Die 9 schönsten Badeseen in Berlin und Umgebung

Die zwei größten Exemplare sind weit über die Grenzen Berlins bekannt. Doch was tun, wenn sich am Wann- und Müggelsee Badefans und Sonnenhungrige stapeln? Eine Reihe an Alternativen liefern wir hier.
Text Mila Krull
Datum29.05.2026

„Pack die Badehose ein“, sang schon Cornelia Froboess 1951 und rief im weiteren Verlauf des Textes sämtliche Berliner Kinder zu einem Ausflug an den Wannsee auf. Auch 75 Jahre nach Erscheinen des Schlagers folgen jährlich bis zu 300.000 Menschen dem berühmten Appell und fahren ins berühmte Strandbad.

Kein Wunder also, dass sich hier an schönen Sommertagen die Menschenmassen tummeln. Glücklicherweise ist das 270 Hektar große Gewässer nicht die einzige naturbelassene Bademöglichkeit der Hauptstadt. Im Folgenden zeigen wir die neun schönsten Strandbäder und Badeseen in Berlin und im Brandenburger Umland.  

1

Tegelsee

Rutsche, Spielplatz, Sandufer: Das Strandbad Tegelsee zählt zu den schönsten Berlins.

Unweit des ehemaligen Flughafengeländes findet sich der 400 Hektar große Tegelsee im Bezirk Reinickendorf. Während Promenaden, Parks, Angel- und Segelvereine das Nordostufer säumen, locken weiter südlich mehrere frei zugängliche Badestellen. Wer mehr Infrastruktur schätzt, besucht das öffentliche Strandbad Tegelsee am Westufer, das in den Sommermonaten täglich geöffnet ist. 

Das Besondere: Betrieben wird die Anlage von einem ehrenamtlichen Nachbarschaftsverein. So werden unter anderem kostenlose Schwimmkurse, Workshops und die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen finanziert, die hier keinen Eintritt zahlen müssen. Die Anreise mit der BVG erfolgt über die U6 bis Haltestelle Alt-Tegel sowie die Buslinien 222 und 324. Im Strandbad oder an anderen Verleihstellen können Kanus, Tretboote und SUPs geliehen werden.

seeee.de

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Wannsee

Berlins Badeberühmtheit: das Strandbad Wannsee

Der oft besungene Klassiker: Ebenso wie der Tegelsee wird der berühmte Wannsee aus der Havel gespeist, über die beide Gewässer miteinander verbunden sind. Wenn der gesamte Berliner Westen an heißen Sommertagen per S-Bahn Richtung Südwesten pilgert, gestaltet sich die Liegeplatzsuche selbst im größten Strandbad Europas, dem Wannsee-Strandbad von Steglitz-Zehlendorf, schwierig. 

Gut also, dass der See groß genug ist. Weitere von der DLRG überwachte Uferabschnitte liegen etwas weiter nördlich an der Radfahrerwiese, an der Badestelle Lieper Bucht, auf der Westseite an der Badestelle Breitehorn Kladow/Gatow sowie im Süden an der Badestelle Tiefe Horn.

berlinerbaeder.de

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Dämeritzsee

Berlin und Brandenburg teilen sich das Ufer rund um den Dämeritzsee.

Durch seine Mitte verläuft die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. Bootsverleihe, Unterkünfte und Sportvereine haben sich rund um den Dämeritzsee südöstlich des Müggelsees positioniert. Immer wieder gibt es Möglichkeiten, ins Wasser zu springen. Die Hauptbadestelle grenzt im Nordosten an die Kleinstadt Erkner, in der die Bahnen der S3 und der RB1 regelmäßig halten. Zwar gibt es kein überwachtes Strandbad, dafür geht es rund um die lauschige Badebar mit Boots- und SUP-Verleih und auf der schattigen Liegewiese ruhiger zu.

erkner.de

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Müggelsee

Abtauchen! Vom 5-Meter-Turm im Seebad Friedrichshagen

Wer in den östlichen Berliner Stadtteilen wohnt, den zieht es nicht unbedingt an den Wannsee, sondern an diesen Spitzenreiter: Im Bezirk Treptow-Köpenick erstreckt sich mit dem Müggelsee Berlins größtem Binnengewässer auf einer Fläche von 750 Hektar. Weil er trotz seiner Ausmaße verhältnismäßig flach ist, steigt die Wassertemperatur in den Sommermonaten schnell auf mehr als 20 Grad. Gelegentlich kann es dadurch zu einem erhöhten Aufkommen von Blaualgen kommen. 

Wenn die Wasserqualität mitspielt, wird es im Seebad Friedrichshagen und Strandbad Müggelsee mächtig voll. Ausweichflächen finden sich am Kleinen Müggelsee und an der Müggelspree. Alternativ kann man sich bei den dortigen Kanuverleihen ein Boot mieten und vom Wasser aus nach einem ruhigen Plätzchen suchen.

seebad-friedrichshagen.de

5

Stienitzsee

Alles was das Sommerherz begehrt, finden Badegäste im Strandbad am Stienitzsee.

