Urlaub in Mexiko: Die 9 schönsten Orte

Traumreiseziel Mexiko: Das mittelamerikanische Land, nördlich von Guatemala und Belize gelegen, ist für viele Reisende eine Once-in-a-lifetime-Destination. Besonders bekannt ist die Halbinsel Yucatán, die die Urlaubsorte Cancún und Tulum bereithält, ebenso wie zahlreiche altehrwürdige Maya-Stätten und unterirdische, mit Wasser gefüllte Höhlen, Cenoten genannt. Auch andere Regionen Mexikos rücken mehr und mehr ins Scheinwerferlicht, so etwa Los Cabos am südlichen Ende der Halbinsel Baja California Sur. Und natürlich strahlen auch die Metropolen des Landes, allen voran die Hauptstadt Mexiko City, eine weitreichende Anziehungskraft aus.
Auf einer Fläche, die mehr als fünfmal so groß wie Deutschland ist, wechseln sich dramatische Gebirgslandschaften, indigene Kulturerbestätten und Traumstrände ab – und bieten das passende Ambiente für jeden Urlaubstyp.
Merian zeigt neun der schönsten Orte in Mexiko.
Sicherheitslage in Mexiko
Das Auswärtige Amt rät dringend von der Reise in bestimmte Regionen ab. Dazu gehören unter anderem die Bundesstaaten Colima, Guerrero, Michoacán, Sinaloa und Zacatecas. Auch die Grenzregion zu den USA sollte nur für die notwendigen Aufenthalte zur Ein- und Ausreise besucht werden (Stand: 27. Februar 2026). Urlauber sollten sich vor Reiseantritt eigenständig über die Gefahren vor Ort informieren und ausgewiesene Regionen meiden. Hier alle relevanten Sicherheitsinfos.
Eine der schönsten Städte Mexikos: Mérida

Mérida ist die Hauptstadt der Halbinsel Yucatán im Südosten von Mexiko. Häufig wird sie auch die „weiße Stadt“ genannt – aus zwei Gründen. Zum einen finden sich in den kopfsteingepflasterten Gassen viele Gebäude aus weißem Kalkstein, zum anderen kleiden sich auch die Einwohner hier traditionell gerne hell. Immer wieder rücken aber auch pastellfarbene Kolonialbauten ins Blickfeld. Besonders sehenswert in Mérida ist der Paseo de Montejo, eine Flaniermeile, die von Herrenhäusern aus der Zeit des Henequén-Booms gesäumt wird. Im späten 19. und im frühen 20. Jahrhundert erlebte Mérida aufgrund des Exports von Agavenfasern eine Blütezeit, in Folge dessen sind prächtige Bauten entstanden. Ansehen sollte man sich auch die Plaza Grande, den begrünten Hauptplatz der Stadt. Dort steht mit der Kathedrale von San Ildefonso eine der ältesten Kirchen Amerikas.
Mérida wurde im Jahr 1542 auf den Überresten der ehemaligen Maya-Stadt Ti’ho’ erbaut. Bis heute sind die Einflüsse der indigenen Bevölkerung sichtbar, etwa in den kulinarischen Traditionen der Stadt. Serviert werden vorzugsweise typische Yucatán-Gerichte wie Cochinita Pibil, ein langsam gebratenes Schweinefleischgericht, oder Sopa de Lima, eine Hühnersuppe mit Limettensaft. Wer noch tiefer in die Kultur der Maya eintauchen möchte, sollte einen Tagesausflug zu den berühmten Stätten Uxmal oder Chichén Itzá unternehmen, beide liegen in der Nähe.
Tipp: Auch Izamal, die gelbe Stadt von Mexiko, befindet sich ganz in der Nähe. In rund einer Stunde ist sie mit dem Auto erreichbar.
Geschichtsträchtige Stadt im Hochland: Puebla

