Die Top 15 Sehenswürdigkeiten in Madrid

Mehr als drei Millionen Menschen leben in Madrid – und doch ist die spanische Hauptstadt nahbar und äußerst charmant. Noch dazu locken Highlights wie der Prado und der Palacio Real. Wir stellen die Top 15 Sehenswürdigkeiten in Madrid vor.
Datum12.02.2026

Auch wenn man es in so manch autonomer Region Spaniens anders sehen mag: Die vielseitige Metropole Madrid ist eine wahrhaftige Hauptstadt, wie sie im Buche steht. Hier glänzen Paläste, Prachtboulevards und ausladende Plätze, es locken Kirchen und bedeutende Museen und vielerorts gewähren Dachterrassen einen grandiosen Ausblick über das Zentrum.

Madrid ist zwar eine Großstadt, aber eine, in der fast alle wichtigen Attraktionen fußläufig zu erreichen sind. Noch dazu lässt sich die lebendige Atmosphäre beim Sightseeing vortrefflich aufsaugen. 

Wir verraten, was man in Madrid gesehen haben muss.

Madrids Sehenswürdigkeiten: Plaza de Cibeles

Einstiges Postamt und heute Sitz der Stadtverwaltung: der Palacio de Cibeles in Madrid.

Ein schöner Ausgangspunkt für einen Spaziergang zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten der spanischen Hauptstadt ist die Plaza de Cibeles mit seinem klassizistischen Brunnen und vor allem dem majestätischen Palacio de Cibeles. Der 1919 erbaute Palast beheimatet verschiedenste Kulturstätten, wie die Ausstellungsfläche CentroCentro, die auf 8.000 Quadratmetern Wechselausstellungen mit zeitgenössischer Kunst zeigt.

Ein weiteres Highlight des Palacio de Cibeles ist die Fahrt mit dem Aufzug zur Spitze des Turms mit Aussichtsplattform. Von hier aus können Sie sich einen guten Überblick über die Stadt verschaffen – und schon mal sehen, wo das Museumsdreieck mit dem berühmten Museo del Prado und dem Retiro-Park liegt. 

Das berühmteste Museum in Madrid: Museo del Prado

Mehr als drei Millionen Menschen besuchen das Museo del Prado im Jahr.

In eine Riege mit dem Pariser Louvre und dem New Yorker Met reiht sich das Museo del Prado, das als eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt gilt. Gegenüber dem Real Jardin Botanico mit seinen lärmenden Papageien liegt das weitläufige Areal mit den zwei Hauptgebäuden, die durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden sind. Der Grundstein für das heutige Museum wurde bereits im Jahr 1819 gelegt, als der spanische König Fernando VII. die Gründung einer Kunstsammlung nach dem Vorbild des Louvre in Auftrag gab. 

Mittlerweile umfasst ebendiese mehr als 8.600 Gemälde und 700 Skulpturen. Neben Meisterwerken von Botticello, Albrecht Dürer und Rembrandt stehen hier bedeutende Zeugnisse der spanischen Kunstgeschichte im Rampenlicht. Zu den wichtigsten Ausstellungsstücken zählen die Schwarzen Gemälde (Pinturas negras) von Fransisco Goya, die die düsteren Seiten der Menschheit zum Ausdruck bringen. Ähnlich bedeutend sind die Werke „Las Meninas“ von Diego Velázquez und „El caballero de la mano en el pecho“ von El Greco.

Übrigens: Das madrilenische Museumsdreieck samt Prado, Reina Sofía und der Sammlung Thyssen-Bornemisza ist seit 2021 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. 

Wer den Prado besuchen will, sollte unbedingt vorab eine Eintrittskarte mit Timeslot reservieren. Alle Informationen rund um Tickets, Öffnungszeiten und die Ausstellungen finden Sie auf der Webseite des Museo del Prado.

museodelprado.es/en

Oase in der Stadt: Retiro-Park

Auf dem See namens Estanque Grande de El Retiro kann man Tretboot fahren.

