Die 9 schönsten Orte in Österreich

Von der Hauptstadt Wien über Innsbruck und Graz bis hin zu malerischen Dörfern an der Donau und endlosen Naturlandschaften mit klaren Seen: Wer in Österreich Urlaub macht, kann bei der Planung aus den Vollen schöpfen. Dabei hat jede Region ihre Reize und Eigenheiten: Die Steiermark etwa steht für eine der besten Küchen Europas, während das Zillertal im Winter zum Hotspot für Wintersport wird und im Sommer Traditionen wie dem Almabtrieb pflegt.
Ob Vielfalt in der Natur oder Kulturprogramm in der Stadt: Merian zeigt einige der schönsten Orte in Österreich.
Krimmler Wasserfälle

Ein Naturspektakel, das seinesgleichen sucht, befindet sich im Nationalpark Hohe Tauern im Bundesland Salzburg: die Krimmler Wasserfälle. In drei Stufen rauschen Tonnen an Schmelzwasser in die Tiefe, die Fallhöhe beträgt insgesamt 380 Meter. Damit gelten die Krimmler Wasserfälle, die am nahen Gletscher Krimmler Kees entspringen, als die höchsten in Mitteleuropa. Rund um die Kaskaden verläuft der etwa vier Kilometer lange Wasserfallweg, der immer wieder eindrucksvolle Aussichten auf das Naturspektakel gewährt. Wichtig: Der Wanderweg ist nur von April bis Ende Oktober, witterungsbedingt manchmal auch kürzer, geöffnet. Am Fuße der Fälle lädt das Erlebniszentrum WasserWelten Krimml zu einem Rundgang durch eine Ausstellung rund um die Themen Gletscher, Wasser und Klima.
Tipp: An kühleren Tagen hilft Regenkleidung gegen Gischt und Nebel. Im Hochsommer sorgt das Wasser hingegen für eine willkommene Abkühlung.
Graz

Mit gut 300.000 Einwohnern ist Graz nach Wien die zweitgrößte Stadt Österreichs. Eingebettet zwischen den sanften Hügeln und Weinbergen der Steiermark und in direkter Lage an der Mur bildet die Stadt eine perfekte Mischung aus Stadt und Natur. Das historische Zentrum gilt bereits seit 1999 als UNESCO-Welterbe, vier Jahre später wurde Graz europäische Kulturhauptstadt. Zu dieser Zeit entstand mit der Murinsel eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Graz. Die künstliche Flussinsel in Form einer Muschel dient seither als Veranstaltungszentrum und wird am Abend mit Scheinwerfern in Szene gesetzt.
Ein weiterer Hauptdarsteller liegt nur 200 Meter weiter: das Kunsthaus Graz, das für seine außergewöhnliche Architektur bekannt ist. Das äußere, hochmoderne Erscheinungsbild, das einen harten Kontrast zur historischen Altstadt bildet, hat dem Ausstellungshaus auch seinen liebevollen Beinamen „Friendly Alien” beschert. Nachdem der auffällige Entwurf der Architekten Colin Fournier und Peter Cook zunächst auf Skepsis gestoßen war, hat Graz mehr als 20 Jahre nach Eröffnung längst Frieden mit seinem außerirdischen Bewohner geschlossen.
Tipp: Wer die Steiermark besucht, sollte sich die kulinarischen Highlights der Region nicht entgehen lassen. Probieren Sie in einem der vielen Lokale von Graz Käferbohnensalat oder kaufen Sie auf dem Kaiser-Josef-Markt steirisches Kürbiskernöl.
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Das Zillertal

