Die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rotterdam

Die zweitgrößte Stadt der Niederlande hat sich zu einem lebendigen Zentrum für zeitgenössische und futuristische Architektur entwickelt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rotterdam.
Datum23.04.2026

Hier ist kaum etwas altertümlich oder heimelig – anders als viele andere niederländische Städte wurde Rotterdam im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und anschließend neu aufgebaut. Dadurch prägt heute eine außergewöhnliche Mischung aus innovativer Architektur, beeindruckender Skyline und maritimem Flair das Stadtbild. 

Als größter Hafen Europas ist Rotterdam nicht nur ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum, sondern auch ein lebendiger Ort für Kultur, Kunst und Design. Zwischen futuristischen Gebäuden, historischen Resten und trendigen Vierteln bietet die Stadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die ihren einzigartigen Charakter widerspiegeln.

Wo es in Rotterdam am schönsten ist, zeigen wir im Folgenden.

Markthal von Rotterdam

Form, Material und Standort der Markthal bilden eine Symbiose.

Die Markthal in Rotterdam ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Stadt und ein echtes Highlight für Besucher. Das markante, hufeisenförmige Gebäude vereint auf einzigartige Weise Wohnen, Einkaufen und Gastronomie unter einem Dach. Besonders beeindruckend ist das riesige Deckengemälde von Arno Coenen im Inneren, das aufgrund seiner Größe oft als „Sixtinische Kapelle Rotterdams“ bezeichnet wird. Unter dieser farbenfrohen Kunstkulisse laden zahlreiche Marktstände, Restaurants und Cafés dazu ein, internationale Spezialitäten zu entdecken und zu genießen. 

markthal.nl

Euromast mit Aussichtsturm

Der Euromast-Fernsehturm ist ein Wahrzeichen von Rotterdam.

1960 von Huig Maaskant entworfen – er spielte nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle bei Rotterdams Wiederaufbau – ist der Euromast heute eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Aussichtsturm ist heute mit einer Höhe von rund 185 Metern eines der höchsten öffentlich zugänglichen Bauwerke der Niederlande. Besucher können mit dem drehenden Glasaufzug „Euroscoop“ bis ganz nach oben gelangen, inklusive 360-Grad-Rundumblick und Lichtershow. Neben der beeindruckenden Aussicht beherbergt der Euromast auch ein Restaurant – und für besonders Mutige gibt es sogar die Möglichkeit zum Abseilen vom Turm.

Hinweis: Derzeit ist der Euromast wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung soll noch im zweiten Quartal 2026 stattfinden.

euromast.nl

Wilhelminapier

Die beliebten Wassertaxen starten am Wilhelminapier.

Direkt an der Maas gelegen, war das Gebiet rund um den Wilhelminapier früher ein wichtiger Abfahrtshafen für Auswandererschiffe, unter anderem der Holland-America Line. Heute prägen beeindruckende Wolkenkratzer, elegante Hotels und kulturelle Einrichtungen wie das Theater Nieuwe Luxor das Bild. Besonders bekannt ist der Pier für seine spektakuläre Skyline und die Nähe zur Erasmusbrücke. Der Wilhelminapier steht exemplarisch für den Wandel Rotterdams – von einem historischen Hafenstandort hin zu einer modernen, urbanen Metropole.

Wer ihn besucht, hat danach zwei interessante Möglichkeiten: Er kann mit einem wackligen Wassertaxi über den Fluss zurück zur Innenstadt brettern. Oder er kann über die Fußgängerbrücke zur Halbinsel Katendrecht gehen, früher war hier ein Rotlichtviertel.

Museum Boijmans Van Beuningen

Das Architekturbüro MVRDV hat das futuristisch anmutende Museum Boijmans in Rotterdam geschaffen.

Ein Highlight in Rotterdam ist das Kunst-Depot des Museums Boijmans Van Beuningen vom Architekturbüro MVRDV; es gilt als das erste öffentlich zugängliche Depot der Welt, in dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit werfen können. Weil es rund ist, beansprucht es wenig Baufläche, bietet aber viel Stauraum für rund 150.000 Kunstwerke – von Gemälden über Skulpturen bis hin zu Designobjekten. Die Fassade wurde mit riesigen Spiegeln verkleidet: Sie verdoppeln das Grün des Parks und die Architektur in der Nachbarschaft. Man kann einen Teil der Kunst durch Gucklöcher und gläserne Wände bewundern und Fachleuten beim Restaurieren zusehen.

boijmans.nl

Die Kubushäuser in Rotterdam

Ein architektonisches Meisterwerk sind die Kubushäuser von Piet Blom.

Die Kubushäuser in Rotterdam gehören zu den auffälligsten und zugleich spielerischsten Bauwerken der Stadt. Entworfen vom niederländischen Architekten Piet Blom, sind die Häuser als gekippte Würfel konstruiert, die auf sechseckigen Pfeilern ruhen und in einem Winkel von 45 Grad gedreht sind. Die Idee dahinter: Jeder Würfel stellt symbolisch einen Baum dar, alle zusammen bilden einen „städtischen Wald“.

Im Inneren zeigt sich schnell, dass die ungewöhnliche Form auch das Wohnen selbst verändert: Schräg verlaufende Wände, verwinkelte Räume und überraschende Perspektiven machen die Häuser einzigartig. Trotz dieser Herausforderung sind viele der Kuben bis heute bewohnt. Ein Musterhaus – das sogenannte „Kijk-Kubus“ – gibt Besuchern die Möglichkeit, einen Einblick in das Leben in dieser besonderen Architektur zu bekommen. 

