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Städtereisen

Die besten Szeneviertel in München

Ob Alternative Szene oder Party-Quartiere, ob Hipster Bars oder Vintage-Läden für coole Mode – in München findet jeder seinen passenden Stadtteil. Hier fünf Viertel, die Sie besuchen sollten.

Text Anna Emilia Uhlendorf

Glockenbachviertel

Herzstück des Glockenbachviertels ist der Gärtnerplatz und mit ihm die immer wiederkehrende Frage, ob dieser Teil Münchens nun ein eigenes Viertel ist oder nicht eher zur Ludwigs- und Isarvorstadt dazugehört. Klar ist, dass das Viertel mit seinem gut gepflegten Altbaubestand zu den attraktivsten Wohnquartieren der Stadt gehört. Vom Glockenbachviertel schnell erreichbar ist die Isar, an deren Ufer ausführlich gesonnt und entspannt werden kann. Rund um den Gärtnerplatz reiht sich ein Laden an den anderen, zusammen mit vielen Cafés und Restaurants. Diverse Bars und Clubs locken jedes Wochenende das Münchner Feiervolk an. Party wird hier groß geschrieben. Besonders bekannt ist das Glockenbachviertel für die Homosexuellenszene, die sich in den Clubs zu Hause fühlt. In den letzten Jahren hat die Gentrifizierung in diesem Viertel aber stark zugenommen, weshalb die Alternative Szene mehr und mehr ins Westend abwandert. 

Ludwigs- und Isarvorstadt

Einen Wandel erlebt gerade das Schlachthof- und Dreimühlenviertel der Isarvorstadt. Immer mehr Kneipen, kleine Cafés und Restaurants eröffnen und bieten so den multikulturellen Anwohnern eine tolle Auswahl an Lokalitäten, die es zu entdecken gilt. Trotz steigender Mietpreise bleiben die alteingesessenen Anwohner und erhalten ihr lebendiges Wohngebiet. Im Sommer besonders beliebt ist das Freiluftkino im Viehhof sowie die Vielfalt kulinarischer Genüsse an jeder Ecke zu einem fairen Preis. Das vermittelt Berlin-Flaire mitten in München.

Die Ludwigsvorstadt ist tagtäglichen Trubel gewohnt. Südlich des Hauptbahnhofs haben sich überwiegend eingewanderte Türken niedergelassen, weshalb diese Straßenzüge auch den Namen „Klein-Istanbul“ innehaben. Hier findet man von Schmuck über Möbel bis zu Schuhen und Taschen alles was das Herz begehrt. Um die Ecke befindet sich auch die Theresienhöhe. Im Sommer zum Inlineskaten und Fahrradfahren benutzt, wird die große Freifläche ab Mitte September für zwei Wochen von Touristen und Münchnern angesteuert. Das Oktoberfest lockt jährlich Besucher aus aller Welt an, um in den Bierzelten ausgelassen zu feiern. Die Entstehungsgeschichte der Wiesn ist auch Namenspatron des Viertels. König Ludwig der Erste veranstaltete anlässlich seiner Hochzeit mit seiner Therese ein großes Fest auf der Theresienwiese, was den Ursprung des heutigen Oktoberfests darstellt. Seitdem kennt man diese Ecke als Ludwigsvorstadt. 

Schwanthalerhöhe/Westend

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Der für das Viertel namengebende Bildhauer ist Ludwig Schwanthaler. Er schuf die Bavaria-Statue, die genau an der Grenze von der Schwanthalerhöhe zur Ludwigsvorstadt über der Theresienwiese thront und von Innen bestiegen werden kann. In deren Kopf ist man hoch genug, um über Münchens Dächer zu blicken. Das Westend ist ein Stadtteil, der sich im Wandel befindet. Zunehmend moderne Wohnsiedlungen und Grünanlagen prägen die Szene. Prägnant für die Schwanthalerhöhe sind der alte Backsteinbau der Augustiner-Brauerei, das ehemalige Hauptzollamt mit einer imposanten Glaskoppel und die Hackerbrücke, von der aus ein einmaliger Blick über die Gleise des Hauptbahnhofes möglich ist.

Maxvorstadt

Die Maxvorstadt, von den Münchnern auch Universitäts-Viertel genannt, ist einer der pulsierenden Stadtteile Münchens. Geprägt von einigen architektonischen Meisterleistungen der Stadt (die Museen und der Königsplatz befinden sich hier), gemischt mit Universitätsfeeling und etlichen Cafés, Restaurants und kleineren Clubs. Das Viertel beherbergt die wichtigsten Museen der Stadt sowie drei große Hochschulen. Kunstinteressierte treffen hier auf Akademiker und Studenten. In der Maxvorstadt wohnen vermehrt Studenten, die das Durchschnittsalter senken und die Anzahl an Clubs, Bars und Restaurants steigern. Hoch hinaus geht es auf der Dachterrasse der Technischen Universität. Von dort aus hat man einen tollen Blick über München, insbesondere auf die Pinakotheken. Bei günstigen Wetterverhältnissen reicht der Blick sogar bis zu den Alpen. Besonders beliebt ist auch der verrückte Eismacher in der Amalienstraße. Hier gibt es abgesehen von den normalen Sorten auch ausgefallene Geschmacksrichtungen wie bayerisches Bier oder Weißwurst.

Schwabing

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Den Übergang von der Maxvorstadt nach Schwabing kennzeichnet das Siegestor auf der Leopoldstraße. Auf beiden Seiten der Straße befindet sich eine Reihe an Geschäften, Bars und kleineren Clubs. Besonders für den Abend ist mittlerweile Altschwabing beliebt. Dieser Teil liegt zwischen der Münchner Freiheit und dem Englischem Garten und bietet eine große Auswahl an Kneipen, Cafés und Restaurants. Aber auch tagsüber kann man sich rund um die Münchner Freiheit die Zeit vertreiben. Es gibt viele kleine Läden und Geschäfte und im Winter einen sehr gemütlichen Weihnachtsmarkt. Der direkte Zugang zum Englischen Garten ist bei den Schwabingern sehr beliebt. Hier kann man im Biergarten eine Maß genießen, mit seinem Hund spazieren oder sich im Wasser erfrischen. Das ehemalige Viertel der Künstler mit seinen schönen Altbauwohnungen zieht inzwischen auch immer mehr Studenten an. Sie genießen die Kultkneipen und das grüne Paradies, den Englischen Garten, in ihrer Umgebung und sind deshalb bereit, die etwas höheren Mieten zu zahlen. 

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