Die 9 schönsten Gärten und Parks in Deutschland

Prächtige Schlösser und Orangerien treffen auf Rosen, Dahlien und Azaleen in allen erdenklichen Farben: Das sind die neun schönsten Gärten und Parks in ganz Deutschland.
Text Milena Härich
Datum28.02.2026

Ob Potsdam, Hannover oder Frankfurt am Main: In all diesen Städten blühen Rabatten, Blumenfelder und perfekt angelegte Rasen in weitläufigen Gärten und Parks. Viele dieser Anlagen blicken auf eine jahrhundertelange Historie zurück und fanden über die Epochen hinweg immer wieder zu neuem Glanz. 

Neben besonderen Gewächsen, schmucken Orangerien und herrlich verschlungenen Wegenetzen glänzen Deutschlands grüne Oasen mit prächtigen Bauten und internationalen Auszeichnungen.

Wir stellen einige der schönsten Parks und Gärten in Deutschland vor und verraten, was sie besonders macht.

1

Park Sanssouci, Brandenburg

Hier zu sehen: das Neue Palais im Park Sanssouci.

Seit mehr als zweihundert Jahren empfängt der Potsdamer Park Sanssouci Besucher. Ab 1744 im Auftrag von Friedrich dem Großen angelegt, wuchs die weitläufige Anlage – sie umfasst rund 290 Hektar – schnell zu einem der beliebtesten Ausflugsorte für Berlin und Brandenburg. Gleich vier prächtige Bauwerke sind Teil des Parks. Am bekanntesten: das namensgebende Schloss Sanssouci, welches zwischen 1745 und 1747 ebenfalls im Auftrag von Friedrich dem Großen als Sommerresidenz erbaut wurde. Sehenswert sind die in Terrassen angelegten Weinberge in unmittelbarer Nähe. 

Kurz danach, im Jahr 1769, kam das Neue Palais hinzu, ein Barockschloss an der Westseite des Parks. Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt der Charlottenhof, der später von Karl Friedrich Schinkel erneuert wurde. Im 19. Jahrhundert vollendete schließlich der Bau des Orangerieschlosses das beeindruckende Ensemble. Bis voraussichtlich 2029 bleibt letzterer jedoch wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. 

Eine Besonderheit des Parks ist auch seine mediterrane Gestaltung. Neben den Weinreben wachsen hier Feigenbäume, Orangenbäume und weitere Zitruspflanzen. Seit 1990 gehört Park Sanssouci zum Unesco-Welterbe „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin”. 

→ Hier finden Sie weitere märchenhafte Schlösser in Deutschland 

2

Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, Sachsen

Immer wieder schlängeln sich Ausläufer und Arme der Neiße durch den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau.

Dieser Park – ein bedeutendes Werk des großen Landschaftsarchitekten Fürst Hermann von Pückler-Muskau – zieht sich bis nach Polen. Der deutsche Teil der Gartenanlage misst rund 500 Hektar und befindet sich im sächsischen Bad Muskau.1815 begann der Fürst damit, den Garten anzulegen, später führte sein Schüler Eduard Petzold die Arbeiten daran weiter. Ein Highlight: das Neue Schloss Muskau aus dem 19. Jahrhundert. Der rote Prachtbau im Neorenaissance-Stil ist umgeben von einem Schlossteich und mit weißen Stuckarbeiten verziert. Von Anfang April bis Ende Oktober können Besucher die Dauerausstellung im Inneren besuchen. 

Rundherum erstreckt sich der Englische Schlossgarten, durchzogen von der lauschigen Hermannsneiße. Unter anderem sind eine Orangerie, Pavillons, Gewächshäuser und zahlreiche Brücken Teil der Anlage. Deutschland sowie Polen sind gemeinsam an der Pflege und Erhaltung des grenzübergreifenden Fürst-Pückler-Parks beteiligt. Im Jahr 2004 wurde die Anlage als Unesco-Welterbe klassifiziert. 

muskauer-park.de

3

Bonsaigarten Ferch, Brandenburg

Neben japanischen Bonsaibäumen blühen hier auch Azaleen.

