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Tipps für Tallinn: Restaurants, Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Hauptstadt Estlands hat viele Vorzüge: ein reiches kulturelles Erbe, architektonisch wertvolle und historische Gebäude, eine exzellente Clubkultur und moderne Hotels. Unsere Top Tipps für eine Reise nach Tallinn:

Am nördlichen Ende Estlands, direkt an der Ostsee, liegt die Traumstadt Tallinn. Sie gilt als kulturelles Zentrum des Landes und macht ihrem Ruf alle Ehre: Zahlreiche Museen, Clubs und Aktivitäten locken Gäst:innen in die bezaubernd schönen Altstadtgassen und die modernen Ecken der Stadt. 

Währenddessen versteht Tallinn es wie kaum eine andere Stadt Nordeuropas, Tradition und Moderne zu vereinen. Etliche Start-Ups siedeln sich hier an, und in puncto Digitalisierung hat Estland weltweit die Nase vorn. Welche Highlights die hübsche Stadt am Meer sonst noch zu bieten hat, verraten wir Ihnen hier.

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Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Tallinn

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Kirchen, Kultur und Kunst: Tallinn lockt mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen – geprägt durch unterschiedliche historische Gegebenheiten. Wo Sie etwas über die Geschichte der Hauptstadt Estlands erfahren und wo es sich am besten feiern lässt, lesen Sie im Folgenden.

Niguliste: Künstlerische Kirche 

In der früheren Kirche Niguliste befindet sich eine Ausstellung des estnischen Kunstmuseums. Deutsche Kaufleute aus Gotland haben diese Kirche gegründet. Den Höhepunkt der Sammlung spätmittelalterlicher Altarbilder bildet der 7,5 Meter lange „Totentanz“ des Lübeckers Bernt Notke. Außerdem zu sehen sind Teile des Silberschatzes der Schwarzhäupter-Vereinigung, einer nur im Baltikum ansässigen Kaufmannsgilde.

Ungeliebtes Wahrzeichen: Alexander-Newski-Kathedrale

In vielen Reiseführern wird die orthodoxe Kirche mit ihren markanten schwarzen Kuppeln als Wahrzeichen Tallinns abgebildet – doch die Est:innen lieben sie gar nicht. Immer wieder dachte man sogar darüber nach, sie abzureißen, denn der Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Bau gilt als Symbol der russischen Unterdrückung. Wer allerdings orthodoxe Gesänge mag, sollte hier einen Gottesdienst besuchen.

Geschichtskunde im Estnischen Historischen Museum

Das einstige Haus der Großen Gilde beherbergt heute ein Multimedia-Museum, das unter dem halb ironischen, halb ernsten Motto „spirit of survival“ über Estlands Geschichte informiert. 

Kunst- und Kulturtreff im „Kuku Klubi“

Der „KuKu Klubi“ hat viel zu Estlands Freiheit beigetragen. Politische Aktivist:innen und Künstler:innen trafen sich schon seit 1935 im Keller der Kunsthalle, um sich US-Jazz und politischen Debatten hinzugeben. Heute ist das „KuKu“ für die Auftritte von Punk-Rock-Bands bekannt.

Gastronomie in Tallinn: MERIAN-Geheimtipps

Nordisch-asiatische Fusionsküche und das älteste Kaffeehaus sind zwei unserer gastronomischen Highlights beim Besuch von Tallinn.

„Lee Restoran“: Bäuerliche Gerichte in gemütlichem Ambiente

Das estnische Wort für Brot ist „Leib“. Das fast schwarze, süßliche Roggenbrot war jahrhundertelang das wichtigste Nahrungsmittel der estnischen Bauern und Bäuerinnen. Heute serviert das ursprünglich nach ihm benannte Restaurant in einem romantischen Hof bei der Stadtmauer bäuerliche Gerichte aus regionalen Zutaten. Mittlerweile heißt es „Lee Restoran“.

„NOA“: Fusionsküche mit bestem Ausblick

Aus zwei Gründen sollte man ins „NOA“: wegen des Blicks auf die Bucht und auf die Skyline von Tallinn, doch vor allem wegen der außergewöhnlichen Kombination von nordischer und asiatischer Küche. „Salzforelle mit Roggenbrot, Zitrusfrüchten und Wachtelei“ oder „Aal mit Algen, Wasabi und Sesam“ sind ein echter Genuss.

Ältestes Kaffeehaus der Stadt: „Café Maiasmokk“

„Leckermaul“, so lautet auf Deutsch der Name des ältesten Kaffeehauses der Stadt. 1864 wurde es nahe des Rathauses eröffnet, und sein Interieur hat sich durch all die bewegten Zeiten hindurch kaum verändert. Zum „Maiasmokk“ gehört ein Raum, in dem man beim Bemalen von Marzipan zuschauen kann. Seit Jahrhunderten streiten Lübeck und Tallinn darüber, wer das „süße Brot“ erfunden hat.

Millimallikas trinken in der „Valli Baar“

Die drei estnischen Erfinder:innen von Skype haben diese unscheinbare Bar unterhalb des Doms berühmt gemacht. Das Trio schaute hier regelmäßig vorbei und holte sich bei einem „Millimallikas“ neue Inspiration. Die Mischung aus Tequila, Sambuca und Tabasco sorgt stets für ein volles Haus – auch wenn manche die hochprozentige Mischung anschließend mit einem eigens dafür empfohlenen Orangensaft löschen müssen. Also nur Mut!

Übernachten im „Radisson Blu Hotel Olümpia“

Wer nach Tallinn reist, sollte mindestens drei Tage einplanen, um die Stadt in ihrer gänzlichen Schönheit aufzusaugen. Unser Übernachtungstipp: Das „Radisson Blu Hotel Olümpia“. Errichtet wurde das Haus für die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele von Moskau 1980, die in Tallinn stattfanden. Bis heute hat es – trotz Modernisierungen – einen gewissen sozialistischen Charme. Großes Plus: Die Zimmer in den oberen Etagen bieten großartige Ausblicke auf den Hafen und die Altstadt.

Sightseeing in Tallinn: So gelingt der Rundumschlag

Der Anbieter „Like a local guide“ hat über 30 Tallinn-Touren im Programm. Sie führen zu historischen Sehenswürdigkeiten, aber auch in die Start-up- oder die Craft-Beer-Szene – eine geeignete Möglichkeit, um möglichst viel von Tallinn auszukundschaften.

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