Mekong-Kreuzfahrt: Der Spirit von Laos

Er ist Lebensader, Grenzlinie und Sehnsuchtsziel: Auf mehr als 4.000 Kilometern fließt der breite Fluss durch sechs Länder. Unsere Autorin war auf seinem Unterlauf in Laos auf einem kleinen, feinen Schiff unterwegs.
Text Katja Trippel
Datum12.02.2026

Als die Französin Isabelle Massieu 1897 durch Laos reist, ist sie 52 Jahre alt und ziemlich unerschrocken. Zu Fuß und zu Pferd quert sie Berge und Dschungel oder lässt sich auf kippeligen Pirogen über den Mekong schippern. „Seine Ufer erheben sich auf über 15 Meter; das flache Wasser lässt große Sandbänke auftauchen“, staunt sie in ihrem 1900 erschienenen Reisebericht. Sie schwärmt von „blühenden Wäldern, die sich überall und endlos oberhalb der Ufer ausdehnen“ und wie „von deren höchsten Baumkronen Schleier aus rosa Blüten ins Wasser wehen“. 

Doch der Mekong selbst, seine schlammige Farbe, seine vielen Untiefen, sind der Abenteurerin nicht geheuer. „Auf eine Stromschnelle folgt die nächste“, klagt sie, „ständig hört man das Knurren des Wassers.“ Um aus ihrem Einbaum nicht über Bord zu gehen, muss sie tagelang still sitzen. Das „erzwungene Nichtstun“ missfällt ihr so sehr, dass sie in der Königsstadt Luang Prabang wieder aufs Pferd umsteigt – „trotz der Tiger, von denen man erzählt, dass sie lieber Menschen als Tiere verschlingen“.

Ach, Isabelle, wären Sie nur 127 Jahre später an den Mekong gereist! 2025 sprenkeln noch immer farbenfrohe Pirogen den Fluss, sein Wasser ist weiterhin schlammbraun. Doch inzwischen helfen Motoren über die Stromschnellen, es gibt Schnellboote, Autofähren, tuckernde Slow-Boote, deren Holzdächer vor Sonne und Regen schützen. Und seit Neuestem gibt es außerdem: die Mekong Kingdoms Bohème. 

Sich hier zu Hause fühlen: Eine einfache Übung

Jede Kabine an Bord der Mekong Kingdoms Bohème hat einen eigenen Balkon, dieser gehört zur Royal Suite.

Das luxuriöseste Schiff auf dem laotischen Mekong hätte Madame gewiss gefallen. Wie ein kleiner Mississippi-Dampfer liegt es am Ufer von Luang Prabang: 50 Meter lang, runder Bug, rundes Heck, dazwischen drei Etagen aus weißem Holz und luftigen Sonnendecks. Zur Begrüßung falten die Crew-Mitglieder ihre Hände vor der Brust und rufen „Sabaidee“, guten Tag! Dazu reichen sie duftenden Malventee – und Pantoffeln. „Damit Sie sich wie zu Hause fühlen!“ Eine einfache Übung.

Die Bohème ist kein Bling-Bling-Palast, eher ein schwimmendes Boutiquehotel: viel Holz, dezente Ethno-Deko, nur 13 Kabinen, jede großzügig geschnitten und lichtdurchflutet. Das Bett mit Aussicht, ein eigener Balkon und sogar im Bad ein bodentiefes Fenster. Zudem erzählt jede Kabine eine individuelle Geschichte: Auf dem „Explorer Deck“ sind sie nach mythischen Orten am Mekong benannt. Der Tempelberg Phousi etwa ist vom Schiff aus zu sehen, sein 100 Meter hoher Gipfel ragt über die Altstadt von Luang Prabang. Die Zwillingsfelsen Pha Hung und Pha Aen, Kulisse einer laotischen Romeo-und-Julia-Legende, wird die Bohème übermorgen passieren. Im „Legend Deck“ wiederum erinnern die Türschilder an mutige Entdecker der Kolonialzeit, als Laos noch zu Französisch-Indochina gehörte. 

