Marktplatz Halle © iStockphoto
Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Halle: Die Top Ten

Der Marktplatz mit seinem Roten Turm und der Kirche eignet sich nicht nur als Fotomotiv, sondern auch als Startpunkt für eine Erkundungstour durch die Stadt. Von hier aus liegen die meisten Sehenswürdigkeiten in Halle nur einen kurzen Fußweg entfernt.

Als Sitz der Kulturstiftung des Bundes beeindruckt Halle mit einer bunten Museumslandschaft. Kunst und Musik spielen eine bedeutende Rolle. Aber auch historische Bauwerke und archäologische Besonderheiten wie die Himmelsscheibe von Nebra ziehen Besucher in ihren Bann. Auch architektonisch gibt es in der ehemaligen Salzmetropole viel zu bestaunen. Und so verwandelt diese spannende Mischung aus Renaissance-, Barock-, und Gründerzeitstil den Stadtrundgang in eine Entdeckungstour.

Altstadt in Halle: Marktplatz und Marktkirche

Halle Marktplatz © Francesco Carovillano/IMG

Im Herzen der Altstadt erstreckt sich der Marktplatz als einer der größten in ganz Deutschland. Bereits hier gibt es mit dem Stadthaus, der Marktkirche Unser Lieben Frauen und dem Marktschlösschen einiges zu erkunden. Tatsächlich findet auf dem Platz täglich – bis auf Sonntag – ein richtiger Markt mit einer Auswahl an Obst-, Gemüse-, Fleisch-, und Fischständen statt. Vom Roten Turm aus lässt sich das rege Treiben auf dem weitläufigen Platz überblicken. Hier läuten stündlich zudem 76 Glocken, die das größte Glockenspiel Europas bilden. Zusammen bringen die Glocken satte 45.980 Kilogramm auf die Waage.

Burg Giebichenstein: Ein Blick in die Sterne

Giebichensteinburg Halle © Thomas Ziegler/Stadt Halle (Saale)

Hoch über Halle thront die Burg Giebichenstein und lockt mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt. Geteilt ist die Anlage aus dem 10. Jahrhundert in Unter- und Oberburg. Im unteren Teil befindet sich die Kunsthochschulem, wo seit mehr als 100 Jahren Künstler und Designer ausgebildet werden. In der Oberburg befinden sich der Aussichtsturm und ein Teil des Stadtmuseums. Hier lassen sich die Ruinen und Besonderheiten anhand von QR-Codes erkunden, die zu interessanten Hörbeiträgen führen. Vor allem in den Sommermonaten ist einiges los: Open-Air-Kino, Burgfeste, Führungen und Konzerte. Ein Highlight ist das „Picknick unter den Sternen“, das in klaren Nächten zum Speisen und Sternegucken einlädt.

Stadtmuseum: Auf den Spuren der Salzstadt

Stadtmuseum Halle © Falk Wenzel

Das Stadtmuseum Halle ist gleich an mehreren Standorten vertreten. Sowohl die Burg Giebichenstein als auch der Rote Turm gehören zum Programm. Neben der Dauerausstellung über die Stadtgeschichte finden sich hier abwechslungsreiche Sonderausstellungen etwa über die Geschichte des Salzes und Porzellan aus dem Viertel Lettin. Wer sich von Zuhause einen kleinen Einblick in das Repertoire des Museums verschaffen will, kann in den digitalen Angeboten des Hauses stöbern. Hier werden zum Beispiel besondere Exponate sowie Hör- und Videorundgänge vorgestellt.

Landesmuseum für Vorgeschichte: Ein Stück vom Himmel

Himmelsscheibe von Nebra © Juraj Lipták/Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Eine Reise durch die Vergangenheit können Besucher des Landesmuseums antreten. Beginnend mit einem Blick in ​​die europäischen Menschheitsgeschichte vor rund 400.000 Jahren, führen verschiedene Dauerausstellungen bis in die frühe Römische Kaiserzeit. Ein faszinierendes Exponat ist die berühmte Himmelsscheibe von Nebra, um die eine ganze Ausstellungswelt aufgebaut ist. 1999 entdeckten Sondengänger das Bronzewerk und weitere Schätze auf dem knapp 50 Kilometer entfernten Mittelberg. Eine Sensation, denn das Alter der Himmelsdarstellung wird auf etwa 3600 Jahre geschätzt. Kleiner Wermutstropfen: Vom 17. Februar 2022 an müssen Gäste mit einer Kopie der Scheibe Vorlieb nehmen. Das Original ist noch bis Oktober 2022 als Leihgabe im British Museum in London zu finden. 