So stellt man sich Tirol vor: schroffe Gipfel, rauschende Wasserfälle, Flüsse, Gletscher und Almen. All das vereint das Zillertal, auf einer Länge von fast 50 Kilometern erstreckt es sich östlich von Innsbruck. Rundherum ragen die Gipfel der Zillertaler Alpen, der Kitzbüheler Alpen und der Tuxer Alpen in die Höhe – der höchste unter ihnen ist der Hochfeiler mit 3.509 Metern, der die Grenze zu Südtirol markiert. Die besten Ausblicke auf die eindrucksvolle Berglandschaft gewährt die kurvenreiche Zillertaler Höhenstraße.
Entlang des Flusses Ziller führt ein weitestgehend flacher Radweg, der daher auch gut für Familien mit Kindern geeignet ist. Darüber hinaus lässt es sich hier bestens wandern. Insgesamt schlängeln sich 1.400 Kilometer Wanderpfade durch das Tal. Wer mehr Abenteuer und Adrenalin sucht, wagt sich auf die Klettersteige in Mayrhofen und Ginzling. Im Winter werden die Skigebiete des Zillertals zum Hotspot, am Hintertuxer Gletscher geht die Saison sogar bis in den Frühsommer.
Interessant: Obwohl das Zillertal touristisch sehr gut erschlossen ist, hat es sich seine Authentizität bewahrt. Im Herbst finden beispielsweise noch traditionsreiche Almabtriebe statt.
Nationalpark Gesäuse

Noch mehr unberührte Natur finden Reisende im Nationalpark Gesäuse in der Steiermark. Er zieht sich von Admont bis nach Hieflau und ist Teil der Ennstaler Alpen. Auf rund 11.300 Hektar vereint das Gesäuse schroffe Kalkfelsen und Gipfel mit wilden Schluchten, durch die der Fluss Enns rauscht. Daher stammt übrigens auch der ungewöhnliche Name des Nationalparks: Er ist eine lautmalerische Umschreibung des tosenden Flusses.
Vor allem Wanderfreunde werden im Gesäuse glücklich, zahlreiche Wege führen durch den Nationalpark bis zur Buchsteingruppe oder der Gemeinde Johnsbach. Wer sich gern hoch hinauswagt, besucht das Herzog-Ernst-Klettersteig-Massiv zum Bergsteigen. Als ähnlich actionreich entpuppt sich das Wildwasser-Rafting in der Enns (Achtung: nur für erfahrene Schwimmer und nur an gekennzeichneten Ein- und Ausstiegsstellen erlaubt).
Tipp: Kombinieren Sie den Nationalpark-Besuch mit einem Ausflug zum Stift Admont. Das Kloster beherbergt eine der schönsten öffentlich zugänglichen Bibliotheken der Welt. Die reich verzierte Barockhalle ist nicht umsonst ein beliebtes Fotomotiv.
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Wien

Klar, Wien darf in der Aufzählung nicht fehlen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Hauptstadt immer wieder auf Platz 1 der lebenswertesten Städte Europas landet. Aber auch, weil die Mischung aus originalem Jugendstil, prächtigen Schlössern und weitläufigen Grünflächen europaweit einzigartig ist. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt Schloss Schönbrunn, die ehemalige riesige Sommerresidenz der Habsburger, mit Palmenhaus und Café. Ebenfalls stets gut besucht: die Hofburg, die einst die kaiserliche Winterresidenz war und heute neben dem Leopoldinischen Trakt, in dem der Bundespräsident sitzt, das Sisi Museum, die Spanische Hofreitschule und die Nationalbibliothek beherbergt.
Ebenso bedeutend sind Wiens Kunstmuseen von der Albertina über das Kunsthistorische Museum bis hin zum mumok. Danach wird es Zeit für eine Pause. Am besten verbringt man die in einem historischen Kaffeehaus wie dem Café Central, dem Café Hawelka oder dem Café Sacher – mit Mélange und Apfelstrudel. Die historischen Kaffeehäuser der Hauptstadt waren einst das Zentrum der Wiener Moderne, hier trafen sich Intellektuelle und Künstler wie Sigmund Freud, Gustav Klimt und Egon Schiele.
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Salzburg