Gleich neben dem Museo del Prado liegt der hübsche Retiro-Park, in dem mitunter kostenfreie Kunstausstellungen stattfinden. Eine besondere Kulisse dafür ist der Kristallpalast, der seine Gäste auch ohne ausgestellte Kunst meist sehr beeindruckt. Herrlich fügt sich seine Gusseisenarchitektur in die ihn umgebende Natur ein. Wenn man von hier aus weiter schlendert, bietet sich direkt der nächste schöne Anblick: das Monument für Alfonso XII., direkt vor einem idyllischen See, auf dem man Tretboot fahren kann.

esmadrid.com

Im Zentrum von Madrid: Puerta del Sol

Das Casa de Correos an der Puerto del Sol in Madrid

Nach Kunst und Natur lockt das lebendige Zentrum der Millionenstadt. Rund zwei Kilometer und 25 Gehminuten vom Prado entfernt, liegt die Puerta del Sol, ein riesiger halbkreisförmiger Platz mit dem beeindruckenden Casa de Correos. Das einstige Postamt aus dem 18. Jahrhundert beherbergt heute die Räumlichkeiten des madrilenischen Regionalparlaments. Darüber hinaus ist die Puerta del Sol ein beliebter Treffpunkt für Locals und ein Ausgangspunkt für ausgiebige Shoppingtouren: Einkaufsstraßen wie die Calle de Preciados und die Calle Mayor mit ihren hübschen Bauten im Habsburger Stil laden zum Stadtbummel ein. 

Übrigens: Auf der Puerta del Sol liegt auch der Null-Kilometerstein (Kilómetro Cero), von dem aus offiziell alle Entfernungen der spanischen Fernstraßen gemessen werden.

Plaza Mayor in Madrid

Ein Highlight auf der Plaza Mayor: die Casa de la Panedería.

Vierhundert Meter weiter westlich gelangen Besucher an die bekannte Plaza Mayor an, die von vier viergeschossigen Wohngebäuden mit über 200 Balkonen umschlossen wird. Interessant ist vor allem die bunte Hausfassade des Casa de la Panadería (Haus der Bäckerei). Suchen Sie an dieser doch einmal das Abbild von Picasso!

Die Plaza Mayor entstand im 17. Jahrhundert auf Anordnung von König Philipp III., dessen bronzenes Reiterstandbild heute im Zentrum des Platzes steht. Der 1620 eröffnete, rechteckige Platz ist von einheitlichen Gebäudefassaden mit Arkadengängen umgeben und war über Jahrhunderte hinweg Schauplatz bedeutender Ereignisse – von Festen und Theateraufführungen bis hin zu Stierkämpfen und öffentlichen Urteilen. Heute laden unter den Arkaden traditionelle Läden sowie zahlreiche Cafés und Restaurants zum Verweilen ein.

Auch wenn die hiesigen Restaurants mit Tapas und dem bekannten Bocadillo Calamres, einem Oktopus-Sandwich, locken: Sie verpassen nichts, wenn Sie verzichten. In den Touristen-Lokalen zahlt man vor allem für die Aussicht. 

Sehr viel bessere Cafés und Restaurants in Madrid empfehlen wir Ihnen hier. 

Catedral de Santa María la Real de la Almudena

Die Almudena-Kathredrale beherbergt spannende Schätze. Besichtigen kann man sie außerhalb der Gottesdienste.

Rund 700 Meter westlich der Plaza Mayor wartet eine besondere Kirche: 1085 fand König Alfonso VI. hier ein vor den Mauren verstecktes Bild einer Jungfrau. Er gab ihr den Namen Almudena und ernannte sie zur Schutzpatronin der Stadt, die noch heute am 9. November mit einem Festtag geehrt wird. Ihre Skulptur schmückt zudem den Altar der Almudena-Kathedrale.

Auch darüber hinaus ist die Kathedrale, die durch Kriegswirren und diverse kulturelle Bewegungen Jahre zur Fertigstellung brauchte, sehr sehenswert. Aufregende Muster, Wandmalereien in unterschiedlichsten Stilen, weißer Grundstein und hellblaue Teilfassade sind äußerst ungewöhnlich für eine Kirche. Am auffälligsten dabei ist wohl eine von einem Künstler bearbeitete Fotografie von Nonnen. 

catedraldelaalmudena.es

Palacio Real: Der Königspalast von Madrid

Bei offiziellen Anlässen kann man hier sogar auf die Königsfamilie Spaniens treffen.

