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Strand

Sardiniens zehn schönste Strände

Auf Sardinien gibt es viele Strände - von bizarren Felsküsten bis zu weiten Buchten. MERIAN zeigt die zehn schönsten Strände für Ihren Sardinien-Urlaub.

Fotos Klaus Bossemeyer
1

CALA DI LUNA

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Es gab eine Zeit, da galt dieser Strand an der Ostküste als Geheimtipp. Es hieß, er sei nur übers Wasser zu erreichen. Natürlich blieb er nicht geheim. Täglich fahren Ausflugsboote zu der romantischen Bucht am Golf von Orosei. Geheimnisvolle Grotten führen fast 30 Meter tief in die Felsen des Supramonte-Massivs, draußen säumen Oleanderbüsche den Strand. Was (noch) nicht viele wissen: Die Mondbucht ist auch zu Fuß zu erreichen. Ein schmaler Wanderweg führt zweieinhalb Stunden an der Steilküste entlang. Wer die schweißtreibenden Stellen meistert, wird mit atemraubenden Blicken belohnt. Für den Rückweg kann man das Boot nehmen.

2

CAPO TESTA

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Hier hat die Natur als Bildhauer gewirkt. Wind und Wellen verwandelten den Granit an der Nordspitze Sardiniens in kolossale Skulpturen. Eine Felsnadel ragt wie eine Galionsfigur gen Himmel, harmonische Rundungen brechen jäh ab in schroffe Kanten. Unweit des weißen Leuchtturms liegt die schmale Cala Spinosa zwischen den Klippen. Manchmal kreuzen Schildkröten den Pfad zum Strand.

Am schönsten ist Capo Testa am Abend: Wenn die Sonne im Meer versinkt, bekommen die kunstvollen Granitformationen einen roséfarbenen Schimmer. Dieser Effekt ließe den Bildhauer Henry Moore vor Neid erblassen.

3

COSTA PARADISO

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Dort unten liegt das Paradies zwischen Felsen und Lagune. Nur ein schmaler Pfad mit knorrigen Ästen als Geländer führt zum Sandstrand Li Cossi. Wie gut, dass zehn Minuten Fußweg für die Massen ein unüberwindliches Hindernis sind. Die kleine Bucht liegt wie gemalt am türkisfarbenen Meer, Steineichen setzen grüne Tupfer auf ockerfarbenen Fels. Manchmal sorgen Jugendliche für Aufregung im Paradies - sie erproben ihren Mut beim Klippenspringen.

4

CALA MARIOLU

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Wer in diese abgelegene Bucht will, braucht ein Boot. Kalkfelsen ragen wie Inseln aus dem Wasser, Taucher schätzen den steinigen Meeresboden. Gleich hinter dem hellen Strand ragen bizarre Felswände senkrecht in die Höhe, das mächtige Gennargentu-Gebirge lässt keinen Platz für eine Straße. Wer die Augen schließt, kann sich ganz auf den Klang der Wellen konzentrieren, hört die Kiesel gegen das Land rollen. Die Cala Mariolu ist weniger überlaufen als die Cala di Luna. Nur für Langschläfer ist diese Bucht an der Ostküste nicht geeignet – ab dem Nachmittag befindet sie sich im Schatten.

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Das scheinen auch diese Kanuten zu wissen, die offenbar einen Stopp zum Sonnenbaden eingelegt haben. Achtung: Mariolu ist nichts für Langschläfer: Nachmittags befindet sie sich im Schatten.

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TORRE ARGENTINA

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Die Panoramastraße von Bosa nach Alghero darf man als Wunder bezeichnen: Es herrscht wenig Verkehr, die Aussicht wird nach jeder Kurve betörender, und die Küste ist unverbaut. Auf einer Strecke von 40 Kilometern gibt es nur einen Campingplatz und ein paar Strandcafés – das war’s. Wem zehn Minuten Fußmarsch nicht zu viel sind, der findet eine Bucht für sich allein. Eidechsen huschen über Felsenpfade, die Steine leuchten rot. Genug Getränke mitnehmen – der Weg zur nächsten Bar ist weit.

