Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg

Sie ist unbestritten einer der Besuchermagnete von Österreich: Salzburg, im Norden des Landes gelegen, umgeben von den Alpen und durchflossen von der Salzach. Der historische Kern mit seinen zahlreichen Barockbauten gehört bereits seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bekanntheit erlangte die 157.000-Einwohner-Stadt aber auch durch den Musicalfilm „The Sound of Music“, denn viele der Szenen wurden etwa im Schlossgarten Mirabell, am Kloster Nonnberg oder an anderen Ecken gedreht.
Darüber hinaus versteht Salzburg sich als Mozartstadt: Der spätere Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in der österreichischen Stadt geboren, sowohl das Geburts- als auch das spätere Wohnhaus der Familie sind heute zu besichtigen. Die Salzburger Festspiele, die alljährlich an Pfingsten und im Sommer stattfinden, greifen dieses musikalische Erbe auf – insbesondere im Jahr 2026, zum 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart und zum 70. Jubiläum der Festspiele. Erwartet wird in diesem Jahr ein besonders vielfältiges Programm mit Sonderkonzerten und thematischen Ausstellungen.
Passend zum Mozartjahr 2026 haben wir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg gesammelt.
Stift Nonnberg

Diese Klosteranlage südlich der Salzburger Altstadt sieht zunächst recht unspektakulär aus – insbesondere im Kontrast zur Festung Hohensalzburg, die darüber thront und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Salzburg ist. Das Stift Nonnberg strahlt aber eine besondere, ruhige Atmosphäre aus und blickt auf eine spannende Geschichte zurück.
Zwischen 712 und 715 gründete der heilige Rupert von Salzburg dieses Kloster, seitdem wird es als solches genutzt – und ist damit das älteste durchgehend bestehende Frauenkloster nördlich der Alpen. Noch heute leben hier Benediktinerinnen, allerdings sind die Wohnbereiche nicht zugänglich. Es lohnt dennoch, durch die Höfe der Anlage zu schlendern und sich die Stiftskirche, die mit ihrer roten Kuppel aus dem Ensemble heraussticht, von innen anzusehen. Die romanische Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und beherbergt einen Hochaltar im Barockstil.
Das Stift Nonnberg erlangte vor allem durch den Film „The Sound of Music“ größere Bekanntheit, denn es ist dort der Ausgangspunkt von Maria (Julie Andrews). Tatsächlich war Maria Augusta von Trapp, einst Erzieherin an der hiesigen Klosterschule, das reale Vorbild für Maria aus dem Musical. Dennoch bleibt es ruhig in der Anlage, viele Touristen auf einmal sind selten der Fall.
Kapuzinerberg

Auch hier gibt es ein Kloster, das ist aber nicht die Hauptattraktion – vielmehr ist es der 640 Meter hohe Kapuzinerberg selbst, ein Naherholungsgebiet inmitten der Stadt mit beeindruckenden Panoramen. Im Gegensatz zu der Altstadt liegt der Kapuzinerberg rechts von der Salzach, Besucher blicken also direkt auf den historischen Ortskern, zur Festung Hohensalzburg und über das Salzburger Becken. Gleichzeitig ist der Kapuzinerberg deutlich weniger touristisch als der gegenüberliegende Festungsberg. Hier ziehen sich verschiedene Spazier- und Wanderwege durch die Landschaft mitsamt ihren bewaldeten Gebieten; insbesondere die Einheimischen mögen diesen Ort, um im Sommer Freunde zu treffen und zu picknicken. Besonders schön ist der Ausblick übrigens bei Sonnenauf- oder -untergang.
Der Kapuzinerberg verdankt seinen Namen dem Kloster, das hier im Jahr 1599 gegründet wurde und den Berg zu dieser Zeit in ein religiöses Zentrum verwandelte. Wolf Dietrich von Raitenau, damaliger Erzbischof der Stadt, initiierte den Bau der Klosteranlage auf den Überresten einer ehemaligen Wehranlage, um die Kapuziner in die Stadt zu holen. Auch heute leben noch Geistliche in dem schlicht gehaltenen Kloster. Nur die zugehörigen Kirchen können von Besuchern betreten werden.
Schloss und Garten Mirabell

