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Sehenswürdigkeiten

Geliebte Insel: Die schönsten Orte auf Gran Canaria

Die drittgrößte der Kanarischen Inseln, Gran Canaria, beeindruckt mit vielfältiger Natur, belebten Küstenabschnitten und Städten und malerischen Geheimtipps. Wir zeigen Ihnen die zehn schönsten Orte der Insel.

Die Kanarischen Inseln sind ohne Frage ein Urlaubsziel für jede Jahreszeit. Der Seewind und die angenehmen Luft- und Wassertemperaturen ziehen vor allem in der Nebensaison viele Urlauber:innen auf die vulkanischen Eilande. Eine der bekanntesten und beliebtesten Inseln ist Gran Canaria

Hier finden sich Sandstrände, aufregende Vulkanlandschaften, Partys und quirlige Städte. Aber auch, wer Ruhe und Erholung sucht, wird fündig. Wir zeigen Ihnen zehn besondere Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria.

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Altstadt von Las Palmas

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Auf über zehn Kilometern erstreckt sich das weiße Häusermeer längs der Nordküste Gran Canarias bis zur Halbinsel Isleta. Knapp die Hälfte der Inselbevölkerung nennt Las Palmas inzwischen ihr zu Hause. Machen Sie sich auf eine Entdeckungsreise in der quirligen, facettenreichen Metropole. Kulturell wird sie Ihnen einiges bieten: Die historische Altstadt Vegueta ist die Keimzelle der Stadt. Verwinkelte Gassen, prächtige Häuser, Museen und Kunstgalerien machen sie zu einem kulturellen Höhepunkt. Genau hier wurde Las Palmas 1478 gegründet! 

2

Las Centras

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Von vielen als die größte Sehenswürdigkeit der Stadt betitelt: Der vier Kilometer lange Stadtstrand zieht sich sichelförmig an der Küste entlang. Markante Punkte sind im Norden La Puntilla, ein Landvorsprung mit steinernem Plateau und Windspiel (ein Parkhaus ist vorhanden), und im Süden das Auditorium, ein festungsartiges Konzerthaus. Etwa 100 Meter vor dem Strand liegt ein Naturriff – ein erstarrter Lavastrom, der den Strand vom offenen Meer trennt. Die Wellen brechen und erreichen das Ufer nur ruhig. Deswegen können Sie hier in der „la gran Bañera“, „der großen Badewanne“, auch das ganze Jahr über baden. Oder Sie schreiten einfach die schöne Promenade mit vielen Lokalen, Bars und Cafés entlang und genießen dabei das tolle Panorama dieses Highlights von Gran Canaria.

3

Dunas de Maspalomas

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Beinahe berghoch türmen sich die „Dunas de Maspalomas“, die den Ferienort Playa del Inglés vom Meer trennen. Ein riesiges Areal aus weiß flirrendem Sand, den der Wind zu haushohen, sichelförmigen Bergen aufgetürmt hat. Der Sand ist marinen Ursprungs und besteht aus Abermillionen Korallen und Muscheln, von der Meeresbrandung zu samtweichem Pulver zerrieben. Den besten Blick haben Sie von der Aussichtsplattform unterhalb des Hotels „Riu Palace“ – hier finden Sie auch ein Informationszentrum. 

4

Valle de Agaete

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Hinter den Mauern des hübschen Ortes Agaete im Nordwesten Gran Canarias am Fuße des Berges Tamadaba verstecken sich duftende Gärten an schmalen Gassen und kleinen Häusern. Die Fahrt hinab ins Tal lohnt sich: Im Valle de Agaete reihen sich neben die malerischen Häuser viele Obstbäume und Palmen. Tomaten, Zitrusfrüchte, Kaffee, Mango und Papaya werden hier angebaut. Am Wendeplatz des Weilers El Sao endet die schmale Straße. Von dort aus führt Sie ein Wanderweg in nur einer Stunde zum Höhlendorf El Hornillo.

