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Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen

Die dänische Hauptstadt glänzt mit Kunst, Kultur und Architektur: An beinahe jeder Ecke gibt es etwas Spannendes zu sehen. Wir nehmen Sie mit zu den schönsten Orten von Kopenhagen.

Text Inka Schmeling
Datum 13.03.2023

Wasser, soweit das Auge reicht: Das hübsche Kopenhagen ist umgeben von der Ostsee und durchzogen von Kanälen. Wer sich nach der Ankunft einen Überblick verschaffen will, kann zunächst den Aussichtsturm Rundetårn erklimmen und sich orientieren. Von hier ergibt sich ein herrlicher Blick über die Kirchen, das Schloss Rosenborg und andere Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen. Bestens lässt sich die Stadt übrigens per Rad oder zu Fuß erkunden. Wir verraten die schönsten Sehenswürdigkeiten der dänischen Hauptstadt. 

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Rundetårn: Phänomenales Panorama

Kuppel des Rundetårn in Kopenhagen © Mads Eneqvist/Unsplash
Der Rundetårn bietet eine fantastische Aussicht über Kopenhagens Zentrum.

Schon der Aufstieg ist charmant anders: ein breiter Wendelgang führt ohne Stufen zur Kuppel in 35 Metern Höhe. Den legten frühere Besucher:innen zu Pferd oder in der Kutsche zurück, um einen Blick ins damalige Observatorium zu werfen, das 1642 in Gedenken an den Astronomen Tycho Brahe (1546-1601) eingerichtet wurde. Auch heute lohnt sich der Weg nach oben auf den Rundetårn: wegen der Aussicht über das Stadtzentrum

2

Zuhause der Königin: Schloss Amalienborg

Kopenhagen Schloss Amalienborg © Razvan Mirel/Unsplash
Schloss Amalienborg wurde im 18. Jahrhundert errichtet und ist definitiv einen Besuch wert.

Flattert ihre Standarte über dem Schloss, ist Königin Margrethe II. zuhause. Dann treten ihre Garden pünktlich um 12 Uhr mittags zur Wachablösung an. Anders als ihre britischen Kollegen dürfen sie auch mal lächeln. Dass das dänische Königshaus die Etikette immer schon etwas lockerer sah, zeigt die Ausstellung in einem der vier identischen Rokoko-Palais – kein Muss, aber ein interessanter Einblick ins Königshaus und das Schloss Amalienborg

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Beliebtes Postkartenmotiv: Nyhavn

Kopenhagen Nyhavn © Patrick Schneider/Unsplash
Überaus beliebt und daher hochfrequentiert: Kopenhagens Nyhavn.

Der „Neue Hafen“ aus dem 17. Jahrhundert mit seinen farbenfrohen Häusern ist eine bekannte Sehenswürdigkeit in Kopenhagen. Und oft ganz schön rummelig. Schön anzuschauen – aber nicht zum Bleiben. Das ist es um die Ecke auf dem Ofelia Plads netter: Dort gibt es günstigeres wie leckereres Streetfood. Und statt Hafenfolklore haben Sie hier zwei Ikonen des heutigen Kopenhagen im Blick: das Schauspielhaus nebenan und die Oper gegenüber.

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Wahrzeichen von Kopenhagen: Kleine Meerjungfrau

Doch, sie ist hübsch, die nur 1,25 Meter hohe Statue, die Bildhauer Edvard Eriksen 1913 auf einen Felsen in den Øresund setzte. Und ein Wahrzeichen und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen. Heute aber ist sie meist von Reisegruppen belagert und liegt etwas abseits im nördlichen Hafen. Unser Tipp: Lesen Sie lieber das wirklich schöne Original von Hans Christian Andersen! 

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Weltberühmter Freizeitpark: Tivoli

Achterbahn und künstlicher See im Tivoli in Kopenhagen © iStock/sfe-co2
Die chinesische Pagode und die Achterbahn „The Demon“ sind zwei der beliebtesten Attraktionen im Tivoli.

Selbst einen Vergnügungspark kriegen die designverliebten Kopenhagener:innen geschmackvoll hin: mit verschlungenen Spazierwegen, Orangerie und Riesenrad, Blumenbeeten und einem See mit chinesischer Pagode. Die Dekoration wird für jede Jahreszeit neu entworfen. Besonders schön ist der Park in den drei Wochen rund um Halloween, wenn er mit Kürbissen und Hexenbesen geschmückt ist, und im Winter. Seit 2018 hat der Tivoli im Februar mit Schlittschuhbahn, Schneemännern und Tausenden von Lichtern geöffnet. Kein Wunder, dass der zweitälteste Vergnügungspark der Welt (1843 gegründet) nicht nur bei Kindern Begeisterung entfacht. Sondern auch eine ganz eigene, süße Nostalgie bei Erwachsenen.

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Besonderes Museum in Kopenhagen: Nationalmuseet

Anschaulich wird hier die Geschichte Dänemarks erzählt – vom Sonnenwagen aus der Bronzezeit über die Schwerter und Helme der Wikinger bis zu einem Haschstand aus der Freistadt Christiania. Auch spannend, aber für einen einzelnen Besuch zu viel: In den oberen Etagen des Nationalmuseet gibt es eine große ethnografische Sammlung aus der ganzen Welt. 

