Sehenswürdigkeiten in Magdeburg: 10 Highlights an der Elbe

Bei einem Besuch in Magdeburg führt kein Weg an Dom und Elbufer vorbei. Doch die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt hat noch einiges mehr zu bieten. Ein Überblick der schönsten Sehenswürdigkeiten.
Datum05.01.2026

Eines der schönsten Motive Magdeburgs ist der abendliche Blick vom Elbufer hinauf zum Dom im Zentrum der Altstadt. Lichter spiegeln sich im Flusswasser, und die Domspitzen ragen in den Himmel. Neben historischen Bauwerken gibt es farbenfrohe Sehenswürdigkeiten wie das Hundertwasserhaus und weitläufige Natur zu erkunden. 

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Magdeburg haben wir hier zusammengestellt.

Grüne Zitadelle Magdeburg: Das Hundertwasserhaus

Hundertwassers letztes Projekt: die Grüne Zitadelle in Magdeburg.

Mit einem fantasievollen Gebäude hat sich Friedensreich Hundertwasser in der Altstadt von Magdeburg verewigt. Doch woher hat die rosafarbene Grüne Zitadelle ihren Namen? Dieser erschließt sich erst aus der Vogelperspektive, denn das Dach des Hauses ist mit Gras und Bäumen bestückt. Das kunstvolle Bauwerk beheimatet unter anderem ein Café, eine Boutique und ein Restaurant. 

Auch ein Theater, Wohnungen und Praxen sind hier untergebracht. Sehenswert sind die zwei Innenhöfe mit Springbrunnen sowie die öffentliche Toilette im unverkennbaren Hundertwasser-Stil. Das Besondere: In der Zitadelle gilt das von Friedensreich Hundertwasser ins Leben gerufene „Fensterrecht“. Demnach dürfen die Bewohner des Hauses die Fassade rund um ihre Fenster ganz nach eigenen Vorstellungen gestalten – so weit Arm und Pinsel reichen. Bisher hat diese Möglichkeit allerdings nur ein Mieter in Anspruch genommen und ein Mosaik verputzt.

Übrigens: Die Grüne Zitadelle ist das letzte Gebäude, das Friedensreich Hundertwasser vor seinem Tod im Jahr 2000 entworfen hat. 2005 wurde sie feierlich eingeweiht. Es werden regelmäßig Führungen durch die Grüne Zitadelle angeboten, inklusive Turmbesteigung mit großartigem Magdeburg-Panorama. Die Kosten für eine Führung liegen zwischen 10 und 15 Euro.

gruene-zitadelle.de

Hasselbachplatz Magdeburg: Das Zentrum der Stadt

Er war lange das pulsierende Zentrum Magdeburgs, ist aber vom Restaurantsterben bedroht: der Hasselbachplatz mit Umgebung.

Am „Hassel“, wie der zentrale Platz Magdeburgs auch genannt wird, herrscht geschäftiges Treiben. Zahlreiche Cafés, Restaurants und Kneipen sind Tag und Nacht beliebte Treffpunkte. Vom Kreisverkehr führen fünf Straßen sternförmig in den Kiez. Die gut erhaltenen Gründerzeithäuser sind teils bis zu den Giebeln aufwendig verziert. Die Außengastronomie lockt in den warmen Monaten viele Gäste auf die Straßen. 

Aber: Nicht erst seit der Corona-Pandemie hat das gastronomische Zentrum der Stadt mit einem Restaurantsterben zu kämpfen. Von 2020 bis 2025 gab es daher eine von der Stadt beauftragte „Hasselbachmanagerin“, die sich um die Belange der Anwohner, ansässigen Gewerbetreibenden und Besucher kümmerte. Wie es mit der Gastronomie und der allgemeinen Lage rund um den Hasselbachplatz weitergeht, ist derzeit unklar.

Dom zu Magdeburg: Verborgene Geheimnisse

Der Dom zu Magdeburg ist das Wahrzeichen der Stadt.