Direkt gegenüber der Almudena-Kathedrale liegt der berühmte Königspalast von Madrid. Beeindruckend: Der Palacio Real ist nicht nur eines der größten Schlösser Westeuropas, sondern sogar weitläufiger als der britische Buckingham Palace. Zwar wohnt die königliche Familie hier nicht, dennoch wird die Anlage regelmäßig für offizielle Anlässe, wie Staatsempfänge und Banketts, genutzt.

Ein Teil des Palacio Real ist für Besucher geöffnet. Besichtigt werden können unter anderem der große Gala-Speisesaal sowie die königliche Rüstkammer und – besonders elegant – das Gasparini-Zimmer, einst Ankleidesaal. Die üppigen Wandteppiche sind an Zeichnungen von Raphael angelehnt und stammen aus dem 17. Jahrhundert. Noch mehr Prunk wartet in der hauseigenen Kapelle: Hier versuchen sich Fresken, Statuen und französische Kronleuchter gegenseitig in den Schatten zu stellen. 

Tipp: Auch für einen Besuch im Palast sollten Gäste vorab Tickets reservieren. 

patrimonionacional.es

Wichtiges Kunstmuseum in Madrid: Museo Reina Sofía

Neben dem Prado das bedeutendste Kunstmuseum des Landes: das Museo Reina Sofía

Von ähnlich großer Bedeutung wie das Museo del Prado – vor allem in Hinblick auf zeitgenössische Kunst – ist das 1992 gegründete Museo Reina Sofía. Als Ergänzung zum benachbarten Prado führt das Haus vor allem Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Von der beachtlichen Sammlung mit mehr als 20.000 Exponaten werden etwa 2.000 in wechselnden Schauen ausgestellt. 

Zu den festen und wichtigsten Werken des Hauses gehören mehrere Gemälde von Salvador Dalí und Joan Miró sowie das riesige Wandgemälde Guernica von Picasso und zahlreiche Studien und Skizzen rund um dessen Entstehung. 

museoreinasofia.es

Gran Vía: Die bekannteste Straße Madrids

Prächtiger Boulevard: die Gran Via in Madrid

Sie ist die wohl bekannteste und mit Abstand prächtigste Straße von ganz Madrid: die Gran Vía, die von der Calle de Alcalá bis zur Plaza de España verläuft. Berühmt ist der 1,3 Kilometer lange Boulevard vor allem für die schmucken Jugendstilhäuser und neoklassizistischen Bauten. Neben zahlreichen Hotels haben sich hier vor allem Luxusgeschäfte sowie gehobene Restaurants angesiedelt. Besonders ikonisch sind das Metropolis-Haus und das alte Art-Déco-Kino Capitol mit bunter Leuchtreklame auf dem Dach. 

Stadion von Real Madrid: Santiago Bernabéu

Für Fußballfans ein Muss, für alle anderen ein empfehlenswertes Kann: Heimstätte von Real Madrid und Austragungsort von so manch einer meisterhaften Partie ist das Stadion Santiago Benabéau. Nicht selten konnte der beliebte Fußballclub vor ausverkauften Rängen das traditionsreiche El Clásico gegen den FC Barcelona für sich entscheiden. Auch zahlreiche Champions-League-Finals und das Finale der Fußballweltmeisterschaft 1982 fanden auf dem hiesigen Rasen statt. Geführte Touren sind hier empfehlenswert.

bernabeu.realmadrid.com

Schlemmen auf dem Mercado de San Miguel

Historischer Markt und beliebter Treffpunkt: der Mercado San Miguel in Madrid

Typisch für jede spanische Großstadt sind die überdachten Markthallen, in denen Händler und Gastronomen ihre Spezialitäten anbieten. Ein prächtiges Exemplar ist der Mercado de San Miguel aus dem Jahr 1916. Ein Spaziergang durch die Halle mit ihren Glaselementen und den historischen Eisensäulen gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Die hier angebotenen Waren hingegen könnten frischer nicht sein: Es gibt eine große Auswahl an Meeresfrüchten, Fleisch, Obst und Gemüse – aber auch haltbaren Lebensmitteln, die sich hervorragend als Mitbringsel oder Geschenk eignen. 

