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Städtereisen

Esch-sur-Alzette: Kulinarik trifft auf Kunst und Kultur

Die luxemburgische Metropole Esch-sur-Alzette lockt mit Kunst, alternativer Kultur und vortrefflicher Kulinarik. Nicht umsonst war sie im Jahr 2022 eine von drei europäischen Kulturhauptstädten.

Museen, Kunsthäuser und einzigartige Lokale: Esch-sur-Alzette im Süden Luxemburgs hat viel mehr zu bieten als die Nähe zu Frankreich. Dass die zweitgrößte Stadt des Landes mit lässigem Flair und exquisiten Angeboten punkten kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Ob es die Kulturfabrik in einem einstigen Schlachthof ist oder die Kunsthalle im ehemaligen Möbelhaus: Esch-sur-Alzette überrascht Besucher:innen und Einheimische immer wieder mit originellen architektonischen Ideen. Aber sehen Sie selbst...

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Belvals „Stadt der Wissenschaft“ in Esch-sur-Alzette

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Wie viele Stadtentwicklungsprojekte hat auch Belval, die alte industrielle Kernzone von Esch, mit Startproblemen zu kämpfen. Aber immer mehr wird das Viertel mit Leben gefüllt – und ein Spaziergang durch das Areal der „Stadt der Wissenschaft“ lohnt allemal. Der beste Beginn: die 40 Meter hohe Aussichtsplattform des Hochofens A. Einen Abstecher sollte man danach zur Ruine des Hochofens C machen, der abgebaut und in China wiedererrichtet wurde. Und Bücherwürmer werden ihr Herz anschließend an die sehr stilvolle Unibibliothek verlieren.

Abrocken in der Kulturfabrik

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Erst einen Happen in der „Brasserie K116“ verdrücken, dann bei einem Konzert abrocken und hinterher noch in der Bar einen Absacker trinken – klingt nach einem runden Abend. Und von denen gibt es viele in der „Kufa“, wo auch noch Lesungen und Ausstellungen stattfinden. Interessanter Fakt: Im 19. Jahrhundert diente das Gebäude der Kulturfabrik in Esch-sur-Alzette noch als Schlachthof.

Kunst im Möbelhaus: Das Konschthal

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Im Oktober 2021 eröffnete die Kunsthalle, auf luxemburgisch „Konschthal“, in einem ehemaligen Möbelhaus am Boulevard Prince Henri. Auf vier Etagen werden zwischen Betonplatten und Stahlträgern zeitgenössische Schauen gezeigt – ein absolutes Muss also für Liebhaber:innen der modernen Kunst.

Aus aller Welt: Einkaufen im Saladany

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Masken aus Burkina Faso, Holzpforten von der Elfenbeinküste oder farbenfrohe Sessel aus dem Senegal, gemacht aus Nylonfäden, die sonst für Fischernetze verwendet werden – Sara Bolliri und Serge Kaboré verkaufen in ihrer Boutique erlesenes Kunsthandwerk. Zu finden sind sie in der Rue de l'Alzette im Süden der Stadt.

Das Ökodorf von Esch-sur-Alzette: Benu Village

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Das Ökodorf entsteht gerade erst, aber in dem Provisorium hat schon eine Upcycling-Boutique Platz gefunden, auf deren ausgefallene Stücke es eine lebenslange Garantie gibt. Gutes zu tun zahlt sich bekanntlich auf lange Sicht immer aus. Seinem Namen alle Ehre erweisend, wird Benu Village so nachhaltig wie möglich errichtet. 

Schlemmen im Chiche!

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Die erste Filiale des von Geflüchteten betriebenen Restaurants eröffnete in der Hauptstadt Luxemburgs, die zweite in Esch. Das libanesische Essen ist hervorragend – unbedingt die Shawarma-Combo probieren! – und die Stimmung mehr als herzlich. „In Esch ist es einfach, Freunde zu finden“, sagt Kellner Othmane. Da hat er recht.

Pasta und Wein im DRUPI’S

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Die Weinbar DRUPI’S ist ein beliebter Treffpunkt in der Fußgängerzone von Esch. Es gibt ausgezeichnete italienische Jahrgänge zum Probieren und zum Verkauf – und dazu noch eine vortreffliche Pasta. Der Inhaber trifft sich nämlich regelmäßig mit italienischen Winzer:innen, um die besten Tropfen von Bella Italia zu eruieren. Wer nicht genug von den Weinen bekommt, kann sie auch online bestellen. 

 

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