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Sehenswürdigkeiten

Von Faro bis Sagres: Die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten der Algarve

Felsenküsten, charmante Städte, Naturwunder: Im Süden Portugals liegen Orte von beeindruckender Schönheit. Wir zeigen acht besondere Sehenswürdigkeiten der Algarve.

Blau und Orange – das sind die Farben der Algarve. Sonnenschein und klares Wasser bescheren der Region im Süden Portugals strahlend blauen Himmel und türkisfarbenes Meer. Im Abendlicht leuchten die typischen Sandsteinfelsen in sattem Orange bis in weite Ferne.

Kein Wunder also, dass es Urlauber:innen aus aller Welt hierher zieht. Neben den schönen Stränden der Algarve liegen Paläste, Burgen und Märkte im ruhigen Hinterland. Und auch Städte wie Faro und Sagres sind einen Abstecher wert. Entdecken Sie weitere Sehenswürdigkeiten und Highlights entlang der berühmten Küste!

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Faro

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Wer an die Algarve reist und am Flughafen von Faro landet, sollte unbedingt noch etwas bleiben. An einer schier endlosen Lagune der Sandalgarve gelegen, begeistert die rund 45.000 Einwohner:innen große Stadt mit ihrer charmanten Altstadt. Hinter den historischen Stadtmauern sind Autos nicht erlaubt, das Zentrum samt Kathedrale, Stadttor und interessanten Gebäuden lässt sich also bestens zu Fuß erkunden. Rund um den Jardim Manuel Bivar am Hafen blühen violette Palisanderholzbäume – die aus Brasilien importierten Pflanzen erfreuen sich in ganz Portugal großer Beliebtheit. Wer frisches Sea Food und andere portugiesische Spezialitäten genießen will, wird an der Rua Conselheiro Bivar und rund um den Hafen fündig.

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Die Höhlen von Benagil

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Die Höhlen von Benagil sind bei weitem kein Geheimtipp mehr. Wer trotzdem einen Blick in die Felsschluchten werfen will, kann entweder per Bootstour oder selbstständig mit einem gemieteten Kayak oder Kanus anlanden. Das Ausflugsziel ist überwältigend: Über Jahrtausende haben Wind und Wetter der Algarve eine tiefe Höhle in den Sandstein geformt. In der Mitte des Felsendoms klafft ein riesiges Loch am Himmel, durch das die Sonne ihren Kegel auf den Strand wirft. Das orangefarbene Licht verleiht diesem Ort einen stimmungsvollen Zauber – der vor allem früh am Morgen und gegen Abend wirkt, wenn es in den Höhlen von Benagil etwas leerer ist. Die Bootstouren starten in Portimão und Albufeira, aber auch von vielen Stränden in unmittelbarer Umgebung.

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Das Ende der Welt: Sagres

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Ganz im Südwesten dann thront das Städtchen Sagres, ein Treffpunkt für Surfer:innen, Hippies und andere Freiheitsliebende. Viel besucht wird hier die Fortaleza de Sagres, die Festung südlich des Stadtzentrums. Hier wirkte im 15. Jahrhundert Heinrich der Seefahrer, Portugals großer Entdecker. Der beliebteste Aussichtspunkt für Reisende liegt nur ein Stück weiter und hat den klangvollen Kosenamen „das Ende der Welt“: Am südwestlichsten Zipfel von Kontinentaleuropa reicht die Landzunge „Cabo de São Vicente“ bis in den Atlantik. Als letzte Station weist der Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert Schiffen den Weg. Lustiger Stopp: Ein fränkisches Paar verkauft am Kap „die letzte Bratwurst vor Amerika“.

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Albufeira

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Eine der größten Gemeinden der Algarve und Ausgangspunkt für viele Tourist:innen: Albufeira. Durch die zentrale Lage, viele Hotelanlagen und gastronomische Angebote wurde das einstige Fischerdorf zum belebten Urlaubsort. Hier starten in der Hauptsaison Bootstouren, Ausflüge und Wassersport-Aktivitäten. Der breite Praia dos Pescadores bietet genügend Platz für alle Sonnenanbeter:innen und nachts wird die Altstadt mit ihren weiß getünchten Häusern zur quirligen Ausgehmeile. Wer hier urlaubt, kann zwischen einer großen Auswahl an Restaurants, Bars, Geschäften und Clubs wählen. Wer es vor allem nachts lieber etwas ruhiger und entspannter mag, dem empfehlen sich andere Orte entlang der Algarve.

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Markt in Loulé

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Highlight im Hinterland: Täglich um 7 Uhr öffnet der größte Markt der Region seine Türen. In der historischen Markthalle von Loulé verkaufen Produzent:innen der ganzen Algarve ihre Waren. Natürlich stehen Lebensmittel wie Gemüse, Fleisch und Käse im Fokus, vor allem die Fischabteilung ist gigantisch. Darüber hinaus bieten Händler:innen aber auch Bekleidung, Lederwaren, Korkprodukte und anderes Kunsthandwerk an. Nur am Samstag sollte man einen Besuch in Loulé vermeiden. Dann findet zusätzlich ein Bauernmarkt statt und das Städtchen platzt aus allen Nähten.

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Carvoeiro Boardwalk und Algar Seco

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Am Ende steiler Straßen beginnt der Strand von Carvoeiro. Eng von der Felsküste umschlungen, wird es in den Sommermonaten richtig voll. Der Tipp ist ein anderer: Links vom Strand beginnt – zunächst als steiler Treppenaufstieg – der Carvoeiro Boardwalk. Auf dem modern angelegten Holzpfad geht es entlang der spektakulären Algarve-Küste vorbei an bizarren Felsen, Ausbuchtungen und Höhlen. Tafeln informieren über das Ökosystem, die Geologie und die Geschichte der Region. Am Ende des Holzsteges liegt die Sehenswürdigkeit Algar Seco – eine besonders imposante Felsformation. Während der Mittagshitze sollte man auf einen Aufstieg verzichten, deutlich angenehmer ist es gen Abend.

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Castelo de Silves

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713 eroberten die Mauren Silves, machten die Stadt nach und nach zu ihrem Hauptsitz und setzten auf eine Anhöhe ihre Burg, die größte der Algarve. Das Castelo de Silves ist heute ein 12.000 Quadratmeter großes Freiluftmuseum. Das Highlight: ein Rundgang auf der Mauer einmal um die Burg. Auch die Gärten samt Café sind einen Besuch wert und wer mehr über die Geschichte des Schlosses und der Algarve erfahren will, besucht das Archäologische Museum. Im Sommer finden hier verschiedene Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen statt.

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Pousadas von Estói und Alcácer do Sal

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Eine Pousada ist ein stilvolles Hotel in historischen Mauern mit maximal 49 Zimmern. Es gibt etliche in Portugal, nahe Faro liegt etwa die Pousada Palácio de Estoi. Das Schloss aus dem 18. Jahrhundert ist mit Wandmalereien und antiken Möbeln im Rokoko-Stil eingerichtet, die Zimmer bieten allen modernen Komfort. Die prachtvolle Anlage kann man sich auch ohne Buchung als Besucher:in anschauen. Ebenfalls beeindruckend: die Pousada Castelo Alcácer do Sal im Norden des Alentejo. Ihre luxuriösen Zimmer wurden in einer mittelalterlichen Festung eingerichtet, die am obersten Punkt des Städtchens Alcácer do Sal steht – mit schönem Blick auf den Rio Sado. 

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