Wenn es um Mexikos schönste Städte geht, darf Puebla im gleichnamigen Bundesstaat nicht fehlen. Die Stadt befindet sich im zentralen Hochland von Mexiko auf einer Höhe von 2.100 Metern. Gegründet wurde Puebla bereits im Jahr 1531 von spanischen Kolonisatoren, als strategischer Knotenpunkt zwischen Mexiko-Stadt und dem Hafen von Veracruz. Die Kolonialarchitektur ist bis heute in sehr gutem Zustand, 1987 wurde das Zentrum von Puebla daher von der Unesco als Welterbe klassifiziert.
Besonders berühmt ist die Stadt außerdem für die Talavera-Keramik, eine ursprünglich spanisch-maurische Handwerkskunst, die sich im gesamten Bundesstaat und dem benachbarten Staat Tlaxcala immer wieder findet. Glasierte Keramikfliesen zieren das ein oder andere Gebäude und sind häufig in Shops und Boutiquen zu finden.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt die Kathedrale von Puebla, die im 16. und 17. Jahrhundert erbaut wurde und deren 70 Meter hohe Kirchtürme die Stadt überragen. Sehr sehenswert ist auch der Templo de San Domingo Guzmán mit der Capilla del Rosario, einer goldenen Barockkapelle.
Tipp: Probieren Sie vor Ort Mole Poblano, die typische Chili-Schokoladensauce der Region.
Barranca del Cobre: Spektakuläre Schlucht

„Kupferschlucht“ heißt Barranca del Cobre übersetzt, aber eigentlich handelt es sich bei diesem Ort um ein Schluchtensystem. Und, anders als man aufgrund des Namens annehmen würde, wurde hier nie Kupfer gefunden und abgetragen. Vielmehr stammt der Name von der Farbe, die das Gestein hier annimmt: Bei bestimmtem Lichteinfall leuchten die Felswände der Barranca del Cobre kupferfarben. Insgesamt findet man hier sechs große Schluchten vor, mit einer Tiefe von bis zu 1.870 Metern. Übrigens: Die Schluchten umfassen eine Fläche von 65.000 Quadratkilometern und sind damit größer als der Grand Canyon in den USA.
Die Barranca del Cobre befindet sich im Bundesstaat Chihuahua, am besten gelangen Reisende per Zug hierher. Der El-Chepe-Zug (Ferrocarril Barrancas del Cobre) verkehrt regelmäßig von Chihuahua-Stadt bis nach Los Mochis im Bundestaat Sinaloa und hält unter anderem an der Kupferschlucht. Einer der besten Aussichtspunkte ist der bei Divisadero, von wo aus man gleich mehrere Schluchten überblickt. Doch es lässt sich hier nicht nur bestens fotografieren und staunen – es werden auch zahlreiche Aktivitäten wie Ziplining, Klettern, Wandern und Mountainbiking angeboten – das perfekte Reiseziel für Naturliebhaber und Aktivurlauber also.
Isla Mujeres: Paradies vor der Küste von Yucatán

Nur rund zwölf Kilometer vor der Küste der Halbinsel Yucatán liegt die Isla Mujeres, eine der schönsten Inseln Zentralamerikas. Per Fähre erreichen Besucher das Eiland von Cancún aus in rund 30 Minuten. Übersetzt bedeutet der Name „Isla Mujeres“ so viel wie „Insel der Frauen“. Man geht davon aus, dass die Bezeichnung daher rührt, dass einst viele Maya-Frauen auf die Insel pilgerten, um der Fruchtbarkeitsgöttin Ixchel zu huldigen. Im 16. Jahrhundert entdeckte der Spanier Francisco Hernández de Córdoba nämlich zahlreiche Tonfiguren, die allesamt Frauen darstellen und vermutlich einst eine Gabe an die Göttin waren.
Die Isla Mujeres ist überschaubar – nur sieben Kilometer lang und 650 Meter breit. Sehr sehenswert ist der Strand namens Playa Norte mit türkisfarbenem, flach abfallendem Wasser. Für Taucher und Schnorchler ist die Insel ein absolutes Highlight – zum einen gehört sie zum Mesoamerikanischen Barriereriff, dem zweitgrößten Korallenriff-System der Welt, und verfügt über eine extrem artenreiche Vielfalt. Zum anderen liegt vor der Küste der Isla Mujeres seit 2009 das Unterwasser-Museum MUSA mit mehr als 500 lebensgroßen Skulpturen von Künstlern wie Jason deCaires Taylor.
Trendreiseziel Los Cabos

