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Kultur

Stadt der Kunst: Die 7 besten Museen in Basel

Vielleicht ist Basel wirklich die Welt-Hauptstadt der modernen Kunst. Jedenfalls hat sie mit der „Art Basel“ die alles überragende Kunstmesse, und eine Reihe spektakulärer Museen und Galerien. Wir stellen die besten Museen in Basel vor.

Die „Art Basel“ ist ein Magnet für die internationale Kunstszene mit Ablegern in Miami Beach und Hongkong – und die wichtigste Kunstmesse der Welt. Sie zog zuletzt rund 60.000 Besucher:innen in die Stadt. „Die gesamte Stadt befindet sich in dieser Woche in einer Euphorie, man könnte denken, man sei in einer Großstadt“, erzählt der Galerist Stefan von Bartha. „Die Tage sind nonstop mit tollen und außergewöhnlichen Momenten gespickt, die ganze Kunstwelt kommt auf relativ kleinem Raum zusammen.“ Vom 15. bis 18. Juni 2023 präsentieren mehr als 200 Museen und Galerien die Werke von rund 4.000 Künstler:innen aus der ganzen Welt. 

Wir tauchen ein in die florierende Kunstszene von Basel und zeigen Ihnen die Museen der Grenzstadt, die auch im restlichen Jahr einen Besuch wert sind. 

Auch interessant: 

1

Kunstmuseum Basel: Über 300.000 Kunstwerke in mehreren Gebäuden

Kunstmuseum Basel, Innenansicht © Volker Renner
Das „Kunstmuseum Basel“ verteilt sich auf drei Gebäude.

Schon 1661 kaufte die Stadt Basel das private „Amerbach-Kabinett“ und machte die Werke – darunter einige von Hans Holbein d. J. – öffentlich zugänglich. Heute umfasst die Sammlung über 300.000 Werke aus acht Jahrhunderten. 

Das „Kunstmuseum Basel“ verteilt sich auf drei Gebäude: 

  • Im Hauptbau von 1936 sind die Alten Meister, das 19. Jahrhundert und die Klassische Moderne zu sehen, 
  • Im Neubau finden sich Kunst ab 1950 und Sonderausstellungen. 
  • Wer aktuelle Werke vorzieht, findet am St. Alban-Rheinweg 60 das Haus für die Gegenwartskunst.

Kunstmuseum Basel: Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Der Haupt- und auch der Neubau des „Kunstmuseums“ öffnen von Dienstag bis Sonntag ihre Pforten – mittwochs von 10 bis 20 Uhr, an allen anderen Tagen von 10 bis 18 Uhr. Das Haus der Gegenwart ist ebenfalls von Dienstag bis Sonntag geöffnet, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr. Erwachsene ab 20 Jahren zahlen 26 CHF, Jugendliche bis 20 Jahre 8 CHF.

2

Fondation Beyeler: Mit Werken großer Künstler:innen

© IMAGO/Winfried Rothermel
Das „Fondation Beyeler“ liegt nicht direkt in Basel, sondern in Riehen – ist aber einen Abstecher mehr als wert.

Allein schon der flache Museumsbau von Renzo Piano lohnt den Besuch: Fensterfronten öffnen sich zum Park und zum Seerosenteich, ein Glasdach sorgt für lichtdurchflutete Räume und eine besondere Stimmung für besondere Kunst. 

Zur Sammlung des Museums zählen Meisterwerke der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst, zum Beispiel von:

  • Henri Matisse
  • Pablo Picasso
  • Piet Mondrian
  • Mark Rothko
  • Louise Bourgeois
  • Anselm Kiefer
  • Neo Rauch 

2022 wurde der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau im Nachbarpark, der von Peter Zumthor entworfen wurde, gemacht. Das Museum liegt etwas außerhalb in der Gemeinde Riehen, ist aber gut mit der Straßenbahn erreichbar. 

Tipp: Der „Rehberger-Weg“ verbindet die „Fondation Beyeler“ mit dem „Vitra Design Museum“ in Weil am Rhein, einem der führenden Designmuseen in Europa. „24 Stops“ hat der deutsche Künstler Tobias Rehberger sein Projekt auf dem Weg genannt: Auf fünf Kilometern laden 24 Objekte zum Innehalten ein.

Öffnungszeiten und Preise des „Fondation Beyeler“

Das Museum „Fondation Beyeler“ ist täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 20 und freitags bis 21 Uhr. Erwachsene zahlen einen Eintrittspreis von 25 CHF. 

3

Kunsthalle Basel: Für Fans zeitgenössischer Kunst

Hinter einer neoklassizistischen Fassade befindet sich einer der aufregendsten Orte in der Schweiz für aktuelle Kunst. Bis zu zehn Ausstellungen finden in der „Kunsthalle Basel“ pro Jahr statt, oft mit spannenden, im etablierten Kunstbetrieb noch wenig beachteten Namen oder zu aktuellen Themen. Im selben Gebäude befindet sich das „Schweizerische Architekturmuseum“.

