Die 11 wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mexico City

Von vielen als künftiges Reiseziel auserkoren, von anderen direkt verworfen ob dem Ruf, der der Stadt vorauseilt: Schmutzig und laut soll Mexico City sein, sagen manche. Und in einigen Bezirken ist tatsächlich besondere Vorsicht geboten. Doch eines ist die Stadt sicherlich: überraschend. Wer sie besucht, will häufig nicht mehr weiterziehen – weil die Stadt ein besonderes Flair versprüht und viel mehr zu bieten hat, als ihr Ruf vermuten lässt.
Das Zentrum des Landes liefert, was eine Weltmetropole ausmacht: Glanz und Geschichte, Prunk und Paläste, wilde Architektur, eine international gefeierte Gastroszene, Hoch- und Subkultur.
Wir stellen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mexico City vor.
Zócalo und Centro Histórico

Die Erkundung von Mexico City beginnt man am besten in ihrem historischen Zentrum. Genauer gesagt am Zócalo, dem gewaltigen Platz, an dem der Geburtsort der Millionenstadt liegt: Tenochtitlán, das einstige Herz des Azteken-Reichs, dessen Überreste heute unscheinbar daliegen. Die Ruinen des Templo Mayor werden hier überstrahlt von der größten Kathedrale des amerikanischen Kontinents, einst Symbol imperialer Macht der spanischen Kolonialisten, die im 16. Jahrhundert weite Teile Süd- und Mittelamerikas ausbeuteten.
Am besten lässt man sich vom fortwährenden Menschenstrom einfach treiben. Der disharmonische Sound der Organijeros – der Orgelspieler in Uniform – untermalt das chaotische Treiben angemessen.
Palacia de Hierro und Palacio de Bellas Artes

Auf dem Weg in westliche Richtung passiert man eine Reihe imposanter Sehenswürdigkeiten, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind – nach der Unabhängigkeit, unter der Regentschaft von General Porfirio Díaz. Damals orientierte sich die Oberschicht an Frankreich. Es entstanden prächtige Bauten im Jugendstil wie der Palacio de Hierro – ein gehobenes Einkaufszentrum – und das noble Gran Hotel Ciudad de México mit seinem bunten Dach aus Tiffany-Glas.
Der Palacio Postal, das alte Hauptpostamt, erinnert wiederum an einen venezianischen Palast. Und das Kulturzentrum Palacio de Bellas Artes zeigt einen wilden Mix aus Architekturstilen, von Neoklassizismus über Art Nouveau bis Art déco – typisch für Mexiko-Stadt.
Secretaría de Educación Pública

Ein Abstecher in das Sekretariat für öffentliches Bildungswesen (Secretaría de Educación Pública) lohnt sich unbedingt. Dort können Besucher mehrere Wandgemälde des Künstlers Diego Rivera bestaunen. Sie entstanden nach der mexikanischen Revolution Anfang des 20. Jahrhunderts. Rivera zählt zu den bedeutendsten Malern der Moderne in Mexiko.
Mercado Roma

Eine beliebte kulinarische Adresse ist der Mercado Roma südwestlich des Zentrums. Der Food Market bietet mexikanische Dauerbrenner wie Tacos, Quesadillas und Burritos. Auch europäische Paella, vegane Snacks, italienische Aperitifs und bunte Smoothies lassen sich auftreiben. Besonders bei jungen Mexikanern ist die Markthalle beliebt; für lässige und entspannte Atmosphäre sorgen regelmäßige Veranstaltungen wie Comedy und Konzerte.
Bosque de Chapultepec

Rund vier Kilometer weiter westlich liegt der große Stadtpark Chapultepec. Wer die Flaniermeile mit den fliegenden Händlern meiden möchte, findet Ruhe auf einsamen Spazierwegen. Springbrunnen plätschern, ein Pferdekarussell steht still, Eichhörnchen klettern Bäume hinauf. Ein Arbeiter schläft in einer Schubkarre. Der Autolärm ist angenehm fern.
Nur zum Faulenzen ist die Gegend allerdings zu interessant. Rund um den Park befinden sich mehrere kulturelle Highlights, allen voran das imposante Nationalmuseum für Anthropologie (Museo Nacional de Antropología). Sehenswert sind auch die Museen für moderne und zeitgenössische Kunst (Museo de Arte Moderno und Museo Tamayo) und die Casa Barragán, einstiges Atelier des Architekten Luis Barragán.
Castillo de Chapultepec

Mitten im Park liegt auch dieses Kuriosum: Einst von den spanischen Kolonialherren erbaut, diente das Castillo de Chapultepec Maximilian I. ab 1864 als kaiserliche Residenz. Der Österreicher wurde wiederum von den Franzosen, die sich in Mexikos innere Angelegenheiten einmischten, als Marionetten-Regent eingesetzt. Und drei Jahre später umgebracht. Heute befindet sich im Schloss ein historisches Museum.
Museo Soumaya

