Die 9 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Los Angeles

Mit rund vier Millionen Einwohnern ist Los Angeles nach New York City die größte Metropole der USA. Hinzu kommen jährlich Millionen von Besuchern, die vom Glanz und Glamour vergangener Tage, dem heute noch immer beachtlichen Promi-Auflauf oder der umliegenden Natur angezogen werden. Los Angeles steht sinnbildlich für die Unterhaltungsbranche der USA, insbesondere als Traumfabrik für Schauspieler hat sich die pulsierende Metropole einen Namen gemacht. Dafür steht charakteristisch auch das Hollywood Sign, das über der Stadt thront und gleichzeitig ein weltberühmtes Fotomotiv und eine viel gesehene Filmkulisse ist.
Im Sommer 2026 wird Los Angeles acht Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft im SoFi Stadium ausrichten. Und nur zwei Jahre später ist die Metropole Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Daher: Vorhang auf für die kalifornische Stadt der Träume. Hier kommen die neun wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Downtown Los Angeles

Mehr als ein reines Businessviertel: Downtown Los Angeles entwickelt sich gerade zu einem der angesagtesten Viertel der Stadt. Über die letzten Jahrzehnte haben sich hier zahlreiche Galerien, Boutiquen und Cafés angesiedelt, an vielen Ecken findet sich Street Art und der Grand Central Market ist einer der kulinarischen Hotspots von Los Angeles. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen diesen Besuchermagneten, die mitunter für die Gentrifizierung des Viertels gesorgt haben, und den hoch aufragenden Büro- und Wohngebäuden, die eine der markantesten Skylines im Westen der USA bilden.
Eines der wichtigsten Wahrzeichen von Downtown L.A. ist die Walt Disney Concert Hall, deren futuristisches Design mit geschwungenen Edelstahl-Paneelen aus der Feder von Stararchitekt Frank Gehry stammt und die das Los Angeles Philharmonic Orchestra beheimatet. Ebenfalls sehr sehenswert: das Museum of Contemporary Art (MOCA) und das The Broad, ein privates Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunstwerke. In letzterem ist vor allem der „Infinity Room“ von Yayoi Kusama erwähnenswert, der zu einem außergewöhnlichen immersiven Kunsterlebnis ausgestaltet wurde.
Mulholland Drive

Los Angeles ist eine Stadt mit enorm viel Autoverkehr. Manchmal ist das anstrengend, denn kurze Wege können hier extrem viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer den Mulholland Drive entlangfährt, freut sich dann aber doch darüber, einen Mietwagen ausgeliehen zu haben, denn hier warten die schönsten Panoramen der Stadt. Auf 34 Kilometern zieht sich die Straße, die dank David Lynchs „Mulholland Drive – Straße der Finsternis“ (2001) weltweite Berühmtheit erlangt hat, durch die Hollywood Hills und die Santa Monica Mountains.
Der Mulholland Drive versprüht zu jeder Uhrzeit eine besondere Atmosphäre. Tagsüber ist der Blick auf die umliegenden Berge und einzelne Sehenswürdigkeiten besser, abends oder nachts liegt Besuchern aber ein einzigartiges Lichtermeer zu Füßen. An einigen Punkten der Strecke lässt es sich aussteigen und die Aussicht genießen, beispielsweise am Universal City Overlook und am Jerome C. Daniel Overlook. Von vielen Kurven aus geht der Blick direkt auf das berühmte Hollywood Sign. Rundherum: die luxuriösesten Villen von Los Angeles und Palmen, wohin das Auge blickt.
Wichtig: Der Mulholland Drive ist teilweise sehr eng und kurvig. Es ist also stets Vorsicht geboten.
Getty Center

„Center“ ist der passende Name für diese Institution, denn es handelt sich hierbei nicht um ein einfaches Museum. Das Getty Center ist Ausstellungshaus, Veranstaltungsort, Konzertlocation und Gartenanlage in einem: ein großer Kulturcampus. Der Fokus in dem Gebäude, das zugleich Sitz des J. Paul Getty Trusts ist, liegt aber auf der ausgestellten Kunst. Insgesamt umfasst das Getty Center fünf jeweils zweistöckige Pavillons, in denen zahlreiche Fotografien aus dem 19. bis 21. Jahrhundert und andere europäische Werke – von dekorativer Kunst bis hin zu Gemälden – präsentiert werden. Eines der berühmtesten Gemälde im Getty Center ist Vincent van Goghs „Irises“.
Auch die Architektur des Getty Centers macht das Museum im Stadtteil Brentwood so sehenswert. Architekt Richard Meier konzipierte die Fassade aus cremefarbenen Travertin-Platten sowie das restliche Haus, das unter dem Einsatz von Glas, Eisen und Stein (und rund einer Milliarde US-Dollar) entstand und 1997 eröffnet wurde. Ein Highlight für Besucher sind die vier Gärten des Hauses, gestaltet von Robert Irwin. Insbesondere der Central Garden mit seinen geschwungenen Wegen, kunstvoll arrangierten Beeten und sorgsam gepflegten Hecken ist ein Hingucker. Weil das Getty Center auf einem Hügel liegt, bietet es phänomenale Rundum-Blicke. Gäste können per Tram hinauffahren. Übrigens: Das Getty Center ist kostenlos, einzig das Parken unten am Hügel kostet Geld.
Runyon Canyon Park