Sehenswürdigkeit Schokoladenfabrik: 1,5 Tonnen braunes Gold

Schokoholics aufgepasst! In der ältesten Schokoladenfabrik des Landes wird auch heute noch Glück in Tafeln produziert. Bereits 1804 verarbeitete der Konditor August Miehle die ersten Kakaobohnen. Besonders bekannt wurden später die süßen Hallorenkugeln, die an die Festtagsknöpfe der einstigen Salzarbeiter erinnern. Interaktive und vielfältig gestaltete Elemente machen die Ausstellung durch das Museum zum Erlebnis. Höhepunkt ist ein Besuch im Schokoladenzimmer, für dessen Schaustücke 1,5 Tonnen Schokolade in 5000 Arbeitsstunden in Form gebracht wurden. Einen echten Schoko-Geheimtipp finden Sie auch unter den besten Cafés in Halle.

Beatles-Museum Halle: Berühmte Pilze

Beatles-Museum Halle © Beatles-Museum

In der Altstadt von Halle findet sich eine Sehenswürdigkeit, die überrascht: das Beatles-Museum. Die Ausstellung verspricht Raritäten, Kuriositäten und seltene Erinnerungsstücke aus der Anfangszeit der berühmten Band aus Liverpool. Auch aus den Solokarrieren der Musiker finden sich hier interessante Exponate. Vorerst nur als Wanderausstellung gedacht, zog das Museum 2000 an seinen jetzigen Standort und ist seither kräftig gewachsen. Auf drei Etagen können Besucher mehr als 3000 Stücke ansehen. Die komplette Sammlung, die die Museumsgründer zusammengetragen und ausgelagert haben, ist sogar fünfmal so umfangreich. Audiostationen, interaktive Räume und Filme lassen die Karriere der „Pilzköpfe“ noch heute aufleben. 

Zoologischer Garten Halle: Ausblick mit Alpaka und Ameisenbär

Auf eine lange Geschichte kann der Zoologische Garten Halle zurückblicken. Vor mehr als 100 Jahren wurde das Areal auf dem Reilsberg an der Saale angelegt. Neben Bergtieren liegt der Fokus mittlerweile auf Arten aus Südamerika. Totenkopfaffen, Faultiere und Flamingos leben hier, aber auch Elefanten und Tiger sind zu finden. Trotz seiner Hanglage ist der Park familienfreundlich, denn die kurzen Wege zwischen den Gehegen winden sich in flachen Serpentinen am Berg entlang. Zwischendurch laden Aussichtspunkte, Biergarten, Cafés und Spielplätze zum Verweilen ein. 

Kunstmuseum Moritzburg Halle: Kunst in allen Gewändern

Kunstmuseum Moritzburg © Thomas Ziegler/Stadt Halle (Saale)

In der mehr als 500 Jahre alten Bischofsresidenz befindet sich heute das Kunstmuseum Moritzburg. Nach der Eröffnung um 1900 wuchs die Ausstellung stetig, mittlerweile umfasst die Sammlung rund 250.000 Stücke, die von der Antike bis in die Gegenwart reichen. Neben der klassischen Malerei umfasst die Ausstellung auch Handwerksarbeiten, Plastiken, Münzen, Grafik und Fotografie. Bis Ende Februar ist das Museum für Umbauarbeiten geschlossen, ab dem 9. April können Besucher wieder alle Flächen erkunden. In dem modernen Erweiterungsbau stellt das Museum bedeutende Kunst des 20. Jahrhunderts aus. Neben virtuellen Rundgängen lässt sich das Haus aktuell auch im Rahmen von Onlineführungen von Zuhause aus erleben. 

Peißnitzhaus: Eine Villa für alle

Im Zuge der Industrialisierung wurde der Ruf nach Erholung zunehmend größer. Die Stadt Halle legte auf der idyllischen Peißnitzinsel in der Saale dieses Schlösschen an. Ein Verein bewahrt das historische Schmuckstück seit Beginn des 21. Jahrhunderts vor dem Verfall. Die Außenarbeiten rund um die Villa sind weitestgehend abgeschlossen, ab dem Frühjahr 2022 soll der Innenbereich saniert werden. Der angeschlossene Biergarten mit Liegestühlen und Spielbereich lockt im Sommer viele Hallenser auf die Insel. In den Räumlichkeiten finden unter anderem Kultur- und Familienveranstaltungen statt. 

Händel-Haus: Eine Schatzkammer unterm Dach

Händelhaus Halle © Thomas Ziegler/Stadt Halle (Saale)

Im einstigen Geburts- und Wohnhaus des Komponisten Georg Friedrich Händels ist seit 1948 ein Museum über sein Leben und Werk untergebracht. Seit 2009 befindet sich hier eine Dauerausstellung, die das Schaffen des Musikers weniger chronologisch und stattdessen themenspezifisch abbildet. Wahre Kostbarkeiten liegen in der „Schatzkammer“ unter dem Dach – in Spezialvitrinen finden sich interessante Dokumente der Musikgeschichte. Auch verschiedene historische Instrumente umfasst die Ausstellung, einige von ihnen dürfen sogar von Besuchern gespielt werden. Ein Blickfang ist auch die barocke Orgel, die sich über zwei Stockwerke des Museums erstreckt.

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