UNESCO Naumburger Dom
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6 mal Weltkulturerbe in Sachsen-Anhalt

Die Dichte an UNESCO-Weltkulturerbestätten in Sachsen-Anhalt ist einmalig. Vom Bauhaus in Dessau bis zum mittelalterlichen Ambiente in Quedlinburg – von hier gingen Ideen um den Globus, die die Welt veränderten. Für Besucher ideal: Diese sechs kulturellen Highlights sind auf kurzen Wegen zu bewundern.

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Bauhaus Dessau – eine Schule erobert die Welt

UNESCO Bauhaus
Eine Schule ging um die Welt. Nur sieben Jahre wirkte das Bauhaus in Dessau, und doch hatte es hier seine erfolgreiche Zeit. Walter Gropius verewigte sich u.a. mit dem Bauhausgebäude in Dessau.

Klare und symmetrische Formen, ungewohnte Materialien: Das sind die markanten Erkennungsmerkmale der berühmten Bauhaus-Architektur. Von Sachsen-Anhalt aus eroberte sie Anfang des 20. Jahrhunderts die Welt.

Das Bauhaus in Dessau war eine Hochschule für Gestaltung zwischen 1925 bis 1932 und bekannt für seine große Experimentierfreude. Warum alles in Architektur, Kunst und Design genauso handhaben, wie es Generationen vorher gemacht haben? Nein, radikale Neuerungen waren jetzt Trumpf. In der Stadt Dessau schuf diese Schule mit den Bauhausbauten prominente Vorzeige-Objekte. Das Bauhausgebäude und die Meisterhäuser gelten als Schlüsselwerke der Moderne und die Siedlung Dessau-Törten mit den Laubengangshäusern als beispielhaft für den sozialen Wohnungsbau des 20. Jahrhunderts. Das 2019 eröffnete Bauhaus Museum Dessau zeigt, wie das Bauhaus als Hochschule gearbeitet und gewirkt hat, wie die Ideen entstanden sind, die bis heute in unsere Alltagskultur hineinwirken. 

Die größten Exponate finden Sie aber außerhalb des Bauhaus-Museums Dessau – vom Ausflugslokal Kornhaus im Norden der Stadt bis zur Siedlung Törten im Süden. Zwölf der Bauhausbauten sind öffentlich zugänglich, darunter auch das Bauhausgebäude, die Meisterhäuser, das historische Arbeitsamt des Bauhaus-Gründers Walter Gropius sowie das Konsumgebäude.

Im 1926 eröffneten Bauhausgebäude können Sie während einer einstündigen Führung auch historische Räume besichtigen, die sonst nicht zugänglich sind – etwa das ehemalige Direktorenzimmer oder einen Studentenwohnraum. Außerdem locken diverse Erlebnistouren und die Offene Werkstatt, in der Jung und Alt selber nach Lust und Laune basteln, bauen, entwerfen und programmieren dürfen.

bauhaus-dessau.de

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Gartenreich Dessau-Wörlitz – ein Blick ins Paradies

UNESCO Gartenreich Insel Stein
Miniaturen aus Neapel auf der Insel Stein: der Vesuv von Wörlitz neben der Villa Hamilton.

Europas einziger künstlicher Vulkan ist einer der Hotspots des bezaubernden Wörlitzer Gartenreichs! Der Vesuv von Wörlitz speit von Zeit zu Zeit sein Feuer auf der künstlich angelegten Felseninsel Stein. Bei einem Spaziergang über die Insel finden Sie noch mehr Sehnsuchtsorte aus dem antiken Neapel: die komplett restaurierte Villa Hamilton, ein antikisiertes Theater und geheimnisvolle Felsgrotten.

1765 begann die Gestaltung für den ersten Englischen Landschaftsgarten auf dem europäischen Festland. 1773 kam das Schloss Wörlitz als Landhaus im frühklassizistischen Stil dazu. Wie auf einer Zeitreise können Sie in den sieben Gärten und Parks, die das Gartenreich ausmachen, Kultur und Geschichte der Aufklärung nachspüren, aber auch Bauwerke unterschiedlicher Stilepochen bewundern. Dafür stehen etwa der barocke Schlosspark Oranienbaum oder auch das Rokoko-Ensemble Mosigkau. Kunst, Kultur und Natur verschmelzen auf den großzügigen 142 Quadratkilometern des Gartenreichs zu einem harmonischen Bild, auf dem das Schöne mit dem Nützlichen einzigartig verbunden ist.

Am besten erkundet man den Wörlitzer Park mit einer Gondelfahrt. Besonders stimmungsvoll ist das in der Abenddämmerung. Je nach Jahreszeit bietet das Gartenreich diverse Sonderveranstaltungen. Dazu gehören der Gartenreichsommer mit See- und Schlosskonzerten, die Wörlitzer Filmtage, abendliche Gondelfahrten mit italienischem Buffet an Bord sowie ein stimmungsvoller Adventsmarkt am 1. Adventssonntag.

gartenreich.de

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Himmelsscheibe von Nebra – Griff nach den Sternen

 UNESCO Himmelsscheibe Landesmuseum
Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung in einer Dauerausstellung zu bewundern.

