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Natur

Die schönsten Strände auf Sardinien

Auf Sardinien gibt es viele Typen von Stränden: bizarre Felsküsten, weite Buchten, versteckte Mini-Paradiese. Wir zeigen die zehn schönsten Strände für den Sardinien-Urlaub. Die Geheimtipps darunter erfordern etwas Mühe – doch die lohnt sich.

Mitten im Mittelmeer liegt ein türkisfarbenes Paradies: Sardinien. Die italienische Insel begeistert mit ihrem wilden Hinterland, den hübschen Städten und vor allem mit ihren grandiosen Stränden. Abschnitte wie Stintino la Pelosa im Norden sind weltberühmt. Doch warten auf dem sonnigen Eiland noch zahlreiche weitere Juwelen auf Besucher:innen. Wir nehmen Sie mit an ursprüngliche Felsküsten, weiße Traumstrände und echte Geheimtipps.

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Cala Mariolu

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Wer in diese abgelegene Bucht an der Ostküste will, braucht ein Boot. Kalkfelsen ragen wie Inseln aus dem Wasser, Taucher schätzen den steinigen Meeresboden. Gleich hinter dem hellen Strand ragen bizarre Felswände senkrecht in die Höhe, das mächtige Gennargentu-Gebirge lässt keinen Platz für eine Straße. Wer die Augen schließt, kann sich ganz auf den Klang der Wellen konzentrieren, hört die Kiesel gegen das Land rollen. Die Cala Mariolu ist weniger überlaufen als die Cala di Luna. Nur für Langschläfer ist diese Bucht an der Ostküste nicht geeignet – ab dem Nachmittag befindet sie sich im Schatten.

2

Cala di Luna

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Es gab eine Zeit, da galt dieser Strand an der Ostküste als Geheimtipp. Es hieß, er sei nur übers Wasser zu erreichen. Natürlich blieb er nicht geheim. Täglich fahren Ausflugsboote zu der romantischen Bucht am Golf von Orosei. Geheimnisvolle Grotten führen fast 30 Meter tief in die Felsen des Supramonte-Massivs, draußen säumen Oleanderbüsche den Strand. Was nicht viele wissen: Die Mondbucht ist auch zu Fuß zu erreichen, wenn auch nicht ganz leicht. Ein schmaler Wanderweg führt zweieinhalb Stunden an der Steilküste entlang. Wer die schweißtreibenden Stellen meistert, wird mit atemberaubenden Blicken belohnt. Für den Rückweg kann man das Boot nehmen.

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Capo Testa

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Hier hat die Natur als Bildhauer gewirkt. Wind und Wellen verwandelten den Granit an der Nordspitze Sardiniens in kolossale Skulpturen. Eine Felsnadel ragt wie eine Galionsfigur gen Himmel, harmonische Rundungen brechen jäh ab in schroffe Kanten. Unweit des weißen Leuchtturms liegt die schmale Cala Spinosa zwischen den Klippen. Manchmal kreuzen Schildkröten den Pfad zum Strand.

Am schönsten ist Capo Testa am Abend: Wenn die Sonne im Meer versinkt, bekommen die kunstvollen Granitformationen einen roséfarbenen Schimmer. Dieser Effekt ließe den Bildhauer Henry Moore vor Neid erblassen.

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Costa Paradiso

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Hier liegt das Paradies zwischen Felsen und Lagune. Nur ein schmaler Pfad mit knorrigen Ästen als Geländer führt zum Sandstrand Li Cossi an der Costa Paradiso im Norden der Insel. Wie gut, dass zehn Minuten Fußweg für viele Gäste der nahen Feriensiedlung ein unüberwindliches Hindernis sind. Die kleine Bucht liegt wie gemalt am türkisfarbenen Meer, Steineichen setzen grüne Tupfer auf ockerfarbenen Fels. Manchmal sorgen Jugendliche für Aufregung im Paradies – sie erproben ihren Mut beim Klippenspringen.

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Torre Argentina

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Die Panoramastraße von Bosa nach Alghero darf man als Wunder bezeichnen: Es herrscht wenig Verkehr, die Aussicht wird nach jeder Kurve betörender, und die Küste ist unverbaut. Auf einer Strecke von 40 Kilometern gibt es nur einen Campingplatz und ein paar Strandcafés – das war’s. Wem zehn Minuten Fußmarsch nicht zu viel sind, der findet eine Bucht (fast, oft) für sich allein. Eidechsen huschen über Felsenpfade, die Steine leuchten rot. Genug Getränke mitnehmen – der Weg zur nächsten Bar ist weit. Glücklicherweise sind diese Fußmarsch-Minuten für viele Tourist:innen zu lang, so dass man oft ganz allein über die Felsen laufen kann.

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Baja Trinità

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Wer Sardinien umrunden will, braucht viel Zeit. Schneller kommt man auf der kleinen geschützten Nachbarinsel La Maddalena voran. Im Sommer ist der Strand mit dem rosafarbenen Sand und den kleinen Dünen sehr belebt. Doch wer sucht, findet sogar eine Bucht ohne Kiosk und den entsprechenden Andrang. Es lohnt sich: Das Wasser ist so klar, dass kein Stein auf dem Meeresboden unentdeckt bleibt, Schnorchel und Tauchbrille sollte man dabeihaben. Eine Fähre verbindet die zwei Inseln, Abfahrt ist in dem Ort Palau.

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Masua

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Es soll Paare geben, die sich nicht einigen können über ihr Urlaubsziel: Sie will ans Meer, er in die Berge (oder auch umgekehrt). In Masua, im weniger besuchten Südwesten der Insel, kommen beide zu ihrem Recht. Gleich hinter dem Strand erhebt sich der Monte Guardianu, in den Klippen über dem Ufer gibt es sogar einen Klettergarten. Die Felsen leuchten so bunt, dass man die Farben für künstlich halten könnte.

Ein Monolith ragt gut 100 Meter hoch aus der Bucht, er heißt Pan di Zucchero. Wenn die Strandurlauberin ein Fernglas mitnimmt, kann sie aus dem Liegestuhl beobachten, welche Figur ihr Held an der Steilwand macht. Oder auch umgekehrt.

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Costa Verde

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So einsam kann Sardinien sein: Südlich von Portu Maga wird die schmale Küstenstraße zur Schotterpiste. Sie durchquert zwei Furten, dann halten 50 Meter hohe Dünen die Welt auf Abstand. Üppiges Grün wächst aus feinem Sand, der Wind weht stramm von Westen – diese Küste wirkt, als habe sich die Nordseeinsel Amrum zu einem Abstecher ins Mittelmeer entschlossen. Nahe am Strand, auf zugewehten Gleisen, stehen verrostete Loren – das Hinterland war früher Bergbaugebiet. Seit die Förderanlagen stillstehen, liegt das kostbarste Gut unserer Zeit offen zutage: die Ruhe, die man an der Costa Verde findet.

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Carpriccioli

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Hier tauchte James Bond auf. In „Der Spion, der mich liebte“ erhob sich das weiße Dach seines Lotus Esprit aus dem klaren Wasser, und 007 rauschte über den grobkörnigen Sand davon. Pinien, Felsen und Wacholder trennen mehrere kleine Buchten der Halbinsel Capriccioli voneinander, nahe des Parkplatzes liegt eine unprätentiöse Bar – perfekt für den entspannten Drink am Abend. Auch das Luxushotel „Cala di Volpe“ ist ganz nahe. Doch die Badegäste von Capriccioli kennen den Jetset nur vom Hörensagen – sie kommen ohne Jacht und Sportwagen.

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Spiaggia della Pelosa

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