Einziges Manko: Es sind nur Monsieurs genannt. Isabelle Massieu, die nicht einmal laotische Tiger fürchtete, wurde geflissentlich vergessen. Dabei steuert die Bohème sogar das gleiche Reiseziel an wie einst die Französin: die Hauptstadt Vientiane, 350 Flusskilometer südlich. Dort erwartet die Reisegruppe ein riesiger liegender Buddha sowie die Große Stupa, ein Nationaldenkmal von Laos. Sechs Tage dauert die Reise laut Plan, inklusive Landgänge. Wann wird abgelegt, worauf warten wir? Cruise-Managerin Asri, eine charmant-resolute Thailänderin, weiß das natürlich: auf die Segnungszeremonie, „Treffpunkt unteres Sonnendeck!“.

Vier Abgesandte des benachbarten Tempels haben auf dem Boden schon ein Gesteck aus orangen Ringelblumen drapiert, weiße Kordeln hängen daran. Sie entzünden Räucherstäbchen und Kerzen, singen Mantras, beten für einen guten Verlauf der Reise. Dann knoten sie allen Mitreisenden die gesegneten Armbändchen um die Handgelenke. „Mindestens drei pro Hand, besser fünf“, übersetzt Asri. „Sie beschützen euch vor schlechten Energien und Flussgeistern.“ Aber Achtung: Man dürfe sie auf keinen Fall abnehmen oder gar abschneiden! „Der Segen wirkt nur, wenn sie sich von allein lösen.“ 

Dann lächelt sie, als sei damit alles gesagt, und leitet ohne Umschweife zu profanen Themen über: „Ladies und Gentlemen, um 17 Uhr laden wir zum Aperitif aufs obere Sonnendeck. Um 19 Uhr servieren wir Abendessen. Aus Gründen der Bordsicherheit empfehle ich maximal drei Drinks pro Abend.“ Sie lächelt erneut. „Okay, sagen wir vier.“

Ein Panorama wie ein Gemälde

Sanft gleitet die Bohème zwischen Luang Prabang und Laos’ Hauptstadt Vientiane.

Und dann legt das Schiff ab, gleitet in die Mitte des Flusses, der sich rasch auf 500 Meter weitet. Rechts und links ragen die Ufer steil gen Himmel. Dahinter ziehen bewaldete Bergkuppen grüne Schlangenlinien in den Himmel, genau wie vor 130 Jahren von Isabelle Massieu beschrieben. Nur blühen die Bäume gerade gelb, nicht rosé. Weiter unten säumen kunstvoll zersplitterte Felsen in demselben Blassgrau wie der Sand um sie herum die Wasserkante. Wo an flachen Stellen die Wellen an Uferwiesen schwappen, grasen Wasserbüffel, haben Fischer Unterstände aus Bambus errichtet, halten Reiher Ausschau nach einem Snack. Keine Straßen, keine Städte. Ein Panorama wie ein Gemälde. 

Die Passagiere wandern von Deck zu Deck, sie können sich kaum sattsehen. Durch ein Fernglas, das der aufmerksame Barmann mit dem Cocktail vorbeibringt, entdecken sie dann doch mehr menschliche Spuren: Im Wasser liegen Reusen, in schmalen, terrassierten Gärten am Ufer wachsen Bohnen, Mais und Maniok. Ist das Lachen badender Kinder zu hören, kann man im grünen Dickicht auch Dächer oder kleine Tempeltürme ausmachen.

Als die Sonne wie ein roter Ball vom Himmel sinkt, färbt sie den Fluss violett. Die laotische Flagge am Bug tänzelt im Abendwind, am Fuß ihres Masts hat der Kapitän einen kleinen Schrein mit Ringelblumen und Opfergaben angelegt. Abends, nachdem er die Bohème an einem Strand vertaut hat, entzündet er zwei Räucherstäbchen und eine gelbe Kerze, als Dank für die Flussgeister, die sein Schiff behüten. Beim Dinner am runden Tisch – der Koch serviert frischen Mekongfisch in Chili-Tamarinden-Soße – geht es noch einmal um die Spiritualität der Laoten. 