Sie ist ein einzigartiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte: Die 3600 Jahre alte Bronzescheibe mit ihrer goldenen Sternen-Symbolik ist die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung. Kein Wunder, dass sie seit 2013 Teil des Weltdokumentenerbes ist!

Wie ein Krimi liest sich die Geschichte ihres Fundes: Auf dem 252 Meter hohen Mittelberg im Saalekreis gruben 1999 zwei Sondengänger illegal die Scheibe aus dem Boden und verkauften sie an Hehler. Nach mehreren Umwegen stellte die Polizei das kostbare Fundstück drei Jahre später in einem Baseler Hotel sicher. Seit 2008 hat die Scheibe im Rahmen einer Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte eine neue Heimat in Halle gefunden.

Sie hat einen Durchmesser von 32 Zentimetern und zeigt als größtes Element eine kreisrunde goldene Sonne, eine Mondsichel sowie 32 Sterne, alles ebenfalls aus Gold. Eine andere Theorie besagt allerdings, dass es sich statt der Sonne um eine Darstellung des Vollmondes handeln könne. Noch bis zum 9. Januar 2022 zeigt das Landesmuseum die Landesausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte“. 

Auch ganz in der Nähe des eigentlichen Fundortes können Sie Spuren der Himmelsscheibe entdecken. Im Besucherzentrum Arche Nebra zeigt das dortige Planetarium eine gut 20-minütige Show, die Geschichte und Geheimnisse der Himmelsscheibe lebendig macht und entschlüsselt. Wer sich sputet, kann bis zum 30. September 2021 die Sonderschau „Sternensucher – Von der Himmelsscheibe bis zur Rosetta-Mission“ besuchen.

himmelsscheibe.de
landesmuseum-vorgeschichte.de

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Luthergedenkstätten – auf den Spuren des Reformators

 UNESCO Luthergedenkstätten Geburtshaus
Luthers Geburtshaus: In Eisleben erblickte der große Reformator das Licht der Welt. Die Luthergedenkstätten verteilen sich auf mehrere Städte.

Sie wollen auf den Spuren des Mannes wandeln, dessen Schriften die Welt und Religionsgeschichte veränderten? Wo hat er gelebt? Wo ist er geboren? Wo liegt er begraben? In Wittenberg, in Eisleben und natürlich auch in seiner Geburtsstadt Mansfeld lässt sich das Leben und Wirken des großen Reformators Martin Luther an diversen Stätten nachvollziehen.

So war das Lutherhaus in Wittenberg über 35 Jahre Wohnhaus der Familie und auch der hauptsächliche Wirkungsort seiner einflussreichen Arbeit. Hier verfasste Luther seine weltberühmten 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels der katholischen Kirche – zentraler Erinnerungsort in besagtem Haus ist heute die Lutherstube.

An das Hauptportal der Wittenberger Schlosskirche schlug Luther der Geschichtsschreibung nach am 31. Oktober 1517 seine Thesen. Damit schuf er seinerzeit Öffentlichkeit, Aufruhr inklusive. Das Datum bedeutete den Startschuss für die lutherische Reformation. In der Kirche befinden sich heute noch Luthers Grab und das seines Mitstreiters Philipp Melanchthon. Auch das Melanchthonhaus in Wittenberg lohnt übrigens einen Besuch, es ist eines der schönsten Bürgerhäuser der Stadt. Hier können Sie den Alltag und auch die damalige Lebenswelt der beiden engen Weggefährten nachempfinden.

Luthers Geburtsstätte wiederum steht in der Lutherstadt Eisleben. Hier kam er am 10. November 1483 auf die Welt. 250 Ausstellungsstücke erzählen von seiner Herkunft und seinem Leben in der komplexen Phase des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Renaissance. Luthers Elternhaus befindet sich in Mansfeld. Dort erwarben seine Eltern bereits wenige Monate nach seiner Geburt ein Domizil. In Mansfeld verbrachte der junge Luther Kindheit, Jugend und Schulzeit. Ort und Region haben ihn geprägt, er blieb ihnen eng verbunden. Es wundert nicht, dass er sich auf einer Reise ins geliebte Mansfelder Land befand, als er am 18. Februar 1546 in Eisleben verstarb. Sowohl Geburts-, Sterbe- als auch Elternhaus können Sie besichtigen.

martinluther.de

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Naumburger Dom – große Architektur und die „schönste Frau des Mittelalters”

 UNESCO Naumburger Dom Stifterfigur Uta
Uta machte den Naumburger Dom und seine Stifterfiguren weltberühmt. Umberto Eco adelte sie als „schönste Frau des Mittelalters”.

