Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Florenz

Diese Stadt ist eine Schatztruhe: An keinem anderen Ort liegen die Meisterwerke der Renaissance so dicht beieinander. Wir zeigen die schönsten Sehenswürdigkeiten in Florenz.
Datum25.01.2026

Im Herzen der Toskana liegen Weltschätze der Kunst und Architektur: Michelangelo, Botticelli, da Vinchi, Brunelleschi und viele weitere Meister haben in Florenz ihre Spuren hinterlassen und prägen die Kultur der Stadt bis heute.

Neben dem berühmten Dom von Florenz wirkt die Strahlkraft der Uffizien weit über die Grenzen der Region hinaus. Rund zwei Millionen Besucher:innen zieht es jährlich in die bedeutende Kunstsammlung der Medici. Welche weiteren Sehenswürdigkeiten Florenz einzigartig machen, entdecken Sie hier.

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Dom zu Florenz

Der Dom ist das Wahrzeichen von Florenz.

Majestätisch ragt der Dom von Florenz, auch Santa Maria del Fiore genannt, über dem Stadtzentrum. Die eindrucksvolle Kathedrale – sie ist die viertgrößte Kirche in ganz Europa – setzt sich aus drei Gebäudeteilen zusammen: Die dreischiffige Basilika mit einem Mittel- und zwei Seitenschiffen,  der Chorraum samt Tribünen sowie dem Hauptdarsteller: Der Kuppel. 

Übrigens: Bei ihrem Schöpfer Filippo Brunelleschi handelte es sich nicht um einen Architekten, sondern um einen ambitionierten Goldschmied. Seine Idee einer gigantischen, nie zuvor gesehenen Kuppel hielten viele für verrückt, denn sie war äußerst riskant. Die Konstruktion entstand aus zwei getrennten Gewölbeschalen, zusammengefügt mithilfe eines selbsttragenden Gerüsts. Der Clou: Im Gegensatz zu einer massiven Kuppel konnte sie so deutlich leichter und größer ausfallen – 35 Meter hoch. Das Mauerwerk durchzog Brunelleschi zusätzlich mit Steinreihen im Fischgrätverband, die die Konstruktion stabilisierten. Nach 16 Jahren Bauzeit war die Kuppel von Florenz 1436 fertig: bis heute die Krönung der Renaissance.

Teil des Dom-Ensembles ist auch das achteckige Baptisterium, welches als Taufkirche dem Heiligen Johannes geweiht ist. Hier findet das berühmte Bronzereliefs der „Paradiestür“ am von Lorenzo Ghiberti. 

Opera-del-Duomo-Museum

Gleich neben dem Dom liegen einige der kostbarsten Schätze des Gotteshauses, geschützt vor Wind und Wetter. Das Original der Paradiestür von Ghiberti ist ebenso zu finden wie die Nischenstatuen des Glockenturms. Darüber hinaus einige der ganz großen Werke der Renaissance: die Pietà von Michelangelo, die Sängerkanzel von Donatello sowie dessen zutiefst berührende Holzfigur der büßenden Maria Magdalena. 

Dom von Florenz: Eintritt und Tickets

Der Zugang zu den Innenräumen der Kathedrale ist kostenlos, doch für die Brunelleschi-Kuppel, den Campanile und das Baptisterium sowie für das Dom-Museum benötigen Besucher ein Ticket. Buchbar sind auch Kombi-Tickets mit anderen Sehenswürdigkeiten in Florenz. 

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Ponte Vecchio

Bei Nacht besonders atmosphärisch: die Ponte Vecchio.

Die älteste Brücke der Stadt über den Fluss Arno stammt von 1345. Einst siedelten sich auf der Ponte Vecchio Fleischer und Gerber an, doch weil der Gestank zu groß wurde, ordnete der Medici-Großherzog im Jahr 1593 an, dass ausschließlich Gold- und Silberschmiede hier ihre Gewerke betreiben durften. Grund dafür war auch der sogenannte Corridoio Vasariano, eine Art Geheimgang oberhalb der Ladengeschäfte, der es den damaligen Herrschern ermöglichte, auf schnellstem Weg zwischen dem Regierungssitz Palazzo Vecchio und ihrem Wohnsitz im Palazzo Pitti zu verkehren. Auch heute noch sind entlang der beliebten Sehenswürdigkeit vor allem Juwelier- und Schmuckgeschäfte ansässig. 

Übrigens: Das Anbringen von Liebesschlössern ist auf der Ponte Vecchio kann mit einem Bußgeld geahndet werden.  

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Die Uffizien

Die Uffizien von Florenz beherbergen eine der weltweit wichtigsten Kunstsammlungen.

Die Kunsthallen von Weltruhm: 1580 als Verwaltungsbau für Ministerien des Großherzogtums Toskana errichtet, beherbergt das Museum Le Gallerie Degli Uffizi heute die bedeutende Kunstsammlung der Familie Medici. 

