Fribourg: 10 Sehenswürdigkeiten in der Heimat des Gruyère

Kaum eine Region hat die Schweizer Küche so geprägt wie der Kanton Fribourg, Heimat des Gruyère. Und mittendrin liegt die Stadt Fribourg voller Gassen, Treppen und Aufbruchstimmung. Hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Text Silvia Tyburski
Datum13.08.2026

Der französisch- und deutschsprachige Kanton Fribourg, gelegen zwischen Bern und dem Genfer See, scheint ein guter Ort für Menschen mit kreativen Ideen und viel Engagement zu sein, besonders in der Kulinarik. Die Region nimmt zwar gerade mal vier Prozent der Fläche der Schweiz ein, doch fast ein Viertel aller Lebensmittel, die das Schweizer Gütesiegel AOP tragen, stammen von hier. Bekannte Käsesorten wie Le Gruyère aus dem Süden des Kantons und Vacherin fribourgeois gehören dazu, ebenso der kamingeräucherte, in Kräutern und Salz eingelegte Beinschinken Jambon de la Borne. 

Einen Ort zu finden, an dem man hervorragend essen kann, ist in der Kantonshauptstadt daher nicht schwer – abgesehen von den vielen Treppen und steilen Straßen, die man dabei überwindet. Fribourg hat nicht nur eine moderne Ober- und eine mittelalterliche Unterstadt, sondern auch einen historischen Ortskern mit der Kathedrale dazwischen. Die verkehrsberuhigte Rue de Lausanne mit vielen Boutiquen ist eine Verbindungsachse vom oberen Teil bis hinunter zum Mittelteil mit dem Rathausplatz.

Es gibt hier jedenfalls noch deutlich mehr zu entdecken als gute Gastronomie. Wir stellen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Fribourg und ihrer Umgebung vor.

1

Kathedrale St. Nikolaus

Von März bis November darf der 76 Meter hohe Turm der Kathedrale erklommen werden.

Der gotische Bau ist das Herzstück der Stadt und mit seinen Buntglasfenstern und Orgeln (auf denen Franz Liszt und Anton Bruckner gespielt haben) unbedingt einen Besuch wert. Zwischen Juli und August geben Organisten täglich um 12.15 Uhr Konzerte, und viele weitere finden während des Orgelfestivals im September statt.

stnicolas.ch

2

Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle

Das kleine Museum ist dem Fribourger Bildhauer und seiner Frau, der Bildhauerin Niki de Saint Phalle, gewidmet. Er ist für seine beweglichen, an riesige Maschinen erinnernden Plastiken bekannt, sie für ihre runden Frauenfiguren, die Nanas. Ein Brunnen, den Tinguely entwarf, steht außerdem neben dem Grand Café an der Schützenmatte.

fr.ch/mahf

3

Museum für Kunst und Geschichte

Fast nebenan (und unter derselben Adresse zu finden) ist dieser Renaissancebau. Zu sehen sind dort bis zu 1000 Jahre alte Exponate: Ritterrüstungen, antike Möbel, Kirchenkunst, Wandteppiche, Zunftschilder. Im Keller findet sich ein etwa zwei mal vier Meter großes Aquarell, das die Stadt im Mittelalter zeigt.

fr.ch/mahf

4

Standseilbahn von Fribourg

Hier zu sehen: die Talstation von Fribourgs Standseilbahn.

Das ikonische Verkehrsmittel Fribourgs wurde 1899 für die Arbeiter der Brauerei Cardinal gebaut, es funktioniert mit Abwasser. Oben wird der Tank der Standseilbahn befüllt, dessen Gewicht dann den unteren Wagen nach oben zieht, während der obere Waggon nach unten gleitet.

5

Wanderung um den Lac de Montsalvens

Smaragdgrün glitzert der Lac de Montsalvens südlich von Fribourg.

Der leuchtend grüne Stausee liegt unterhalb des Hotels Vieux Chalet, in etwa drei Stunden kann man ihn bequem umrunden. Unter anderem geht es durch das Dorf Charmey im Osten des Sees und über die beeindruckende Staumauer auf der Westseite. 

fribourg.ch/de/la-gruyere

6

Fromagérie d’alpage de Moléson

François Kolly in seiner Alpschaukäserei in Moléson

In der traditionellen Käserei lernt man nicht nur viel darüber, wie Käse entsteht, in den Sommermonaten kann man ihn auch im Außenbereich bei einem Glas Wein verzehren. Nett für Familien: Auf der Wiese vor der Hütte grasen Ziegen, und vor ihrem Stall nebenan scharren Hühner im Sand. Nebenan gibt es eine Sommerrodelbahn.

moleson.ch/fromagerie-dalpage

7

Alpabzug in Charmey

Abschied vom Sommer, Abschied von den Almen

Am letzten Samstag im September feiert das Dorf Charmey das Ende der viermonatigen Almsaison ihrer Kühe. Neben Musik und verschiedenen kulinarischen Angeboten gibt es Kunsthandwerk und einen Käsemarkt.

desalpe-charmey.ch

8

Les Bains de la Gruyère

In bester Lage, mit Blick auf die Berge: das Thermalbad von Charmey.

Im warmen Wasser mit Blick auf die Berge oder in einer der verschiedenen Saunen und Dampfbäder entspannen: genau das Richtige nach einer Wanderung. Das Thermalbad in Val-de-Charmey ist jeden Tag geöffnet und bietet neben den typischen Wellness-Annehmlichkeiten auch Behandlungen und Massagen.

bainsdelagruyere.ch

9

Murtensee

Rund 20 Kilometer nördlich der Stadt Fribourg liegt der Murtensee mit dem gleichnamigen Dorf am Ufer.

Der Strand am Südwestufer von Salavaux misst etwa einen Kilometer und ist damit der längste Süßwassersandstrand Europas an einem Binnensee. In Murten selbst finden Wassersportfans Kurse und Ausrüstung im Surfcenter Bise Noire.

bisenoire.ch

10

Confiserie Suard

In den drei Filialen der Confiserie in Fribourg bekommt man knackiges Gebäck und verlockend bunte Törtchen, vor allem aber auch den in der Stadt und Region berühmten Chilbisenf („Moutarde de Bénichon“, ebenfalls ein tolles Mitbringsel). Der fruchtig-scharfe Aufstrich aus Senfkörnern, Weißwein auf Birnenbasis, Zimt und Anis wird zum Erntedankfest, das hier Chilbi genannt wird, mit Safranbrötchen gegessen.

confiserie-suard.ch