Waren früher hauptsächlich Tulum und Cancún Anziehungspunkte der US-amerikanischen und europäischen Reisenden, so verlagert sich das Interesse mittlerweile auch in den Westen von Mexiko: genauer gesagt auf die Halbinsel Baja California Sur am Golf von Kalifornien. Am südlichen Ende dieser Halbinsel, wo der Golf von Kalifornien auf den Pazifik trifft, liegt Los Cabos, ein Reiseziel, an dem sich zunehmend Luxushotels und Boutique-Resorts ansiedeln. In Los Cabos treffen die pulsierenden Orte San José del Cabo und Cabo San Lucas auf schroffe Wüstenlandschaften und tiefblaues Meer. Ein beliebtes Fotomotiv ist beispielsweise das Felsentor El Arco ganz im Süden. Direkt nebenan: einer der schönsten Strände der Region, die Playa del Amor.
Wichtig: In Los Cabos gibt es zwar viele Strände, einige davon sind jedoch aufgrund der starken Unterströmung des Ozeans nicht zum Baden geeignet. Insgesamt ist Los Cabos jedoch ein beliebter Ort zum Tauchen und Schnorcheln; der Golf von Kalifornien zählt zu den artenreichsten Unterwassergebieten der Welt. Nicht umsonst nannte Meeresforscher Jacques Cousteau ihn das „Aquarium der Welt“, mehr als 800 Fischarten sind hier beheimatet. Ebenfalls sehr beliebt in der Feriendestination: Golf spielen. Verschiedene Driving Ranges laden zum ausgiebigen Match ein. Für Kunstinteressierte ist der Ort San José del Cabo ein Must See, insbesondere der Gallery District mit zahlreichen Ateliers, Galerien und Street Art.
Hier haben wir die schönsten Hotels in Los Cabos für Sie zusammengefasst.
Mexiko-Stadt: Die quirlige Hauptstadt

Es ist die Nummer-Eins-Megacity des Landes: In Mexiko-Stadt leben neun Millionen Menschen, hinzu kommen etliche Touristen. Die Metropole liegt im zentralen Hochland, rund 2.200 Meter über dem Meeresspiegel. Erbaut wurde sie auf den Ruinen der einstigen Azteken-Hauptstadt Tenochtitlán. Noch heute zeugt beispielsweise der Templo Mayor, der Haupttempel der Azteken, von der langen Geschichte Mexiko City, die weit vor dem Zeitalter der spanischen Kolonialisierung begann. Neben dem Templo Mayor steht die Catedral Metropolitana, mit deren Bau im 16. Jahrhundert begonnen wurde und die damit einen eindrucksvoller Kontrast zu dem Tempel herstellt.
Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt sowie das Quartier Xochimilco zählen zum Unesco-Welterbe. Letzteres besticht durch seine hübschen Wasserstraßen, die sich auf rund 150 Kilometer durch das Viertel ziehen und immer wieder kleine Inseln bilden. Darüber hinaus ist Mexiko-Stadt mit rund 150 Museen das Zentrum der mexikanischen Kunst und Kultur. Sehr sehenswert: das Museo Nacional de Antropología, das sich insbesondere mit der präkolumbischen Geschichte Mexikos sowie der indigenen Kultur beschäftigt. Oder das Frida-Kahlo-Museum, das dem Leben und Werk der Ausnahmekünstlerin gewidmet ist. Auch kulinarisch hat die Hauptstadt so einiges zu bieten, von Tamales bis zu Tacos ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch im Fine-Dining-Bereich haben sich viele hervorragende Adressen etabliert, etwa das Pujol oder das Quintonil.
Die Riviera Maya mit Tulum und Cancún