Hinweis: Seit Januar 2026 ist der Mercado de San Miguel für Renovierungsarbeiten geschlossen. Wann die Markthalle wieder öffnet, ist noch unklar.

Museo Nacional Thyssen-Bornemisza

Das dritte Haus im Bunde des Madrider Museumsdreiecks: das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza.

Das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Stadt und komplettiert zusammen mit dem Prado und dem Reina Sofía das berühmte Museumsdreieck am Paseo del Prado. In dem elegant restaurierten Palacio de Villahermosa erwartet Besucher eine beeindruckende Sammlung von fast 1.000 Gemälden, die einen breiten Bogen von der europäischen Kunst des Mittelalters über Renaissance, Barock und Impressionismus bis hin zur modernen Avantgarde des 20. Jahrhunderts spannt und so Lücken in anderen großen Sammlungen schließt. 

Die Werke stammen größtenteils aus der jahrzehntelangen Sammelleidenschaft der Familie Thyssen-Bornemisza. Neben den Hauptwerken gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen und Sonderpräsentationen.

museothyssen.org

Das CaixaForum ist eine der wichtigsten Stätten der Kulturvermittlung in Madrid.

Das CaixaForum Madrid ist in einer spektakulär umgestalteten ehemaligen Fabrik untergebracht, deren historische Backsteinfassade von den Architekten Herzog & de Meuron mit zeitgenössischem Design verbunden wurde. Auf rund 10.000 Quadratmetern Fläche finden Besucher wechselnde Ausstellungen zu alter, moderner und zeitgenössischer Kunst sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Musik, Vorträgen, Film, Debatten und Workshops. 

Besonders markant ist der vertikale Garten an der Außenwand, der zusammen mit der Architektur des „schwebenden“ Gebäudes das CaixaForum zu einem Hingucker am Paseo del Prado macht. Neben den Ausstellungen bietet das Zentrum Raum für soziale und kulturelle Begegnungen, Bildung und Diskussion – und richtet sich mit seinem vielseitigen Angebot an Kunst- und Kulturinteressierte jeden Alters.

caixaforum.org

Parque del Oeste mit dem Tempel von Debod

Hier zu sehen: der Tempel von Debod am Abend.

Wer in Madrid eine Pause vom Trubel sucht, findet sie im Parque del Oeste – einer weitläufigen Grünanlage mit Spazierwegen, Aussichtspunkten und ruhigen Ecken zum Durchatmen. Das eigentliche Highlight wartet jedoch am Rand des Parks: der Tempel von Debod, ein echter altägyptischer Tempel, der Spanien in den 1960er-Jahren als Dank für seine Hilfe beim Erhalt des Tempels von Abu Simbel geschenkt und hier Stein für Stein wieder aufgebaut wurde. Besonders stimmungsvoll ist der Ort am Abend, wenn die Sonne hinter der Stadt versinkt und sich der Tempel von Debod im Wasserbecken spiegelt.

Ein besonderes Kleinod im Parque del Oeste ist der Rosengarten (La Rosaleda), der in den 1950er-Jahren angelegt wurde. In geometrisch angeordneten Beeten blühen hier im Frühjahr und Frühsommer Tausende Rosen in unterschiedlichsten Farben und Sorten, begleitet von Pergolen, Brunnen und schattigen Wegen. 

madrid.es

Geheimtipps: Die Dachterrassen von Madrid

Dachterrasse mit Ausblick: Die Terraza de Sabatini ist einer unserer Lieblingsspots.

Selten bietet eine Stadt so viele Möglichkeiten, auf coolen Dachterrassen einen Drink einzunehmen. Zu den schönsten Locations gehört die Terraza de Sabatini mit Blick auf wie Sehenswürdigkeiten wie dem Palacio Real und die Plaza España. Auch das Dach des Kaufhauses El Corte Inglés ist einen Abstecher wert, hier können Besucher über den Dächern Madrids aus dem Angebot eines kleinen Foodcourts wählen.