Läden im Hamburger Karoviertel © Anna Mutter
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Rundgang durch Hamburg: Tipps für das Schanzenviertel

Eines der belebtesten Viertel in Hamburg ist die Sternschanze. Zwischen St. Pauli und Eppendorf trifft sich Jung und Alt an den Kiosken, in Bars und Kneipen rund um das Schulterblatt, zum „Cornern“, Fußball gucken und Klönen. Wir zeigen Ihnen die schönsten Geschäfte, Cafés und Ramen-Bars.

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Langbrett

Hier gibt es natürlich die namensgebenden Surfbretter und Skateboards – designed in Berlin und handgefertigt im Erzgebirge. Aber „Langbrett“ ist weit mehr: Unter diesem Label haben sich Surfer:innen, Skater:innen und andere Sportler:innen zusammengetan, um lässige Klamotten unter sozial und ökologisch fairen Bedingungen herzustellen. Von den extraflauschigen Merino-Beanies über coole T-Shirts bis zu den Sandalen aus Recyclingresten von Alt-Schuhen wird alles in Deutschland, Spanien oder Portugal nach dem closed loop-Prinzip produziert: Bei diesem geschlossenen Kreislauf-System fallen möglichst wenig Abfälle an. Echter Hamburg-Klassiker: der marineblaue Troyer aus Merinoschurwolle.

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Happenpappen

Mittags tischt Besitzerin Cathy Quiche oder Bowls auf, gleich danach gibt’s im „Happenpappen“ Kuchen und ab 18 Uhr Burger: mit Seitan-, Rote-Linsen- oder Reis-Kichererbsen-Kokos-Pattie. Cathys Küche ist ausschließlich vegan und immer äußerst lecker. Oh, und ihr Motto am Wochenende lautet: „Breakfast all day long“.

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Frühstück „In guter Gesellschaft“

Die Läden in der Schanze öffnen selten vor 12 Uhr, starten Sie also mit Ruhe und „In guter Gesellschaft“ – so heißt Hamburgs erstes Zero-Waste-Café. Der Kaffee kommt von der Rösterei Playground, der Tee von Stüdemanns auf dem Schulterblatt; die Hafer-Mandel-Milch ist selbst gemacht. Zum Frühstück gibt’s Porridge, Pancakes oder Brot mit Käse oder Veggie Aufstrichen.

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Einkaufen im „Vunderland“

Ladenstraße im Karoviertel in Hamburg © Anna Mutter

Sechs Enthusiasten haben gemeinsam mit „Vunderland“ Hamburgs ersten rein veganen Klamottenladen gegründet. Das bedeutet: Die Pullis hier sind aus Baum statt aus Schurwolle, die Taschen oder Schuhe werden aus Ananasblättern oder Bambus gefertigt. Und sehen dabei besonders cool aus!

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Glore

Ich bin eigentlich nicht so der Jeans-Typ, aber wenn ich eine brauche, dann gehe ich bei „Glore“ auf die Suche: Bei dieser Auswahl ist für jede Figur die passende Hose dabei – und alle Jeans sind aus Bio-Baumwolle und umweltverträglich gefärbt. Dazu gibt‘s hier schöne Basics von Eco-Fashion-Firmen, die lange halten und nie aus der Mode kommen. Das ist mir wichtig: Ich investiere lieber in wenige, aber dafür wertige Teile, als ständig neue Wegwerf-Klamotten zu konsumieren.

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Secondhand bei „Picknweight“

Die Klamotten sind nach Farbe sortiert, abgerechnet wird nach einem Kilopreis: Wer sich einmal an das Konzept des Vintage-Ladens „Picknweight“ gewöhnt hat, will nie wieder anders einkaufen. Aber Vorsicht, Vintage ist nicht gleich Secondhand – die Preise sind teils ganz schön gesalzen. Dafür findet sich hier beim Stöbern aber eben auch das ein oder andere Original.
 

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Unverpackt einkaufen bei „Stückgut“

Die einstigen Rindermarkthallen sind heute zur Feinschmecker-Mall umgebaut, hier hat sich auch mein Lieblings-Supermarkt angesiedelt: „Stückgut“ kommt ohne Verpackungsmüll aus, jeder bringt Vorratsdosen mit und füllt sich vor Ort Reis, Mehl, Öl oder Müsli ab. Besonders toll ist die eigene Nuss-Mus-Maschine, die jeden Tag andere Nüsse verarbeitet.

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Annette Rufeger

Streetart-verzierte Läden im Karoviertel in Hamburg © Anna Mutter

Solche Läden machen den Charme der Marktstraße aus: In Stettin und direkt hier, in ihrem Hamburger Atelier, lässt Designerin Annette Rufeger zeitlose Lieblingsstücke für Frauen nähen, die sich mit allem kombinieren lassen: schlichte Jersey- oder Jeanskleider, Blusen, aber auch sportliche Shirts.

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Ramen bei „Zipang“

Hamburgs erste Ramenbar „Zipang“ überhaupt gibt sich schlicht, hier spielt das Essen die Hauptrolle: Die Brühe aus Schweinefond zieht zwei Tage, bis sie ihr volles Aroma entfaltet. Und die Nudeln machen Masanori Naraoka und Rie Okada selbst mit einer eigens aus Japan importierten Maschine. Dass hier so viele Landsleute zu Gast sind: kein Wunder.

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Takum

Die Bar „Takum“ in Ottensen macht Vegetarier glücklich, die hier gleich zwischen vier Suppen wählen dürfen. Unser Favorit ist das perfekt gewürzte Spicy Kara Negi Miso Ramen. Die Nudeln sind bissfest und können mit Toppings wie Sprossen, Algen oder Porree aufgepeppt werden – da nimmt man die oft lange Wartezeit auf einen Platz gerne in Kauf.

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The Ramen

Setzen Sie sich in dem dunklen Ramenlokal „The Ramen“ mitten in der City an die Bar: Dort sehen Sie, wie das Küchenteam seine pikanten Suppen komponiert. Sehr lecker: der würzige Shoyu-Ramen mit Zuckerschoten, Sesam und gekochtem Ei, dessen buttriges Eigelb perfekt zum kräftigen Fond passt. Für Manga-Fans gibt’s am Eingang eine Mini-Bibliothek.

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Bio & Vegan - The Lesser Panda

Fleisch, Eier und ein Großteil des Gemüses bei „The Lesser Panda“ kommt von Bio-Betrieben aus der Region, und neben der deftigen Variante mit Schweinebauch gibt’s auch eine vegane: mit Shiitake-Pilzen, Kombu-Algen und Kimchi.

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Momo

Valentin Broer und Veno Steinkönig waren nach ihren Japan-Reisen restlos Ramen-begeistert. Nun sitzt in ihrem Laden „Momo“ im Schanzenviertel hippes Publikum an hellen Holztischen. Die Suppen sind mächtig, anders als in klassischen Ramenbars gibt’s neben Hip-Hop-Beats auch sahnige Ramen. Unbedingt das Grüntee-Eis probieren.

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Kokomo Noodle Club

Nach ihrer Burger-Bar „Grilly Idol«“ist der „Kokomo Noodle Club“ der neueste Coup von Robin Veithöfer, Moritz Buhmann und Fred Noel in Reeperbahn-Nähe. Zur Stärkung vor der Kiez-Tour gibt’s hier neben Ramen auch Gyoza-Teigtaschen und tolle Gemüse-Vorspeisen (ein Traum: Rote Bete mit Haselnuss und geröstetem Sesam!). Im Sommer speist man im Innenhof.

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