Die 9 schönsten Strände in Dänemark

Dänemark punktet nicht nur mit Design-Städten wie Kopenhagen und Aarhus. Auch für seine endlosen Strände – ob an Nordsee oder Ostsee – ist das Nachbarland bekannt. Wer zum Sonnenbaden nach Dänemark kommt, kann sich über einsame Strandabschnitte freuen, die selbst im Hochsommer tiefenentspannt bleiben. On top: weite Dünenlandschaften, angenehme Temperaturen, stylische Ferienhäuser und eine perfekte Infrastruktur.
Merian zeigt neun der schönsten Strände in Dänemark.
Das Ende Dänemarks: Grenen

Dieser Strand ist einer der wenigen in Dänemark, an dem nicht gebadet werden sollte – zu gefährlich ist die Strömung an dem Ort, an dem Nord- und Ostsee aufeinandertreffen. Genau dieses Naturphänomen macht Grenen, Dänemarks nördlichstem Punkt, so besonders: Wer genauer hinsieht, kann bei guter Sicht nicht nur zahlreiche Schiffe beobachten, sondern auch, wie die Meere hier aufeinandertreffen. Der sogenannte Sandormen, ein Traktor samt Anhänger, bringt Urlauber von Skagen bis Grenen. Bis in die 1940er wurde das Gefährt genutzt, um Baumaterial zu transportieren, später entwickelte es sich zu einer bis heute beliebten Touristenattraktion.
Der Strand ist umgeben von einem Naturschutzgebiet mit Dünen und zahlreichen Vogelarten, die hier Schutz gefunden haben. Neben den Wanderwegen, die durch die Küstenlandschaft führen, ist auch die nächstgelegene Skagen einen Abstecher wert.
Blokhus Strand: Mit dem Auto bis ans Meer

Am Blokhus Strand in Nordjütland ist nicht nur das Baden erlaubt, sondern auch das Autofahren: Ob Oldtimer, Campervan oder Kleinwagen: Zahlreiche Besucher rollen – vor allem in den Sommermonaten – motorisiert an die sogenannte Jammerbucht, um den Spaß und das Freiheitsgefühl auszukosten. Dass Fahrzeuge hier zugelassen sind, tut der Schönheit dieses Küstenabschnitts keinen Abbruch. Zu schön ist der feine, weiße Sandstrand, der von Dünen und von weißen Hütten eingerahmt wird.
Auch Wind- und Kitesurfer lieben den Blokhus Strand im Nordwesten Dänemarks, die Verhältnisse sind ideal für sämtliche Segelsportarten Darüber hinaus sind auch Hunde herzlich willkommen. Bei schönem Wetter sollten Urlauber bis zum späten Sonnenuntergang bleiben, an diesem Ort ist er besonders magisch.
Familienparadies auf Fünen: Kerteminde

Nordöstlich von Odense, auf der charmanten Insel Fünen, liegt dieser Strand. Es gibt diverse Strandabschnitte im Ort Kerteminde, der Nordstrand ist der kinderfreundlichste: Der Sand ist weich und der Einstieg ins klare Wasser flach. Darüber hinaus wurde der Nordstrand mit der Blauen Flagge für besonders gute Wasserqualität ausgezeichnet. Auch Aktivurlauber kommen hier auf ihre Kosten: Ob Windsurfen, Kajakfahren oder Stand-up-Paddling, der Nordstrand und das Wasser des Großen Belts bieten sich hierfür bestens an.
Alternativ lädt die umliegende Natur zu Wanderungen und Fahrradtouren ein. Perfekt für einen Ausflug mit Kindern: das interaktive Forschungszentrum Fjord & Bælt.
Dueodde: Sandstrand auf Bornholm

Dueodde liegt auf der Südostspitze von Bornholm und bildet einen der schönsten Küstenabschnitte der ganzen Insel. Warum, wird bei einem Besuch schnell klar. Der Sand ist weiß, das Meer an manchen Tagen fast türkis. Noch dazu gilt der Sand von Dueodde als besonders fein, einst importierten Länder wie Großbritannien und Frankreich diesen Naturschatz für die Herstellung von Sanduhren.
Heute legt man großen Wert darauf, dass die kostbare Landschaft erhalten bleibt. Ein langer Holzsteg führt zum Strand und stellt sicher, dass auch Kinderwagen, Rollstühle und Bollerwagen direkt mit ans Ufer kommen. Surfen und andere Wassersportarten sind an ausgewiesenen Stellen möglich. Wer die Südspitze noch aus einer anderen Perspektive genießen möchte, macht einen Ausflug zum nahen Leuchtturm Dueodde Fyr, dessen Aussichtsplattform einen Rundumblick auf die Ostsee eröffnet.
Der Allrounder: Strand von Rømø

