Cala Sa Nau © GulliverTheis
Strand

Mallorcas zehn schönste ruhige Strände

Mallorcas Touristenstrände sind weithin bekannt. Doch auch wer es gern beschaulicher mag, hat eine große Auswahl: Die 10 Badeorte, die wir hier empfehlen, sind bei Einheimischen beliebt. Manchmal etwas steinig und schwerer zu erreichen, dafür aber mit Flair – und ohne Sangria.

1

Cala S’Almunia: Mit dem Meer allein

Die Felsen in dieser winzigen Bucht sind von Wind und Wetter glatt geschliffen. Hier kann man sich wie eine Eidechse an den warmen Stein schmiegen und in der Sonne aalen. Die Einsamkeit dieses Ortes suchten früher auch Schmuggler. An Mallorcas flacher Südostküste konnten sie bequem und unbeobachtet ihre Ladung löschen. In der Bucht von S’Almunia zeugen davon heute noch ein paar Bootsschuppen und in den Fels gehauene Rampen. Bekannt ist die Bucht auch für ihre Naturbrücke, die das Wasser aus den Sandsteinfelsen geformt hat.

Anfahrt: 4 Kilometer vom Küstenort Cala Llombards entfernt. Im Ort südwestlich bis ans Ende der Sackgasse Carrer des Caló des Macs fahren. Parken und dem Fußweg 2 Kilometer folgen.

2

Cala Mesquida Wie auf offener See

Cala Mesquida liegt am nordöstlichsten Zipfel der Insel. Hier, wo sich Mallorca der kleinen Schwester Menorca zuwendet, öffnet sich der weite Sandstrand dem Meer, rechts liegt die Landzunge Cap des Freu, links der kleine Ferienort, dazwischen nichts als Blau – man fühlt sich wie auf dem offenen Meer. Vor allem, wenn der Nordostwind bläst, nehmen die Kitesurfer auf dem Wasser richtig Fahrt auf. Aber Vorsicht: Die Strömungen sind tückisch!

Service: Liegestühle, Strandbar, Rettungsschwimmer

Anfahrt: 5,5 Kilometer von Capdepera. Im Ort geradewegs nach Norden, dann dem Wegweiser „Urbanización Cala Mesquida“ folgen. Parkplatz direkt am Strand.

3

Cala Pí: Favorit der Hauptstädter

Die kleine Bucht an der Südküste ist bei vielen Hauptstädtern beliebt, die wenig Lust auf die Riesenstrände von El Arenal & Co. haben. Von Palma braucht man rund 40 Minuten. Die schmale Sandbucht ist umgeben von Bootsschuppen und alten Kiefern. Im Ort Cala Pí haben viele Mallorquiner ihr Ferienhaus.

Service: Rettungsschwimmer

Anfahrt: 17 Kilometer von Llucmajor. Im Ort dem Wegweiser Richtung Süden folgen. Parkplatz direkt am Strand.

4

Cala Mondragó: Speed-Entspannung

Der beste Ort für ein paar entspannende Stunden ist die Doppelbucht von Mondragó. Hier hat die Natur gleich zwei herrliche Strände geschaffen: den wilden, naturbelassenen S’Amarador und gleich nebenan Font de n’Alís, einen belebten Sandstrand mit Bar. Ein befestigter Pfad an der Felsküste verbindet die beiden. Unterwegs kann man wunderbar ins türkisblaue Wasser springen.

Service: Strandbar, Toiletten, Liegestühle, Rettungsschwimmer

Anfahrt: 7 Kilometer von S’Alquería Blanca. Richtung Portopetro, vorm Ort rechts Wegweiser „Mondragó“ folgen. Vom Parkplatz 10 Minuten zu Fuß bis Font de n’Alís. Ein Fußweg führt weiter zur S’Amarador-Bucht, die auch von Santanyí direkt erreichbar ist (9 km).

5

Cala Tuent: Schwimmen wie im Aquarium

Die Kiesbucht unterhalb des 1445 Meter hohen Puig Major, des höchsten Gipfels Mallorcas, liegt nicht weit von Sa Calobra. Doch während sich bei der berühmten Nachbarin die Besucher drängeln, geht’s an der Cala Tuent entspannter zu. Erreichbar ist sie wie Sa Calobra über die 12 Kilometer lange legendäre Passstraße Ma-2141 mit ihren Haarnadelkurven. Belohnt wird die Kurverei mit tiefblauem Wasser und vielen Fischen, man schwimmt wie im Aquarium. 