Seit 800 Jahren steht die älteste gotische Kathedrale des Landes in Magdeburg. Sie ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt und eine beliebte Sehenswürdigkeit in Sachsen-Anhalt. Fast drei Jahrhunderte dauerten die Arbeiten an dem beeindruckenden Sakralbau, der von Otto dem Großen in Auftrag gegeben wurde. Der römisch-deutsche Kaiser fand hier seine letzte Ruhestätte; ein Skelett und Kleidung wurden bei einer Öffnung des Grabes im Jahr 1844 gefunden. Trotz teils heftiger Beschädigungen während des Dreißigjährigen Krieges und des Zweiten Weltkrieges erbauten die Magdeburger ihren Dom mehrmals neu. 

Das Bauwerk hält einige Geheimnisse bereit: Hinter dem marmornen Altar findet sich ein Gitter, unter dem eine Steintreppe in eine Art Schatzkammer führt. Was genau in den steinernen Nischen aufbewahrt wurde, ist nicht bekannt. Eine besondere Geschichte hat auch das Taufbecken, das in Ägypten aus Porphyr gefertigt wurde und ursprünglich als umgedrehter Sockel eines Springbrunnens diente. Über das Mittelmeer gelangte das Stück nach Rom und später nach Magdeburg. Insidertipp: Im hinteren Teil des Doms befindet sich eine kleine Tür, hinter der ein atriumartiger Garten mit Säulengang auf Neugierige wartet. 

Übrigens: Es werden regelmäßig öffentliche Domführungen und spezielle Rundgänge, etwa auf den Domturm, angeboten.

magdeburgerdom.de

Magdeburg: Der Elbauenpark und seine Sehenswürdigkeiten

Der Elbauenpark ist das beliebteste Zentrum für Naherholung in Magdeburg.

Nicht nur bei blauem Himmel lohnt ein Ausflug in den Elbauenpark nordöstlich der Altstadt. Beeindruckend ist der 60 Meter hohe Jahrtausendturm als größtes Holzbauwerk seiner Art. Trotz seines irdischen Baustoffes wirkt er von Weitem betrachtet wie ein extraterrestrisches Flugobjekt. In seinem Inneren befindet sich eine interaktive, naturwissenschaftliche Ausstellung, allerdings wird derzeit eine Winterpause eingelegt. 

Weitere Sehenswürdigkeiten im Elbauenpark sind das Schmetterlingshaus sowie ein Wild- und Streichelgehege. Für aktive Besucher gibt es mit einer Sommerrodelbahn, Rutschen und einem Kletterpark viele Möglichkeiten, sich auszutoben. Dank Picknickplätzen und Grillstationen lassen sich hier bestens ganze Tage verbringen.

Lumagica Magdeburg im Elbauenpark

Die Lumagica in Magdeburg ist ein alljährliches Lichterfestival, das den Elbauenpark im Winter in eine funkelnde, atmosphärische Märchenwelt verwandelt und Besucher auf eine spektakuläre Reise schickt. Ein besonderes Highlight ist in der Regel die kreative Illumination des Jahrtausendturms, die den Rundgang zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. 

elbauenpark.de

werk 4: Blühendes Brachland in der Stadt

Das Gelände des ehemaligen Sauerstoff- und Acrylwerks im Magdeburger Stadtteil Buckau fasziniert mit Industriecharme und spannenden Projekten. Zwischen bröckelnden Schornsteinen und verlassenen Hallen hat ein kreatives Kollektiv der Anlage neues Leben eingehaucht. 

Im werk4 treffen verschiedene Gruppen aus dem Kunst-, Sport-, Handwerks-, und Kulturbereich aufeinander, die sich zusammenschließen und gegenseitig fördern. Skaten, Lesungen, Ausstellungen, Theater, Kino und Fotografie stehen auf dem Programm, auch größere Events finden hier statt. Neben einem Sommerbiergarten gibt es ein liebevolles Gartenkonzept zu entdecken. Es werden Führungen über das Gelände angeboten, alternativ kann man auch einfach an die Türen klopfen.

Kloster Unser Lieben Frauen: Neue Kunst in alten Mauern

Das Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen vereint auf einzigartige Weise Alt und Neu.