Eine gigantische Gartenanlage im Barockstil, mit tausenden Blumen und Skulpturen, elegante Balustraden und Treppen und ein prächtiger Marmorsaal mit ganz viel Prunk: Schloss Mirabell ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Salzburg. Auf der rechten Salzachseite gelegen, gewährt die Schlossanlage einen der besten Ausblicke auf die Festung Hohensalzburg. Der Mirabellgarten gilt darüber hinaus als eine der schönsten Barockgarten-Anlagen in ganz Europa und ist kostenlos zugänglich. Dort finden sich verschiedene Themengärten wie der Rosengarten, aber auch eine Orangerie mit Palmenhaus, ein Heckentheater, etliche Skulpturen und der berühmte Pegasusbrunnen, der direkt vor dem Schloss steht. Hier entstanden ebenfalls Szenen für „The Sound of Music“.
Schloss Mirabell wurde bereits im Jahr 1606 im Auftrag von Wolf Dietrich von Raitenau erbaut, damals als Sommerresidenz für seine Geliebte Salome Alt. Später wurde der Palast durch Johann Lucas von Hildebrandt in ein Barockschloss umgebaut, nach einem verheerenden Brand im Jahr 1818 kamen bei Renovierungsarbeiten und Umbauten klassizistische Elemente hinzu. Der Barockkern blieb bis heute bestehen, insbesondere in dem prächtigen Marmorsaal wird das deutlich. Die Räumlichkeit dient oft als Location für Klassik-Konzerte, aber auch Hochzeiten aus aller Welt finden dort statt.
Der Mirabellgarten bietet die beste Kulisse für das anschließende Hochzeitsshooting. Der Marmorsaal kann kostenlos besichtigt werden. Die meisten anderen Räume sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da hier heute die Stadtverwaltung von Salzburg sowie die Amtsräume des Bürgermeisters untergebracht sind. Ebenfalls ein Highlight im Inneren des Schlosses: die Engelsstiege von Georg Raphael Donner mit ihrer Marmor-Balustrade und den Putten.
Übrigens: In der Adventszeit findet vor dem Schloss Mirabell ein romantischer Weihnachtsmarkt statt.
Museum der Moderne

Immer wieder setzt die Stadt einen prägnanten Kontrast zu dem barockbetonten und traditionsreichen Salzburg. Einer davon ist das Museum der Moderne, das mittlerweile an zwei verschiedenen Standorten vertreten ist und internationale sowie österreichische Kunst der Gegenwart und der klassischen Moderne zeigt.
Zum einen gibt es das Museum im Rupertinum in der Altstadt, 1983 eröffnet und damit das Flaggschiff. Zum anderen den Ableger auf dem Mönchsberg, der 2004 eröffnet wurde und heute als Hauptstandort angesehen wird. Aus architektonischer Sicht ist das nachvollziehbar, schließlich sticht das Gebäude mit seinen klaren Linien und Formen ins Auge. Die großzügigen Glasfronten bieten grandiose Ausblicke auf den historischen Stadtkern, die Festung Hohensalzburg und die Alpenausläufer. Auch das Museumscafé und die Terrasse gewähren besondere Sichtachsen. Auf den Mönchsberg kommen Besucher entweder zu Fuß oder mit dem Mönchsberg-Aufzug, der von der Altstadt aus losfährt.
Das Rupertinum hingegen ist in einer ehemaligen Priesterschule aus dem 17. Jahrhundert angesiedelt. Dort ist vor allem die Symbiose aus alter Bausubstanz und neuartiger Kunst bemerkenswert. Beide Häuser sind gut miteinander kombinierbar.
Salzburger Dom

Sowohl der Dom als auch der Domplatz zählen zum UNESCO-Welterbe „Historisches Zentrum der Stadt Salzburg“. Die Kathedrale gilt noch heute als das religiöse Zentrum der Stadt, bei ihrem Bau und ihrer Weihe im 17. Jahrhundert war sie ein bewusst eingesetztes Symbol der Gegenreformation. Architekt Santino Solari hat mit der Doppelturmfassade aus elfenbeinbenem Untersberger Marmor und der 79 Meter hohen Hauptkuppel ein barockes Meisterwerk geschaffen. Die Deckenfresken von Johann Michael Rottmayr aus dem Jahr 1689 sind ebenfalls ein Highlight.
Im Salzburger Dom wurde bereits Wolfgang Amadeus Mozart getauft, später arbeitete er hier für eine kurze Zeit als Hoforganist. Noch heute ist der Dom auch ein musikalisches Zentrum der Stadt, hier werden regelmäßig Konzerte ausgerichtet.
Residenzplatz