Eine noch recht junge Parkanlage ist der Bonsaigarten Ferch unweit von Potsdam und direkt am brandenburgischen Schwielowsee. Seit 1991 finden Besucher auf gut 3.000 Quadratmetern sorgsam kultivierte Pflanzen der japanischen Gartenkultur: darunter alte Bonsais, leuchtende Ahornbäume, Kiefern und Azaleen. Auch gestalterische Elemente wie Brücken, Steinarbeiten und Laternen erinnern an das beliebte Reiseland Japan. Während der Saison von April bis Mitte Oktober serviert ein Teehaus passende Spezialitäten, die ebenfalls im Shop verkäuflich sind.

Regelmäßig finden im Garten Sonderausstellungen zur Bonsai-Kunst sowie Workshops und Seminare statt. Teilnehmende können sich unter anderem über die richtige Pflege der empfindlichen Bonsaibäume informieren.

bonsai-haus.de

4

Palmengarten Frankfurt, Hessen

Der Palmengarten in Frankfurt am Main bildet ein wunderschönes Ensemble aus Architektur und Natur.

Deutlich größer und bekannter ist der historische Palmengarten in Frankfurt am Main. Besonders sehenswert: die Südseite des Parks mit dem gläsernen Palmenhaus mit seinen tropischen Pflanzen. Dieses wurde – ebenso wie die übrige Anlage – in den 1860er Jahren erbaut. Als maßgebliche Inspiration für das beeindruckende Konstrukt aus Glas und Stahl diente der nur wenige Jahre zuvor erbaute Crystal Palace in London. 

Auch darüber hinaus hält der rund 22 Hektar große Garten einige weitere Sehenswürdigkeiten bereit, zum Beispiel das Tropicarium, das gleich mehrere Klimazonen wie den feuchten Regenwald oder Monsunwald abbildet. Im Subantarktis-Haus hingegen kommen Pflanzen unter, die kühle Bedingungen und nährstoffarme Böden zum Wachsen und Gedeihen benötigen. 

Wer lieber an der frischen Luft unterwegs ist, kann durch den Rosengarten, Heidegarten oder den mediterranen Garten schlendern. Das atmosphärische Caféhaus Siesmayer, benannt nach dem Gründer des Palmengartens, lädt bei Panoramasicht zu Kaffee, Kuchen oder Frühstück.

palmengarten.de

5

Rosengarten Bad Langensalza, Thüringen

Der Rosengarten-Pavillon ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in diesem Garten.

Duftende Rosen, so weit das Auge reicht: Seinen Namen hat sich der Rosengarten Bad Langensalza redlich verdient. Zwar bildet die Anlage einen Teil des örtlichen Kurgartens, ihre Pracht ist jedoch so besonders, dass sie einzeln Erwähnung finden muss. 

Neben dem Rosengarten-Pavillon, der regelmäßig zur außergewöhnlichen Bühne für Lesungen und kleinere Konzerte wird, finden sich hier diverse Torbögen, Pergolen, Brücken und Teiche. Untermalt wird alles von den zarten Hauptdarstellerinnen: Ungefähr 450 verschiedene Rosenarten wurden seit der Eröffnung des Parks im Jahr 1999 hier angesiedelt – von Kletterrosen über Strauchrosen bis hin zu Edelrosen. Das Zentrum des Parks: das Rosarium, in dem es besonders seltene und kostbare Sorten zu sehen gibt. 

badlangensalza.de

6

Herrenhäuser Gärten, Niedersachsen

Nicht nur der Große Garten, auch der Berggarten verzaubert Besucher:innen. Hier zu sehen: das Mausoleum.

Nicht ohne Grund zählen die Herrenhäuser Gärten zu den beliebtesten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Hannovers. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden Schloss und Parklandschaft, die den Welfen als Residenz dienten. Unterteilt ist die Anlage in mehrere Themenbereiche, darunter Elemente aus dem Barock und der Englischen Landschaftsarchitektur. Neben dem Großen Garten können Besucher durch den Berggarten, den Welfen- und den Georgengarten schlendern. 