Sie ist die österreichische Musikstadt schlechthin: Salzburg. Wolfgang Amadeus Mozart hat seine Heimat geprägt wie kein anderer, noch heute können Besucher sowohl sein Geburtshaus in der Getreidegasse als auch sein späteres Wohnhaus am Makartplatz besuchen. Besonders lebendig wird sein Erbe während der Salzburger Festspiele, die seit mehr als 100 Jahren Besucher aus aller Welt begrüßen.
Nicht ganz so lange – seit 1997 – gilt die Salzburger Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe. Grund hierfür sind unter anderem die historischen Arkaden, die schmalen Straßen – darunter auch die bekannte Getreidegasse mit ihren Zunftschildern – und die hübschen Fassaden, die die Blütezeit des Barocks konserviert haben. Beliebt ist auch das Andräviertel, in dem sich viele Boutiquen, Galerien und Restaurants angesiedelt haben. Ein weiteres Salzburg-Highlight: die Festung Hohensalzburg, die über dem historischen Stadtzentrum thront und imposante Panoramen beschert. Wenn sich bei so viel Sightseeing der Hunger bemerkbar macht, wollen Salzburger Spezialitäten wie Bosna, Salzburger Nockerl und Mozartkugeln probiert werden. Letztere kauft man am besten im Cafe Konditorei Fürst, hier wurden sie erfunden.
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Innsbruck

Wenn eine Stadt urbanes Flair und Naturaktivitäten auf perfekte Weise kombiniert, dann sicherlich Innsbruck. Die bunten Häuser, die den Inn säumen, stehen in klarem Kontrast zu den schieferfarbenen Gipfeln, die sich hinter ihnen auftürmen. Schon der Anflug, bei dem das Flugzeug haargenau durch die umliegenden Bergkämme gelenkt werden muss, ist spektakulär. Nach der Landung lässt man sich am besten durch die historische Altstadt treiben. Hier liegt auch das berühmte Goldene Dachl, das Wahrzeichen der Stadt. Der Erker im spätgotischen Stil ist berühmt für seine feuervergoldeten Kupferschindeln, 2.657 sind es an der Zahl. Auch die Hofburg, ehemalige Residenz der Kaiser, ist unbedingt einen Besuch wert.
Wer die Berge nicht nur von unten bestaunen will, fährt mit der Nordkettenbahn einfach hoch hinauf: Vom Zentrum aus gelangt man so innerhalb von 30 Minuten mitten ins alpine Gebiet. Übrigens: Die spektakuläre Bergstation wurde von der Star-Architektin Zaha Hadid entworfen.
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Wachau

Weinterrassen, Obstwiesen und Burgen prägen das Donautal Wachau und damit eine der schönsten Regionen des Landes. Berühmt ist sie nicht nur für Wanderwege, ihre blühenden Marillenhaine und beeindruckende Panoramen, sondern auch für Weine wie Rieslinge und den Grünen Veltliner. In den Dörfern finden Urlauber die sogenannten Heurigen, typisch österreichische Weinlokale. Darüber hinaus gibt es Hofläden und lokale Betriebe, die Produkte wie Marillenmarmelade, Honig und Käse verkaufen.
Die bekannteste Stadt der Wachau ist die Universitätsstadt Krems an der Donau, sehr sehenswert sind aber auch Dürnstein mit seiner blauen Barockkirche sowie Melk mit dem prächtigen Kloster.
Hallstatt und Umgebung

Nur etwa 750 Einwohner zählt das Dorf Hallstatt im Salzkammergut – und doch ist es einer der bekanntesten Orte in Österreich. So bekannt, dass man sich im fernen China dazu entschlossen hat, das Idyll einfach nachzubauen: In Boluo in der Provinz Guangdong gibt es eine Replikation des Kleinods. Auch deshalb zieht es jährlich tausende Touristen hierher.
Ein wichtiges Kulturgut des Dorfes ist der mittlerweile mehrere Jahrhunderte andauernde Salzabbau. Die Salzwelten Hallstatt, das älteste Salzbergwerk der Welt, laden dazu ein, einen Stollen zu erkunden und mehr über die Geschichte zu erfahren. Wer lieber oberirdisch unterwegs ist, kann vom 360 Meter hohen Skywalk Welterbeblick den Ausblick auf Hallstatt und den See genießen.
Hinweis: Aufgrund der internationalen Bekanntheit leidet Hallstatt an den Folgen des Tourismus. Wer auf den Rummel verzichten kann, findet in direkter Umgebung Naturparadiese wie die Gosauseen. Der bekannteste ist der Vordere Gosausee, in dessen smaragdgrünem Wasser sich die umliegenden Gipfel und Gletscher des Dachsteinmassivs spiegeln.