Glücklicherweise sind diese Fußmarsch-Minuten für viele Touristen zu lang, so dass man oft ganz allein über Felsen huschen kann.

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BAJA TRINITÀ

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Wer Sardinien umrunden will, braucht viel Zeit. Schneller kommt man auf der kleinen Nachbarinsel La Maddalena voran. Im Sommer ist der Strand mit dem rosafarbenen Sand und den kleinen Dünen sehr belebt. Doch wer sucht, findet sogar eine Bucht ohne Kiosk und den entsprechenden Andrang. Es lohnt sich: Das Wasser ist so klar, dass kein Stein auf dem Meeresboden unentdeckt bleibt, Schnorchel und Taucherbrille sollte man dabeihaben.

Eine Fähre verbindet die zwei Inseln, Abfahrt ist in dem Ort Palau.

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MASUA

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Es soll Paare geben, die sich nicht einigen können über ihr Urlaubsziel: Sie will ans Meer, er in die Berge. In Masua, im selten besuchten Südwesten der Insel, kommen beide zu ihrem Recht. Gleich hinter dem Strand erhebt sich der Monte Guardianu, in den Klippen über dem Ufer gibt es sogar einen Klettergarten. Die Felsen leuchten so bunt, dass man die Farben für künstlich halten könnte.

Ein Monolith ragt gut 100 Meter hoch aus der Bucht, er heißt Pan di Zucchero. Wenn die Strandurlauberin ein Fernglas mitnimmt, kann sie aus dem Liegestuhl beobachten, welche Figur ihr Held an der Steilwand macht.

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COSTA VERDE

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So einsam kann Sardinien sein: Südlich von Portu Maga wird die schmale Küstenstraße zur Schotterpiste. Sie durchquert zwei Furten, dann halten 50 Meter hohe Dünen die Welt auf Abstand. Üppiges Grün wächst aus feinem Sand, der Wind weht stramm von Westen – diese Küste wirkt, als habe sich die Nordseeinsel Amrum zu einem Urlaub im Mittelmeer entschlossen. Nahe am Strand, auf zugewehten Gleisen, stehen verrostete Loren – das Hinterland war früher Bergbaugebiet. Seit die Förderanlagen stillstehen, seit Ruinen Goldgräberromantik verbreiten, liegt das kostbarste Gut unserer Zeit offen zutage: die Ruhe, die man an der grünen Küste findet.

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CAPRICCIOLI

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Hier tauchte James Bond auf. In "Der Spion, der mich liebte" erhob sich das weiße Dach seines Lotus Esprit aus dem klaren Wasser, und 007 rauschte über den grobkörnigen Sand davon. Pinien, Felsen und Wacholder trennen mehrere kleine Buchten der Halbinsel Capriccioli voneinander, nahe des Parkplatzes liegt eine unprätentiöse Bar –perfekt für den entspannten Drink am Abend.
Auch dasLuxushotel "Cala di Volpe" ist ganz nahe. Doch die Badegäste von Capriccioli kennen den Jetset nur vom Hörensagen– sie kommen ohne Jacht und Sportwagen.

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SPIAGGIA DELLA PELOSA

strand-spiaggia-della-pelosa © Klaus Bossemeyer

Ein Strand mit Sand vom Feinsten. Wo die Halbinsel Stintino weit ins Meer ragt, strahlt er in blendend hellem Weiß – kein Wunder, dass Heerscharen von Badegästen eine Handvoll als Souvenir mitnahmen. Das ist jetzt verboten. Die Spiaggia della Pelosa, bis zum Capo del Falcone über 300 Meter lang, läuft flach ins Meer aus und ist auch deshalb bei Familien mit kleinen Kindern beliebt. Also ein vergleichsweise belebter Badeort – so viel Schönheit muss man eben mit anderen teilen.
Von Porto Torres 25 Kilometer nach Nordwesten; das Parken an der Uferstraße hinter Stintino ist kostenpflichtig.

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