Wann kann ich die Kunsthalle Basel besuchen?

Interessierte können die „Kunsthalle Basel“ von Dienstag bis Sonntag besuchen. Dienstags, mittwochs und freitags ist sie zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet, donnerstags zwischen 11 und 20:30 Uhr. An Wochenendtagen öffnet sie zwischen 11 und 17 Uhr. Erwachsene zahlen 12 CHF. 

4

Museum Tinguely: Jean Tinguelys „Wundermaschinen”

Als Teil der Pariser Avantgarde beschäftigte sich der Schweizer Jean Tinguely (1925-1991) intensiv mit Maschinen und brachte ab den fünfziger Jahren mit seinen kinetischen Skulpturen und Reliefs Bewegung in die Kunstwelt. Im von Mario Botta entworfenen „Museum Tinguely“ sind Werke aus allen Schaffensphasen versammelt, von Zeichnungen und kleineren Skulpturen über seine verspielten „Wundermaschinen“ bis zum düsteren „Mengele-Totentanz“, ein raumfüllender Werkzyklus von 1986 mit Überresten eines abgebrannten Bauernhofs. 

Wundern Sie sich nicht, wenn jemand an einem der riesigen mechanischen Gebilde herum schraubt: Das ist vermutlich Jean-Marc Gaillard, der die wartungsintensiven Werke seit gut 17 Jahren am Laufen hält.

„Museum Tinguely“: Öffnungszeiten und Preise

Das „Museum Tinguely“ öffnet von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr seine Tore. Donnerstags ist es bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 18 CHF.

5

Werkraum Warteck pp: Mit toller Aussicht auf den Rhein

„Werkraum Warteck“ © Volker Renner
Raum für kreative Ideen bietet der „Werkraum Warteck“.

Der „Werkraum Warteck pp“ liegt auf dem ehemaligen Areal der Brauerei Warteck und bietet heute vielen Menschen aus Kunst und Kultur Raum für ihre kreativen Ideen. Der Zusatz „pp“ steht für „permanentes Provisorium“ – das Team, das sich um die Ateliers und Kreativräume kümmert, sieht den Ort in ständiger Veränderung. 

Manchmal finden Kurse oder Ausstellungen statt, aber man kann auch einfach auf der Terrasse der „Kulturbeiz 113“ einen Kaffee trinken und die fantastische Aussicht auf den Rhein und die Stadt genießen.

Wann kann ich den „Werkraum Warteck“ besuchen?

Der „Werkraum Warteck“  öffnet seine Türen für bestimmte Veranstaltungen. Eine Übersicht finden Sie hier.

6

Haus der elektronischen Künste (HeK): Digitaler Vorreiter

Viele Museen betraten durch die Corona-Lockdowns mit ihren Online-Angeboten Neuland. Im „HeK“ hingegen ging es schon immer um die digitale Kultur und um die Schnittstelle zwischen Kunst, Medien und Technologien. Also lassen sich Teile der Sammlung direkt über die Website erleben, und neben Ausstellungen finden auch „Net Encounters“ statt, bei denen das Publikum mit den Kunstschaffenden direkt in Kontakt treten kann.

Doch ein analoger Besuch ist ebenso spannend, auch weil sich das „Haus der elektronischen Künste“ in einem hippen, facettenreichen Gebiet im Südosten der Stadt befindet, direkt neben der Hochschule für Gestaltung und Kunst.

HeK: Öffnungszeiten und Preise

Besucher:innen können das „Haus der elektronischen Künste“ von Mittwoch bis Sonntag jeweils zwischen 12 und 18 Uhr besuchen. Der Eintritt kostet 12 CHF. Tipp: Von Mittwoch bis einschließlich Freitag ist der Eintritt zwischen 12 und 13 Uhr kostenlos. 

7

Artstübli: Zentrum für Urban Art

Urban Arts Space Invader © Basel Tourismus
Vielseitiges Zentrum für Urban Art: das „Artstübli“.

Basel will sich auch mit Street-Art profilieren. So wurde der Fußgänger- und Fahrradsteg der Schwarzwaldbrücke zur „Street-Art-Meile“ ernannt. 30 Künstler:innen haben dafür Graffiti zum Thema Wasser angefertigt und so ein rund 350 Meter langes Wandbild erschaffen. Mit dem „Artstübli“ gibt es in der Stadt außerdem ein vielseitiges Zentrum für Urban Art. Betreiber Philipp Brogli organisiert neben Ausstellungen auch Stadtrundgänge zu Kunst im öffentlichen Raum.

Artstübli: Infos zum Besuch

Das „Artstübli“ ist donnerstags und freitags zwischen 11 und 18 Uhr, samstags zwischen 14 und 18 Uhr für Besucher:innen zugänglich. Der Eintritt ist kostenlos.

Übrigens: Wer mehr Tipps zu Ausstellungen sucht, findet auf hier weitere gute Museen in Basel, die sich etwa mit Architektur, Cartoons oder Pharmazie beschäftigen.

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