Diese umfasst sage und schreibe 12.000 Gemälde, 3.500 Skulpturen sowie 180.000 Drucke und Zeichnungen. Herz der Uffizien ist die italienische Renaissance mit Meisterwerken der Kunstgeschichte. Die wichtigsten: Piero della Francescas Porträt des Herzogspaares von Urbino, Botticellis Frühling und die Geburt der Venus, Leonardo da Vincis Verkündigung, Raffaels Madonna mit dem Stieglitz und sein Bildnis von Papst Leo X. Des Weiteren: Michelangelos Tondo Doni und Tizians Venus von Urbino.

Übrigens: Dass die Kunstsammlung noch erhalten sowie öffentlich zugänglich ist, ist auf die letzte Medici-Regentin Anna Maria Luisa de’ Medici zurückzuführen. 1737 vermachte sie das gesamte Erbe der Medici der Stadt Florenz. Einzige Bedingung: Die Sammlung dürfe Florenz niemals verlassen. 

Öffnungszeiten und Tickets für die Uffizien

Zu jeder Tageszeit ist das Museum gut gefüllt. Wer die Schätze der Uffizien besichtigen will, sollte sich daher vorab ein Ticket sowie ein Zeitfenster für den Besuch buchen. Mit dem Ticket für die Uffizien haben Besucher gleichzeitig Zutritt zum Archäologischen Nationalmuseum Florenz sowie zum Kunstmuseum Opificio delle Pietre Dure

Die Uffizien sind von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 8:15 und 18:30 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag. 

uffizi.it

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Palazzo Pitti und der Boboli-Garten

Sattes Grün in der Stadt: die Boboli-Gärten von Florenz.

Im Palazzo Pitti, der einstigen Medici-Residenz kann man Tage verbringen. Insgesamt sind ganze fünf Museen hier untergebracht, darunter die Galleria Palatina mit Gemälden von Raffael und Tizian, eine Porzellanausstellung und ein Modemuseum. 

Wer nach so viel Kunst und Kultur eine Pause für das Auge braucht, kann in den umliegenden Boboli-Gärten bestens verschnaufen. Die grüne Lunge von Florenz erstreckt sich über eine Fläche von 45.000 Quadratmeter. Unterwegs finden Besucher Skulpturen, perfekt gepflegte Gärten sowie breite Alleen, die bis zur Porta Romana führen. Sehenswert sind zum Beispiel die Buontalenti-Grotte, das Amphitheater und der Neptun-Brunnen.

uffizi.it/palazzo-pitti

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Mercato Centrale

Gemeinsam schlemmen: Jung und Alt trifft sich auf dem Mercato Centrale von Florenz-

Wer in die toskanische Genusswelt eintauchen will, ist hier goldrichtig:  Bei der größten Markthalle von Florenz, dem Mercato Centrale, handelt es sich um eine gewaltige Konstruktion aus Eisen und Glas. Entworfen wurde das Jugendstil-Ensemble vor über 150 Jahren vom Architekten Giuseppe Mengoni. Montags bis samstags ab 7 Uhr findet man hier, ein paar Straßen nördlich vom Dom, dutzende Händler, die außer Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch auch viele lokale Spezialitäten anbieten. Später am Vormittag öffnen zudem die Cafés und Geschäfte des oberen Stockwerks. Ein idealer Ort, um Käse zu probieren, Pasta zu schlemmen und bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

mercatocentrale.com

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Santa Croce

Blick auf die Kirche Santa Croce in Florenz

Das ab 1295 erbaute Gotteshaus Santa Croce wird oft auch als „Pantheon von Florenz“ bezeichnet und gilt als größte Franziskanerkirche der Welt. In ihrem Inneren befinden sich die Ruhestätten von Florenz' einstiger Elite: Unter anderem sind hinter der prunkvollen Marmorfassade Michelangelo, Machiavelli, Galilei und Rossini begraben. 

Ebenfalls sehenswert: die Freskenzyklen von Giotto und das Kruzifix von Donatello. 1966 wurde die Kirche wurde von der schweren Arnoflut getroffen. Eine Gezeitenplatte zeigt anschaulich, wie hoch das Wasser damals stand. Für den Besuch der Kirche wird ein Ticket benötigt. 

santacroceopera.it

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Palazzo Vecchio

Ein Highlight im Palazzo Vecchio ist der berühmte „Saal der 500“ von Giorgio Vasari.

Damals wie heute Machtzentrum von Florenz: Der Palazzo Vecchio an der Piazza della Signoria entstand ab 1299, wurde über Jahrhunderte immer wieder erweitert und diente im 16. Jahrhundert als Residenz der Medici. 

