© Klaus Bossemeyer
Sehenswürdigkeiten

Kanada: 12 spektakuläre Sehenswürdigkeiten

Die Rocky Mountains, die Niagarafälle und Toronto gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Kanada. Das Land hat aber noch viel mehr Wildnis und geschichtsträchtige Highlights zu bieten.

Datum 11.07.2024

Grün und blau, so weit das Auge reicht, durchsetzt von faszinierenden Städten und Fischerdörfern: Willkommen in Kanada! Wie kein anderes Land steht Kanada für ausgedehnte Wildnis mit atemberaubenden Nationalparks und einer beeindruckenden Artenvielfalt. 

Der Banff National Park und der Jasper National Park in den Rocky Mountains sind nur zwei Beispiele für die schönsten Naturlandschaften des Landes. Prärie und Wüste ergänzen sattgrüne Weite und tiefblaue Seen in weiten Teilen des Landes. Aber auch Städte wie Toronto und Dawson City sind Highlights bei einer Kanada-Reise. 

Entdecken Sie mit Merian die zwölf schönsten Sehenswürdigkeiten in Kanada.

1

Die Niagarafälle in Kanada

Niagarafälle in Kanada, tosendes Wasser und kleines Schiff © Lukas Spörl
Die Niagarafälle an der Grenze zu den USA sind ein Must See für jede:n Kanada-Besucher:in.

Okay, die Promenade ist überfüllt, und in Niagara Falls, der Stadt am Ufer, wird man als Tourist:in viel Geld los. Aber: Das nimmt den Wasserfällen an der Grenze zu den USA aber nicht ihren Zauber. Am besten bucht man eine Tour der Hornblower Niagara Cruises, stellt sich an den Bug und wartet, bis das Schiff ganz nah an die tosenden Massen steuert, selbst unterm Regencape alles nass ist und man nicht mehr weiß, wo das Wasser aufhört und der Himmel anfängt.

2

Churchill an der Hudson Bay

Churchill, Hudson Bay, Eisbär im Blütenmeer © Churchill Wild/Michael Poliza
In Churchill an der Hudson Bay kann man mit Glück Eisbären beobachten.

Nur per Buschflugzeug oder mit einer zweitägigen Zugfahrt ist der ehemalige Handelsposten an der Hudson Bay zu erreichen. Bekannt ist er für die vielen Eisbären, die sich hier im Winter beobachten lassen. Aber auch im Sommer lohnt Churchill einen Besuch: Dann sind die Eisbären zwar weg, aber im Kajak paddelt man zu den Belugawalen und entdeckt Kanadas faszinierende Tierwelt

3

Lunenburg in Nova Scotia

Ufer der Stadt Lunenburg in Kanada, Boote und Schiffe © iStock/Imagine Golf
Lunenburg in Nova Scotia blickt auf eine lange Fischerei- und Schiffbautradition zurück.

Erst kamen die Schotten, dann die Franzosen, dann die Engländer – und zum Schluss die Deutschen. Rund 80.000 Menschen der Atlantikprovinz Nova Scotia haben deutsche Wurzeln. Und nirgendwo sind ihre Traditionen lebendiger als in Lunenburg, das mit seinen bunt angemalten Häusern seit 1995 zum UNESCO-Welterbe gehört und als eine der schönsten Kleinstädte Kanadas gilt.

4

Vancouver Island

Campingplatz und Zelt, Wald auf Vancouver Island © Philip Richter
Highlight für Outdoor-Fans: die Insel Vancouver Island und ihre winzigen Nachbarinseln.

Die Insel vor der Küste British Columbias ist nur ein Fleck auf Kanadas Karte – aber größer als ganz Belgien. Vor allem der urwaldartige Pacific Rim National Park ist einen Abstecher wert. Ein Paradies für Outdoorfans sind die unzähligen Buchten die winzigen Nachbarinseln wie Crease Island – schöner als hier kann ein Zeltplatz kaum liegen.

5

Größte Stadt in Kanada: Toronto

Nathan Phillips Square mit City Hall, Toronto © Lukas Spörl
Auf dem Nathan Phillips Square findet sich auch die City Hall (links im Foto).

Auf einmal aufregend! Aus der lange langweiligen Metropole ist eine der lässigsten Städte ganz Nordamerikas geworden. Sehenswert: das dynamische Szeneviertel West Queen West, dessen Fassaden von großen Graffitis geschmückt werden, die von Stararchitekt Frank O. Gehry entworfene Art Gallery of Ontario, kleine Oasen wie die entspannten Toronto Islands im Lake Ontario und Plätze wie der Nathan Phillips Square mit der City Hall.

