Neue Sehenswürdigkeiten 2027: Diese 7 Orte gehören auf die Bucketlist

Vielfach erwartete Museumseröffnungen, umgestaltete Parkareale und neue Erlebniswelten sorgen 2027 für frischen Wind in den Arabischen Emiraten, in den USA und in Europa. Sieben Tipps für Ihre Bucketlist.
Text Milena Härich
Datum16.10.2026

Ende dieses Jahres ist es endlich so weit: Das Guggenheim Abu Dhabi von Frank Gehry, über das in der Vergangenheit viel gesprochen und gestritten wurde, öffnet seine Pforten für Besucher. Wohl kein anderer Museumsbau zieht derzeit so viel Aufmerksamkeit auf sich wie das futuristisch anmutende Gebäude am Persischen Golf. Darüber hinaus warten 2027 zahlreiche weitere neu eröffnete Museen und Erlebniswelten auf Gäste; auch in Deutschland feiern neue Sehenswürdigkeiten Premiere, etwa in Berlin und Duisburg.

Die sieben spannendsten neuen Sehenswürdigkeiten im Jahr 2027 stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

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Guggenheim Abu Dhabi

Das Guggenheim Abu Dhabi während der Bauarbeiten Ende 2025

First things first: Das Guggenheim Abu Dhabi ist die meisterwartete neue Sehenswürdigkeit im Jahr 2027. Bereits 2011 begann man mit dem Bau des monumentalen Gebäudes, dessen Fassade direkt zu erkennen gibt, wer der federführende Architekt war. Frank Gehry, inzwischen verstorben, zeichnet verantwortlich für die Mischung aus geschwungenen und kantigen Gebäudeteilen, die sich gemeinsam mit metallenen Kegeln zu einem futuristischen Ganzen zusammensetzen und eine recht große Ähnlichkeit mit dem Pendant in Bilbao aufweisen. 

Jahrelang wurde der Bau pausiert, die Eröffnung verschoben. Am 11. Dezember 2026 öffnet das neue Museum für moderne und zeitgenössische Kunst erstmals seine Türen für Besucher. Dabei befindet es sich in bester Nachbarschaft: Auf der Insel Saadiyat, die vor Abu Dhabi im Persischen Golf liegt, sind auch der Louvre Abu Dhabi und das Zayed National Museum angesiedelt.

Auf rund 30.000 Quadratmetern Gesamtfläche erstreckt sich das neue Guggenheim-Ausstellungshaus mit seinen Terrassen und Innenhöfen. Es gibt ein zentrales Atrium, um das sich rund 30 einzelne Galerien gruppieren. Wenngleich Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt im neuen Guggenheim präsentiert werden, rückt das Haus die asiatische und nordafrikanische Kunstgeschichte in den Fokus. Etwa 600 Werke umfasst die Sammlung bis jetzt. Neben klassischen Ausstellungsräumen wird das Museum auch Räumlichkeiten für verschiedene Bildungsangebote und Forschungsprojekte beherbergen.

Hinweis: Tickets sind bereits jetzt über die offizielle Webseite des Guggenheim Abu Dhabi erhältlich und kosten umgerechnet rund 17 Euro pro Person. Besucher unter 18 Jahren können das Museum kostenlos besuchen.

guggenheimabudhabi.ae

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The Whale, Andenes

Mindestens genauso beeindruckend wie die Fassade des Guggenheim Abu Dhabi ist die Architektur dieses neuen Erlebniszentrums, das am 4. Juni 2027 öffnen soll. The Whale wurde von Dorte Mandrup gestaltet und sieht – passend zum gesamten Konzept – aus wie eine Walflosse, die aus dem norwegischen Meer an der Küste von Andenes ragt. 

Andenes befindet sich auf der Insel Andøya, rund 300 Kilometer nördlich vom Polarkreis. Der Ort ist seit jeher bekannt für hervorragende Bedingungen zum Whale Watching: Ganzjährig ziehen an der Spitze der Insel Orcas, Pottwale, Buckel- und Grindwale vorbei. Die Formen des Gebäudes, dessen Dach die symbolische Walflosse bildet, gehen fließend in die umliegende Küstenlandschaft über und bilden somit eine Symbiose aus Natur und Architektur. Besonders eindrucksvoll: Das geschwungene Dach wird begehbar sein und eine Aussichtsplattform zur Walbeobachtung bilden.

Großzügige Fensterfronten geben den Blick auf das nordnorwegische Meer frei. Im Inneren des Gebäudes ist ein Erlebniszentrum mit immersiven und multimedialen Elementen angesiedelt, dessen Ausstellungskonzept von Ralph Appelbaum Associates und Tamschick Media+Space entwickelt wurde. Besucher lernen vor Ort zahlreiche Einzelheiten über Wale und das Ökosystem Meer: wie die Tiere aufwachsen und leben, wie sie kommunizieren und vieles mehr. Dazu wird es ein Café und einen Shop geben. 

