Lebkuchen bis Stollen: 8 besonders leckere Weihnachtsmärkte und ihre Spezialitäten

Lichterglanz, Gemütlichkeit und Beisammensein machen den Zauber der Weihnachtsmärkte aus. Aber was wäre das Ganze ohne die vielen Köstlichkeiten? Wir stellen acht Märkte und ihre besonderen Weihnachtsspezialitäten in ganz Deutschland vor.
Text Merian Redaktion
Datum05.11.2026

Printen in Aachen, Klaben in Bremen, Schittchen in Erfurt: Viele deutsche Städte und Gemeinden fertigen zur Adventszeit ihr ganz eigenes, lokales Weihnachtsgebäck. Manche der traditionsreichen Rezepte reichen Jahrhunderte zurück und werden noch heute in Handarbeit gebacken.

Oft stehen hinter den bekannten Weihnachtsmarkt-Spezialitäten alteingesessene Bäckerfamilien. Aber auch kulinarische Newcomer verpassen den Produkten mitunter einen modernen Anstrich. Merian stellt acht kulinarisch bedeutende Weihnachtsmärkte und ihre Spezialitäten in ganz Deutschland vor. 

1

Bremer Klaben auf dem Weihnachtsmarkt

Weihnachtlichen Glanz und Bremer Klaben finden Besucher auf dem geschmückten Marktplatz der Hansestadt.

Die Vorweihnachtszeit feiert die Hansestadt besonders festlich mit dem Bremer Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz rund um den Roland. Ebenfalls beliebt: ein Rundgang auf dem „Schlachte-Zauber“ am Weser-Ufer, wo im historischen Piratendorf der Honigwein Met fließt. Zum Advent dürfen auch Bremer Klaben nicht fehlen, eine Art Hefestollen mit Rosinen, Zitronat, Mandeln und Kardamom, dessen Ursprung auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Der erste Klaben des Jahres wird Mitte November auf dem Marktplatz vor dem Rathaus angeschnitten. Probieren kann man ihn auf dem Weihnachtsmarkt oder in traditionsreichen Bäckereien wie der Konditorei Knigge in der Sögestraße.

23. November bis 23. Dezember 

bremen-weihnachtsmarkt.de

2

Printen auf dem Aachener Weihnachtsmarkt

Printen in Traditionsarbeit fertigt die Aachener Bäckerei Klein.

Ihren Ursprung haben die Printen bereits im Mittelalter, als Aachener Bäcker die herbeiströmenden Pilger mit einem haltbaren Gebäck versorgten. Typisch ist der braune Kandiszucker im Teig, die Konsistenz reicht von knusprig-hart bis saftig-weich. Als original „Aachener Printen“ dürfen sie nur in Aachen und einigen Nachbarorten wie Eschweiler und Stolberg gebacken werden. Eingespielt ist die Produktion zum Beispiel in der Printenbäckerei Klein in der Franzstraße. Hier werden die Printen seit 1912 im eigenen Ofen gebacken, inzwischen führt die vierte Generation den Betrieb. Ein weiterer geschäftiger Umschlagsplatz für die beliebte Spezialität: der stets außerordentlich gut besuchte Aachener Weihnachtsmarkt rund um Dom und Rathaus.

20. November bis 23. Dezember 2026

aachenweihnachtsmarkt.de

3

Schittchen auf dem Weihnachtsmarkt von Erfurt

Eine Spezialität auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt sind die „Schittchen“.

Die Gera, die Krämerbrücke und viele verwinkelte Gassen: Die thüringische Landeshauptstadt ist ohnehin sehr romantisch. Im Winter noch einmal mehr, dann spielen der beleuchtete Dom St. Marien, die Severikirche und die glitzernden Weihnachtsdekorationen hier die Hauptrolle – und natürlich die beliebten Erfurter Schittchen, die lokale Variante des Christstollens. Aber auch für die klassische Rostbratwurst sowie Handwerke und Geschenke aus dem Erzgebirge lohnt ein Ausflug auf den Erfurter Weihnachtsmarkt. 

24. November bis 22. Dezember

erfurt-weihnachtsmarkt.de

4

Lebkuchen auf dem Nürnberger Christkindlmarkt

Unbedingt probieren: die echten Nürnberger Lebkuchen, eine kulinarische Institution der Stadt.

Keine andere Stadt in Deutschland ist so bekannt für ihre Lebkuchen wie diese: Über Generationen hinweg haben lokale Bäckerfamilien ihre Rezepte weitergegeben und stetig perfektioniert. Seit 1996 gilt der „Nürnberger Lebkuchen“ sogar als geschützte geografische Auszeichnung. Folgerichtig gehört das Gebäck zu den Highlights auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt, der sich rund um den Hauptmarkt erstreckt. Besonders beliebt ist etwa der Stand von Lebkuchen-Schmidt. Ebenfalls traditionell und beliebt: der Prolog des Christkinds, das diesen Adventsmarkt Ende November feierlich eröffnet. Er ist übrigens einer der ältesten in Deutschland.

