Oktoberfest München 2026: Dauer, Preise und mehr Infos zur Wiesn

Inhaltsverzeichnis
- Wann findet das Oktoberfest 2026 in München statt?
- Oktoberfest 2026: Öffnungszeiten, Anfahrt und Co.
- Bierpreise und Tischreservierung auf dem Oktoberfest 2026
- Neuheiten auf dem Oktoberfest München 2026
- Warum beginnt das Oktoberfest schon im September?
- Was ziehe ich zum Oktoberfest an?
- Wie nachhaltig ist das Oktoberfest?
- Alternative Oktoberfeste weltweit
Auch 2026 empfängt die bayerische Landeshauptstadt erneut Millionen Besucher zum Oktoberfest auf dem Festgelände. 14 große und 21 kleine Festzelte laden zu Bier, Hendl und stimmungsvoller Musik ein; die Theresienwiese und ihre Umgebung werden zu einem gigantischen Festgelände mit Fahrgeschäften, Ausschankständen und Brezen.
Preise fürs Oktoberfest München 2026, Neuheiten, Öffnungszeiten und viele weitere Infos lesen Sie hier.
Wann findet das Oktoberfest 2026 in München statt?
Das Oktoberfest 2026 beginnt am 19. September und endet am 4. Oktober.
Natürlich startet das Volksfest auch in diesem Jahr mit dem traditionellen Ausruf von Münchens Oberbürgermeister (seit diesem Jahr Dominik Krause) beim Fassanstich zum Wiesn-Auftakt. Am 19. September heißt es im Schottenhamel-Festzelt pünktlich um 12 Uhr endlich wieder: „O’zapft is!“
Übrigens: Seit mehr als 70 Jahren zapft der Münchner Oberbürgermeister das erste Fass Bier an und eröffnet so das Fest. Initiiert hat das bereits Oberbürgermeister Thomas Wimmer 1950. Angeblich fuhr er auf dem Wagen der Familie Schottenhamel zum Festplatz und der Wirt ließ ihn spontan anzapfen. Nach einer anderen Version war Wimmers Anzapfen geplant, setzte er so doch ein Zeichen für Volksnähe und Neuanfang.
Oktoberfest 2026: Öffnungszeiten, Anfahrt und Co.

Damit Sie auf dem 34,5 Hektar großen Gelände zwischen den Festzelten und rund um die Theresienwiese den Überblick nicht verlieren, haben wir einige nützliche Informationen und Tipps rund um das Oktoberfest zusammengetragen.
Unterkünfte in München zum Oktoberfest
Nicht nur die Wiesn-Preise sind gesalzen, auch Hotelzimmer, Pensionen und andere Unterkünfte sind während des Oktoberfests überteuert und schwer zu ergattern. Frühes Buchen lohnt daher, auch finden sich über Kleinanzeigen und entsprechende Portale mitunter günstigere private Angebote. Eine Auswahl besonderer Hotels in München finden Sie hier.
Tipp: Da das Festgelände spätestens um Mitternacht schließt, können Besucher zudem im Umkreis von München unterkommen. In die Vororte gibt es verschiedene S-Bahn-Verbindungen.
Oktoberfest: Öffnungszeiten der Wiesn 2026
Das Oktoberfest öffnet vom 19. September bis 4. Oktober täglich seine Pforten. In der Regel laufen die Großbetriebe von Montag bis Donnerstag zwischen 10 bis 23:30 Uhr, am Freitag von 10 bis 24 Uhr, am Wochenende von 9 bis 23:30 Uhr (samstags bis 24 Uhr). Der Ausschank und die Musik enden in den großen Zelten um 22:30 Uhr. Ab dann werden alle Gäste unmittelbar dazu aufgefordert, das Festgelände zu verlassen. Ausnahmen davon sind die Käfer Wiesn-Schenke und Kufflers Weinzelt, in denen bis 0:30 Uhr ausgeschenkt wird. In kleineren Zelten, etwa in Imbiss- und Café-Zelten, enden Musik und Ausschank gegen 23 Uhr.
