Camping Darß © Daniel Hering/Unsplash
Camping

Insider-Tipps: Deutschlands schönste Campingplätze

Der Podcaster und Camping-Experte Gerd Blank weiß, wie wenig man braucht, um einen erholsamen und abwechslungsreichen Urlaub zu erleben. MERIAN verrät die schönsten, ruhigen Plätze in Deutschland und praktische Camping-Tipps.

Deutschlands Campingplätze sind so vielfältig wie ihre Umgebung – die besten bieten Action und trotzdem Ruhe. Ob an malerischen Nordsee-Häfen, mitten im Wald oder spektakulären Seen: Im Zelt und im Reisemobil können Urlaubende die beeindruckenden Landschaften noch intensiver erleben. Camping-Experte Gerd Blank nennt uns seine Favoriten im ganzen Land. Unter ihnen sind besondere Orte der Ruhe, an denen das WLAN ausgeschaltet bleibt und die Natur sich frei entfalten kann. Entdecken Sie mit uns die schönsten Campingplätze in Deutschland. 

Schwarzwaldcamp, Baden-Württemberg

Campingplatz Schwalzwaldcamping © PR

Bäume, überall Bäume: Der immergrüne Wald bedeckt Täler und Hügel so weit das Auge reicht. Viele Gäste kommen nicht mit dem Auto ins Schwarzwaldcamp, sondern mit dem Kanu über den Schluchsee, an dessen Ufer der Platz liegt. Daher stehen vor allem Zelte auf dem idyllischen Areal, Betreiber Raphael Kuner geht es um die Reduktion aufs Wesentliche und die Verbindung zur Natur. Der See selbst ist ideal für allerlei Wassersportarten.

Mehr über das Schwarzwaldcamp und aufregende Outdoor-Abenteuer in der Region entdecken Sie bei „Green Adventures“.

Campingplatz Schliersee, Bayern

Camping Schliersee Maximilian-pulina-unsplash

Am Eingang des Campingplatzes Schliersee hängt zur Begrüßung der Spruch: „You are now entering a stress-free zone“. Hauptzutat dafür: die perfekte Lage. Wenn die untergehende Sonne die nahen Berge in rötliches Licht taucht, gibt’s Naturkino im Breitwandformat. Hier wird geschwommen, das SUP- Board oder ein Kanu ins Wasser gelassen oder einfach nur gechillt. Der Tegernsee ist nicht weit, auch München ist in einer Stunde erreichbar.

Campingplatz Wilde Heimat, Brandenburg

Campingplatz Wilde Heimat © PR

Wie wild zelten, aber legal: Wer auf dem Campingplatz Wilde Heimat in der Frühe erwacht, glaubt in der Tat, sich mitten auf einer Waldwiese wiederzufinden. Zugleich gibt es auf dem Platz am Ufer der Havel einen Kanu- und Floßverleih. Ein guter Einstieg ist die „Eisvogeltour“: Sie ist auch für Anfänger geeignet, gestartet wird direkt am Campingplatz, Ziel ist die Eisdiele in Steinförde. 

Weitere MERIAN-Tipps für Camping-Urlaub

Naturcampingplatz Tonsee Süd, Brandenburg

Camping Tonsee Berlin © PR

Nur 50 Minuten sind es mit dem Auto von Berlin bis zum Naturcampingplatz Tonsee Süd, ein kleines Paradies, wo man inmitten des Brandenburger Kiefernwaldes dem Stress des Hauptstadtbesuchs entkommt. Der Familienbetrieb in vierter Generation lädt regelmäßig auf einem Holzplateau zu Yoga-Einheiten, im nahen Wildpark Johannismühle kann man bei einer Flugshow Greifvögel in Aktion erleben.

Campingplatz Altenburschla, Hessen

Campingplatz Altenburschla

Wie aus der Zeit gefallen wirken das märchenhaft verträumte Dörfchen und auch sein kleiner Campingplatz Altenburschla an der Werra: WLAN gibt es nicht, auch TV-Empfang ist nur eingeschränkt möglich. Man entdeckt dafür viele Relikte der deutsch-deutschen Vergangenheit, etwa ein Stück des alten Grenzzauns oder die sogenannte „Stasi-Röhre“, durch die Agenten unbemerkt die Grenze passierten. Und wer Lust auf Outdoor-Aktivitäten hat, findet bei „Green Adventures“ Abenteuer rund um die Werra.

