Camping Norwegen © Alan Billyeald/Unsplash
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Der erste Campingurlaub: Tipps für die Premiere

Die erste Reise mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Campervan ist immer aufregend. Ein paar hilfreiche Tipps können den Start hinterm Steuer erleichtern. So bereiten Sie sich auf den ersten Campingurlaub und die große Fahrt vor.

Auf vier Rädern die große Freiheit genießen: Seit einigen Jahren begeistern sich immer mehr Reisende für den Campingurlaub. Die große Auswahl an Campingplätzen und Vermietungen für Wohnmobile und Vans hat die Entwicklung zusätzlich verstärkt. 

Viele Platzbetreiber:innen reagieren auf die Nachfrage, vergrößern ihre Flächen, bieten Glamping-Möglichkeiten, renovieren Sanitäranlagen oder bauen das Freizeitprogramm aus. Auch immer mehr alternative Stellplätze auf Privatgrundstücken oder im kleinen Kreis locken Menschen mitten in die Natur. Ob in Deutschland, Europa oder fernen Reisezielen: Beim Camping-Urlaub besinnen sich viele auf das Wesentliche und kommen in den schönsten Landschaften zur Ruhe. 

Der erste Campingurlaub ist dabei immer etwas Besonderes. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie sich mit den Gegebenheiten und dem Mobil vertraut machen und was es Wichtiges zu beachten gibt. 

Vor der Reise: Den richtigen Campingplatz finden

Camping © Eugene Quek/Unsplash

Bevor der erste Urlaub im Reisemobil, mit Campervan oder Wohnwagen beginnt, empfiehlt es sich, eine grobe Route festzulegen. Wer in der Hauptsaison reist und gut besuchte Ziele ansteuert, sollte vorab unbedingt reservieren. Die beliebtesten Campingplätze in Deutschland sind meist einige Zeit im Voraus ausgebucht. 

Auch hilft es, sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen und Erfahrungsberichte oder Tipps zu studieren. Wer mit Kindern reist, sollte zum Beispiel klären, ob es Spielmöglichkeiten oder Animation gibt. Wer es ruhiger mag, schaut besser nach beschaulichen Plätzen mitten in der Natur. Auch ob ein Platz barrierefrei ist, Haustiere willkommen sind und es Einkaufsmöglichkeiten oder Brötchen-Services gibt, können Gäste in der Regel im Vorfeld herausfinden.

Gepäck beim Camping: Richtig planen

Camping Reise © Connor Olson/Unsplash

Das Packen ist eine Kunst für sich – und beim Camping mitunter noch etwas kniffliger. Denn wer autarken Urlaub im Mobil macht, benötigt eine umfangreiche Grundausstattung. Kleidung, Küchenutensilien, Bettwäsche, Handtücher und mehr nehmen viel Raum ein. Wer dann noch Fahrräder, Wanderschuhe und Co. dabei hat, bekommt schnell ein Platzproblem. Das Wesentliche für einen gelungenen Urlaub haben wir in einer Camping-Packliste für Sie zusammengetragen. Für den Notfall haben die Stellplatznachbar:innen oder die Betreiber:innen des Platzes bestimmt einen Dosenöffner, Handfeger oder Ähnliches parat. 

Für das Packen gilt: Leichtes Gepäck nach oben, Schweres nach unten. Und aufgepasst: jedes Wohnmobil hat ein begrenztes Zuladungsgewicht. Urlaube gleichen ja gern mal einem Umzug– doch nicht alles kann mit. 

Üben und Wohnmobil Probefahren

Camping Österreich © Alan Billyeald/Unsplash

Ein Wohnmobil ist kein PKW. Höhe, Breite und Länge unterscheiden sich bei Caravans deutlich von gängigen Autos. Der Umgang mit ihnen ist daher – vor allem zu Beginn – nicht ganz einfach. Vielen hilft es, sich vor der Reise mit dem Wohnmobil und den Fahrzeugeigenschaften vertraut zu machen. Anfahren, Rückwärtsfahren, wenden, abbiegen und rangieren will geübt sein. Manchmal kann man auf den Plätzen der Verleihstationen ein paar Runden drehen. Dafür gibt es zwar keinen Führerschein, aber ein sicheres Fahrgefühl. Besonders wichtig: durch das zusätzliche Gewicht verlängert sich der Bremsweg! 