Das Zentrum des Ensembles bildet das Schloss Herrenhaus im Großen Garten. Ursprünglich ein Barockschloss und später um klassizistische Elemente ergänzt, wurde es im Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Erst zwischen 2011 und 2013 ließ die Stadt es wieder aufbauen. Heute finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt, auch ein Museum befindet sich in den großzügigen Räumlichkeiten. In unmittelbarer Nähe liegen die Orangerie, das Gartentheater, Rosenrabatten und die außergewöhnliche Spiegelgrotte der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle.

herrenhaeuser-gaerten.hannover.de

7

Schlossgarten Schwetzingen, Baden-Württemberg

Highlight im Schlossgarten Schwetzingen: die von Nicolas de Pigage gestaltete Moschee.

Das perfekte Zusammenspiel aus französischem Barock und Englischem Landschaftsgarten findet sich im Schlossgarten Schwetzingen. Der namensgebende Prachtbau wurde im späten 17. Jahrhundert als Sommerresidenz der Pfalzgrafen erbaut. Rund 100 Jahre später kamen die üppigen Gartenanlagen hinzu, heute messen sie ganze 72 Hektar. 

Neben dem Schloss fällt vor allem eine Sehenswürdigkeit ins Auge: Am südlichen Ende des Gartens ragen die Türme und Kuppel einer Moschee gen Himmel. Nicolas de Pigage ließ dieses Gotteshaus im späten 18. Jahrhundert errichten. Mit ihren Rundbogenarkaden und Minaretten bietet die Garten-Moschee einen bemerkenswerten Kontrast zum Rest des Gartens, der mit Elementen wie dem Arionbrunnen und dem Apollotempel eher von römisch-christlichen Ideen und von mythologischen Figuren inspiriert wurde. 

schloss-schwetzingen.de

8

Dornburger Schlossgärten, Thüringen

Das Rokokoschloss ist das auffälligste unter den Dornburger Schlössern in Thüringen.

Auf einem Plateau aus Muschelkalk thronen die Dornburger Schlösser mit ihren Gärten unweit von Jena über der Saale. Drei Prachtbauten dominieren die Parkanlage: Das Alte Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist das schlichteste aus dem Ensemble. Das Rokokoschloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut und glänzt mit traumhaft schönen Stuckarbeiten sowie einer Fassade aus Sonnengelb, Pastellrosa und Grau. 

Das Renaissanceschloss stammt in seinen Ursprüngen aus dem 16. Jahrhundert, sein heutiges Aussehen erhielt es aber erst Jahrhunderte später: Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach erstand den Bau im Jahr 1824 und gestaltete ihn zu einem Prachtexemplar der Renaissance um. Er war es dann auch, der die drei Schlösser zu einem Ensemble vereinte und Terrassen und Wege anlegen ließ, um sie miteinander zu verbinden. 

Von eben diesen Terrassengärten aus ergibt sich ein beeindruckendes Panorama über das Saaletal, der Rokokogarten überzeugt vor allem durch die geometrische und symmetrische Gestaltung und die barocken Skulpturen. Auch der Englische Landschaftspark und der Rosengarten sind überaus sehenswert. Die besondere Atmosphäre der Gärten wusste übrigens schon Johann Wolfgang von Goethe zu schätzen und ließ sich hier gleich mehrfach inspirieren. Im Rokokoschloss befindet sich heute eine Gedenkstätte zu seinen Ehren.

thueringerschloesser.de

9

Gärten der Blumeninsel Mainau, Baden-Württemberg

Hier zu sehen: der wunderschöne Rosengarten auf der Blumeninsel Mainau.

Malerisch im Bodensee gelegen, trägt die Insel Mainau ihren Beinamen „Blumeninsel” völlig zurecht: Gleich mehrere Themengärten blühen hier in den schönsten Farben, jeder in seiner Saison. Neben Rosen und Dahlien gibt es viele südliche Pflanzen wie Palmen, Zitrusfrüchte, Orchideen, Tulpen, Rhododendren und Azaleen. Auch ein Arboretum mit mehr als 250 verschiedenen Baumarten gehört zum Ensemble, ebenso wie das Schmetterlingshaus.

Über all der Blütenpracht thront das Schloss Mainau – im 18. Jahrhundert von Architekt Johann Caspar Bagnato gestaltet. Nicht weniger sehenswert ist das benachbarte Palmenhaus mit seiner gewölbten Glasdecke und die Mediterran-Terrassen, die neben zarten Lavendeldüften ein eindrucksvolles Panorama über den tiefblauen Bodensee bieten.

mainau.de