Lageplan: Orientierung auf dem Oktoberfest
Auf der Theresienwiese führen zwei „Hauptstraßen“ von Nord nach Süd: Entlang der Wirtsbudenstraße finden sich alle großen Festzelte, in der Schaustellerstraße sind die Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut. Wo sich die Wirtsbudenstraße und die Matthias-Pschorr-Straße treffen, beginnt außerdem die „Oide Wiesn“, ein separates Gelände innerhalb des Oktoberfests. Ein Besuch kostet zwar Eintritt – zumindest bis 21 Uhr müssen Gäste vier Euro zahlen –, dafür ist es hier umso ruhiger, familiärer und traditioneller. Hier finden Sie den detaillierten Lageplan zum Oktoberfest 2026.
Wie kommt man am besten zum Oktoberfest in München?
Am besten ist die Theresienwiese zu Fuß oder mit der U-Bahn zu erreichen. In unmittelbarer Nähe befinden sich die U-Bahn-Stationen Theresienwiese und Schwanthalerhöhe der Linien U4 und U5. Während des Volksfestes erhöht die MVG die Taktung, zudem sorgen zusätzliches Personal sowie die berühmten Stationssprecher für einen reibungslosen Ablauf. Wer mit der S-Bahn anreist, steigt an der Hackerbrücke aus (Achtung: Wenn zu viel Fußgängeraufkommen herrscht, werden Teile der Hackerbrücke gesperrt). Per Straßenbahn geht es bis zur Holzapfelstraße.
Einen praktischen Shuttle-Service bieten zahlreiche Rikscha-Fahrer, die zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese pendeln, aber auch weitere Strecken zurücklegen. Taxistände finden Sie an der Herzog-Heinrich-Straße und an der Bavariastraße.
Bierpreise und Tischreservierung auf dem Oktoberfest 2026

Was kostet die Maß Bier auf dem Oktoberfest 2025?
Jedes Jahr steigt der Bierpreis auf der Wiesn, so auch 2026. Wie die offizielle Website des Oktoberfestes mitteilt, kostet die Maß in diesem Jahr zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Das sind durchschnittlich 2,38 Prozent mehr als im Vorjahr. Da lag die Preisspanne für eine Maß noch zwischen 14,50 und 15,80 Euro.
Interessant: Die Bierpreise auf der Wiesn werden von den jeweiligen Wirten festgelegt, nicht von der Stadt München – diese prüft jedoch die Angemessenheit der Preise im Vergleich zu den Großbetrieben der Gastronomie.
Was kosten alkoholfreie Getränke auf dem Münchner Oktoberfest?
Doch auch wer statt Frischgezapftem lieber Alkoholfreies trinken möchte, muss tief in die Tasche greifen: Spezi kostet etwa durchschnittlich 12,84 Euro pro Liter (2025 noch 12,48 Euro), Limonaden 12,35 Euro (2025: 12,11 Euro). Der Liter Tafelwasser kostet dagegen in den Zelten im Schnitt 11,13 Euro (2025 waren es noch 10,95 Euro).
Übrigens: Eine allgemeine Übersicht über die Getränkepreise auf dem Oktoberfest 2026 finden Sie hier.
Was kostet ein halbes Hähnchen in München auf dem Oktoberfest?
Auch die Hendl-Preise steigen dieses Jahr voraussichtlich erneut an. Genaue Preise stehen für die einzelnen Festzelte noch nicht fest und können je nach Zelt variieren. Letztes Jahr kostete ein halbes Bio-Hendl im Paulaner Festzelt etwa 24,50 Euro. In der Schottenhamel Festhalle kostete ein halbes Hendl 17,80 Euro.
Tipp: Für den Besuch der Wiesn empfiehlt es sich, genügend Bargeld mitzuführen. Dies ist die schnellste Methode, die Bedienungen zu bezahlen. Auch sollte stets ein angemessenes Trinkgeld gezahlt werden.
Oktoberfest 2026: Tisch reservieren
Einen der raren Wiesn-Tische zu ergattern, ist keine einfache Aufgabe. Wichtig ist: Der Weg über den Zwischenhandel führt leider oft in eine Sackgasse und sollte deshalb vermieden werden. Wie die Verbraucherzentrale Bayern laut der Deutschen Presse-Agentur informiert, seien die Preise von Zweitanbietern und Eventagenturen nicht nur überteuert. Auch sind Tischreservierungen laut den AGBs der Veranstaltenden sogar nur dann gültig, wenn sie direkt erworben wurden. Wer Pech hat, kann also am Eingang abgewiesen werden.