Die romanische Klosteranlage in der Altstadt von Magdeburg, die aus dem 11. Jahrhundert stammt, beherbergt heute das städtische Kunstmuseum. In der historischen Kulisse werden größtenteils zeitgenössische Werke ausgestellt – eine interessante Mischung aus Alt und Neu. Im Fokus stehen Skulpturen, Medien und Fotografie. Ein Skulpturenpark führt im Außenbereich rund um das Kloster. Die wechselnden Sonderausstellungen setzen meist thematische Schwerpunkte der modernen Kunstgeschichte. Ein Multimedia-Guide und eine kostenlose App führen Besucher durch die fünf Etagen. 

kunstmuseum-magdeburg.de

Sehenswürdigkeiten in Magdeburg: Stadtpark Rotehorn

Märchenhaft: der Stadtpark Rotehorn in Magdeburg.

In schönster Lage auf einer Elbinsel erstreckt sich auf 200 Hektar der größte Park Magdeburgs. Bei einem Rundgang durch die weitläufige Anlage kommen Spaziergänger vorbei am malerischen Venustempel, der Ruine eines Forts und mehreren historischen Brücken. Im Zentrum lädt ein kleiner See zu entspannten Bootsfahrten ein, genügend Bewegungsraum gibt es auf mehreren Spielplätzen und Hundewiesen. 

Einen Blick wert ist auch die Hyparschale, eine denkmalgeschützte Mehrzweckhalle, die zuletzt aufwendig saniert wurde. Wer das Elbufer von oben betrachten möchte, kann in den Sommermonaten auf dem Albinmüller-Turm die Aussicht genießen. Alternativ zu den 252 Stufen führt ein Fahrstuhl zur Aussichtsplattform.

magdeburg-tourist.de/stadtpark

Otto-Richter-Straße: Buntes Straßenleben in Magdeburg

Geballte Straßenkunst gibt es in der Otto-Richter-Straße – an den Häuserfassaden.

Eine echte Farbexplosion gibt es etwas außerhalb des Stadtkerns in der Otto-Richter-Straße zu bestaunen. Dort strahlen elf verschiedene Häuser aus dem frühen 20. Jahrhundert mit ihren leuchtenden Fassaden um die Wette. Die knallbunten Flächen und grafischen Elemente nach den Entwürfen von Bruno Taut und Carl Krayl wurden um die Jahrtausendwende saniert. 

Mit seinem Vorschlag, der Innenstadt Magdeburgs mehr Farbe zu verleihen, stieß Taut auf geteiltes Echo und löste heftige Debatten in der Stadtversammlung aus. Dennoch konnte er seine Vision in einigen Straßenzügen durchsetzen. Einige Häuser stehen unter Denkmalschutz.

Elbtreppen und Elbbalkon: Ein Ausblick zum Entspannen

Die Elbe ist die Lebensader Magdeburgs – zahlreiche Orte beweisen das.

Ein toller Ort für eine Pause findet sich am Elbufer in unmittelbarer Nähe des Doms. Der Elbbalkon und die Elbtreppen laden nicht nur Radfahrer zum Verweilen ein. Abends bei Sonnenuntergang genießen Magdeburger von hier aus den Blick auf das Wasser und die historische Hubbrücke bei Snacks und Getränken. Einige Lokale und Cafés befinden sich ganz in der Nähe. Wer es ruhig mag, kann den idyllischen Ausblick am besten in den Morgenstunden aufsaugen.

Wissenschaftshafen: Modernes Quartier in historischer Kulisse

Im Norden des Stadtzentrums von Magdeburg lädt der Wissenschaftshafen auf Entdeckungsreise ein. Hier hat sich das alte Hafenareal in den vergangenen Jahren zu einem modernen Forschungsstandort entwickelt. In unmittelbarer Nähe zur Otto-von-Guericke-Universität sind heute Institute, Museen und Unternehmen ansässig. Tafeln informieren über die Geschichte des Viertels. 

In der Denkfabrik wurden neue Büroflächen für innovative Einrichtungen erschlossen, und auf dem Charles-de-Gaulle-Platz finden regelmäßig Veranstaltungen mit besonderem Ambiente wie die „Lange Nacht der Wissenschaft“, Konzerte oder kleinere Festivals statt. Doch nicht alles wurde aufwendig saniert und erneuert. Wen Industrieromantik und Lost Places begeistern, der wird am Wissenschaftshafen zum Beispiel rund um den alten Getreidespeicher fündig.

magdeburg.de