungsversuche im 17. Jahrhundert scheiterten zunächst am erbitterten Widerstand der einheimischen Kariben. Erst 1783 gelang es den Briten, sich die Insel gegen französische Ansprüche dauerhaft anzueignen.

Im Zuge der Entkolonialisierung erhielt Dominica 1967 die innere Autonomie und wurde am 3. November 1978 unabhängige Republik. 1980 bis 1995 regierte die konservative Dominica Freedom Party (DFP) unter Eugenia Charles. 1995 gewann die linksorientierte United Workers' Party (UWP) die Wahl, sie musste aber die Macht nach fünf Jahren an eine Koalition aus DFP und DLP abtreten.

2004 wurde 2004 Roosevelt Skerrit (DLP) Premierminister. Skerrits Regierung bemühte sich vor allem um eine Belebung der Wirtschaft. Skerrit ließ die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abbrechen und stattdessen Beziehungen zur Volksrepublik China aufnehmen. Bei den Wahlen 2005 wurde die DLP mit Abstand stärkste Partei, Skerrit blieb Premierminister.

 


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