Der Residenzplatz verbindet Dom-, Mozart- und Kapitelplatz miteinander. Wer ihn besucht, blickt quasi ständig auf den Salzburger Dom, kein anderes Gebäude dominiert die Aussicht hier so sehr wie die Barockkirche. Seinen Namen verdankt er aber der Alten und der Neuen Residenz, die ihn säumen. Die Alte Residenz fungierte einst als Wohn- und Regierungssitz der Fürsterzbischöfe. Heute gehört sie zum sogenannten DomQuartier, einem Museumskomplex in der Altstadt von Salzburg. Die Prunksäle der ehemaligen Erzbischöfe können besichtigt werden.
Gegenüber, am anderen Ende des Platzes, steht die Neue Residenz, in der das Salzburg Museum untergebracht ist, in dem immer wieder wechselnde Schauen zur Kunst- und Kulturgeschichte Salzburgs gezeigt werden. Derzeit ist das Museum jedoch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Besonders bekannt ist die Neue Residenz wegen ihres Glockenspiels, das dreimal täglich vom Turm erklingt.
Ansonsten wird der Residenzplatz von Bürgerhäusern und Adelspalais eingerahmt; die barocken Fassaden in Grau, Beige und Elfenbein sorgen für ein einheitliches Aussehen. In der Mitte des Platzes thront der Residenzbrunnen, einer der größten Barockbrunnen Mitteleuropas und beliebtes Fotomotiv.
Tipp: Ein paar Schritte weiter, am Rand des Alten Marktes, befindet sich das älteste Kaffeehaus der Stadt. Im Café Tomaselli, gegründet 1700, sollte man unbedingt einkehren, wenn man nach dem typischen Wiener Kaffeehaus-Flair sucht. Oder, wenn man eine authentische Sachertorte oder Apfelstrudel genießen möchte. Das Café ist sowohl bei Touristen als auch bei Locals und Festspielgästen eine beliebte Institution.
Schloss Hellbrunn

Salzburg geizt nicht mit Schlössern und Palästen. Ein besonders bekanntes Exemplar: Schloss Hellbrunn im Süden der Stadt. Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems ließ den Palast zwischen 1612 und 1615 als sommerliches Lustschloss erbauen. Berühmt sind heute vor allem die Wasserspiele, die einzigartig in Europa sind. Denn sie gelten als die besterhaltenen Wasserspiele aus dem Zeitalter der Renaissance – und werden ausschließlich mit Pumpen, durch natürlichen Wasserdruck, betrieben. Über den Schlossgarten hinweg finden sich mehr als 150 wasserbetriebene Figuren. Hinzu kommen zahlreiche Fontänen und kleine Springbrunnen.
Mit seiner sonnengelben Fassade springt Schloss Hellbrunn Besuchern direkt ins Auge, das Gebäude ist ein exzellentes Beispiel für den Manierismus. Federführender Architekt war Santino Solari, der auch den Salzburger Dom geschaffen hat und bei Schloss Hellbrunn seine eigene Vision, eine Mischung aus Frühbarock und Spätrenaissance, verwirklichte. Die Prunkräume im Schloss können bei einer Führung besucht werden, allerdings nur zwischen März und November – im Winter ist die Anlage für Gäste geschlossen. Insbesondere die Ausstellung „SchauLust Die unerwartete Welt des Markus Sittikus“ ist sehenswert, sie beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des Auftraggebers und einstigen Fürsterzbischofs.
Übrigens: Auch hier, im Garten von Schloss Hellbrunn, wurden Szenen von „The Sound of Music“ gedreht.
Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus

An der Getreidegasse gibt es eigentlich kein Vorbeikommen, sie ist die berühmteste Straße von Salzburg. Das liegt unter anderem daran, dass sie extrem fotogen ist: Ein Haus reiht sich hier an das andere, manchmal mit charmanten Innenhöfen, häufig mit kleinen Schaufenstern und kunstvoll geschmiedeten Zunft- und Ladenschildern. Schon im Mittelalter war die Getreidegasse eine bedeutende Straße, besonders für den Handel. Die Ladenschilder, die am Hauseingang hängen, dienten schon damals der Erkennung: Besucher sahen auf einen Blick, wo der hiesige Schmied saß, wo ein Fleischer und so weiter. Einige Traditionsbetriebe haben sich bis heute gehalten, neu hinzugekommene Boutiquen und Dienstleister haben ebenfalls ein Schild geschmiedet, um die Tradition hochzuhalten. Die Innenhöfe sind häufig mit viel Liebe gestaltet und führen direkt zur Salzach.
Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der Getreidegasse – neben der Tatsache, dass sie die wichtigste Einkaufsstraße der Stadt ist: Hier befindet sich Mozarts Geburtshaus. In der Getreidegasse 9 ist heute das gleichnamige Museum untergebracht, das Besucher auf eine Reise durch das Leben des Musikers nimmt – mithilfe von Originaldokumenten, Briefen und Alltagsgegenständen. Auch Mozarts Kindergeige wird hier ausgestellt, die Räume wurden originalgetreu rekonstruiert. Wolfgang Amadeus Mozart wurde hier am 27. Januar 1756 geboren, seine Familie lebte bis 1773 in diesen Räumlichkeiten, bevor sie ins Haus am Makartplatz umzog. Die gelbe Fassade ist kaum zu übersehen, seit 2024 befinden sich auf ihr zahlreiche tanzende Noten – ein Kunstwerk von Andreas Feldinger.
Tipp: Kommen Sie frühmorgens oder am späteren Abend. Die Getreidegasse ist immer stark frequentiert.
Festung Hohensalzburg

Dieses Gebäude thront eindrucksvoll als Wahrzeichen der Stadt über ihr. Die Festung blickt auf eine lange Historie zurück, bereits 1077 wurde sie im Auftrag von Erzbischof Gebhard I. von Helfenstein auf dem 542 Meter hohen Festungsberg errichtet. Jahrhundertelang diente sie vor allem dem Schutz der Fürsterzbischöfe, aber sie repräsentierte auch deren Macht nach außen hin.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde Hohensalzburg mehrfach aus- und umgebaut, heute erstreckt sie sich auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern mitsamt ihrer Mauerringe. Das Besondere: Hohensalzburg wurde niemals gewaltsam eingenommen oder zerstört. Sie gilt als eine der wenigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Festungsanlagen in Europa.
Eindrucksvoll ist der Blick von hier oben über die Altstadt und die Salzach. Hinauf kommt man entweder zu Fuß – Vorsicht, der Weg ist steil – oder mit der Standseilbahn namens FestungsBahn. Im Inneren von Hohensalzburg sind mittlerweile Museen untergebracht, die sich auf die Geschichte der Stadt und des Baus konzentrieren. Außerdem können Gäste sich ehemalige Fürstenzimmer anschauen.
Makartplatz mit Mozarts Wohnhaus

Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit mit Mozart-Bezug ist das ehemalige Wohnhaus der Familie am Makartplatz 8. Bis 1780 lebte Wolfgang Amadeus Mozart hier. Er befand sich damals in einer wichtigen Schaffensphase und kreierte zahlreiche Sinfonien sowie Violinkonzerte und frühe Opern. Im heutigen Museum liegt der Fokus sowohl auf dem Œuvre des Komponisten als auch auf seinem Familienleben, seinem Alltag in Salzburg und der Geschichte des Hauses. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und ab 1966 wieder aufgebaut. Die Ausstellung setzt auf ein multimediales Konzept, immer wieder wird sie ergänzt von Konzerten und Vorträgen. Ausgestellt werden unter anderem Mozarts Hammerklavier und Originaldokumente aus seinem Leben. Das Wohnhaus von Mozart ist eine ideale Ergänzung zum Geburtshaus – aber weniger überlaufen.
Der Makartplatz selbst ist ruhig und unspektakulär, aber elegant. Er wird eingerahmt von historischen Stadtpalais und Bürgerhäusern, auch das Landestheater von Salzburg und das Geburtshaus des Physikers Christian Doppler prägen ihn. Um die Ecke befindet sich außerdem die Universität Mozarteum.