Eine Reservierung ist übrigens keine Pflicht, aber empfehlenswert, wenn Sie in einem der großen Festzelte am Abend einen Sitzplatz wollen. Grundsätzlich wird etwa ein Viertel aller Plätze in den Zelten für Nicht-Reservierende freigehalten.
Tipp: Wenn Sie Plätze reservieren wollen, tun Sie dies am besten frühstmöglich direkt in den Büros der Festhallen. Das geht meist online oder telefonisch. Wenn die Kontingente knapper werden, sind letzte Reservierungen meist noch für die Mittagszeit und unter der Woche verfügbar.
Auch spontan ist es möglich, einen Sitzplatz zu ergattern. Nicht selten bilden sich vor den Eingängen zum Festgelände daher bereits am frühen Morgen Schlangen. Wer Glück hat, erhält so direkt einen begehrten Platz auf einer der zahlreichen Bierbänke. In den kleineren Zelten stehen die Chancen am höchsten.
Weitere FAQs und den Weg direkt zu den Festzelten gibt's hier.
Neuheiten auf dem Oktoberfest München 2026

Auch 2026 kommt die Wiesn mit einigen Neuheiten daher. Die wichtigsten stellen wir hier vor.
Neue Fahrgeschäfte auf der Wiesn 2026
Besonders rasant geht es beim „Shake & Roll“ zu. Das Rundfahrgeschäft erinnert vom Prinzip her an den bekannten „Break Dance“, setzt aber noch einen drauf: Die Gondeln können sich frei überschlagen. Eine weitere Neuheit ist „Fisherman’s“, ein 2026 fertiggestelltes Schau- und Belustigungsgeschäft. Auf drei Ebenen führt die Attraktion durch eine fantasievoll gestaltete maritime Kulisse mit Wasser- und Actionelementen.
Wer vor allem Nervenkitzel sucht, dürfte beim neuen „Chaos Pendel“ fündig werden. Die Fahrgäste werden hier bis auf 42 Meter Höhe befördert und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Mehrere gleichzeitig ablaufende Drehbewegungen sorgen dafür, dass sich der Fahrtverlauf ständig verändert.
Die Wiesn wird barriereärmer
Beim Thema Barrierefreiheit entwickelt sich das Oktoberfest ebenfalls weiter. Neu ist 2026 die Beteiligung an der internationalen „Hidden Disabilities Sunflower“-Initiative. Das Symbol einer gelben Sonnenblume auf grünem Grund macht auf nicht unmittelbar sichtbare Einschränkungen aufmerksam. Dazu können beispielsweise Autismus, Hör- oder kognitive Beeinträchtigungen sowie chronische Erkrankungen gehören. Wer das entsprechende Schlüsselband trägt, kann damit diskret signalisieren, möglicherweise zusätzliche Unterstützung zu benötigen. Die Bänder sind unter anderem an den städtischen Infoständen auf der Wiesn und an der Tourist Information am Marienplatz erhältlich. Mitarbeitende und Einsatzkräfte wurden für das Thema sensibilisiert.
Praktischer wird der Wiesn-Besuch außerdem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Die kostenlos bereitgestellten Rollstühle können 2026 erstmals vorab online reserviert werden.
Oktoberfest 2026: Veränderungen in den Festzelten
Auch in der Zeltlandschaft gibt es 2026 einige Veränderungen. Neu auf der Wiesn ist Bartls Flößerstadl von Klaus Bartl, das den Platz der bisherigen Münchner Stubn übernimmt. Das Zelt mit knapp 400 Plätzen widmet sich thematisch der Flößerei und ihrer historischen Bedeutung für München und die Region.
Einen größeren Neustart gibt es zudem bei Bodos Cafézelt. Anstelle des bisherigen Aluminiumzelts entsteht ein Neubau in nachhaltiger Holzbauweise samt Galerie. Die Bar zieht vergrößert ins Obergeschoss, während ein überdachter Bereich zur Straße hin zusätzliche Aufenthaltsqualität bieten soll. Dort sind unter anderem Sitzgelegenheiten, eine Siebträger-Kaffeemaschine und Showback-Aktionen vorgesehen. Die Zahl der Plätze bleibt mit 587 unverändert.