Hinweis: The Whale wird ganzjährig geöffnet sein – Besucher können vor Ort mit etwas Glück die norwegische Mitternachtssonne oder Polarlichter sehen. Tickets sind bereits erhältlich, für derzeit umgerechnet rund 59 Euro pro Person.

thewhale.com

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The Beatles at 3 Savile Row, London

In diesem Haus in der 3 Savile Row in London entsteht die erste offizielle Beatles-Erlebniswelt.

Auch die britische Hauptstadt hat für 2027 eine große neue Sehenswürdigkeit zu vermelden: Im Stadtteil Mayfair entsteht derzeit die erste offizielle Beatles-Erlebniswelt. Und zwar genau in dem Gebäude, in dem die Kultband einst ihren Song „Let It Be“ aufnahm und auf dessen Dachterrasse sie 1969 ihr letztes großes Konzert spielte. Das berühmte Rooftop-Konzert ist in die Geschichte eingegangen, zum einen, weil die Beatles es nicht ankündigten, sondern es eine Überraschung für all jene war, die am 30. Januar 1969 hier entlanggingen. Und zum anderen, weil es der letzte gemeinsame Auftritt aller vier Bandmitglieder (Ringo Starr, John Lennon, Paul McCartney und George Harrison) vor ihrer Trennung war. In dem georgianischen Stadthaus in der 3 Savile Row war damals das Unternehmen der Band, Apple Corps, untergebracht. 

Ein genaues Eröffnungsdatum wurde noch nicht bekannt gegeben, aber klar ist: Die Attraktion wird sich über sieben Stockwerke bis hinauf aufs Dach erstrecken und die Originalschauplätze in Szene setzen. Es werden außerdem bis dato unveröffentlichte Materialien und Dokumente ausgestellt, die neue Aspekte der Bandgeschichte beleuchten und den Fans ein noch umfangreicheres Bild vermitteln.

Tipp: Um auf dem Laufenden zu bleiben, können Interessenten sich auf der offiziellen Website zum Newsletter anmelden. 

3savilerow.thebeatles.com

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Dominican Center for the Arts and Culture, New York City

Die Kulturlandschaft von New York City ist gigantisch, allein für die Museen des Big Apple lohnt sich ein mehrwöchiger Urlaub. Unterrepräsentiert bisher: die Kultur dominikanischer Auswanderer und New Yorker mit dominikanischen Wurzeln, die den Concrete Jungle seit Jahrzehnten maßgeblich mitprägen. In der Tat bildet die dominikanische Community die größte lateinamerikanische Bevölkerungsgruppe in New York. Diesem Umstand trägt die Stadt nun Rechnung; in Zusammenarbeit mit dem 1992 gegründeten Dominican Studies Institute des City College New York entstand ein Ausstellungszentrum im Norden Manhattans, das sich auf 2.300 Quadratmetern der dominikanischen Kunst und Kultur widmet. 

Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es noch nicht, voraussichtlich wird das Dominican Center for the Arts and Culture im Mai 2027 erstmals seine Pforten öffnen. Das Haus wird neben verschiedenen Ausstellungsräumen auch eine spanischsprachige Kinderbibliothek beherbergen. Unterschiedliche Bildungsangebote ergänzen das Programm und sorgen dafür, dass diese neue Sehenswürdigkeit kein reines Museum ist, sondern vielmehr eine Stätte des Zusammenkommens und des Lernens. 

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Skywalk und Kultushafen in Duisburg

Work in progress: So sah der Kultushafen noch Ende 2025 aus, derzeit entsteht ein renaturiertes Areal zur Naherholung.

2027 wird die IGA (Internationale Gartenausstellung) an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet stattfinden. Einer davon ist Duisburg, zahlreiche Locations der Pott-Perle verwandeln sich dann in landschaftsbauliche Vorbilder und blühende Gärten. 

Wie es sich für eine Stadt mit anstehender Großveranstaltung gebührt, putzt sich Duisburg heraus: 2025 entstand beispielsweise bereits der Skywalk, eine neun Meter hohe und 50 Meter lange Aussichtsplattform, die pünktlich zum Start der IGA am 23. April 2027 eröffnet wird. Der neue Skywalk wurde im RheinPark Duisburgs errichtet, einem Naherholungsgebiet auf ehemaligen Industrieflächen direkt am Rheinufer. Teile der maschinellen Anlagen wie Sinterbunker und Kranfundamente sind bis heute erhalten und machen den RheinPark zu einem besonderen Mix aus Natur und Industriegelände. Vom Skywalk aus haben Besucher einen weiten Rundumblick über den RheinPark und Teile des Stadtgebiets. Er ist barrierefrei zugänglich und soll in den Abendstunden stimmungsvoll beleuchtet werden.