Viel Strand, Badesteg, Bootsverleih, Eis, Gegrilltes und frisch geräucherte Forellen erwarten Gäste im Strandbad Stienitzsee in Rüdersdorf. Für das verlockende Angebot benötigt es jedoch ein Rad oder Auto. Außerhalb des Strandbads ist das Baden nicht möglich, da sich der See im Privatbesitz befindet. Langfristig ist ein öffentlicher Zugang in Hennickendorf in Planung.

strandbad-stienitzsee.com

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Liepnitzsee

Seeparadies mit Insel: der Liepnitzsee

30 Kilometer nördlich von Pankow liegt der Liepnitzsee im Barnimer Land. Dank der bewaldeten Umgebung und des fast durchgängig bewachsenen Ufers zeigt sich das Gewässer trotz unmittelbarer Nähe zu Berlin herrlich wild und ruhig. Schuld daran ist auch seine Abgeschiedenheit. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich der Liepnitzsee, der übrigens zu den saubersten in Brandenburg zählt, nur per Bus (909 bis Ützdorf) und anschließendem Fußweg erreichen. Besser reist man per Auto oder Fahrrad an. Neben dem offiziellen Waldbad mit Strand, Spielplatz, Kiosk, Bootsverleih und Badeaufsicht gibt es mehrere unbewachte Badestellen. 

freibad-bernau.de

Hinweise für das Baden in Seen

Wie jedes Gewässer bergen auch Seen Gefahren. Generell sollten Badegäste darauf achten, nur an ausgewiesenen und offiziellen Badestellen ins Wasser zu gehen. Ob vor Ort Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer im Einsatz sind, sehen Sie an einer gehissten rot-gelben Flagge. Bei roter Flagge ist das Schwimmen grundsätzlich nicht erlaubt. 

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor unterschiedlichen Gefahren in Seen und Teichen. Dazu zählen unter anderem steil abfallende Ufer und Sicherheitsrisiken wie Wasserpflanzen, Steine und Felsen. Nicht nur Badegäste, auch Wassersportler und -sportlerinnen sollten daher Vorsicht walten lassen und sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Kinder und eingeschränkte Badegäste sollten zu keinem Zeitpunkt unbeaufsichtigt ins Wasser gehen.

7

Wandlitzer See

Im Sommer ist der Steg im Strandbad Wandlitzsee stets gut besucht.

Gleich nebenan empfängt der größere Wandlitzer See in den Sommermonaten zahlreiche Badegäste. Bahnhof (RB27) und Strandbad sind nur durch eine Straße voneinander getrennt, praktischerweise muss man an warmen Tagen also nur aus dem Zug fallen. Im barrierefreien, mehr als 100 Jahre alten Strandbad gibt es Sprungtürme, eine Badeplattform, Spielmöglichkeiten, einen Kiosk sowie Fass-Saunen. Außerhalb finden sich mehrere Restaurants, eine Surfschule und eine Jugendherberge. Für mehr Ruhe lohnt ein Abstecher zum Westufer oder zum Strandbad Stolzenhagen, das an den nächsten Nachbarsee grenzt. 

wandlitz.de

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Schwielowsee

Viele Badestellen finden sich rund um den Brandenburger Schwielowsee.

Wer zum Schwielowsee aufbricht, muss nicht nur Berlin, sondern auch Potsdam hinter sich lassen. Das lässt sich sowohl mit dem Auto über die B1 als auch mit der S7 zusammen mit den Bussen 607 oder 613 bewältigen. Dafür lockt das Gewässer mit einer Fläche von rund 580 Hektar, mehreren Badestellen, einer guten Wasserqualität und einer idyllischen Umgebung. Badestellen ohne Aufsicht gibt es in Ferch, Petzow und Mittelbusch. Besonders schick hergerichtet ist das Seebad Capruth: Mit Bali-Betten am Strand, Stand-Up-Verleih, Cocktailbar und gehobener Gastronomie kommt Urlaubsstimmung auf.

9

Naturbad Borkheide

Rutsche ins kühle Nasse: das Naturbad Borkheide südwestlich von Berlin

Ein See versteckt sich hinter diesem Badeort nicht, dennoch zählt das Naturbad Borkheide zu den schönsten Badestellen des Berliner Umlands. Die Regionalbahn 7 hält im Ortskern, von hier aus ist es nur ein kurzer Fußweg zum idyllischen Waldbad, das im heißen Großstadtsommer ausreichend Schatten und kühle Luft spendet. Der 1.000 Quadratmeter große Badeteich reinigt sich chemiefrei über Filteranlagen und Wasserpflanzen; neben Sprungturm, Rutsche und Kinderbereich finden Badegäste weitläufige Liegewiesen und ein Beachvolleyballfeld.

waldbad-borkheide.de