Diese 7 südschwedischen Städte sind eine Reise wert

Götaland, der südlichste Teil Schwedens, hält weite Strände, sattgrüne Landschaften und alte Wälder bereit. Mindestens genauso beeindruckend wie die hiesige Natur sind die Städte zwischen Kattegat und Ostsee. Weit bekannt: die südliche Metropole Malmö, die viele Schwedenurlauber bei ihrer Anreise über die Öresundbrücke passieren. Ebenfalls hoch im Kurs steht Göteborg, das mit Innovation, Design und viel Lässigkeit überzeugt.
Wer es auf Reisen noch ein bisschen entspannter angehen lassen will – ohne dabei auf Kultur, Architektur und Sehenswürdigkeiten zu verzichten – der stattet folgenden südschwedischen Städten einen Besuch ab.
Helsingborg

Das Schlösschen Sofiero mit seiner blühenden Parkanlage, das vielfältige Kulturprogramm im Dunkers Kulturhus, das Freilichtmuseum Fredriksdal und zwischendurch eine Fika-Pause in einem der charmanten Cafés: Helsingborg hat vieles zu bieten. Auch aus historischer Sicht entpuppt sich die Küstenstadt als spannendes Pflaster. Bis ins Jahr 1658 gehörte sie zum gegenüberliegenden Nachbarland Dänemark und der dortigen Stadt Helsingør.
Heute sind beide Orte durch die Landesgrenze am Kattegat zwar offiziell getrennt, durch eine ständige Fährlinie jedoch weiterhin eng miteinander verbunden. So lässt sich auch ein Besuch im renommierten Louisiana Museum für Moderne Kunst auf dänischer Seite bestens unterbringen. Die Anfahrt dauert nur knapp 40 Minuten. Wer lieber auf schwedischem Boden bleibt, kann sich im historischen Zoegas Café umschauen, das seit 1886 zu den besten Kaffeeröstereien des Landes zählt.
Vimmerby

Das Städtchen Vimmerby und dessen ländliche Umgebung sind ein Pilgerort für alle Astrid-Lindgren-Fans: Wo die berühmte Kinderbuchautorin geboren und aufgewachsen ist, folgen Besucher den Spuren ihrer Helden Pippi, Michel und Ronja. Im einstigen Wohnhaus der Lindgrens betreibt eine Stiftung heute ein Museum, das sich dem Werk und der Erzählkunst der Schriftstellerin widmet.
Auch Vimmerby selbst wirkt, als wäre es einem der beliebten Kinderbücher entsprungen. In seinem Kern finden sich schmucke Gassen wie die Storgatan mit ihren satt gefärbten und perfekt gepflegten Häuschen. Und in der nahen Umgebung laden Seen und Wälder dazu ein, die schwedische Natur zu erleben wie die Kinder von Bullerbü.
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Eksjö

Mit ebendieser Schweden-Romantik kann auch das nächste Reiseziel überzeugen: Eksjö in Småland gilt als die am besten erhaltene Holzstadt des Landes und wurde für seine sorgfältigen Sanierungen ausgezeichnet. Nördlich der strahlend weißen Kirche beginnt das Ensemble aus roten, grauen und gelben Häuschen.
In einigen der historischen Bauten befinden sich heute historische Museen, so etwa der Hof Aschanska, die Häuser von Fornminnesgårde und das Eksjö Museum. Südlich der Kirche wiederum ergibt sich ein anderes Bild: Hier zerstörte 1856 ein Brand die alte Bausubstanz, die Straßen und Gebäude sind daher deutlich jünger.
Kalmar

Die Innenstadt von Kalmar, dem Tor zur Insel Öland, ist gesäumt von gemütlichen Cafés und Geschäften – ideal für einen gemütlichen Bummel. Auf kleinem Raum kommt hier vieles zusammen: typische Holzhäuser, ein Zentrum mit barockem Dom, ein kleiner Hafen und ein trutziges Schloss mit Park und Strand nebenan. Wer es noch ruhiger mag, wird in der weitläufigen Natur rund um die Stadt fündig. Hier gibt es zudem eine große Auswahl an schmucken Ferienunterkünften.
Karlskrona

Wer in Karlskrona auf der Insel Trossö wohnt, sollte mindestens ein Boot besitzen. Schließlich ist nicht nur das historische Zentrum aus dem 17. Jahrhundert, sondern gleich die ganze Gemeinde auf mehreren Eilanden verteilt. Aufgrund ihrer sehenswerten Barockbauten listet die UNESCO Karlskrona als Welterbe.
Zum Ensemble gehören auch die breiten Straßen, die Dreifaltigkeitskirche sowie die Friedrichskirche und der monumentale Hauptplatz, die Karl XVI. und seine Nachfolger auf der Insel Trossö hinterlassen haben. Ein weiteres Highlight: die außerordentlich malerische Kleingartensiedlung „Brändaholms Kolonistugor“, die von Wasserseite aus eines der beliebtesten Postkarten- und Fotomotive Schwedens ergibt.
Göteborg

Die Stadt hinter der Älvsborgsbron spannt sich spektakulär über ihre Hafeneinfahrt. Mit einer lockeren Atmosphäre, spannenden Museen, Innovationen und Kultur zieht Göteborg nicht nur seine vielen Studierenden, sondern auch Besucher in seinen Bann. Sehr sehenswert: Haga, das ehemalige Arbeiterviertel, in dem sich heute vielfältige Boutiquen, Cafés und kleine Lokale finden.
Das Stadtbild wird neben dem berühmten Hafen auch von holländisch anmutenden Kanälen, Parkanlagen und der Einkaufsstraße Kungsportsavenyn geprägt. Wer etwas mehr Adrenalin präferiert, kann den Vergnügungspark Liseberg besuchen. Dort wartet neben verschiedenen Fahrgeschäften auch ein Skulpturengarten.
Weitere Tipps für Göteborg hier im Merian-Podcast hören.
Lund

Die Universität prägt Lund heute mehr als alles andere und hat ihr Zentrum gleich nordöstlich des Doms aus dem 12. Jahrhundert. Ebendieser 90 Meter lange Sakralbau erzählt vom Mittelalter, als die Stadt Bischofssitz war, bis zur Reformation. Historisch und kulturell interessant ist auch das seit mehr als 100 Jahren bestehende Freilichtmuseum Kulturen, das Originalgebäude verschiedener Lebenswelten zeigt – vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, vom ärmlichen Bauernhof bis zur Professoren-Residenz.
Das moderne Leben hingegen spielt sich eher nebenan auf dem großen Campus rund um das Hauptgebäude der Universität ab. Kein Wunder: Fast die Hälfte der Einwohner sind Studierende.