Die Erasmusbrücke

Die Erasmusbrücke überspannt den Fluss Nieuwe Maas in Rotterdam.

Elegant spannt sie sich über die Maas und verbindet dabei nicht nur zwei Stadtteile, sondern auch Vergangenheit und Zukunft: die Erasmusbrücke. Wegen ihrer geschwungenen, asymmetrischen Form wird sie oft „De Zwaan“ („der Schwan“) genannt. Entworfen vom Architekten Ben van Berkel und 1996 eröffnet, beeindruckt die Brücke mit ihrem 139 Meter hohen Pylon und der modernen Seilkonstruktion, die ihr ein fast schwebendes Erscheinungsbild verleiht.

Die Erasmusbrücke ist weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk: Sie ist ein Symbol für die dynamische Entwicklung der Stadt und verbindet das historische Zentrum mit dem modernen Stadtteil Kop van Zuid. Besonders bei Sonnenuntergang oder in der Nacht, wenn sie beleuchtet ist, wird sie zu einem beliebten Fotomotiv. Gleichzeitig ist sie Schauplatz zahlreicher Events und prägt maßgeblich die unverwechselbare Skyline Rotterdams.

Laurenskerk

Sie ist das einzige mittelalterliche Gebäude, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat und noch heute das Stadtbild von Rotterdam prägt: die Laurenskerk.

Mitten im modernen Stadtbild Rotterdams erhebt sie sich als stiller Zeuge der Vergangenheit: Die Laurenskerk ist das einzige mittelalterliche Bauwerk der Innenstadt, das den Zweiten Weltkrieg – wenn auch schwer beschädigt – überstanden hat. Ihr gotischer Baustil mit dem markanten Turm bildet einen spannenden Kontrast zu den futuristischen Gebäuden der Umgebung und macht sie zu einem besonderen Orientierungspunkt in der Stadt.

Im Inneren finden sich historische Details, beeindruckende Gewölbe und eine große Orgel, die regelmäßig bei Konzerten erklingt. Die Laurenskerk ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Kultur und Veranstaltungen. 

Arboretum Trompenburg

Auch mediterrane Zypressen wachsen im Arboretum von Rotterdam.

Abseits der modernen Architektur und des geschäftigen Stadtlebens, im Quartier Kralingen, zeigt sich Rotterdam im Arboretum Trompenburg von einer überraschend ruhigen und grünen Seite. Die weitläufige Gartenanlage ist ein Paradies für Naturliebhaber und vereint botanische Vielfalt mit liebevoll gestalteter Landschaftsarchitektur. Zwischen alten Bäumen, seltenen Pflanzen und idyllischen Wasserläufen lädt das Arboretum dazu ein, die Hektik der Stadt für einen Moment hinter sich zu lassen.

Besonders beeindruckend ist die große Sammlung an Bäumen und Sträuchern aus aller Welt, darunter viele seltene und historische Arten. Zu jeder Jahreszeit entfaltet der Garten seinen eigenen Reiz – von blühenden Magnolien im Frühling bis hin zu farbenprächtigen Herbstlandschaften. Kleine Wege führen durch unterschiedliche Themenbereiche und machen jeden Spaziergang zu einer Entdeckungsreise. 

trompenburg.nl

Rotterdam Centraal

Einer der wichtigsten und beeindruckendsten Bahnhöfe in den Niederlanden: Rotterdam Centraal.

Schon bei der Ankunft setzt Rotterdam ein klares Statement: Der Hauptbahnhof Rotterdam Centraal ist weit mehr als nur ein Verkehrsknotenpunkt – er ist ein architektonisches Aushängeschild der Stadt. Mit seiner markanten, spitz zulaufenden Dachkonstruktion und der großzügigen Glasfassade wirkt das Gebäude offen, modern und einladend. Seit seiner umfassenden Neugestaltung und Wiedereröffnung im Jahr 2014 gilt der Bahnhof als eines der wichtigsten Beispiele zeitgenössischer Architektur in den Niederlanden.

Im Inneren erwartet Reisende eine helle, weitläufige Halle mit klarer Linienführung. Gleichzeitig verbindet Rotterdam Centraal internationale Hochgeschwindigkeitszüge, nationale Verbindungen und den städtischen Nahverkehr – und spiegelt damit die Rolle der Stadt als europäisches Drehkreuz wider. Der Bahnhof steht sinnbildlich für das moderne Rotterdam: funktional, zukunftsorientiert und architektonisch anspruchsvoll.

Übrigens: Weitere überaus sehenswerte Bahnhöfe haben wir hier gesammelt.

Witte de Withstraat

Zum Schlendern und Träumen: die Witte de Withstraat in Rotterdam.

Lebendig, kreativ und ein wenig unkonventionell – die Witte de Withstraat gilt als eine der spannendsten Straßen Rotterdams und als Herz der urbanen Kulturszene. Hier reiht sich Galerie an Bar, Restaurant an Concept Store, und überall spürt man die kreative Energie der Stadt. Tagsüber laden kleine Boutiquen, Cafés und Kunstorte wie das renommierte Kunstinstitut Witte de With Center for Contemporary Art zum Entdecken ein.

Sobald es Abend wird, verwandelt sich die Straße in einen beliebten Treffpunkt für Einheimische und Besucher: Die vielen Bars und Restaurants sorgen für eine lebendige, fast schon kosmopolitische Atmosphäre.