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Risk Map 2024: Das sind die gefährlichsten und sichersten Reiseländer

Welche Länder gelten als sicher? Und auf welche Reiseziele sollten wir im Jahr 2024 eher verzichten? Die Risk Map gibt einen Überblick für den nächsten Urlaub.

Datum 13.12.2023

Wohin soll die nächste Reise gehen? Und welche Länder stehen für den Urlaub 2024 zur Auswahl? Wer noch unsicher in Sachen Reiseplanung ist, kann vorab einen Blick auf die aktuelle Risk Map werfen. 

Gemeinsam entwickelt von den Unternehmen „Safeture“ und „Riskline“, liefert die Risiko-Weltkarte Urlauber:innen und Geschäftsreisenden eine detaillierte Übersicht über die Reisesicherheit aller Länder. Beide Unternehmen sind auf das Management und die Analyse von Reiserisiken spezialisiert. Welche Destinationen demnach zu den sichersten und unsichersten zählen, erfahren Sie hier.

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Risk Map 2024: Konflikte und Folgen des Klimawandels

Schwere Kriege, bewaffnete Konflikte und Terroranschläge erschüttern Menschen rund um den Globus. Immer wieder verändert sich die Weltlage, politische Krisen spitzen sich zu. Zuletzt hatte der aufflammende Nahostkonflikt verheerende Folgen für die Menschen vor Ort; seine Ausmaße waren in Form von antisemitischen Angriffen und Demonstrationen auch in zahlreichen anderen Ländern zu spüren. 

Längst stehen nicht mehr nur gesellschaftliche Entwicklungen im Fokus der Risikobewertung. Auch der Klimawandel spielt eine zunehmend bedeutende Rolle, wenn es um die Sicherheit geht. Hitzewellen, Trockenperioden, Wassermangel, Waldbrände und Überschwemmungen enden für Einheimische ebenso wie für den lokalen Tourismus nicht selten in einer Katastrophe.

Urlaub 2024: Hier gilt das Reisen als unsicher

Die Risk Map zeigt das Risiko für Reisende in fünf Kategorien © Safeture AB
Die untersuchten Länder der Risk Map wurden in fünf Kategorien von „geringes Risiko“ (Dunkelgrün) bis „kritisches Risiko“ (Rot) eingestuft.

Auf einer Weltkarte können Urlauber:innen Informationen über den Risikostatus jedes Landes einsehen. Die Risk Map ist in fünf Risikostufen von Dunkelgrün (geringes Risiko) bis Rot (kritisches Risiko) unterteilt. Für die Analyse wurden verschiedene Faktoren wie etwa Sicherheit, Kriminalität, Gesundheitsrisiko und medizinische Versorgung berücksichtigt.

Galten ukrainische Reiseziele wie Odessa und israelische Ziele wie Tel Aviv vor einiger Zeit noch als beliebte Destinationen, so haben Kriege die Sicherheitslage in beiden Ländern drastisch verändert. Zu den zehn gefährlichsten Ländern zählen laut den Sicherheitsexpert:innen Afghanistan, Burkina Faso, die Demokratische Republik Kongo, Haiti, Jemen, Myanmar, Pakistan, Südsudan, Syrien und Venezuela. Erstmals listet die Map zudem die zehn gefährlichsten Städte für einen Urlaub: Gaza (Gazastreifen), Guayaquil (Ecuador), Kabul (Afghanistan), Karach (Pakistan), Khartum (Sudan), Lagos (Nigeria), Libreville (Gabun), Port-au-Prince (Haiti), Port Moresby (Papua-Neuguinea) und Tijuana (Mexiko) bergen demnach ein hohes Risiko für Urlauber:innen und Geschäftsreisende. 

Welche Länder gelten als sicher für den nächsten Urlaub?

Neben den gefährlichsten Ländern zeichnet die Risk Map 2024 auch diejenigen Länder aus, in denen ein Aufenthalt als sicher gilt. Viele europäische Ziele sind auf der Karte dunkelgrün markiert. Deutschland, Belgien, die Schweiz, Tschechien, Slowenien, Portugal, Island, Dänemark, Irland, Norwegen und Finnland gelten als Urlaubsziele mit geringem Risiko. 

Wer lieber in die Ferne reisen möchte, findet in Kanada, Japan, Neuseeland und Australien die sichersten Gegebenheiten für einen Urlaub. Ebenfalls niedrig ist das Risiko laut „Safeture“ zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, Argentinien, Costa Rica, Chile, Uruguay und Kuba. In Asien gelten Vietnam, Kambodscha, Bhutan, China, Singapur und Malaysia als sichere Reiseländer. Im Nahen Osten sind etwa Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar und der Oman als Länder mit „geringem Risiko“ eingestuft. In Afrika sind es Marokko, Namibia, die Kapverden und Botswana.

Ergänzende Hinweise: Sicherer Urlaub für LGBTQ+ und aktuelle Entwicklungen

Zwar bezieht die Risk Map von „Safeture“ eine Vielzahl an Faktoren bei ihrer Analyse mit ein. Es gibt jedoch Parameter, die keine Berücksichtigung finden. So geht die Map beispielsweise nicht darauf ein, wie sicher das Reisen für Mitglieder der LGBTQ+-Community in den dargestellten Ländern ist. Orientierung bietet hier der Gay Travel Index 2023, der mehr als 200 Destinationen unter der Berücksichtigung lokaler Gesetze und Lebensbedingungen für queere Menschen listet. Demnach gelten Malta, Kanada, die Schweiz, Australien, Dänemark, Neuseeland, Portugal und Uruguay als sichere und lebenswerte Länder für Mitglieder der LGTBQ+-Community. Die Vereinten Arabischen Emirate, Katar, Jemen, Somalia, Afghanistan, Tschetschenien, der Iran und Saudi-Arabien bilden hingegen das traurige Schlusslicht der Liste. Hier wird Homosexualität kriminalisiert und in der Regel schwer bestraft.

Ebenfalls keine Berücksichtigung finden tagesaktuelle politische Entwicklungen sowie aktute Umweltkatastrophen. Diese zeitkritischen Faktoren werden in der Risk Map 2024 nicht herangezogen. Bevor Reisende ihren Urlaub buchen, empfiehlt sich daher ein Blick in die jeweiligen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Auf der Webseite reagiert das Ministerium umgehend auf eine Veränderung der Lage vor Ort und informiert über Einreisebedingungen sowie nationale und lokale Risiken. 

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