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Barranco de Guayadeque

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Nördlich von Agüimes führt Sie eine Inselstraße in die „Schlucht des fließenden Wassers“. Etwa sechs Kilometer talaufwärts erkennen Sie zu Ihrer Linken Höhlensiedlungen, die sich in Barranco-Wände aus rötlicher Lava zwingen und schon seit prähispanischer Zeit bewohnt werden. Neben dem Lokal „El Centro“ befindet sich die Höhlenkapelle des Apostels San Bartolomé. Am Oberlauf des Barranco finden Sie noch weitere Höhlenrestaurants.

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Bandama

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Die spiralförmige Straße zur Spitze des 569 m hohen Vulkankegels Pico de Bandama hält stets spektakuläre Aussichten auf die Vulkanhügel, das weiße Häusermeer und die Isleta von Las Palmas im Norden bereit. Direkt neben dem mit schwarzen Lapilli-Steinchen bedeckten Berg klafft ein Krater von gut einem Kilometer Durchmesser. Das rund 200 m tiefe Loch entstand bei einer gewaltigen Explosion: Der Kontakt des heißen Magmas mit eingedrungenem Meereswasser ließ Dampf entstehen, dessen gewaltiger Druck den Vulkankegel sprengte. Inmitten des riesigen Kraters befindet sich ein einsamer Bauernhof. Hier, auf dem Vulkangrund, wachsen Tomaten, Zucchini und Paprika. 

7

Cueva Pintada

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Eine geheimnisvoll bemalte Höhle liegt im Mittelpunkt der größten archäologischen Fundstätte des Archipels in Gáldar. 1873 wurde sie als einzig erhaltene Höhle auf den Kanarischen Inseln, deren Wände mit Malereien geschmückt sind, entdeckt. Rot-schwarz-weiße Muster erinnern an in Höhlen Nordwestafrikas gefundene Formen. Einige Wissenschaftler:innen sehen darin eine Bestätigung für die These, dass die Altkanarier:innen berberischen Ursprungs sind. Der Archäologische Park rund um die Cueva Pintada misst ca. 10.000 km². Ein Besuch, der Sie mit der Geschichte Gran Canarias vor und während der spanischen Eroberung vertraut macht, ist individuell oder im Rahmen einer angemeldeten Führung möglich.

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Jardín Canario

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Im Botanischen Garten, zehn Kilometer südwestlich von Las Palmas, sind nahezu alle Pflanzenarten der Kanaren vereint. An der Südwand des Barranco de Guiniguada führen Sie die Wege zwischen flechtenüberwucherten Felsen und einheimischen Pflanzen ins Tal hinunter. Vor Ihnen: ein Paradies aus Drachenbäumen, Phönixpalmen und Sukkulenten zwischen kleinen Teichen mit laut quakenden Fröschen. Etwa 5000 Spezies aus aller Welt beheimatet dieser Garten. Besonders interessant ist die Vielzahl seltener Kakteen. Der Eintritt ist frei.

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Tejeda

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Ein malerischer Ort, 42 Kilometer südwestlich von Las Palmas, ist Tejeda. Auf 1050 Metern Höhe, im Zentrum der Bergwelt, liegt das wohl schönste Dorf der Bergregion – umgeben von tiefen Schluchten und Felsnadeln. Überragt von Roque Bentayga und Roque Nublo stehen Tejedas Häuser inmitten duftender Mandelbäume. Ende Januar wird hier die Fiesta de los Almendros gefeiert, doch das ganze Jahr über genießt man auf der unteren Dorfstraße den vertrauten Geruch. In der Bergkonditorei „Dulcería Nublo“ wird unter anderem „Bienmesabe“ (übersetzt: „es schmeckt mir gut“) hergestellt und verkauft, eine Masse aus Honig und Mandeln, die wirklich gut zu Eis schmeckt.

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Teror

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Etwa 543 Meter hoch, in einem üppigen, grünen Tal des Nordens, liegt das alte Städtchen Teror. Es begeistert mit herrschaftlichen Gebäuden, die typischen, geschnitzten Balkone zeugen von seiner einstigen Bedeutung. Heute ist Teror als Wallfahrtsort und religiöses Zentrum eine der Sehenswürdigkeiten Gran Canarias: im September 1482 soll hier dem Bischof die Jungfrau Maria erschienen sein.

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