„Warum ist der Mekong eigentlich so braun?“, lautete die Frage. Und die geologisch korrekte Antwort könnte lauten: Weil der Fluss auf seiner weiten Reise vom Himalaja so viel Sediment mitbringt. Hier aber steckt Naga dahinter, die göttliche Drachenschlange. Sie gilt in Laos als spirituelle Autorität, als Heldin vieler Legenden. Eine davon besagt, dass die Schlange einst mit den Kräften des Wassers, mit der Erde und allen natürlichen Wesen in Einklang lebte und den Mekong beschützte. Doch enttäuscht von den Menschen, die die Natur schädigen, verwirbelte sie das Wasser mit einem Strudel aus Erde und Schlamm. In einer anderen Erklärung kämpft Naga so wild gegen Drachen, die den Menschen Böses wollen, dass der Fluss aufgewühlt wird.

Fakt ist: Vom Himalaja ergießt sich der Mekong mit lautem Getöse in die Berge von Tibet und Yunnan; auf Chinesisch heißt er daher Lancang, „turbulenter Fluss“. Weiter geht es über das Goldene Dreieck entlang der Grenze zu Myanmar nach Laos, noch vor Vientiane bildet der Mekong über eine lange Strecke die Grenze zu Thailand, quert Kambodscha, wird in Vietnam zum „Fluss der neun Drachen“, da er sich hier in neun Hauptarme teilt, und mündet schließlich, nach rund 4.500 Kilometern, über ein riesiges Delta ins Südchinesische Meer.

Die perfekte Instagram-Kulisse

Im Naturschutzgebiet etwa 30 Kilometer südwestlich von Luang Prabang rauscht der Kuang-Si-Wasserfall.

Naga begleitet diese Nacht so manchen Traum und begegnet der kleinen Reisegruppe gleich beim ersten Landausflug wieder: Sie bewacht den Tempel des Dorfes, an dessen Strand die Bohème festgemacht hat, und auch den berühmten Kuang-Si-Wasserfall. Inmitten eines tropischen Waldes stürzt er aus 50 Metern Höhe über mehrere Ebenen in die Tiefe, schimmert dort in natürlichen Becken in verschiedensten Blau- und Türkistönen. Perfekt als Instagram-Kulisse – und für ein erfrischendes Bad. 

Zwischenstopp auf dem Rückweg: eine Büffelfarm. „Was wird das?“, denkt man noch und hockt kurz darauf auf einem Melkschemel, hält zwei Büffelzitzen in den Händen und freut sich wie ein Kind, wenn Milch herausrinnt. „So fing es bei mir auch an“, sagt Farmgründerin Susie, eine Australierin mit Cowgirl-Hut und toller Midlife-Crisis-Story: Angeödet von ihren Managementjobs, beschlossen sie und ihr Mann, in Luang Prabang ein Guesthouse zu eröffnen. 2017 liehen sie sich drei Büffelkühe vom Nachbarn, um ihren Gästen zum Frühstück Joghurt anbieten zu können, eine Rarität in Laos. „Milch kommt hier aus Kokosnüssen“, sagt Susie, „Büffel graben Reisfelder um und dienen als Geldanlage. Gemolken werden sie eigentlich nicht.“ 

Heute verkauft ihre Farm Joghurt, erstklassigen Büffelkäse und Eis in ausgefallenen Geschmacksrichtungen wie Oolong-Tee oder Lemongrass an Hotels und Touristen. Und sie gilt in Laos – Südostasiens ärmstem Land mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 180 Euro – als erfolgreiches Entwicklungsprojekt. Mehr als 200 Bauernfamilien aus der Umgebung „vermieten“ der Farm ihre Mutterkühe, sie haben gelernt, ihre Tiere gesund zu halten und die Milch zu verwenden. Der erfreulichste Effekt kam quasi nebenbei: „Viel weniger Kinder sind mangelernährt“, erzählt Susie. „Darauf sind wir besonders stolz.“ 