Wenn es ein Zentrum des gesunden Lifestyles in den USA gibt, dann ist das sicherlich Los Angeles. Von den Supermarktketten Whole Foods und Erewhon mit Fokus auf gesunde Bio-Produkte bis zu den Gold’s Gyms und dem weltberühmten Muscle Beach: Kein anderer Ort an der Westküste ist so eng verknüpft mit dem Ideal eines fitten Körpers. Das zeigt sich auch im Runyon Canyon Park, der oberhalb von Hollywood liegt und mit seinem hügeligen Terrain den perfekten Hotspot für ausgiebige Joggingrunden und Wanderungen darstellt. Von Hollywood aus ist man in wenigen Minuten an dem Park angekommen, und schon kann es losgehen. Verschiedene Trails locken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, immer wieder gibt es auch Plätze für Ruhepausen und Picknicks.
Von den Trails aus haben Wandernde fantastische Ausblicke auf Downtown Los Angeles, das Hollywood Sign und – bei guten Witterungsbedingungen – bis zum Pazifik. Chaparral-Büsche, Eukalyptusbäume und trockene Hügellandschaften sind charakteristisch für die Landschaft Südkaliforniens und im Runyon Canyon Park an beinahe jeder Ecke anzutreffen. Besonders empfehlenswert ist es, frühmorgens hierherzukommen: Zum einen lässt sich dann der Sonnenaufgang bestens beobachten, zum anderen ist es dann noch nicht so heiß.
Beverly Hills

Wussten Sie, dass Beverly Hills eigentlich nicht zu Los Angeles gehört? Es handelt sich dabei nicht einfach um ein besonders luxuriöses Viertel, sondern um eine eigene Stadt, quasi eine Enklave, die von West Hollywood und Los Angeles umrahmt wird. Während die Schere zwischen Arm und Reich in Los Angeles häufig sehr sichtbar ist, bildet Beverly Hills ein Luxus-Kleinod aus prächtigen Villen, palmengesäumten Alleen und viel Grünflächen. Nicht umsonst haben viele Prominente sich hier einen Rückzugsort unter ihresgleichen gesucht, etwa Marilyn Monroe oder Elvis Presley.
Besonders bekannt ist der Rodeo Drive, die wichtigste Einkaufsstraße in Beverly Hills, die von Flagshipstores von Chanel, Dior und Prada und anderen Luxuslabels geprägt wird. Darüber hinaus ist der Rodeo Drive eine Bühne für das Who is Who der High Society, hier begegnet man durchaus dem ein oder anderen Celebrity. Sehr sehenswert, zumindest von außen, ist auch das berühmte Beverly Hills Hotel, wo seit über einem Jahrhundert die wichtigsten Gäste der Stadt absteigen.
Santa Monica Pier & Venice Beach

Zwischen dem eleganten Santa Monica und dem wilden Venice Beach liegen nur wenige Kilometer. Verbunden sind sie durch einen Radweg direkt am Meer, auf dem Einheimische und Besucher entspannt an Palmen, Skatern und dem Pazifik entlang rollen. Der 1909 eröffnete Santa Monica Pier gilt bis heute als Symbol des klassischen California Dreamings: Straßenmusiker spielen vor dem bunt leuchtenden Riesenrad des Pacific Park, das scheinbar direkt über den Wellen schwebt, während sich rundherum Souvenirshops, Snackbars und Familien tummeln. Hier, in Santa Monica, endet übrigens die legendäre Route 66. Das Viertel ist dank breiter Sandstrände, hübscher Cafés und Boutiquen gepflegt und mondän.
Ganz anders präsentiert sich Venice Beach südlich davon. Auf dem legendären Boardwalk bilden Street Art, Musiker, Skateboarder und Fitnessfans eine Kulisse, die wie ein lebendiges Freilufttheater wirkt. Am berühmten Muscle Beach stemmen Bodybuilder Gewichte unter freiem Himmel; schon Arnold Schwarzenegger trainierte hier in den Siebzigern. Wenige Straßen weiter erinnern kleine Brücken und Wasserwege an die ursprüngliche Idee, hier einst ein „Venedig Amerikas“ entstehen zu lassen.
Hollywood Boulevard