Check-Up vor der Abfahrt

Camping-Tipps © TogoRv/Unsplash

Den Pannenservice will im Urlaub niemand rufen. Deshalb vorab klären: Stimmen Reifendruck und Ölstand? Wie funktioniert die Entsorgung und der Anschluss auf den Plätzen? Sind Kühlschrank und Heizung auf Fahrbetrieb umgestellt? Ist das Fahrzeug vom Strom getrennt und sind alle Fächer und Schubladen richtig verschlossen? Ist alles gecheckt, steht der Reise nichts mehr im Weg.

Weitere Camping-Tipps

Auf dem Campingplatz: Den besten Spot finden

In der Regel erhalten Camping-Urlauber:innen bei Ankunft einen Stellplatz zugewiesen. Wer jedoch selbst die Wahl hat, kann sich mit offenen Augen auf die Suche nach den besten Spots grillen. Im Sommer besonders wichtig: direkte Sonneneinstrahlung meiden! Am besten schläft es sich auf schattigen Plätzen unter Bäumen. 

Laut könnte es nachts und morgens an den Sanitäranlagen, an Restaurants oder anderen Aufenthaltsorten werden. Wer mit kleinen Kindern reist, ist besser abseits der großen Zufahrtsstraßen aufgehoben. 

Unterwegs: Zeit nehmen und Stress vermeiden

Camping Niederlande © Alan Billyeald/Unsplash

Rein in den Caravan, raus in die weite Welt. Das Camping eröffnet uns viele neue Möglichkeiten des Reisens. Aber Vorsicht: Anfänger:innen neigen dazu, sich bei ihrer Route zu übernehmen. Das führt zu Stress – und den will keiner. Deshalb empfiehlt es sich, die Etappen überschaubar zu halten. So bleibt genügend Zeit, die Gegend zu erkunden, Pausen einzulegen und nach dem richtigen Weg zu schauen. In der Hektik entstehen anderenfalls brenzliche, wenn nicht gefährliche Situationen. Und wer erstmals hinter dem Steuer eines großen Reisemobils sitzt, benötigt am Anfang mehr Zeit zum rangieren. Daher eher kurze Reiserouten planen!

Grundregeln beachten

Camping Senia Cala Gogo © Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann

Idyllische Nächte in unberührter Natur – wer träumt nicht davon? In Deutschland allerdings ist das Wildcampen nahezu überall verboten. Was nicht heißt, dass Urlaub im Grünen nicht möglich ist. Naturcampingplätze liegen oft mitten in verwunschenen Wäldern oder an kristallklaren Seen. Hier zeigen wie Ihnen einige besonders ruhige und naturnahe Campingplätze in Deutschland. Vor einer Reise ins Ausland sollten Sie sich über die rechtliche Lage vor Ort informieren. 

Des weiteren spielen Nachhaltigkeit und der Einklang mit der Natur beim Camping eine große Rolle. Daher sind Mülltrennung und die richtige Entsorgung von Schwarz- und Grauwasser besonders wichtig. Wer eine Außendusche an seinem Mobil hat, sollte grundsätzlich nur natürliche Seifen und Shampoos verwenden – ohne Mikroplastik oder andere schädliche Inhaltsstoffe. 

Rücksichtsvoll sollte auch der Umgang mit den übrigen Camping-Gästen sein. Ob Zelt, Wohnwagen oder Caravan: Die Wände beim Camping sind dünn. Achten Sie daher darauf, in den Abendstunden laute Gespräche zu vermeiden. Um 22 Uhr beginnt auf den meisten Campingplätzen die Nachtruhe, auch Mittagsruhe ist oft an der Tagesordnung. Wer spät anreist, sollte beim Rangieren und Einrichen möglichst leise sein. Wer entspannt ankommen will, grüßt seine Stellplatz-Nachbar:innen bei Ankunft. Auch mit Fragen können sich Neulinge am besten an ihre Mitcamper:innen wenden. 

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