Ein weiteres Projekt, das im Rahmen der IGA umgesetzt wird, ist der Umbau des Kultushafens zum 7.500 Quadratmeter großen Erholungsgebiet. Bislang war das Hafengebiet größtenteils versiegelt, nun werden Teile der Fläche renaturiert und neu modelliert. Dabei entsteht unter anderem ein neuer Anleger für Schiffe.

Interessant: Während viele Städte ihre Flächen für die IGA umbauen und sie danach wieder in den Originalzustand versetzen, wird Duisburg seine neuen Sehenswürdigkeiten auch nach dem Ende der IGA im Oktober behalten.

iga2027-duisburg.de

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National History Museum Denmark

Das National History Museum Denmark (Statens Naturhistoriske Museum) zieht um: Im März 2027 eröffnet das Ausstellungshaus seine neuen Räumlichkeiten im Botanischen Garten im Zentrum von Kopenhagen. Wenngleich das Museum als Institution bereits 2004 als Teil der Universität von Kopenhagen gegründet wurde, ist die Eröffnung am neuen Standort eines der meisterwarteten Kulturevents in Skandinavien im Jahr 2027. 

Inmitten des Botanischen Gartens haben die Architekturbüros Lundgaard & Tranberg und Claus Pryds Arkitekter eine spektakuläre Mischung aus historischen Gebäuden und modernen, futuristisch anmutenden Bauten geschaffen. Das Palmenhaus aus dem späten 19. Jahrhundert mit seiner gläsernen Fassade, das derzeit restauriert wird, prägt die Umgebung hier maßgeblich mit, hinzu kommt die sogenannte Ocean Hall, die einem Zeppelin ähnelt und mit ihren 23 Metern Höhe inmitten der historischen Backsteinbauten des Museumskomplexes heraussticht.

Besonders ist auch, dass ein Großteil der Ausstellungsfläche, die sich auf 7.000 Quadratmetern ausbreitet, unterirdisch gelegen ist. Das neue National History Museum vereint in seinen Räumlichkeiten acht Ausstellungsbereiche und -themen: Biodiversität, Dänemarks Tierwelt, das Universum, die Erde, Leben, die Arktis, Menschen als Spezies und die Ocean Hall. Zusätzliche Flächen wird es für Bildungsangebote wie Workshops, Gastronomie und Aufenthaltsräume geben. Momentan können nur Tickets für den alten Standort gebucht werden, geplanter Eröffnungstermin für die neuen Räumlichkeiten ist der 6. März 2027. 

snm.dk/en/new-museum

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Neuer Spreepark in Berlin

Wurde bereits renoviert und wiedereröffnet: das Eierhäuschen im Spreepark.

Dieser Ort blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück – und erweckt sie 2027 zu neuem Leben. Lange wurde auf die Wiedereröffnung des Berliner Spreeparks im Stadtteil Treptow-Köpenick hingefiebert, im kommenden Frühjahr soll es so weit sein. Während das Eierhäuschen als Kombination aus Kunstzentrum und Lokal bereits 2023 wiedereröffnet hat, rücken dann die anderen Teile des Spreeparks in den Fokus. Auf rund 29 Hektar Fläche entsteht derzeit ein neues Naherholungs- und Kulturgebiet, direkt an der Spree und umgeben von Wald. 

Ursprünglich wurde der Spreepark im Jahr 1969 als „Kulturpark“ der DDR eröffnet; er war der einzige ständige Freizeitpark der DDR und eines der beliebtesten Ausflugsziele in Ostberlin. Nach der Wiedervereinigung gab es einen Besitzerwechsel, der Park wurde privatisiert – und infolgedessen mit neuen Fahrgeschäften ausgestattet. Seit 2001 liegt das ehemalige Vergnügungszentrum brach und ist zu einem beliebten Lost Place avanciert.

Das ändert sich nun: Restaurierungsarbeiten sind seit langem im Gang, es entsteht eine Mischung aus Naherholungsgebiet und Kulturzentrum. Einige historische Sehenswürdigkeiten werden aufgegriffen, so wird beispielsweise das legendäre, 45 Meter hohe Riesenrad restauriert und wieder in Betrieb genommen. Auch die Mero-Halle mit ihren Stahlkonstruktionen wird weiter genutzt und zum Kulturraum umgebaut. Das Englische Dorf, ein Themen-Areal aus Holzhäuschen, wird indes komplett neu aufgebaut. 

Hinweis: Das genaue Eröffnungsdatum wurde noch nicht mitgeteilt.

spreepark.berlin