Sie zählt unbestritten zu den wichtigsten Urlaubsorten in Mexiko: die Riviera Maya im Bundesstaat Quintana Roo auf Yucatán. Streng genommen reicht der beliebte Küstenabschnitt von Puerto Morelos über Playa del Carmen bis Tulum, doch auch das nördlichere Cancún wird häufig dazu gezählt. Schließlich handelt es sich dabei um einen der bekanntesten Orte, die sogenannte Hotelzone erstreckt sich über 20 Kilometer und ist ein Konglomerat aus All-Inclusive-Hotels und weißen Sandstränden. Gediegener geht es in Tulum zu: Boutique-Resorts im Boho-Stil, eine ausgeprägte Wellness- und Yoga-Szene und ein entspanntes Mindset prägen den Urlaubsort. Außerdem finden Reisende hier eindrucksvolle Maya-Ruinen vor.
Charakteristisch für die Riviera Maya sind unterirdische, mit Wasser gefüllte Höhlen: Cenoten. Sie sind einst durch eingestürzte Höhlendecken entstanden und werden heute – zumindest in Teilen – zum Tauchen genutzt. Man geht davon aus, dass diese Höhlen bereits für die Maya von überaus großer Bedeutung waren und als Zugänge zur Unterwelt galten. Beispielhaft sind die Cenote Escondido und die Cenote Chaak Tun – letztere ist noch geschlossen und begeistert mit eindrucksvollen Stalaktiten.
Naturrefugium in Mexiko: Insel Holbox

Wer es eine Spur entspannter mag als in Cancún oder Tulum, sollte die Isla Holbox ins Auge fassen. Die 42 Kilometer lange Insel liegt nördlich der Halbinsel Yucatán, dort, wo das Karibische Meer in den Golf von Mexiko übergeht. Autos sucht man hier vergeblich – Fortbewegungsmittel Nummer eins sind Golfcarts und Fahrräder, die Straßen sind größtenteils unbefestigt. Genau das macht den Charme von Holbox aus: barfuß durch den Sand schlendern und Hängematten zwischen Palmen.
Holbox ist Teil des Naturschutzgebiets Yum Balam und ein Rückzugsort für zahlreiche Tierarten. Flamingos durchstreifen die Landschaft, Pelikane kreisen über dem Wasser. Ein besonderes Highlight zwischen Juni und September sind die hiesigen Populationen von Walhaien. Auch das Phänomen der Biolumineszenz lässt sich hier beobachten: In besonders dunklen Nächten und an einigen Strandabschnitten beginnen Mikroorganismen im Wasser blau zu leuchten. Tagsüber locken puderzuckerweiße Strände wie die Playa Punta Cocos oder Punta Mosquito, an denen das Wasser seicht und glasklar ist. Letzterer erinnert mit seinen Sandbänken durchaus an den berühmten Whitsundays-Strand in Australien.
Tipp: Auf die Insel gelangt man am besten per Fähre ab Chiquilá. Der Hafenort ist rund zwei Stunden von Cancún entfernt.
Blau in Blau: Die Lagune von Bacalar

Türkis, Smaragd, Tiefblau – die Lagune von Bacalar vereint alle diese Nuancen. Tatsächlich trägt sie den Beinamen „Lagune der sieben Farben“, ein Verweis auf die unterschiedlichen Blautöne, die durch verschiedene Wassertiefen und Kalkablagerungen entstehen. Bacalar liegt im Süden des Bundesstaates Quintana Roo, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Belize entfernt – und noch immer abseits der großen Touristenströme.
Die Lagune erstreckt sich über rund 45 Kilometer und wird von unterirdischen Süßwasserquellen gespeist. Motorboote sind auf der Lagune nicht erlaubt, vielerorts gleiten Besucher jedoch mit dem Kajak oder Segelboot über das spiegelglatte Wasser. Besonders sehenswert sind die sogenannten Stromatolithen – Gesteinsformationen, die die durch Bakterien entstehen und zu den ältesten Lebensformen der Erde zählen. Unbedingt anschauen: den Naturkanal Los Rápidos de Bacalar am südlichen Ende der Lagune, der auch ein beliebter Badeort ist. Hier ist das Wasser besonders blau.
Tipp: Früh aufstehen lohnt sich – bei Sonnenaufgang wirkt die Lagune fast unwirklich still.