Ein anderes Entwicklungsprojekt zeigt sich später, bestens vom Schiff aus zu sehen: Eine Stahlbrücke quert den Mekong, made in China. 2021 eröffnete das Nachbarland eine Schnellzugtrasse durch die laotischen Wälder, über die Waren ans Meer und zurück transportiert werden. Reisezeit von Luang Prabang nach Vientiane: 105 Minuten. Die Bohème praktiziert slow travel. Behutsam umschifft der Kapitän zahlreiche Sand- und Felsinseln, auch auf dem Sonnendeck hat sich die Zeit entschleunigt. Man guckt in die Landschaft, winkt anderen Booten zu, blättert in Bildbänden, trifft sich zum Essen am großen Tisch und diskutiert: Lieber entspannen bei einer laotischen Öl-Massage oder „wohlleiden“ bei einer Thai-Massage?

Sehenswürdigkeiten in Laos: Tropfsteinhöhlen von Pak Ou

Die Höhlen von Pak Ou gelten als wichtiges spirituelles Wahrzeichen von Laos.

Irgendwann tauchen hinter einer Kurve zwei riesige, senkrechte Felsblöcke auf, die Zwillingsfelsen. Die Kuppe des linken gleicht mit ihren geraden Kanten einer Kiste. „Es ist ein Sarg“, präzisiert Asri und meint das genau so. Hier sei Oua begraben, die laotische Julia. Sie und der junge Prinz Khunlu hatten sich unsterblich ineinander verliebt. Weil Ouas Mutter ihre Tochter dem bösen König im Nachbargebirge versprach, erhängte sich die Verzweifelte an einem Sandelholzbaum, woraufhin ihr Liebhaber sich mit seinem Schwert die Kehle durchtrennte. „Nicht mal im Tod sind die beiden vereint“, seufzt Asri. „Er wurde im Fels gegenüber begraben.“ 

Isabelle Massieu erwähnt weder Felsen noch Liebesdrama in ihrem Reisebericht. Vielmehr lobt sie die legere Scheidungskultur der Laoten: „Will sich eine Frau trennen, überreicht sie ihrem Mann ein paar Betelnüsse und wünscht ihm alles Gute für die Gesundheit. Das reicht, die Ehe ist vorbei. Anwälte würden hier kein Vermögen machen!“ Doch die gegenüberliegenden Tropfsteinhöhlen von Pak Ou beeindruckten auch sie. 

Über 212 Stufen – eine Glückszahl im Buddhismus – führt eine weiße Treppe in zwei Grotten hinein. Unter baldachinartigen Decken wurden Balustraden und kleine Vorsprünge in den Fels geschlagen, auf denen Pilger seit dem 16. Jahrhundert Tausende Buddhas aufgestellt haben: von fingerklein bis mannshoch, vergoldet, bunt lackiert, aus Stein, Messing, Plastik oder Holz – wobei Letztere den Termiten zu schmecken scheinen. Sie stehen eng an eng, je nach Mudra weist ihre rechte Hand nach oben oder unten, liegt im Schoß oder berührt die linke vor der Brust. Der weise Ausdruck der unzähligen Augen berührt selbst Unerleuchtete. 

Captain, wir haben ein Problem

„In der Regenzeit überschwemmt der Mekong die Treppe bis hoch nach oben“, schrieb die Französin über die Pak-Ou-Höhlen. Davon kann jetzt nicht die Rede sein, es braucht einen tiefen Schritt, um zurück auf das Beiboot zu gelangen, das zur Bohème übersetzen soll, so niedrig steht das Wasser. Hätte der Besuch bei den Buddhas nicht so nachgewirkt, spätestens hier hätte man es ahnen können: Captain, wir haben ein Problem.

