Indonesien Surfen auf Bali

Lähmender Alltagstrott, die immergleiche Jobmühle, Routine. Wer kennt das nicht? Vor einigen Tagen hat es mich dann gepackt - ich musste einfach mal raus und wählte ein Ziel, das exotisch genug klang, um den Alltag einmal umzukrempeln: Bali. 

19 Stunden später überschwemmt mich bereits die erste Welle neuer Eindrücke: viele, viele Menschen, die sich an mir vorbeischieben, tropische Temperaturen, Buddha-Statuen, der Klang der Sitar aus den Lautsprechern, süßlicher Duft von Räucherstäbchen, Opferschälchen bereits neben der Wartehalle am Flughafen, lächelnde Gesichter. Der Weg zu meiner Unterkunft ist - man kann es nicht anders sagen - abenteuerlich. Die Mopeds schieben sich wie in einem reißenden Fluß über die Straße, Hupen gehört zum guten Ton, Gedrängel und Geschiebe auch. 

Mein Zuhause für die nächsten Tage heißt Stormrider-Surfcamp und liegt an der Süd-Westküste im idyllischen Canggu. Hier leben mehr Alteingessesene und weniger Touristen. Die Landschaft ist unglaublich: wunderschöne Tempelbauten, Palmenreihen, grüne Reisfelder, im Hintergrund sieht man einen Vulkan, den morgens ein magisch bläulicher Schleier umgibt. Nachts singen und quaken einen die Geckos und Frösche in den Schlaf. Einziges Bali-Übel: die Mücken. Mein Anti-Mücken-Spray aus der Heimat ist ein Witz. Die Viecher finden den Geruch scheinbar ganz betörend. Zum Glück hilft die einheimische Creme aus der Stadt. 

Mein neues Heim ist kein Ort für Langschläfer. Gegen fünf Uhr in der früh starte ich zusammen mit anderen Surfern, damit wir die ersten im Wasser sind. Neben den besten Wellen in den ersten Stunden des Tages lockt der Lohn der frühen Stunde: Das Morgenlicht taucht den sonst menschenleeren Strand langsam in helle Farben, während der Mond über dem Meer seine letzten Minuten Nacht spielt. Die Strände bestehen teilweise aus Sand und vulkanischer Asche. Ein faszinierender Kontrast: tiefschwarze Strände, verziert mit einigen Palmen und dazu das blaue Meer - einfach nur großartig. Eines ist schon an Tag zwei gewiss: Das wird nicht  mein letztes Mal Bali sein.

INFOS

Bali - ein Surfmekka

Bali bietet ideale Surfbedingungen für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene, teilweise mit Riffen und Beachbreaks mit einmaligen Surfspots. Es wird bei konstanten tropischen Temperaturen im Bikini oder Bordshorts gesurft. Manchmal wird man zwar schon mal von einem heftigen Regenguss überrascht, aber es ist so heiß auf Bali, da zählt Regen eher als eine willkommene Abkühlung. 

Gute Surfspots auf Bali

 

Uluwatu
Alena Zielinski
Uluwatu

In Uluwatu muss man über abenteuerliche Pfade steigen und bei Flut durch eine Höhle hinauspaddeln. Vom Felsen aus kann man den Könnern zusehen, wie sie die großen Brecher surfen. Dabei fällt der Blick auch auf die beeindruckende Steilküste. Dieser Spot ist nur etwas für Fortgeschrittene. Die Wellen können bis zu vier Meter hoch werden.

 

 

Bali Surfspot Batu Bolong
Alena Zielinski
Batu Bolong

Für Anfänger sind die Beachbreaks von Canguu, Kuta und Semyniak empfehlenswert. Die Swells an den Spots laufen aber oft auf scharfkantige Korallenriffe auf. Fußschutz erleichtert den Einstieg. Bei unserem Hauptspot, Batu Bolong, sind gute Surf-Sessions vorprogrammiert: Die Wellen sind steil und bei Glück recht hoch. Um den Spot herum sind einige Cafés, wo man Kokosnüsse für kleines Geld schlürfen kann und einfach das hier und jetzt genießen sollte. Abendsurfer werden mit einem Sonnenuntergang der Extraklasse belohnt.

 

 

Bali Surfspot Balangan
Alena Zielinski
Balangan

Bei Balangan laufen die Wellen vor dem Riff. Der Postkartenstrand bietet beste Bedingungen zum Baden oder Schnorcheln. Hier kann man den ganzen Tag verbringen, in der Sonne faulenzen oder sich nach dem Surfen massieren lassen.

 

Sehr zu empfehlen ist auch Balian. Der Surf-Spot bietet eine Vielfalt von Wellen, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene  surfbar sind. Allerdings wurden vor ein paar Jahren kleinere Hai-Angriffe gezählt. Das Gefühl des Unbehagens verliert man aber beim Anblick des Spots: Balian ist einfach wunderschön - so dass man nie wieder weg möchte. 

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Kaum ein Flecken Erde eignet sich besser für einen unvergesslichen Surfurlaub als Bali, Die Insel der Götter: unberührte Natur, tobendes Leben - und perfekte Welle

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Autor:
Alena Zielinski