Die 9 besten Wirtshäuser in München

Hier haben Krug, Holztisch, Blaskapelle und frisch Gezapftes Kultstatus, der von Stammgästen und dem internationalen Publikum gleichermaßen gefeiert wird. Vom Hofbräuhaus bis zum modernen Newcomer: Das sind Münchens beste Wirtshäuser.
Text Merian Redaktion
Datum12.06.2026

Die bayerische Landeshauptstadt ist nicht nur für ihr traditionsreiches Bier, sondern auch für ihre zahlreichen Wirtshäuser bekannt, in denen ersteres in Massen und Maßen verzehrt wird. Wie auch die Brauereien zählen sie zum bajuwarischen Kulturgut, sind Aushängeschilder, nachbarschaftliche Treffpunkte und Touristenattraktionen zugleich. 

Unsere Münchner Autorin Anja Schauberger und Food-Guide Olaf Deharde haben die besten Wirtshäuser von München zusammengetragen.

Giesinger Bräustüberl

Deftige Speisen und Blick auf den Brauvorgang: das Giesinger Bräu

Angefangen hat alles in einer Garage, heute brauen Steffen Marx und sein Team um die 40.000 Hektoliter Bier im Jahr. Und nicht nur das: Giesinger Bräu ist so erfolgreich, dass es sich sogar um ein eigenes Zelt auf dem Oktoberfest bemüht. Im zweistöckigen Bräustüberl in Obergiesing kann man deftig bayerisch essen, durch große Fenster den Brauvorgang beobachten und sich natürlich durch die Bierauswahl probieren. Zudem hat Giesinger in vielen Stadtvierteln mittlerweile einen Stehausschank. 

giesinger-braeu.de

Weisses Bräuhaus im Tal

Brautradition seit 1872: das Weisse Bräuhaus im Tal

Wenn es um Weißbier geht, schwören viele auf Schneider Weisse. Die traditionsreiche Weißbierbrauerei wurde 1872 in München gegründet, verlagerte ihre Produktion nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges allerdings nach Niederbayern. Geblieben ist das beliebte Bräuhaus im Tal mit hochgelobter Küche. Ein Garant dafür ist gewiss auch die enge Verbindung zur eigenen Metzgerei, die sich ums Weißwurstfrühstück und die bayerische Kronfleischküche kümmert. 

weisses-brauhaus-tal.de

Xaver's

Der Namensgeber des Xaver’s führt das Gasthaus mit seinen Geschwistern Theresa und Jakob.

Wer schon als Kind zwischen Holzfass-Anstich und Obazda-Produktion Fangen gespielt hat, trägt Gastfreundschaft im Erbgut. Als Xaver Portenlänger 22 war, kam die Chance: ein Gasthaus mitten in München, Außenterrasse, Augustiner vom Fass. Zusammen mit seinen Geschwistern hat er daraus einen Ort gemacht, der seit acht Jahren aus allen Nähten platzt. Hier trifft das alte München auf das neue. Die Senioren dreschen Karten, die Jungen bestellen fleischloses Glück, und alle anderen kommen einfach wegen Xaver. 

xaver-s.de

Löwenbräukeller

Brotzeit und Weißwurstfrühstück im Münchner Löwenbräukeller

Bier gehört zur Hochkultur Münchens, und das wird selten so deutlich wie am Stiglmaierplatz: Denn dort steht der bekannte Löwenbräukeller schon seit 1883. Mittlerweile wird an diesem Standort nicht mehr gebraut, aber weiterhin gefeiert. Die drei Festsäle bieten Platz für Tausende Besucher. Ein Highlight ist die Starkbierzeit im Frühling: Dann wird bei Schweinsbraten und Live-Musik der „Löwenbräu Triumphator“ ausgeschenkt.

loewenbraeukeller.com

Augustiner Stammhaus

Deftig und zünftig geht's im Augustiner Stammhaus zu.

Das bayerische Notre-Dame: Nach dem Umbau 1896 wurde aus dem Augustiner Stammhaus eine mit dunklem Holz und Isarkieseln ausgeschmückte Kathedrale, so prunkvoll, dass man vergessen könnte, warum man eigentlich hier ist: das Helle. Es fließt aus der ältesten Brauerei Münchens wie flüssiges Gold. Trinken für den Weltfrieden ist hier fast wörtlich zu nehmen. Da die Edith-Haberland-Wagner-Stiftungung die Mehrheit der Brauerei hält, fließt das Geld direkt in soziale Projekte. Wenn dann noch der Schweinebraten kommt, unverschämt krustig, ist die Münchner Dreifaltigkeit aus Genuss, Kitsch und gutem Gewissen komplett. 

augustiner-restaurant.com

Gaststätte Großmarkthalle

Die Weißwurst ist Münchens kulinarisches Heiligtum aus Kalb- und Schweinefleisch, frisch gebrüht, bloß nicht zu salzig und vor 12 Uhr serviert! Die zweifellos beste der Stadt kann man in der Gaststätte Großmarkthalle probieren. Ein gepflegtes Weißbier dazu und die herbe Art der Kellnerin – tiefenentspannend wie eine Ayurveda-Kur. 

gaststätte-grossmarkthalle.de

Spatenhaus an der Oper

Spanferkel bis Seehecht: das Spatenhaus an der Oper

Wer vor oder nach dem Opern- oder Theaterbesuch bayerisch einkehren möchte, ist im Spatenhaus richtig: Mit direktem Blick auf die Bayerische Staatsoper isst man hier im Erdgeschoss bodenständig, im ersten Stock gehobener – vom Spanferkel über Schnitzel bis zum Seehecht. Das Wirtshaus schenkt Spaten und Franziskaner aus, es gibt ein Helles vom Fass sowie ein naturtrübes Kellerbier. Im Sommer ist die Terrasse an der Residenzstraße ein toller Platz, um das Treiben zu beobachten. 

kuffler.de

Gasthaus Weinbauer

Im Herzen von Schwabing zieht das Gasthaus Weinbauer die angrenzenden Nachbarn wie ein Magnet aus ihren Wohnungen. Man grüßt, man kennt, man amüsiert sich. Bei blauem Himmel expandiert der urige Gastraum auf die umliegende Straße, so dass Vorbeilaufende keine andere Wahl haben, als sich in dieser Institution niederzulassen. Keine Sorge: Auch Neuankömmlinge sind willkommen! Für den ersten Besuch empfiehlt sich der Klassiker: das Weinbauer-Schnitzel – natürlich mit bayerischem Senf und Brezn paniert.  

weinbauer-muenchen.de

Hofbräuhaus

Münchner Ikone: das Hofbräuhaus am Platzl

Das Hofbräuhaus am Platzl gilt als eines der bekanntesten Wirtshäuser der Welt und wurde unter anderem in Las Vegas nachgebaut. Das Original blickt auf eine über 400-jährige Geschichte zurück: 1589 gegründet, diente es zunächst der Versorgung des bayerischen Hofs mit Bier, wobei Brauerei, Lager und Ausschank einst unter einem Dach vereint waren. Heute zählt es – an Spitzentagen mit bis zu 35.000 Gästen – zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten Münchens. 

hofbraeuhaus.de