Amazonas-Camp, Mecklenburg-Vorpommern

Campingplatz Amazonas-Camp

Im Amazonas-Camp mäandert die Peene durch ein atemberaubend schönes, wild-urwüchsiges Naturschutzgebiet, anders als andere Plätze ist das Camp das ganze Jahr geöffnet. Wer hierher kommt, will kein Remmidemmi, stattdessen sitzt man lieber zusammen am Lagerfeuer, trinkt Bier und holt vielleicht eine Gitarre raus. Und es gibt feine Spazier-Spots, etwa den Wanderrundweg Ostpeene.

Sonnenhof Walsrode, Niedersachsen

Eine Idylle wie in Astrid Lindgrens Bullerbü: Fünf Ferienwohnungen und eine Wellnessanlage gehören zu dem kuschelkleinen Campingplatz Sonnenhof Walsrode, der zwischen alten Stallungen das bietet, was man im besten Sinne mit Draußensein verbindet – keine Chance also, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Ringsum Felder und Wiesen, einige Kilometer weiter ein Badesee. Und nach Bremen sind es mit dem Auto auch nur 50 Minuten.

Bankerhof, Niedersachsen

Auf dem Bankerhof, der wie der Sonnenhof in Niedersachsen liegt, gibt es nur zehn Stellplätze. Sie sind Zelten vorbehalten, und dass man unter den Birnbäumen vor allem Radfahrende trifft, liegt am nahen Elberadweg. Der schöne Aufenthaltsraum mit Küche wird gern genutzt, zum Einkaufen bietet sich die Radfähre an – von der anderen Uferseite der Elbe sind es 15 Minuten bis nach Hitzacker. Und von dort geht’s per Zug schnell nach Hamburg. Mehr über die Gegend und den Elbradweg erfahren Sie im Outdoor-Portal „Green Adventures

Zeltplatz Spiekeroog, Niedersachsen

Campingplatz-Spiekeroog-1

Auf dem Zeltplatz Spiekeroog das Lager in den Dünen aufzuschlagen, kein Auto weit und breit, um einen herum nur der Strand, der Himmel, das Meer, das ist ein großes Geschenk und Privileg. Nicht ohne Grund gilt er als einer der schönsten Naturzeltplätze Europas – ohne WLAN, ohne Stromanschluss, ohne Fahrradverleih. Dafür erfreut der gut ausgestattete Kiosk auch mit veganen Spezialitäten und Bio-Produkten.

Camping am Einberg, Nordrhein-Westfalen

Refugium mit weitem Blick auf die unverbaute Landschaft des Wennetals: Camping am Einberg bietet Bauernhofidylle mitten im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, dem zweitgrößten Deutschlands. Die Gäste profitieren auch kulinarisch: Es gibt frische Eier, Wurst und Fleisch aus eigener Herstellung. Besonders für Großstadtfamilien ist der Einberg ein guter Platz zum Abschalten.

Stolzbüscher Mühle, Rheinland-Pfalz

Das Wasser kommt auf dem Campingplatz Strotzbüscher Mühle aus einer eigenen Quelle, Abwasser wird aufwendig gefiltert und sauber wieder dem Kreislauf zugeführt. Den Strom liefert der nahe Wasserfall, der einst die Mühle angetrieben hat. Und das Holz des Waldes schenkt die Nahrung fürs Lagerfeuer: Nichts erinnert hier an die Anonymität großer Campingplätze. Es ist, als würde man Freunde besuchen.

Landgut Girtenmühle, Saarland

Das Landgut Girtenmühle liegt in einem Wald mit hohen Bäumen, zwischen die mal eine Hängematte, mal eine Slackline gespannt ist. Die aus Holz selbst gebaute „Wunderbar“ direkt neben dem Hauptgebäude ist Treffpunkt für Team und Gäste. Und ganz in der Nähe befindet sich der Felsenweg, der vom Deutschen Wanderinstitut schon mal als „Schönster Wanderweg Deutschlands“ ausgezeichnet worden ist.

Schierker Sterns, Sachsen-Anhalt

Campingplatz Harz Mountain

Ein rot getünchtes Holzhaus steht am Eingang des Schierker Sterns, im Hintergrund ragen Nadelbäume in den Himmel. Fast könnte man denken, sich in den Wäldern Schwedens zu befinden und nicht auf dem höchstgelegenen Campingplatz im Harz. Würde man nicht ab und an das Tuten und Rumpeln der historischen Brockenbahn hören, die hier vorbeifährt, es bliebe nur das Rauschen des Windes. Herrlich.