Eine weitere Änderung betrifft schließlich die Musikzeiten in den großen Festzelten. Mit Ausnahme des Eröffnungstags darf 2026 erstmals früher gespielt werden: unter der Woche ab 11 Uhr, am Wochenende bereits ab 10 Uhr. Bis mittags ist allerdings ausschließlich traditionelle Blasmusik vorgesehen. Die neuen Zeiten sollen unter anderem dazu beitragen, die Besucherströme auf der Wiesn besser zu verteilen.
Alle Neuheiten auf der Wiesn 2026 erfahren Sie hier.
Warum beginnt das Oktoberfest schon im September?

Die Ursprünge des Oktoberfests gehen bis ins Jahr 1810 zurück. Damals wurde anlässlich der Hochzeit von Prinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese am 12. Oktober ein Pferderennen auf der Münchner Theresienhöhe veranstaltet. Das Fest dauerte bis zum 17. Oktober an und wurde fortan jährlich ausgetragen. Weil die Feierlichkeiten großen Andrang fanden, legte man sie schließlich in den milderen September vor. Das angenehme Wetter im Spätsommer zieht seither noch mehr Besucher auf die Wiesn.
Was ziehe ich zum Oktoberfest an?
Bei der Kleidung gilt grundsätzlich: Erlaubt ist, was gefällt. Hüte mit Plüschhendl bleiben zum Beispiel unkleidsame, aber unverwüstliche Wiesn-Accessoires. Gesehen wurden auch schon – meist internationale – Gäste im weiß-blauen Rautenkostüm.
Ein Großteil der Besucher kommt allerdings in Tracht, also in Dirndl und Lederhose. Noch in der Nachkriegszeit trug die Dame Kleid oder Kostüm, der Herr Anzug. Später dominierten Jeans und T-Shirt. Mitte der 1990er Jahre machten der damalige Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und die frühere Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl die Tracht allerdings wieder salon- und Wiesn-fähig. Wer sich also traditionell kleiden möchte: Nahezu jedes Münchner Bekleidungsgeschäft verkauft zur Wiesn-Zeit Dirndl und Lederhose sowie passende Blusen und Hemden. Auch in Second-Hand-Geschäften und Trachten-Outlets wird man in der Regel fündig.
Wie nachhaltig ist das Oktoberfest?
Die Wirte hatten eigentlich das ehrgeizige Ziel, die großen Festzelte schon 2026 klimaneutral betreiben zu können. Seit einiger Zeit ermitteln die Wirte daher ihren Verbrauch an Kohlenstoffdioxid, um den CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Ganz hingehauen hat das bis zu diesem Jahr nicht, doch es werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um das Oktoberfest nachhaltiger zu gestalten.
Seit langem wird auf dem Fest Ökostrom verwendet, Bierkrug-Spülwasser für Toiletten zweitverwertet und Abfall reduziert. Nach einer Debatte, ob die Wiesn nur mit Bio-Produkten oder zumindest einer Bio-Quote möglich wäre, bietet das Paulaner Festzelt derzeit ausschließlich Bio-Hendl an. In jedem Zelt gibt es mindestens ein vegetarisches Gericht, vegane Optionen sind hingegen noch selten vorhanden.
Hinweis: Die Hühner- und Entenbraterei Ammer gilt als erstes klimaneutrales Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest.
Weitere Infos zur Nachhaltigkeit auf dem Oktoberfest finden Sie hier.
Alternative Oktoberfeste weltweit
In aller Welt finden jährlich Ableger des Münchner Oktoberfests statt. Die wichtigsten und größten sind im brasilianischen Blumenau, in Cincinnati in den USA und in Qingdao in China. Auch in vielen deutschen Städten wird nach Münchner Art gefeiert: unter anderem in Frankfurt, Hannover, im Rheinland und in Leipzig. Berlin hat laut Hauptstadtportal sogar mehrere Oktoberfeste. Stuttgart allerdings scheint weitgehend Oktoberfest-frei zu bleiben – es hat den Cannstatter Wasen (25. September bis 11. Oktober 2026).
- mit dpa