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Gemälde und Skulpturen im Statens Museum for Kunst

Statens Museum for Kunst in Kopenhagen © iStock/mikeinlondon
Vilhelm Dahlerup hat das Statens Museum for Kunst in Kopenhagen entworfen.

Die Fülle an Werken in Dänemarks großem Kunstmuseum Statens Museum for Kunst – die Sammlung umfasst 10.000 Gemälde und Skulpturen sowie etwa 200.000 Zeichnungen und Fotos – könnte einen erschlagen. Doch zum Glück ist sie klar unterteilt, von alten Meistern bis in die Gegenwart. Zum Beispiel finden Sie hier Werke des dänischen Malers Per Kirkeby.

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Ny Carlsberg Glyptotek: Kunst und Palmen

Kopenhagen Ny Carlsberg Glyptotek © Kevin Angelso/Unsplash
Die Ny Carlsberg Glyptotek besticht nicht nur mit Kunst, sondern auch mit toller Architektur – und dem beliebten Palmengarten.

Es gibt drei gute Gründe, das Museum der Glyptotek zu besuchen: die große Skulpturensammlung, die Dauerausstellung dänischer und französischer Gemälde (darunter viele Impressionist:innen) aus dem 19. und 20. Jahrhundert, und den wunderschönen Palmengarten.  

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Freistadt Christiania

Kopenhagen Christiania © Annie Spratt/Unsplash
Christiania ist mehr als eine Hippie-Kommune: Die Freistadt gilt als autonome Gemeinde.

Ihr verruchter Aussteigerruf lockt heute fast so viele Besucher:innen in die Freistadt wie in den Tivoli. Doch sie wenden sich rasch enttäuscht ab: Die ersten Meter der „Pusher Street“ sind haschverqualmt. Halten Sie durch und laufen Sie weiter zum grünen Areal entlang des Refshalevej. Hier zeigen aberwitzigste Häuschen, dass sich die Hippies in Christiania auch auf eine schöne, fantasievolle Art ihre Freiheit nehmen konnten.

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Vor Frelsers Kirke: Wahrzeichen von Christianshavn

Vor Frelsers Kirke im Stadtteil Christianshavn, Kopenhagen © IMAGO/Panthermedia
Architektonisches Juwel mit traumhafter Aussicht: Die Vor Frelsers Kirke.

Nur für Schwindelfreie: Um auf die 90 Meter hohe Spitze des Kirchturms zu kommen, muss man über die vergoldete Außentreppe. Das Geländer ist nur hüfthoch, der Holzturm schwingt bei Wind etwas. Dafür ist die Sicht auf Christianshavn, Altstadt und Hafen grandios. Vorbild des Turms war eine Renaissancekapelle der Kirche San Ivo in Rom. Der Turm der Frelsers Kirke wurde erst gut 50 Jahre nach der Eröffnung der Barockkirche im Jahr 1696 nachträglich aufgesetzt. Zum Glück: Heute ist er das Wahrzeichen des Viertels Christianshavn

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Schloss Rosenborg: In Erinnerung an Christian IV.

Kopenhagen, Schloss Rosenborg © Javier Rincon/Unsplash
Schloss Rosenborg liegt inmitten eines traumhaft schönen Parks, Kongens Have.

Die Kopenhagener:innen geraten in der Ausstellung von Schloss Rosenborg rasch in Ekstase ob der vielen Memorabilia an Christian IV. (1577-1648). Immerhin hat keiner so viel in der Stadt gebaut wie er, auch dieses Schloss – seine Lieblingsresidenz. Vieles ist bis heute erhalten: etwa seine Toilette (mit Schacht in den Burggraben) oder seine Schreibstube. Auf Besucher:innen von außerhalb wirkt die Christian-IV.-Huldigung verstaubt. Man merkt dem Museum an, dass es 1838 eingerichtet wurde. Wenn Sie nur wenig Zeit haben: Nehmen Sie gleich den separaten Eingang zum Keller. Dort liegen die dänischen Kronjuwelen, und die lohnen den Besuch allemal.

Wer nicht so viel Zeit hat, schaut sich das Schloss von außen an. Es liegt im Kongens Have, dem traumhaft schönen königlichen Garten.

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Schloss Christiansborg

Schloss Christiansborg in Kopenhagen © iStock/fotoVoyager
Schloss Christiansborg befindet sich auf der städtischen Insel Slotsholmen.

Einträchtig teilen sich Parlament, Gericht und Königin ein Haus – eine weltweit einzigartige Symbiose im Schloss Christiansborg. Eine Führung lohnt sich allein, um einen Blick auf die 17 knallbunten Gobelins von Bjørn Nørgaard zu werfen, die Königin Margrethe II. zum 60. Geburtstag erhielt. Sie zeigen wichtige Momente der dänischen Geschichte.

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Børsen

Kopenhagen Börse, Børsen © Pixabay
Die Kopenhagener Børsen ist hübsch anzusehen, aber kann nur von außen bestaunt werden.

Ebenfalls eine hübsche Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: die Børsen. Es reicht jedoch, im Vorbeigehen einen Blick auf die älteste Börse Europas zu werfen. Hinein darf man eh nicht: Der imposante Bau aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist heute Sitz der dänischen Handelskammer.

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