Naturcampings Olbasee, Sachsen

Der See sowie das Areal des Naturcampings Olbasee gehören zum Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, wobei Olbasee ein Kunstwort ist, entstanden aus dem Namen der „Oberlausitzer Braunkohlen-Aktiengesellschaft“. Einst wurde hier Tagebau betrieben, heute haben viele Camper dauerhaft ihr Feriendomizil hergerichtet. Doch der schöne Platz ist groß, das Areal hat viele naturbelassene Ecken und Nischen unter Birken.

Ferienhof Floger, Schleswig-Holstein

Campingplatz Ferienhof Folger

Zwischen Priel und Siel: Am Westerkoog gibt es nicht nur einen Campingplatz, sondern gleich vier. Lauschig aufgereiht wie Boote im Hafen – mit Deich und Nordsee vor der Tür. Der Klassenbeste ist der Ferienhof Folger mit seinem Streichelzoo samt Lamas und Minischweinen.

Naturcamping Plothenthal, Thüringen

Idyllisch mitten im Thüringer Wald liegt das Naturcamping Plothenthal, die hohen Nadelbäume bieten Schutz und vermitteln etwas Heimelig-Beruhigendes. Auf einer Lichtung befindet sich das Wiesenareal, wo sich Touristen auch ohne Reservierung ihren Platz suchen dürfen. Nicht weit ist es bis zum Thüringer Meer, ein von der Saale gespeister Stausee.

Tipps vom Camping-Profi: Fünf Fragen an Gerd Blank

Camping-Experte Gerd Blank © Stefanie Adam

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Nacht im Zelt?

Ja! Ich war neun und hatte ein „Yps“- Heft bekommen, in dem als Gimmick ein Minizelt aus Plastik drin war. Aus heutiger Sicht sage ich: eine Mülltüte mit offenem Boden. Aber als Kind fand ich es fantastisch. Ich habe darin im Garten übernachtet, das war die Initialzündung. 

Was gehört denn zu den Dingen, die Sie immer einpacken?

Da gibt’s zwei: Als erstes eine kleine, faltbare Hängematte aus Fallschirmseide – eine Seite wird am Auto festgemacht, die andere an einem Baum, schon habe ich überall ein wunderbares Ruheplätzchen, ich liebe das! Und als zweites ein Geschenk meiner Frau: ein Fernglas. Ich muss zugeben, dass ich für mein Leben gern aus der Ferne anderen Campern zugucke: Welches Vorzelt nehmen die, was haben die für Tools dabei? Und für meine Frau, die Wassersportlerin ist, können wir so immer schon vom Ufer aus feststellen, welche Kite-Schirmgröße die anderen Surfenden benutzen, das erspart unnötige Experimente.

Haben Sie einen Praxistipp fürs Leben im Wohnmobil?

Für den schnellen Abwasch habe ich immer eine kleine Sprühflasche mit Wasser und etwas Spülmittel an Bord. Die leistet mir unschätzbare Dienste und spart eine Menge von dieser wertvollen Ressource, wenn man das direkt nach dem Essen anwendet.

Ist Camping etwas für jeden?

Das Schöne heute ist: Du kannst dir inzwischen genau deine eigene Campingwelt zusammenbauen, es gibt immer mehr Plätze und Angebote für alles. Nehmen wir nur mal den Trend „Glamping“ – also „Glamorous Camping“. Da ist jetzt ein Luxus möglich, bei dem du auf fast nichts verzichten musst. Für die Autarken auf der Suche nach Einsamkeit wird es dadurch aber schwieriger. 

Verraten Sie uns einige Ihrer Lieblingsplätze in Deutschland?

Ein Klassiker ist Sankt Peter-Ording, wo man im Sommer mit dem Camper direkt an den Strand fahren darf. Zum Übernachten suchst du dir in der Nähe einfach einen normalen Platz. Und ich liebe Fehmarn – da haben gerade ein paar coole Jungs, die mehr geprägt sind vom Freiheitsgedanken als vom Parzellendenken, den Platz in Altenteil übernommen. Schöner Strand, großzügiges Gelände, super Sportmöglichkeiten: phänomenal!

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