27. November bis 24. Dezember

christkindlesmarkt.de

5

Grünkohl und Glögg in Oldenburg

Flammlachs grillt über offenem Feuer im skandinavischen Weihnachtsdorf von Oldenburg.

Hygge pur: Zur Adventszeit werden der Lamberti-Park wie auch der Gleispark und der Waffenplatz in Oldenburg von glitzernden Buden gesäumt. Letzterer bildet die Kulisse für das skandinavische Winterwunderland namens Øldnbrg mit nordischen Spezialitäten wie Glögg, Kanelbullar und Flammlachs sowie einem Lucia-Lichterzug nach schwedischem Vorbild. 

Was im nordöstlichen Niedersachsen dabei auf keinen Fall fehlen darf: der OIdenburger Grünkohl. Wohl kaum eine deutsche Region zelebriert ihr Wintergemüse in diesem Ausmaß. Der deftig eingekochte Kohl, Kartoffeln und die Pinkel-Wurst gehören nicht nur fest zur kalten Jahreszeit, sondern auch auf den Oldenburger Weihnachtsmarkt. 

Lamberti-Markt: 24. November bis 22. Dezember 2026; Øldnbrg: 27. November bis 27. Dezember 2026

oldenburg-tourismus.de

6

Mosel-Glühwein in Traben-Trarbach

Beim „Mosel-Wein-Nachts-Markt“ können sich Besucher eine Auswahl an Winzer-Glühweinen probieren.

Nicht nur die hiesige Spezialität, auch die Location ist außerordentlich besonders: Die historischen Gewölbe- und Weinkeller der Mosel-Stadt Traben-Trarbach verwandeln sich während der Adventszeit in ein unterirdisches Weihnachtsdorf. Ein beleuchteter Rundweg führt ab Ende November von Keller zu Keller. Unter Tage spielen – neben regionalen Spezialitäten – die Moselweine der Winzer die Hauptrolle. Diese werden hier in gewohnter Temperatur, aber auch weihnachtlich glühend ausgeschenkt. 

An den Wochenenden vom 20. November bis 2. Januar

mosel-wein-nachts-markt.de

7

Beliebtes Weihnachtsgeschenk: Lübecker Marzipan

Zauberhaft: Lübecks Tradition als Weihnachtsstadt wird auf dem Weihnachtsmarkt erlebbar.

Als „Weihnachtsstadt des Nordens“ zieht das vorweihnachtliche Lübeck nicht nur Besucher aus Deutschland, sondern auch aus dem nahen Skandinavien an. Die Altstadt-Insel verwandelt sich zwischen der St.-Petri-Kirche und der Marienkirche in ein glitzerndes Lichtermeer, auch die Trave und die historischen Kaufmannshäuser leuchten im Adventsglanz. Das Herzstück bilden gleich mehrere Weihnachtsmärkte, der Handwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital ist besonders beliebt. Wer sich auch geschmacklich in Stimmung bringen will, schaut in einer der Marzipan-Manufakturen Lübecks vorbei. Die geografisch geschützte Süßspeise aus Mandeln und Zucker ist zwar das ganze Jahr über, aber vor allem während der Weihnachtszeit das Aushängeschild der Hansestadt. 

23. November bis 30. Dezember 2026 (24. und 25. Dezember geschlossen)

luebeck-tourismus.de

8

Dresdner Stiezlmarkt: Traditionsreicher Stollen

Hauptdarsteller auf dem Dresdner Striezelmarkt: der Christstollen

Im Namen des Dresdner Weihnachtsmarktes, der mit fast 600-jähriger Tradition zu den ältesten des Landes zählt, verbirgt sich auch dessen Spezialität: „Striezel“ ist ein altes Wort für Stollen und der wird hier in der Adventszeit massenweise verkauft. Wie das Lübecker Marzipan, die Aachener Printen und der Nürnberger Lebkuchen trägt auch der Dresdner Stollen das Siegel für eine geschützte geografische Herkunft. Das ganze Jahr über kann man das süße Gebäck in Geschäften rund um die Altstadt kaufen. Am besten schmeckt es natürlich in der passenden Jahreszeit. Dann findet auch das Highlight des Dresdner Striezelmarktes statt: Am Samstag vor dem zweiten Advent steigt das traditionelle Stollenfest, bei dem ein tonnenschweres Riesengebäck durch die Altstadt zieht, um anschließend angeschnitten und verkauft zu werden. 

25. November bis 24. Dezember 2026, Stollenfest am 5. Dezember

striezelmarkt.dresden.de