Rheinsteig © Dominik Ketz
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Zu Fuß, per Rad, im Kanu: Sportlich am Rhein

Zu Fuß, auf dem Fahrrad, im Schlauchboot oder auch im Kanu lässt sich der Strom von seiner natürlichen Seite erleben – von den Quellen in der Schweiz, in den Ufer-Auen, bis zur Mündung bei Hoek van Holland

Über 1200 Kilometer legt der Rhein auf seinem Weg von den Alpen bis zur Nordsee zurück. Und beinahe überall ist er zugänglich und erschlossen für Wanderer und Radfahrer. Es gibt 

  • wilde Natur und dramatische Schluchten in der Quellregion in den Schweizer Alpen,
  • die von Geschichte und Kultur gesättigten Landschaften an Ober- und Mittelrhein,
  • und das weitläufige Mündungsdelta in den Niederlanden um Rotterdam.

Immer ist der Fluß ein Bezugspunkt für wunderbare Touren.

Der Rheinsteig: Ausgiebiges Wandern am Rhein

Rheinsteig © Dominik Ketz

Eine der schönsten Arten, das Mittelrheintal zu erleben, ist eine Wanderung auf dem Rheinsteig. Auf rund 320 Kilometern verlaufen die bestens markierten Wege auf der rechten Seite des Stroms von Wiesbaden über Koblenz bis nach Bonn. Auf meist schmalen Pfaden führen 21 Etappen durch Weinberge und Wälder und zu beeindruckenden Aussichtspunkten. 

Wer lieber linksrheinisch wandern möchte: Dort verbindet der Rhein-Burgen-Weg auf 13 Etappen Bingen mit Rolandseck. Über die Websites lassen sich jeweils auch Wandertouren mit Gepäcktransport buchen.

www.rheinsteig.de
www.rheinburgenweg.com

Die große Fahrradtour am Rhein: Von der Schweiz bis an die Nordsee

Roter Hang © Georg Knoll

Ein mächtiger Fluss wie der Rhein kann uns dazu bringen, größer zu denken. Wie wäre es mit einer Fahrradtour von den Schweizer Alpen bis an die Nordsee? Der Rheinradweg macht es möglich. Ausgeschildert als EuroVelo 15 (EV15) folgt er dem Lauf des Stroms von der Quelle bei Andermatt bis zur Mündung bei Hoek van Holland – und verbindet dabei Radwege in der Schweiz, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Oft haben Radler sogar die Wahl zwischen linkem und rechtem Rheinufer. 

Highlight ist für viele – wie könnte es anders sein – das Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz. Sehr praktisch für unterwegs sind die „Bikeline“-Radtourenbücher mit verlässlichen Karten, Routenbeschreibungen und Übernachtungs-Tipps (vier Teile, Esterbauer 2020).

Rafting: Rasanter Wellenritt

Es muss nicht immer eine Flusskreuzfahrt sein: Der Rhein lässt sich auch auf einer Raftingtour bestens erkunden. Rheinraft etwa bietet Sightseeing-Trips durch Basel und aufregende Fahrten über die Stromschwellen bei Istein, Mittelrhein Rafting geführte Touren auf verschiedenen Abschnitten des Mittelrheins.

Ruhiger Paddelspaß: Kanufahren auf dem Rhein

GrandRied © Anna Mutter

Jeder darf sich in ein Kanu setzen und über den Rhein schippern. Durch den Verkehr und die Strömungen kann das aber mancherorts schnell gefährlich werden. Gut geeignete Reviere sind z. B. der südliche Oberrhein oder auch der Hochrhein zwischen Konstanz und Basel. Touren und Kanus organisieren zum Beispiel:

Auf dem Kahn durch grün-blaue Wildnis

Vögel zwitschern, Libellen schwirren, und langsam gleitet das flache Boot vorbei an dichtem Grün übers glitzernde Wasser. Im Naturschutzgebiet Taubergießen ist es wunderbar ruhig. Er erstreckt sich über 17 Quadratkilometer und lässt sich – wie das vom Rhein umflossene französische Naturschutzgebiet Ile de Rhinau – nicht nur im Boot, sondern auch zu Fuß erleben. 

Über die Wege und Kahnfahrten informiert das Naturzentrum Rheinauen in Rust, das auch Ranger-Workshops für Kinder anbietet. Auch anderswo zeigt sich der Rhein von seiner wilden Seite, etwa an der Kühkopf-Knoblochsaue, auf dem Inselrhein zwischen Mainz und Bingen und im niederländischen Nationalpark De Biesbosch, einem großen Süßwasserdelta, in dem Biber und Seeadler leben.

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