Top 7 Die schönsten spanischen Städte für Entdecker

Sie feiern ihre Historie, sie denken in die Zukunft, sie bauen ihrer Natur und ihren Kreativen großartige Häuser: Kleinode für Entdecker
Plaza de la Virgen Blanca in Vitoria
  • Vitoria-Gasteiz

Nachhaltig, kreativ, genussvoll

Bilbao und sein Guggenheim-Museum, San Sebastián und seine Gourmet-Restaurants mit derzeit insgesamt 16 Sternen: Das Baskenland ist schon seit Jahren ein Top-Reiseziel für Feinschmecker und Kunstkenner – leider aber auch ein recht überlaufenes. Deshalb legen wir Ihnen die kaum bekannte Hauptstadt Vitoria (baskisch: Gasteiz) ans Herz. Sie hat relativ überschaubare 250 000 Einwohner und liegt nicht am Meer, sondern 70 Kilometer landeinwärts, mit Blick auf die Hochebene Kastiliens.

Es gibt viele gute Gründe, die jeweils etwa eine Stunde mit dem Auto von Bilbao oder San Sebastián nach Vitoria zu fahren: Die vielen Parkanlagen haben dem auf Nachhaltigkeit bedachten Ort schon mal den Titel Europäische Umwelthauptstadt eingebracht. Jung ist die Stadt, Sitz der Baskischen Universität. Und voller Geschichte: 1181 wurde sie gegründet, über Jahrhunderte verlief dort die Zollgrenze zwischen Kastilien und Nordeuropa. Den vergangenen Reichtum sieht man Vitoria-Gasteiz an, etwa in der gotischen Kathedrale Santa María, die Ken Follett zu seinem Roman »Die Tore der Welt« inspiriert haben soll.

In puncto Kunst ist das Museum und Kulturzentrum Artium ein Highlight. Es zeigt in größtenteils unterirdisch gelegenen Räumen eine der größten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst in Spanien, darunter Werke von Salvador Dalí, Pablo Picasso, Joan Miró, Antoni Tàpies und Eduardo Chillida. Der baskische Bildhauer hat die Plaza de los Fueros am Rande der Altstadt mitgestaltet.

Kulinarisch spielt vor allem das Restaurant Zaldiaran in der Meisterliga, aber auch die einfacheren lokalen Spezialitäten sind ein großer Genuss: seien es die stadteigenen Trufas de chocolate, Schokoladentrüffel, oder die typisch baskischen Tapas namens pintxos. Besucher machen es am besten wie die Einheimischen und lassen sich rund um die Plaza de la Virgen Blanca von Bar zu Bar treiben. Auf keinen Fall dabei auslassen: die lokalen Apfelweinkeltereien, die sidrerías.

Artium Calle Francia 24, www.artium.org

Zaldiaran Avenida Gasteiz 21, www.restaurantezaldiaran.com

  • Madrid

Radtour durch die Hauptstadt

Im neuen Stadtpark Madrid Río vermietet Mobeo Fahrräder und bietet Touren an, darunter die »Madrid industrial«. Sie startet im Matadero, früher der Schlachthof, heute ein sehr spannendes Kulturzentrum. Matadero, Paseo de la Chopera 14, www.mobeo.es

  • Barcelona

Architektour 

Die spannendsten Bauprojekte in Kataloniens Hauptstadt sind der rote Faden der Rundgänge mit Stadtplanern und Architekten. Sie führen etwa zu Gebäuden von Bo ll und Gaudí oder zu den futuristischen Bauten in Poblenou. www.barcelonarchitecturewalks.com

  • Universität in Salamanca, Spanien
    Salamanca

Das Schmuckstück

UNESCO-Welterbe, Kulturhauptstadt Europas, Stadt mit dem besten Hochspanisch: Salamanca hat jeden dieser Titel abräumen können. Dank seiner rund 30000 Studenten gilt die Stadt zudem als besonders jung und kosmopolitisch. Ihre Universität, ein Schmuckstück der spanischen Renaissance, gehört zu den ältesten Europas. Und da die Einwohner für ihre deutliche Aussprache bekannt sind, haben sich zudem im Zentrum Dutzende Sprachschulen angesiedelt. Wen wundert es da noch, dass die Plaza Mayor, das von Arkaden und goldenen Sandsteingebäuden umringte Herzstück der Stadt, häufig als schönster Platz Spaniens bezeichnet wird?

  • Mérida

Ein Spektakel wie im alten Rom

Teatro Romano, Mérida
»Spanisches Rom« wird Mérida genannt. Die Stadt in der Extremadura wurde unter Kaiser Augustus gegründet, und die Römer haben ihr viele Schätze hinterlassen, darunter das mehr als 2000 Jahre alte Teatro Romano. Jedes Jahr im Juli und August ist es der Austragungsort für das Festival für Klassisches Theater. Auf die Bühne kommen dann Werke griechischer und römischer Dichter wie Sophokles, Homer oder Seneca. Eigentlicher Star ist und bleibt aber das Teatro selbst, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Schon zur Zeit der Römer bot es rund 6000 Menschen Platz, noch heute haben seine Besucher einen schönen Blick auf zweistufige, korinthische Säulenhallen hinter der Bühne. Lassen Sie sich von der Tatsache, dass die Stücke auf Spanisch sind und zu spanischen Zeiten beginnen (gegen 22.45 Uhr), nicht abschrecken: Gerade bei nächtlicher Beleuchtung wird diese Kulisse zum Happening.

Auch tagsüber ist Mérida ein Erlebnis: Die 792 Meter lange, mit 60 Granitbögen versehene Puente Romano, die den Río Guadiana überspannt, ist eine der längsten erhaltenen Brücken, die je von den Römern erbaut wurden. Weitere Römerschätze: Villen mit Mosaiken, der monumentale Torbogen Arco de Trajano, das Aquädukt Los Milagros oder die Ruinen des Hippodroms Circo Romano. www.festivaldemerida.es

  • Zaragoza

Europas größtes Flussaquarium, Zaragoza
Im nordspanischen Inland liegt Zaragoza, berühmt für seine Basílica del Pilar, die größte Barockkirche des Landes. Noch ein Grund, hinzufahren: das spannendste Aquarium des Landes. Die Meere spielen dort keine Rolle, es handelt sich um Europas größtes Flussaquarium. Zu sehen sind mehr als 300 Fische, Reptilien und Säugetiere, die etwa im Nil, im Amazonas oder im Ebro, der durch Zaragoza fließt, leben. www.acuariodezaragoza.com

  • Getaria

Zwischen San Sebastián und Bilbao, auf einer schmalen Landzunge im Golf von Biskaya, liegt das kleine Hafenstädtchen Getaria. Dort wurde 1895 Cristóbal Balenciaga, Sohn eines Fischers und einer Näherin, geboren. Von seinem Aufstieg zum gefeierten Modedesigner erzählt ein großartiges Museum. Es wurde 2011 eröffnet – hinter der glatten, schwarzen Fassade eines Neubaus. Der schließt direkt an den schönen Adlamar-Palast an, in dem Balenciagas erste Förderin lebte. Der Couturier ist auf dem Dorffriedhof begraben. www.cristobalbalenciagamuseoa.com

Anzeige