Der Fluss führt zu wenig Wasser für die Jahreszeit, Asri bringt das der Reisegesellschaft schonend bei. So kann es die Bohème nicht bis Vientiane schaffen. Nicht einmal bis zum Staudamm Xayaburi, mit seinem gigantischen Betonriegel, 32 Meter hoch und 820 Meter breit, dem ersten am laotischen Mekong

Aktuell könne man nur ein wenig umherkreuzen und wieder in Luang Prabang anlegen. Enttäuschung auf dem Sonnendeck, bei drei Drinks bleibt es an diesem Abend nicht. Ist das nun Pech, weil eben doch einige der werten Mitreisenden die weißen Armbändchen abgestreift haben? Ihre Ausrede: Sie hingen immer in der Suppe. Oder ist es die ungute Melange aus Klimawandel und neuen Staudämmen am Oberlauf des Mekong, die den Fluss so ungewohnt ausbremst? 

Wie auch immer, die Crew gibt nun erst recht alles, um ihre Passagiere bei Laune zu halten. Asri führt durch ein traditionelles Töpferdorf, in dem noch alte Holzhäuser mit geschnitzten Fensterläden und Balkonen stehen, fast wie in den französischen Alpen. In einem deutlich wohlhabenderen Dorf mit asphaltierter Hauptstraße wird zur Teeverkostung geladen und gezeigt, wie man Papier schöpft. Zurück an Bord, trifft der Kochkurs vom Schiffskoch auf großes Interesse: Wie bereitet man Laap zu, das laotische Nationalgericht? Man mische Klebreis mit frischem Mekongfisch, mariniere mit Zitronen- und Fischsoße und würze mit Koriander, Minze, Schnittlauch, geröstetem Reispulver sowie sehr viel sehr scharfem Chili. Abends überrascht der Profi dann mit Sülze, paniertem Schnitzel und Kässpätzle; die Rezepte habe er bei Youtube-Videos abgeguckt.

Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang: Der Tempel Wat Xieng Thong

Luang Prabangs ältester Tempel: Wat Xieng Thong

Zurück in Luang Prabang dürfen die Gestrandeten im Mutterhaus der Bohème absteigen, dem wohl feinsten Hotel der Stadt. „Luang Prabang ist wirklich anmutig und liebenswert“, schwärmte bereits Madame Massieu, „und überall Blumen: Nie treffen sich Männer und Frauen, ohne einen kleinen Strauß auszutauschen.“ Im Jahr 2025 schlendern Verliebte aus nah und fern eher über den Nachtmarkt, kosten die vielen Gerichte aus den brutzelnden Pfannen der Garküchen oder trinken ein Lao-Bier in der schmucken Altstadt. Französische Kolonialbauten harmonieren hier so einzigartig mit traditionellen laotischen Bauwerken, dass die UNESCO die Stadt 1995 zum Weltkulturerbe adelte. 

Wichtigste Sehenswürdigkeit: die königliche Tempelanlage Wat Xieng Thong. Eine Treppe führt vom Mekong hinauf – die bedeutenden Gäste kamen schon immer vom Fluss, nicht durch das Stadttor. Unter einem Bodhi-Baum hat Buddha hier die Erleuchtung erlangt, heißt es. Im Sim, dem wichtigsten Tempel, sitzt er unter steil aufragenden, sanft geschwungenen Dächern im Schneidersitz. Alles ist pure Pracht: bemalte Kassettendecken, rote Säulen und schwarze Wände mit Mustern aus Blattgold, im Hintergrund ein buntes Glasmosaik. 

Abends schimmert der Mekong wieder in Violett, dazu schmeckt ein kühles Lao in einer der Uferbars. Ein liegender Buddha wie in Vientiane wurde nicht gefunden. Man könnte morgen früh in den Schnellzug steigen und abends wieder zurück, schlägt jemand vor. Man könnte aber auch gut einfach sitzen bleiben, den Fluss vorbeiziehen lassen, am Ufer entlangspazieren. „Ihr habt PDR verinnerlicht!“, freut sich Asri. PDR? „Offiziell sind die drei Buchstaben die Abkürzung für People’s Democratic Republic, Demokratische Volksrepublik Laos“, erklärt sie. Inoffiziell stehen sie für das Lebensmotto der Laoten: Please don’t rush, bloß keine Hektik!