Anfahrt: Von der Landstraße Ma-10 zwischen Sóller und Escorca dem Wegweiser »Sa Calobra/Torrent de Pareis« folgen, 16 km talabwärts. Nach etwa 10 Kilometern links in Richtung Cala Tuent abbiegen. Parkplatz direkt am Strand.

6

Platja de Muro: Platz für Familien

Das seichte Wasser und der endlose Sandstrand in der großen, geschützten Bucht von Alcúdia bieten vor allem Familien mit kleinen Kindern Badeglück. Der ruhigste Abschnitt liegt dort, wo hinter dem Strand keine Hotels mehr stehen, sondern Büsche und Bäume wachsen. Hier an der Platja de Muro, Sector II, spielen Kinder nach Herzenslust, und wem es zu heiß wird, der springt ins Wasser.

Service: Strandbar, Rettungsschwimmer, Toiletten, Zugang für Behinderte.

Anfahrt: 13 Kilometer von Muro, zuerst Richtung Can Picafort, vor dem Ort links in Richtung Feuchtgebiet S’Albufera und Port d’Alcúdia abbiegen und Hinweisschild „Sector II“ beachten. Parkplatz am Strand.

7

Platja de Sant Elm: Bucht der Seefahrer

Der Strand von Sant Elm ist ein echter Ruhepol. Man kann mit dem Boot zur Insel Dragonera übersetzen und blickt von dort auf die mächtigen Gipfel des Tramuntana-Gebirges, die sich hinter Sant Elm erheben. In Mallorcas Geschichte spielt der Strand eine besondere Rolle: Der katalanische König Jakob I. soll hier 1229 drei Tage geankert haben, bevor er Mallorca eroberte. Sein Nachfolger hat die Bucht dann nach einem Schutzpatron der Seefahrer, San Pedro Telmo, benannt. Die Abgeschiedenheit der Gegend zieht sowohl Einheimische als auch Urlauber in den tiefen Westen Mallorcas.

Service: Toiletten, Rettungsschwimmer, Liegestühle, Strandbars, Tretboote, Zugang für Behinderte.

Anfahrt: 8 Kilometer von Andratx. Erst nach S’Arracó, dann weiter Richtung Sant Elm. Parkplatz direkt am Strand.

8

Cala Sa Nau: Wie in der Karibik

Die Cala Sa Nau erinnert an die Karibik und die herrlichen Strände in Mexiko oder der Dominikanischen Republik. Türkisfarbenes Wasser, puderfeiner Sand, Sonnenschirme aus Stroh und ein Chiringuito machen den Strand perfekt. Die Beachbar von Sa Nau ist inselweit bekannt für saftige Hamburger, gute Drinks und entspannte Musik. Wer Lust hat, kommt am besten nachmittags und lässt den Tag dort ausklingen. 

Service: Strandbar, Rettungsschwimmer, Toiletten.

Anfahrt: 14 Kilometer von Felanitx, in Richtung Santanyí, Calonge, S’Horta, Cala Ferrera, Cala Marçal, dann auf einer schmalen Straße den Hinweisschildern folgen. Parkplatz 500 Meter vom Strand entfernt.

9

Cala Estellencs

Cala Estellences © Gulliver Theis

Vom schönen Bergorf Estellencs führt die Straße hinunter zum Meer, die Bucht ist für die Einheimischen wie ein verlängerter Dorfplatz. Es gibt eine kleine, romantische Strandbar, deren Leckereien noch besser schmecken, wenn man seinen Wagen im Ort geparkt hat und eine halbe Stunde zum schmalen Steinstrand hinunterläuft. Für alle, die es eiliger haben: Man erreicht die Bucht auch bequem mit dem Auto. 

Service: Strandbar, Toilette.

Anfahrt: 1,5 km von Estellencs. Der Ort liegt an der Küstenstraße Ma-10. Vom Dorfzentrum den Ausschilderungen „Mar“ oder „Platja“ folgen. Parkplatz direkt am Strand.

10

Platja S’Illot: Traumhafter Sonnenuntergang

Ein Ausflug auf die Halbinsel La Victória im Norden ist immer etwas Besonderes. Von dem kleinen Kiesstrand, der die Form zweier Halbmonde hat und geschützt in der Bucht von Pollença liegt, blickt man spektakulär auf das Felsmassiv von Formentor. Direkt vor dem Strand liegt das Inselchen S’Illot, und rundherum tummeln sich die Fische.

Service: Strandbar, Rettungsschwimmer.

Anfahrt: 5 Kilometer von Alcúdia, erst in Richtung Mal Pas, dann weiter nach Santuari de la Victória fahren. Parkplatz in der Nähe.

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