Wer noch nicht genug Kunst gesehen hat, besucht das Nobelviertel Polanco nördlich des Parks. Dort wartet das avantgardistische Museo Soumaya, ein Prestigeprojekt des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim. Ähnlich wie im Fall des New Yorker Guggenheims muss man diesen Ausstellungsraum schon um seiner selbst willen gesehen haben: ein sich in Richtung Himmel schraubender Aluminiumtornado, erbaut im Jahr 2011 von Fernando Romero. Im Inneren warten Bildern bedeutender Maler Europas – und die größte Skulpturensammlung des Bildhauers Auguste Rodin. Gleich nebenan steht das Museo Jumex mit zeitgenössischen Werken von Warhol bis Naumann.
Coyoacán

Wer Mexico City in Gänze erfassen will, benötigt dafür mehr als ein Leben. Dennoch lohnen Abstecher in einige Viertel, etwa die gemütliche Nachbarschaft Coyoacán im Süden. Hier bricht man am besten zu einem ausgedehnten Spaziergang bis hinab zur ältesten Universität des Kontinents, der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), auf. Der Campus zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein beliebtes Fotomotiv ist die mit Wandbildern verzierte Zentralbibliothek.
Unterwegs passiert man VW-Käfer, bunte Wände und nette Cafés in verschlafenen Hinterhöfen. Manche Mauern sind von Blumen überwuchert, andere verbergen enormen Wohlstand. Straßenverkäufer bauen morgens ihre Stände auf, im Park spielt eine Band, Menschen führen ihre Hunde aus. Tipp: Im Artesanías-Markt gibt es schöne Souvenirs.
Frida-Kahlo-Museum

Der Touristenmagnet von Coyoacán ist das kobaltblaue Frida-Kahlo-Museum, Geburtshaus und Wirkungsstätte von Mexikos berühmtester Künstlerin, auch Casa Azul genannt. Hier steht noch heute das Bett, von dem aus die durch einen Unfall schwer gezeichnete Malerin arbeitete, dort die mit offener Feuerstelle versehene Küche, draußen wuchert ein Garten. Unbedingt Tickets vorab online buchen, oft sind die Slots Tage im Voraus ausgebucht.
Xochimilco

Ein weiteres sehenswertes Viertel: Xochimilco und die Kanäle, die einst für die Landwirtschaft angelegt wurden. Rund 1.500 Trajineras, die bunten Boote, gondeln vorbei an künstlichen Inseln und transportieren Großfamilien, Pärchen sowie Touristen. Schwimmende Händler verkaufen Bier und Snacks. Je tiefer man in das Netz aus Wasserwegen hineinfährt, desto ruhiger wird es. Ein grotesker Höhepunkt ist die Isla de las Muñecas, die Insel der Puppen, die, teilweise schaurig verwittert, zu Dutzenden in den Bäumen hängen.
Zona Rosa

Wer auf diese gruselige Begegnung einen Absacker benötigt, findet ihn in der Zona Rosa, dem urbanen Partyviertel und Magneten für die LGBTIQ+-Gemeinschaft. Hier liegen viele Schwulenbars und -clubs. Tagsüber locken die Kunstgalerien in der Nachbarschaft. Antiquitätengeschäfte präsentieren steinerne Löwen, Jesus-Gemälde, Mahagoni-Sekretäre mit goldenen Intarsien und Stühle im Louis-XIV-Stil. Zugegeben, nichts fürs Handgepäck.
Reiseinformationen für Mexico City
An- und Einreise
Von Frankfurt aus bietet Lufthansa Direktflüge nach Mexico City an. Vom internationalen Drehkreuz Cancún in Yucatán starten täglich Inlandsflüge in die Hauptstadt. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Mexiko einen gültigen Reisepass. Eine ausgefüllte Touristenkarte muss bis zum Ende der Reise aufbewahrt werden.
Sicherheitshinweise für Mexico City
Generell wird empfohlen, sich tagsüber durch die Stadt zu bewegen, in großen Menschenmengen besonders aufmerksam zu sein und sich nicht allein auf den Weg zu machen. Kriminalität und Straftaten kommen in allen Stadtteilen vor. Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände sollten nicht am Körper getragen werden. Die vollständigen Sicherheitshinweise für Mexiko lesen Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.
Wann ist der beste Reisezeitpunkt für Mexiko City?
Die Trockenzeit von November bis Mai gilt als beste Reisezeit für Mexiko. Tagsüber ist es dann warm, aber nicht heiß. Nachts kühlt es spürbar ab.
- mkr mit dpa
Ein Besuch in London ohne Claridge’s? Das mit Mansfield-Backstein geziegelte älteste Hotel der Stadt ist bis dato Treffpunkt von Aristokratie, Kunst, Politik, Mode und Show. Cary Grant, Audrey Hepburn, Mick Jagger, Whitney Houston, Winston Churchill sowie Queen Victoria zählten zu den Gästen. Und es war eine Freundin der Letzten, die den Afternoon Tea hier einführte: Anna Maria Russell, Herzogin von Bedford. Seit über 150 Jahren gibt es das Ergebnis dieser Überlegungen im von Thierry Despont im Art-déco-Stil der 30er-Jahre gestalteten Foyer und Lesesaal von Claridge’s – es ist der beste High Tea der Stadt, von Chef-Patissier Thibault Hauchard. Doch auch Restaurant, Bar, 190 edle Zimmer und Suiten sowie Café und Bäckerei an der Hinterseite des Hauses in Mayfair beweisen, dass hier immer alles very British ist – und bleiben wird.