Floß auf der Mecklenburgischen Seenplatte © TMV-Myroad.de
Natur

Urlaubsziele in Deutschland: Vom Meer zu den Alpen

Viele Menschen haben in letzter Zeit Reiseziele in Deutschland neu entdeckt. Und da ist noch viel mehr: Von den Kreidefelsen auf Rügen über Mecklenburgische Seen bis zum Elbsandsteingebirge – unser Land hat traumhafte Ecken. Wir zeigen, wo das Schöne ganz nah liegt (und bequem mit dem Auto erreichbar ist).

Rügen: Kreide, Sand und Bodden

Kreidefelsen im Nationalpark in Rügen am Strand

Die Strände, na klar. Binz, Sellin, Göhren, alles feine Ferienorte, die in frisch aufpolierter Bade-Architektur erblühen. Das Meer ist allein Grund genug, warum rund sechs Millionen Übernachtungen pro Jahr auf Rügen gebucht werden, ohne dass jemand die Insel als überfüllt erleben würde.

Aber Rügen hat viel mehr zu bieten. Der Jasmund-Nationalpark im Nordwesten begeistert natürlich mit seinem berühmten Kreidefelsen, aber auch mit einem ausgedehnten Buchenwald, der es, ganz ohne Kreide, ins UNESCO-Welterbeprogramm geschafft hat. Die hier Bodden genannten flachen Lagunen rundum sind wunderschön. Und wer zwischendurch Stadt braucht, hat Stralsund am Eingang zur Insel.

Schwarzwald: Wärme, Wald und Wanderungen

Die Ruine der Zähringer Burg nahe Freiburg im Schwarzwald © Georg Knoll

Schwarzwald-Urlaub, das ist eine Familiensache. Generationen waren dort mit Eltern, und wenn es gut lief, setzen sie die Tradition fort. Es lohnt sich ja auch: die Wärme im Sommer, in der Höhe fast immer angenehm, die hübschen Orte und Städtchen, die regionale Architektur und das Brauchtum, vor allem aber die überwältigende Natur. Wenn die Eltern vielleicht wandern waren, steigt die nächste Generation eher auf das Mountainbike und besucht Sehenswürdigkeiten wie das Kloster St. Blasien oder den Titisee.

Natürlich ist der Schwarzwald prädestiniert für Caravaring-Touren. In der ganzen Region zwischen Baden-Baden und Freiburg kann man etliche Wochen verbringen, ohne sich zu langweilen. Die Stellplätze liegen oft mitten in den landschaftlich schönsten Wandergebieten und sind sehr komfortabel – die Gegend fordert sportliche Urlauber heraus, die es aber auch gern angenehm haben.

Allgäu: Tobel, Klamm und Märchenschlösser

Panorama auf Schloss Neuschwanstein im Allgäu in Bayern mit Blick auf eine Gondel der Tegelberg Kabinenbahn in den Ammergauer Alpen © imlanglotz.com

Berge, Badeseen, Almwiesen, malerische Städtchen: Das Allgäu ist aus guten Gründen eine der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands. Wo kann man schon am selben Tag Schloss Neuschwanstein (mit vielen Japanern und Amerikanern), das schöne Füssen (mit einigen Kennern der Barock-Architektur) und die wilde Reichenbachklamm besuchen? 

Das Allgäu hat für jeden etwas, auch im Winter – zwar keinen alpinen Turbo-Tourismus wie hinter der Grenze in Österreich, aber mit Oberstdorf ein hochkarätiges Sportzentrum.

Mecklenburger Seenland: Endlose Wasserfreuden

Mecklenburgische Seenplatte: Floß auf der Müritz bei blauem Himmel © TMV-Kirchgessner

„Seenplatte“ wird sie auch genannt, diese ausgedehnte, liebreizende Fläche zwischen – grob gesagt – Hamburg, Berlin und Ostsee. Durchzogen von Flüssen und Bächen und Kanälen, die immer wieder Seen bilden, wie sie im Bilderbuch stehen: sauber, von Wäldern beschattet. Wer im Sommer Abwechslung bei den Badestellen sucht: Hier sieht es alle paar Kilometer ganz neu und immer einladend aus.

Ob Schaalsee, Müritz oder Havel: Fast immer sind die großen Seen mit einer Perlenkette von kleineren verbunden, was wundervolle Touren mit Kanu, Segelboot oder mitunter auch Hausboot erlaubt. Überall gibt es Campingplätze, viele sind auf Wasser-Wanderer ausgerichtet. Und überall sind hübsche Kleinstädte, meist liebevoll restauriert, nicht weit.

Sächsische Schweiz: Felsnadeln und Klettersteige

Die Basteibrücke in Sachsen © Georg Knoll

Diese bizarr verwitterten Felsnadeln, die schrundigen Steilwände, die fantastischen Fernblicke übers Elbtal: Das Elbsandsteingebirge südlich von Dresden ist sicher eine der aufregendsten Landschaften im Land. Und es hat unser Bild von einer „romantischen“ Landschaft geprägt – unter anderem, weil die Romantiker (Caspar David Friedrich allen voran) hier ihre berühmtesten Bilder gemalt haben.

Selbstverständlich ist die Sächsische Schweiz ein einzigartiges Wanderparadies mit ausgezeichneter Infrastruktur – schließlich ist die Gegend seit mehr als hundert Jahren ein touristischer Hot-Spot. Übrigens: Im Elbsandsteingebirge wurde das freie Klettern „erfunden“; etliche Klettersteige sind auch für Durchschnittssportler machbar.

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