In der hügeligen Landschaft inmitten von Saale und Unstrut erhebt sich der Naumburger Dom mit seinen vier charakteristischen Türmen. Er gilt als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des europäischen Hochmittelalters. Die Architektur, die Romanik und Gotik vereint, ist etwas ganz Besonderes. Das Zusammenspiel von Bildhauerkunst und Glasmalerei im Westchor, ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft. Die einzigartigen zwölf Stifterfiguren wurden um rund 1240 aus Stein gehauen. Das Faszinierende dabei: Sie wirken lebendig und voller Emotionen. Mal melancholisch, mal stolz, mutig, geistreich oder sensibel. 

Die bekannteste Stifterfigur ist die Uta von Naumburg. Walt Disney diente sie als Vorbild für seine böse Königin im Filmmärchen „Schneewittchen”. Der Gelehrte und Romancier Umberto Eco bezeichnete sie gar als die „schönste Frau des Mittelalters” und verhalf den Naumburger Stifterfiguren zu Weltruhm. Aber nicht nur die Stifterfiguren lohnen eine Würdigung. Weltweit einzigartig sind auch die beiden erhaltenen hochmittelalterlichen Lettner, die Chorräume vom Kirchenschiff trennen. Das 285 Quadratmeter große Domschatzgewölbe beherbergt faszinierende Kostbarkeiten des Doms sowie mehrere moderne Kunstwerke namhafter Künstler. Über 30 Exponate des Mittelalters und der Renaissance werden hier gebührend in Szene gesetzt, darunter auch zwei von Lucas Cranach d.Ä. geschaffene Altarflügel. 

Den Naumburger Dom können Sie auf vielfältige Weise erleben: ob bei einer öffentlichen Führung mit einem Audioguide, bei einer Wissensrallye für Kinder oder bei einer Turmführung mit einer fantastischen Aussicht auf die Saale-Unstrut-Region. Das Gartenensemble mit seinen malerischen Teichen sowie den Gärten der ehemaligen Domherrenhäuser lädt zum Entspannen und Verweilen ein. Mal selbst als mittelalterlicher Handwerker tätig werden? In der KinderDomBauhütte können Klein und Groß als Steinmetz, Glaskünstler oder Baumeister kreativ werden und eigene Werkstücke fertigen.

naumburger-dom.de

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Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg – Geschichte in allen Gassen

 UNESCO Quedlinburg Nikolaikirche
Überaus pittoresk: das mittelalterliche Städtchen Quedlinburg. Über 2000 Fachwerkhäuser sind noch erhalten. Im Bild die Nikolaikirche in der historischen Neustadt.

Zurück in die Geschichte: Am besten lässt sich die UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg zu Fuß erfahren. Denn sie ist ein lebendiges Flächendenkmal, das an jeder Ecke Zeugnis seiner historischen Bedeutung ablegt. Vielleicht schließen Sie sich gleich einer der täglichen Stadtführungen an und lauschen den Anekdoten aus der über tausendjährigen Geschichte, während Sie über Kopfsteinpflaster durch die verwinkelten Gassen ziehen und sich ins Mittelalter zurückversetzen lassen? Bis heute ist die Bebauung nahezu authentisch erhalten, ebenso die rund 2000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. 

In Quedlinburg wurde Geschichte geschrieben – das spürt man bei jedem Schritt. Der Sachsenherzog Heinrich soll hier erfahren haben, dass er neuer König werden soll. Mit dieser Königswahl wurde die Grundlage für das Deutschland, das wir im Mittelalter kennen, gelegt. Vor über 1100 Jahren galt Quedlinburg als Metropole des ottonischen Reiches. Vom Glanz des Herrscherhauses zeugt heute noch der Domschatz. Seine Kostbarkeiten befinden sich in der Stiftskirche St. Servati. Im Schloss auf dem Stiftsberg residierten die mächtigen Äbtissinnen. Zurzeit werden Schloss und Stiftsgebäude aufwändig renoviert. 2023 wird das neue Museum zur Geschichte des Damenstiftes eröffnet.

Einen Abstecher wert sind auch die Ortsteile Bad Suderode und Gernrode. Seit dem frühen 19. Jahrhundert werden dort Gesundheit und Wohlbefinden groß geschrieben. Das dokumentieren die Bäderarchitektur aus dem 19. Jahrhundert und das Calciumsole Heilbad sowie der Behringer Brunnen, der als eine der stärksten Calciumquellen Europas Linderung bei Osteoporose verheißt. In Gernrode steht die wohl älteste Elementarschule Deutschlands, 1533 errichtet und liebevoll saniert, und mit der Stiftskirche St. Cyrakus befindet sich dort eines der bedeutendsten Beispiele der ottonischen Architektur. Wer sich noch mehr für die Baukunst interessiert, dem sei das einzige Fachwerkmuseum Deutschlands in seinem Hochständerbau empfohlen. 

Besonderer Tipp: Mit dem Nachtwächter im historischen Gewand auf seinem Rundgang durch Quedlinburg ziehen. 

quedlinburg.de

Der Video-Code:

Weitere Informationen: www.welterbe-sachsen-anhalt.de

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