Kaum ein Ort steht so sehr für den Mythos Hollywood wie dieser. Zwischen blinkenden Reklametafeln, Straßenkünstlern und Souvenirshops verdichtet sich entlang des Hollywod Boulevards die ganze Filmgeschichte von Los Angeles auf wenigen Häuserblöcken. Besonders berühmt ist der Walk of Fame, dessen mehr als 2.800 Sterne sich über weite Teile des Boulevards ziehen und Schauspieler, Musiker, TV-Stars oder Radiopersönlichkeiten ehren.
Im Zentrum des Trubels steht außerdem das legendäre TCL Chinese Theatre, eines der bekanntesten Kinos der Welt. Das 1927 im Stil einer chinesischen Pagode eröffnete Premierenkino wurde schnell zur Bühne glamouröser Hollywoodnächte. Bis heute pilgern Besucher zu den berühmten Hand- und Fußabdrücken der Filmstars vor dem Eingang. Gleich nebenan befindet sich das Dolby Theatre, wo jedes Jahr die Oscar-Verleihung stattfindet.
Trotz aller Ikonen wirkt der Hollywood Boulevard oft weniger glanzvoll, als viele erwarten: Hier zeigt sich Hollywood nicht nur als Traumfabrik, sondern auch als ein Ort voller Widersprüche. Genau das macht den Boulevard gleichzeitig faszinierend und für manch einen Besucher überfordernd.
Los Angeles County Museum of Art (LACMA)

Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) ist das größte Kunstmuseum im Westen der USA. Seit seiner Eröffnung 1965 hat sich das Haus mit mehr als 150.000 Werken aus rund 6.000 Jahren Kunstgeschichte zu einer der wichtigsten Kulturinstitutionen von L.A. entwickelt. Schon vor dem Eingang wartet mit „Urban Light“ ein ikonisches Fotomotiv: Die Installation des Künstlers Chris Burden besteht aus 202 restaurierten Straßenlaternen aus den 1920er- und 1930er-Jahren und leuchtet abends wie eine überdimensionale Filmkulisse.
In den vergangenen Jahren wurde das Museum umfassend umgebaut – ein Projekt, das in Los Angeles heftig diskutiert wurde. Rund zwei Jahrzehnte lang plante man den Um- und Neubau des LACMA, bevor 2020 große Teile des ursprünglichen Gebäudes, nämlich die Bauten des Architekten William Pereira, abgerissen wurden. Im April 2026 eröffnete schließlich der spektakuläre Neubau nach Entwürfen des Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor. Das futuristisch geschwungene Gebäude scheint teilweise über dem Wilshire Boulevard zu schweben und gilt als eines der ambitioniertesten Museumsprojekte der USA – auch wenn Kritiker bemängeln, dass der rund 724 Millionen Dollar teure Bau weniger Ausstellungsfläche bietet als die früheren Gebäude. Im Inneren zeigt das Museum aber nach wie vor Werke von Künstlern wie Picasso, Monet oder Warhol und verbindet klassische Kunst mit zeitgenössischen Positionen aus aller Welt.
Griffith Park

Mit seinen mehr als 17 Quadratkilometern gehört der Griffith Park zu den größten Stadtparks Nordamerikas. Wahrzeichen des Parks ist das Griffith Observatory. Das markante Gebäude wurde 1935 im Art-déco-Stil mit ägyptischen Einflüssen eröffnet und thront auf der Südseite des Mount Hollywood. Von Anfang an verfolgte das Observatorium die Idee, Astronomie für alle zugänglich zu machen, deshalb ist der Eintritt bis heute kostenlos. Highlights im Inneren sind etwa das Samuel Oschin Planetarium und das Leonard Nimoy Event Horizon Theater. Das Herzstück ist aber das historische Zeiss-Teleskop unter der großen Kuppel, durch das Besucher nachts Sterne und Planeten beobachten können. Auch die Aussicht hat das Observatorium berühmt gemacht: Vom Vorplatz blickt man direkt auf das Hollywood Sign und über das gesamte Häusermeer von Los Angeles.
Griffith Park zählt außerdem zu den beliebtesten Wandergebieten der Stadt. Zahlreiche Trails führen durch die Hügel bis zum berühmten Hollywood Sign, das ursprünglich 1923 als Werbung für ein Immobilienprojekt errichtet wurde und später zum Wahrzeichen von Los Angeles avancierte. Besonders beliebt sind Wanderungen zum Hollywood Sign Viewpoint oder weiter bis zum Mount Lee Summit mit weitem Blick über das Los Angeles Basin.