Die dänische Nordseeinsel Rømø hält diesen eindrucksvollen, zwölf Kilometer langen Sandstrand inmitten des UNESCO-Welterbes Wattenmeer bereit. Dank seiner besonders schützenswerten Umgebung und des sauberen Wassers wurde er mit einer Blauen Flagge ausgezeichnet. Dennoch ist das Autofahren, genau wie am Blokhus Strand, erlaubt. Eine Mischung, die bei deutschen Urlaubern besonders beliebt ist. Aufgrund der guten Windverhältnisse trifft man hier zudem häufig auf Wind- und Kitesurfer sowie auf Strandsegler, die mit Topspeed über den flachen Sand düsen.
Wer weniger Action und mehr Naturnähe sucht, findet auf der Insel perfekte Bedingungen für Vogelbeobachtungen. Das umliegende Wattenmeer dient tausenden Zugvögeln als Raststätte und Seevögeln als Brutgebiet. Auf ausgiebigen Spaziergängen lässt sich die Vielfalt der maritimen Flora und Fauna bestens erfassen. Ein weiteres Highlight: das alljährlich im September stattfindende Rømø Drachenfestival. Dann steigen Hunderte Drachen gen Himmel und hüllen den Strand in ein buntes Farbenmeer.
Søndervig: Dänemarks schönster Sonnenuntergang

Gesäumt von sanften, mit Gras und Schilf bewachsenen Dünen, zählt der Küstenabschnitt in Søndervig zu den schönsten des Landes. Die hervorragende Wasserqualität hat auch diesem Strand die Blaue Flagge eingebracht. Auch Hunde sind herzlich willkommen: Es gibt mehrere ausgewiesene Bereiche, die freien Auslauf im Sand ermöglichen. Besonders beliebt ist Søndervig übrigens bei Sonnenuntergang, wenn die Wolkenformationen über der Nordsee in bunten Farben leuchten.
Tipp: Jedes Jahr im Frühling findet in Søndervig das Sandskulpturenfestival statt, bei dem Künstlerinnen und künstler eindrucksvolle Sandfiguren erschaffen.
Palmen am Kattegat: Frederikshavn

Palmen in Dänemark? Ja, richtig gelesen: In Frederikshavn gibt es sie, zumindest in den Sommermonaten. Der Palmenstrand in Frederikshavn wurde im Jahr 2004 künstlich angelegt; mittlerweile finden sich hier rund 100 Palmen. Jeden Winter werden sie in einem nahegelegenen Gewächshaus untergebracht, um sie vor der skandinavischen Kälte zu bewahren. Im Mai kehren sie an den hellen Sandstrand zurück.
Mit Blick auf das Kattegat, wo Ost- und Nordsee zusammentreffen, lässt es sich hier schwimmen, sonnenbaden, Volleyball spielen und vieles mehr. Neben einem Volleyballfeld, einem Spielplatz, sanitären Anlagen und einem Kiosk gibt es am Palmenstrand in Frederikshavn auch eine Rampe für Rollstuhlfahrer, außerdem werden vor Ort einige Wassersportgeräte verliehen.
Marielyst: Traumstrand auf der Insel Falster

Der Küstenabschnitt und der gleichnamige Ferienort Marielyst befinden sich im Südosten der Ostseeinsel Falster. Wegen des klaren, seichten Wassers und des breiten, rund 20 Kilometer langen Strands kommen besonders Familien mit Kindern gerne hierher.
Auch Wassersport ist beliebt, das vorgelagerte Ostsee-Revier eignet sich bestens zum Stand-up-Paddling, Windsurfen und Kajakfahren. Darüber hinaus gibt es einen barrierefreien Zugang zum Strand. In der Umgebung finden sich Wanderwege durch die Natur von Falster. Im angrenzenden Ferienort laden Cafés und Restaurants zur anschließenden Einkehr.
Tipp: Ab Rostock starten regelmäßig Fähren ins nahe Gedser. Die Überfahrt dauert knapp 2,5 Stunden.
Tisvildeleje: Dünen und bunte Badehäuschen

Nur etwa 60 Kilometer von Kopenhagen entfernt befindet sich Tisvildeleje, ein heller Sandstrand, der von grün bewachsenen Dünen eingerahmt wird. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts erfreuen sich Besucher an den historischen Badehäuschen, die mit all ihren Farben ein beliebtes Fotomotiv abgeben. Auch dieser Strand ist kinderfreundlich und wurde in der Vergangenheit bereits häufiger mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Nicht nur das angrenzende Waldgebiet Tisvilde Hegn – eines der größten in ganz Dänemark – ist einen Abstecher wert. In der Kleinstadt Tisvilde gibt es eine Vielzahl an gemütlichen Ferienunterkünften, einige Restaurants und im Sommer viele Veranstaltungen.
Hinweis: In der Hauptsaison – zwischen 1. Juni und 15. September – sind Hunde am Strand nicht erlaubt.