Heute befindet sich im Palazzo Vecchio das Rathaus von Florenz, außerdem ein Museum. Spektakulär ist der Saal der 500 mit gigantischen Malereien und Fresken. Er wurde von Giorgio Vasari entworfen. Gleich nebenan liegt die Loggia dei Lanzi, im 14. Jahrhundert Ort großer Empfänge. 

Übrigens: Die Piazza della Signoria, die vom Palazzo gesäumt wird, ist einer der schönsten Plätze in ganz Florenz. Hier finden Besucher auch eine Kopie der berühmten David-Figur von Michelangelo, den wunderschönen Neptunbrunnen und das Museum Gucci Garden, das sich mit dem renommierten Modehaus beschäftigt

cultura.comune.fi.it

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Galleria dell’Accademia in Florenz

Michelangelos David ist die wohl berühmteste Statue der Welt.

Das Original von Michelangelo hat hier seinen Platz gefunden: Die weltberühmte David-Figur zog 1873 von der Piazza della Signoria in die Galleria dell'Accademia. Schon auf dem Weg in den Kuppelsaal passieren Besucher ein anderes großes Werk Michelangelos: Die vier unvollendeten Sklaven von 1525 geben einen Einblick in die Arbeitsweise des Meisters. Auch sein Werk des Heiligen Matthäus ist Teil der hiesigen Sammlung, ebenso Gemälde von Filippo Lippi und Ghirlandajo oder Botticellis Madonna mit Kind. Die Werke der Galerie dienten einst den Schülern der Kunstakademie zum Studium. Auch heute noch ziehen die ausgestellte Präzision und das filigrane Handwerk der Meister Beobachter in ihren Bann. 

Galleria dell’Accademia: Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Galleria dell’Accademia öffnet täglich zwischen 8:15 und 18:50 Uhr ihre Pforten für Besucher. Ein reguläres Ticket kostet 16 Euro. An einigen Tagen im Jahr ist der Zugang zur Galleria kostenlos. 

galleriaaccademiafirenze.it

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Piazzale Michelangelo

Traumhaft schön: der Sonnenuntergang über dem Panorama von Florenz.

Für viele der schönste Blick auf die Stadt: Vom Piazzale Michelangelo sieht man Dom, Palazzo Vecchio und Santa Croce aufragen, allerdings teilt man das Panorama tagsüber mit Busladungen weiterer Besucher. Als der Platz 1875 entstand, war ein Michelangelo-Museum geplant. Zwar wurde dies nie realisiert, dafür steht hier heute zumindest der David – als bronzene Kopie. 

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Giardino delle Rose

Ein fabelhafter Ausblick trifft auf den Duft von etlichen Rosen: Romantischer geht es kaum.

Dieser Giardino delle Rose liegt nur ein kleines Stück unterhalb des Piazzale Michelangelo. Rund 400 verschiedene Rosensorten sorgen hier – gemeinsam mit Zitrusfrüchten und vielen weiteren mediterranen Pflanzen – für einen umwerfenden Duft. Die Aussicht ist auch hier grandios – genießen Sie den Blick über Florenz doch mit einem kühlen Drink vom Getränkestand vor Ort. Der Giardino delle Rose wurde, genau wie der Piazzale Michelangelo, von Giuseppe Poggi entworfen. Er ließ sich hier von französischen Gärten inspirieren. 

Giardino delle Rose: Eintritt und Öffnungszeiten

Der Eintritt in den romantischen Rosengarten ist kostenlos. Er ist von Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 20 Uhr geöffnet, sonntags ab 10 Uhr.

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Farmacia di Santa Maria Novella

Historische Apotheke und Museum: die Farmacia di Santa Maria Novella

Die Farmacia di Santa Maria Novella in der Altstadt von Florenz ist die älteste noch genutzte Apotheke in ganz Europa. Sie wurde bereits im Jahr 1221 von Mönchen des Dominikanerklosters gegründet und in den darauffolgenden Jahrhunderten erweitert. Deshalb finden sich in ihrer Architektur verschiedene Stilrichtungen – von Renaissance über Barock bis zur Moderne.

Schon im Mittelalter stellten die Mönche hier laut Überlieferung Medikamente aus dem hauseigenen Kräutergarten her und entwickelten vielversprechende Rezepturen. Heutzutage werden die hier verkauften Produkte zwar in einem anderen Gebäude ganz in der Nähe hergestellt, doch in der historischen Apotheke werden sie noch immer verkauft – mit dem Unterschied, dass es sich hierbei um Kosmetik handelt und nicht mehr um Arzneimittel. 

Gäste kommen gern hierher, um sich die Wandmalereien und Ölgemälde sowie die antiken Möbel aus der jahrhundertelangen Geschichte der Apotheke zu bestaunen. Ein Teil der Apotheke ist heute außerdem ein Museum.