Gambia

Wissenswertes über Gambia

Natur und Klima:

Das Land besteht aus einem nur wenige Kilometer breiten Streifen, der sich beiderseits des Flusses Gambia rund 350 Kilometer vom Mündungstrichter am Atlantik ostwärts bis in den westafrikanischen Sahel erstreckt. An die fruchtbare, zum Teil versumpfte Flussniederung schließen sich sandige Hügelländer an.

Gambia hat ein wechselfeuchtes, randtropisches Klima mit einer sommerlichen Regenzeit. Nach Osten nehmen die Niederschläge ab und die Feuchtsavanne geht in Trockensavanne über.

Bevölkerung:

Die Bevölkerung gehört größtenteils zu den westafrikanischen Völkerstämmen der Mandingo, Fulbe, Wolof und Diola. Zwei Drittel der Bevölkerung leben auf dem Land; größte Stadt ist Serekunda nahe der Hauptstadt Banjul an der Küste.

Staat und Politik:

Nach der Verfassung von 1997 ist Gambia eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt gewählte Präsident, der über weit reichende Vollmachten verfügt. Die Legislative, die Nationalversammlung, hat 53 Abgeordnete, von denen 48 für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählt werden, fünf werden vom Präsidenten ernannt. Regierungspartei ist die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction (APRC).

Wirtschaft und Verkehr:

Gambia lebt von der Erdnussproduktion, vom Tourismus und der Entwicklungshilfe. Bodenschätze sind nicht vorhanden, die Industrie ist nur wenig entwickelt. Von wachsender Bedeutung ist der Fischfang.

Hauptverkehrsader ist der Gambia, der von Seeschiffen bis 200 Kilometer ins Landesinnere (bis Kuntaur) befahren werden kann. Für die Nord-Süd-Verbindungen ist der Fährverkehr von entscheidender Bedeutung.

Geschichte:

Die Region des heutigen Gambia war im 13. und 14. Jahrhundert Teil des islamischen Mali-Reiches. Mit der Entdeckung durch portugiesische Seefahrer Mitte des 15. Jahrhunderts rückte das Land ins Blickfeld der europäischen Mächte. Schließlich setzte sich die britische Herrschaft durch und Gambia wurde im 19. Jahrhundert Kronkolonie. 1965 entließen die Briten das Land in die Unabhängigkeit. Staatspräsident wurde Dauda Kairaba Jawara. Von 1982 bis 1989 bestand die Könföderation Senegambia mit dem Senegal. 1994 wurde Jawara von Yahyah Jammeh gestürzt. Auf internationalen Druck hin leitete das Regime institutionelle Reformen ein. 1997 trat eine neue Verfassung in Kraft. Präsidentschaftswahlen 1996, 2001 und 2006 gewann Jammeh.

 


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