6

Die kanadische Badlands

Kanadische Badlands in Alberta, Felsen namens „Hoodoos“ © Gerald Hänel
„Hoodoos“ werden diese Felsformationen in den kanadischen Badlands genannt.

Schlechtes Land? Von wegen! Denn diese Wüste im Süden Albertas gehört zu den skurrilsten Gegenden Kanadas – mit schrägen Steinformationen, die „Hoodoos“ genannt werden, beinahe verlassenen Ortschaften, die kaum ein Dutzend Einwohner:innen haben, und dem Dinosaur Provincial Park, in dem man selbst die Knochen riesiger Dinosaurier ausgraben kann.

7

Saskatchewan

Prärielandschaft von Saskatchewan © Gerald Hänel
In Saskatchewan befindet sich eine weitläufige Prärielandschaft mit zahlreichen Farmen und Ranches.

„Land of the Living Skies“ – so nennen die Einheimischen die Prärie von Saskatchewan, in der die Erde so flach ist, dass man Dutzende Kilometer weit schauen kann. Die Provinz, geprägt durch Tausende Farmen und Ranches, unterbrochen nur von Ortschaften, die kaum den Namen verdienen, gilt unter vielen Kanadier:innen als öde. Und doch ist sie eines der letzten Gebiete des Wilden Westens.

8

Insel Neufundland

Verlassene Hütte, altes Fischerdorf in Neufundland © iStock/Cavan Images
Neufundland liegt im Atlantischen Ozean und ist unbestritten eine der schönsten Inseln Kanadas.

Als sie den Fisch verloren, fanden sie ihre Insel wieder: die wildromantische Küste, gigantische Eisberge und Wale, die ihre Flossen zeigen. Seit dem Moratorium von 1992, das den Neufundländer:innen verbot, den Kabeljau, der sie reich gemacht hatte, weiter zu fangen, setzt Neufundland auf den Tourismus – Fahrten zu den Ghosttowns alter Fischerdörfer inklusive.

9

Dawson City

Dawson City, Stadt am Yukon in Kanada © iStock/Brian Scantlebury
Dawson City wirkt gelegentlich etwas aus der Zeit gefallen; das macht aber zugleich den Charme der Stadt aus.

Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Die Bürgersteige bestehen aus Brettern, die Holzfassaden leuchten rot, blau und grün. Dawson im Westen des Yukon war einst das Zentrum des Goldrausches und pflegt sein historisches Image. Selbst im Winter hat die Stadt Charme – auch wenn die Einheimischen dann nicht viel mehr zu tun haben, als Wetten darauf abzugeben, wann das Eis auf dem Yukon River wieder aufbricht.

10

Banff National Park

Banff National Park in Kanada, Mount Rundle, Bow River © Klaus Bossemeyer
Wo der Bow River fließt und der Mount Rundle thront: der Banff National Park.

Manchmal ist das Land zu schön, um wahr zu sein. Dieses Bild, das aussieht, als hätte man in Photoshop den Kontrast voll aufgedreht, ist echt. Aufgenommen wurde es in Kanadas ältestem Nationalpark, dem Banff National Park. Mächtig thront der Mount Rundle über endlosen Nadelwäldern, durch die sich der Bow River schlängelt. Millionen Besucher:innen pilgern jedes Jahr in die Stadt Banff, um sich dann in der Wildnis vor ihren Toren zu verlieren.

11

Montreal

© iStock/Pgiam
Montreal besticht zum Beispiel mit dem Kontrast aus modernen Gebäuden und grünen Parks.

Montreal ist die zweitgrößte Stadt Kanadas und überrascht Tourist:innen immer wieder mit dem Kontrast aus sattgrüner Natur und futuristischen Wolkenkratzern, die die Skyline der Stadt bestimmen. Die Gesellschaft ist in Montreal sehr divers; hier leben Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen. Neben der offiziellen Sprache Französisch wird auch Englisch gesprochen. Besonders schön: Die Altstadt namens Vieux-Montréal. Hier finden sich zum Beispiel die Place Jacques-Cartier und das Rathaus.

12

Jasper National Park

© iStock/R.M. Nunes
Hier zu sehen: Spirit Island auf dem Maligne Lake im Jasper National Park.

Der Jasper National Park ist neben dem Banff einer der bekanntesten in Kanada. Er liegt auch in den Rocky Mountains – und bezaubert Besucher:Innen neben atemberaubenden Landschaften mit einer außergewöhnlichem Artenvielfalt. So können Sie hier mit Glück Wapitis, Schwarz- und Grizzlybären sehen. Besonders imposant: der tiefblaue Maligne Lake im Jasper National Park, auf dem sich die kleine Insel Spirit Island befindet – ein wunderschönes Fotomotiv. 

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